Gehalt

Was verdient man als Neurologe?

Von Daphne Morbach2 Min. Lesezeit
Neurologe führt Reflextest durch – Gehalt als Neurologe
Berufsbezeichnung Einstiegsgehalt Durchschnittsgehalt
Neurologe ca. 7.260 € brutto ca. 8.401 € brutto

1. Einstiegsgehalt: Wie viel verdient ein Neurologe am Anfang?

Durchschnittliches Einstiegsgehalt

Als Neurologe steigst Du nach deiner Facharztweiterbildung mit einem monatlichen Bruttogehalt von rund 7.260 Euro ein (TV Ärzte VKA, Stand 2025). Dieses Gehalt gilt für das erste Berufsjahr als Facharzt. Es richtet sich nach Deinem Tarifvertrag und steigt mit der Berufserfahrung kontinuierlich an.

Unterschiede nach Arbeitsort

Wenn Du in einer Universitätsklinik arbeitest, wirst Du meist nach dem TV-L bezahlt, in einem kommunalen Krankenhaus nach dem TV-VKA. Private Kliniken haben eigene Tarife, die sich an diesen Werten orientieren, aber stärker schwanken können. Auch in einer Praxis oder einem MVZ als angestellter Neurologe hängt Dein Gehalt von der Größe, Lage und Ausrichtung der Einrichtung ab. Außerdem kommt es auf das Bundesland an, in dem Du arbeitest. In Bayern oder Baden-Württemberg kannst Du mit einem deutlich höheren Einstiegsgehalt rechnen als in Mecklenburg-Vorpommern und im Osten Deutschlands.

2. Gehaltsentwicklung: Wie steigt das Einkommen als Neurologe?

Mit jedem Berufsjahr steigt Dein Gehalt tariflich. Laut TV Ärzte VKA (2025) entwickelst Du Dich als Facharzt wie folgt:

  • Jahr: 7.260 €
  • Jahr: 7.868 €
  • Jahr: 8.401 €
  • Jahr: 8.714 €
  • Jahr: 9.018 €
  • Jahr: 9.323 €

Mit dem Aufstieg zum Oberarzt oder leitenden Oberarzt kannst Du sogar zwischen 9.000 und 13.000 Euro brutto im Monat verdienen – je nach Erfahrung, Einrichtung und Verhandlungsgeschick. In leitenden Positionen wird häufig außertariflich verhandelt.

3. Gehaltsunterschiede: Diese Faktoren beeinflussen das Einkommen als Neurologe

Regionale Unterschiede

Je nach Bundesland variiert das Durchschnittsgehalt deutlich. In Baden-Württemberg liegt es bei 8.413 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern nur bei 5.992 Euro. Auch Stadt-Land-Gefälle und regionale Wirtschaftskraft haben Einfluss.

Fachrichtung und Spezialisierung

Neurologen mit Zusatzqualifikationen, etwa in Epileptologie oder Schlaganfallmedizin, haben bessere Chancen auf höher bezahlte Positionen. Leitende Rollen wie Oberarzt oder Chefarzt gehen oft mit Spezialisierungen einher und somit auch einem höheren Gehalt.

4. Was verdient ein Neurologe in eigener Praxis?

In der eigenen Praxis ist Dein Einkommen nicht fix geregelt, sondern abhängig vom Reinertrag. Dieser wiederum hängt ab von der Zahl der Patienten, den Leistungen, die Du abrechnen kannst, und Deinen laufenden Kosten. Da neurologische Leistungen oft schlechter vergütet sind als operative, liegt das Einkommen häufig unter dem anderer Fachrichtungen.

Konkret lässt sich sagen: Der Reinertrag in einer neurologischen Praxis liegt meist unter dem von etwa Radiologen oder Kardiologen. Dennoch kannst Du als niedergelassene/r Neurologe/-in mit einer guten Organisation und Spezialisierung ein solides Einkommen erzielen.

5. Lohnt sich der Beruf als Neurologe finanziell?

Finanziell gesehen lohnt sich die Neurologie – besonders im klinischen Bereich. Das Gehalt steigt mit der Erfahrung deutlich, und leitende Positionen können sehr lukrativ sein.

In eigener Praxis kann sich die Neurologie ebenfalls lohnen, wenn Du betriebswirtschaftlich denkst und eine solide Patientenbasis aufbaust. Wer sich zudem durch Weiterbildungen spezialisiert oder in eine Leitungsfunktion wechselt, kann sein Gehalt deutlich steigern.

Über die Autorin

Daphne Morbach

Daphne Morbach hat ihren Bachelor in Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln abgeschlossen. Sie bringt journalistische Erfahrung, ein gutes Gespür für gesellschaftliche Themen und Freude am Schreiben mit. Besonders gern recherchiert und formuliert sie verständliche Inhalte zu komplexen Fragen rund um Bildung, Studium und internationale Perspektiven.

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