| Berufsbezeichnung | Einstiegsgehalt | Durchschnittsgehalt |
|---|---|---|
| Kardiologe | ca. 7.258 € brutto | ca. 8.230 € brutto |
1. Einstiegsgehalt: Wie viel verdient ein Kardiologe am Anfang?
Durchschnittliches Einstiegsgehalt
Das Einstiegsgehalt für angehende Kardiologinnen und Kardiologen liegt während der Facharztausbildung zwischen 5.000 und 7.222 Euro brutto pro Monat – abhängig von Kliniktyp, Tarifvertrag und Berufsjahr.
Nach bestandener Facharztprüfung kannst Du als Kardiologe mit einem Bruttogehalt zwischen 7.200 und 7.400 Euro pro Monat ins Berufsleben starten. Mit zunehmender Erfahrung steigert sich das Gehalt auf über 9.300 Euro monatlich.
Unterschiede nach Arbeitsort
Das Gehalt unterscheidet sich je nach Träger:
- In Unikliniken verdienst Du als als Facharzt je nach Erfahrung zwischen 7.426 und 9.302 Euro.
- Kommunale Krankenhäuser zahlen im ersten Facharztjahr etwa 7.259 Euro, im 13. Jahr bis zu 9.322 Euro.
- In privaten Kliniken hängt das Gehalt stark vom Träger ab, liegt aber in ähnlichen Spannen.
2. Gehaltsentwicklung: Wie steigt das Einkommen als Kardiologe?
Mit wachsender Berufserfahrung und dem Wechsel in höhere Positionen steigt auch Dein Gehalt als Kardiologe. Als Oberarzt bekommst Du je nach Träger monatlich 9.300 bis über 10.600 Euro.
In leitenden Funktionen oder mit außertariflicher Bezahlung (etwa nach 7 Dienstjahren) kannst Du auch fünfstellige Monatsgehälter erzielen. Zuschläge für Bereitschafts-, Nacht- oder Wochenenddienste erhöhen zusätzlich das Einkommen um bis zu 35 % des Stundenlohns.
3. Gehaltsunterschiede: Diese Faktoren beeinflussen das Einkommen als Kardiologe
Regionale Unterschiede
Auch wenn Tarifverträge eigentlich bundeseinheitlich sind, spielt der Standort eine Rolle – vor allem bei außertariflicher Vergütung. So verdienst Du in Schleswig-Holstein im Schnitt 7.608 Euro brutto im Monat, in Bayern dagegen rund 8.230 Euro.
Fachrichtung und Spezialisierung
Innerhalb der Kardiologie kannst Du durch Zusatzqualifikationen wie die EMAH-Weiterbildung („Spezielle Kardiologie für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern“) Dein Gehalt steigern – vor allem in nicht-tarifgebundenen Positionen.
Tarifverträge vs. Individuelle Gehaltsverhandlungen
Während Assistenz- und Fachärzte meist tariflich entlohnt werden, ist das bei Oberärzten und Chefärzten nicht mehr garantiert. Wer gut verhandeln kann und besondere Zusatzqualifikationen mitbringt, hat hier einen klaren Vorteil.
4. Was verdient ein Kardiologe in eigener Praxis?
Eine eigene Praxis kann finanziell sehr lukrativ sein, wenn sie gut läuft. 2015 lag der monatliche Reinertrag niedergelassener Kardiologen bei etwa 23.500 Euro brutto.
Allerdings ist der Weg dahin mit hohen Gründungskosten verbunden. Im Schnitt betragen diese rund 127.000 Euro. Außerdem hängen Deine Einnahmen stark von der Patientenzahl, Praxislage und angebotenen Leistungen ab.
Deshalb ist die Niederlassung bei Kardiologen eher selten: Von rund 1.560 Fachärzten für Kardiologie in Deutschland waren zuletzt nur 108 niedergelassen.
5. Lohnt sich der Beruf als Kardiologe finanziell?
Finanziell gesehen gehört die Kardiologie zu den besser bezahlten Facharztgebieten. Bereits im Angestelltenverhältnis kannst Du mit einem überdurchschnittlichen Gehalt rechnen, vor allem, wenn Du eine Oberarzt- oder Chefarztposition erreichst.
Mit einer eigenen Praxis oder durch Spezialisierungen lassen sich die Einnahmen zusätzlich steigern. Gleichzeitig ist der Beruf mit einer hohen Verantwortung und oft intensiven Arbeitszeiten verbunden.
Wenn Du bereit bist, Dich fachlich weiterzuentwickeln und Führungsverantwortung zu übernehmen, bietet Dir die Kardiologie sehr gute Verdienstmöglichkeiten.

Daphne Morbach
Daphne Morbach hat ihren Bachelor in Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln abgeschlossen. Sie bringt journalistische Erfahrung, ein gutes Gespür für gesellschaftliche Themen und Freude am Schreiben mit. Besonders gern recherchiert und formuliert sie verständliche Inhalte zu komplexen Fragen rund um Bildung, Studium und internationale Perspektiven.
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