| Berufsbezeichnung | Einstiegsgehalt | Durchschnittsgehalt |
|---|---|---|
| Notarzt | ca. 6.798 € brutto | ca. 8.083 € brutto |
1. Einstiegsgehalt: Wie viel verdient ein Notarzt am Anfang?
Da die Tätigkeit als Notarzt fast immer nebenberuflich ausgeübt wird, z. B. von Anästhesisten, Internisten oder Intensivmedizinern, hängt das Einstiegsgehalt stark von der Hauptposition und deren Tarifvertrag ab. Im Schnitt liegt das monatliche Bruttogehalt beim Berufseinstieg bei ca. 6.800 Euro, sofern die notärztliche Tätigkeit über die Klinik organisiert ist.
In Kliniken mit Bereitschaftsdiensten wird die Notfallmedizin meist im Rahmen regulärer Anstellungen abgedeckt. In diesen Fällen fließt die Tätigkeit in das normale Gehalt ein. Notarzteinsätze können aber zusätzlich vergütet werden, entweder über Pauschalen oder pro Einsatz.
2. Gehaltsentwicklung: Wie steigt das Einkommen als Notarzt?
Das Einkommen als Notarzt entwickelt sich parallel zur ärztlichen Laufbahn. Wer beispielsweise als Oberarzt oder Chefarzt in der Klinik tätig ist, kann weit über 9.000 Euro brutto monatlich verdienen – plus zusätzlicher Vergütung für Notarztdienste.
Die Vergütung pro Einsatz variiert je nach Region und Trägerschaft. In der Regel erhältst du zwischen 50 und 120 Euro pro Notarztdienststunde, wenn du freiberuflich tätig bist. In ländlichen Regionen können höhere Pauschalen gezahlt werden, um Versorgungsengpässe zu vermeiden.
3. Gehaltsunterschiede: Diese Faktoren beeinflussen das Einkommen als Notarzt
Regionale Unterschiede
Je nach Bundesland und ländlicher oder städtischer Lage variiert die Bereitschaftspauschale deutlich. In strukturschwachen Gebieten ist der finanzielle Anreiz meist höher.
Art der Beschäftigung
Angestellte Notärzte werden meist im Rahmen ihrer regulären Klinikposition vergütet. Freiberufliche Notärzte hingegen arbeiten auf Honorarbasis, hier hängt das Einkommen von der Anzahl der Dienste und den regionalen Pauschalen ab.
4. Lohnt sich der Beruf als Notarzt finanziell?
Rein finanziell betrachtet ist die Tätigkeit als Notarzt selten ein großer Gewinn, insbesondere im Vergleich zu regulären Facharztkarrieren. Die Einsätze bringen zusätzliche Vergütung, aber auch hohe Verantwortung, Stress und unregelmäßige Arbeitszeiten mit sich.
Dafür bietet der Beruf emotionale und fachliche Erfüllung, ein hohes Maß an Entscheidungskompetenz und ein unvergleichbares Gefühl, Menschen in akuten Notlagen helfen zu können. Wenn dir das wichtig ist, kann sich die Zusatzqualifikation zum Notarzt definitiv lohnen, sowohl beruflich als auch persönlich.

Daphne Morbach
Daphne Morbach hat ihren Bachelor in Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln abgeschlossen. Sie bringt journalistische Erfahrung, ein gutes Gespür für gesellschaftliche Themen und Freude am Schreiben mit. Besonders gern recherchiert und formuliert sie verständliche Inhalte zu komplexen Fragen rund um Bildung, Studium und internationale Perspektiven.
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