Gehalt

Was verdient man als Onkologe?

Von Daphne Morbach3 Min. Lesezeit
Onkologe im einfühlsamen Patientengespräch – Gehalt als Onkologe
Berufsbezeichnung Einstiegsgehalt Durchschnittsgehalt
Onkologe ca. 6.100 € brutto ca. 7.650 € brutto

1. Einstiegsgehalt: Wie viel verdient ein Onkologe am Anfang?

Durchschnittliches Einstiegsgehalt

Wenn Du Deine Facharztausbildung in der Hämatologie und Onkologie (ein Teilgebiet der Inneren Medizin) abgeschlossen hast, kannst Du mit einem soliden Einkommen starten. Das durchschnittliche Jahresbruttogehalt liegt in den ersten Berufsjahren bei etwa 88.200 Euro, also rund 7.350 Euro brutto pro Monat.

Zu Beginn der klinischen Karriere verdienen Onkologen im Durchschnitt ca. 6.100 Euro monatlich, nach sechs Jahren steigt das Einkommen bereits auf 7.650 Euro brutto pro Monat.

Je nach Arbeitgeber (kommunales Krankenhaus, Universitätsklinik oder private Klinik) gelten unterschiedliche Tarifverträge. Bei leitenden Funktionen (Oberarzt, Chefarzt) sind die Gehälter oft außertariflich verhandelbar und können erheblich höher ausfallen.

2. Gehaltsentwicklung: Wie steigt das Einkommen als Onkologe?

Dein Einkommen wächst mit der Berufserfahrung und der Übernahme zusätzlicher Verantwortung. In Kliniken ist der Aufstieg in höhere Entgeltgruppen fest geregelt.

Als Facharzt in einer Uniklinik kannst Du in den ersten Jahren monatlich 6.100 Euro verdienen, mit zunehmender Berufsdauer und bei Übernahme einer Oberarzt-Position steigt das Gehalt auf bis zu 9.600 Euro brutto pro Monat.

Onkologen mit Leitungsfunktion erzielen häufig außertarifliche Gehälter. Das bedeutet: Durch geschickte Verhandlungen und besondere Verantwortung kannst Du Dein Einkommen erheblich steigern.

3. Gehaltsunterschiede: Diese Faktoren beeinflussen das Einkommen als Onkologe

Regionale Unterschiede

Beim Honorarumsatz je Behandlungsfall zeigen sich in der Onkologie teils erhebliche regionale Unterschiede. Besonders hohe Vergütungen erzielen Onkologen in Bayern, wo pro Fall über 220 Euro abgerechnet werden, gefolgt von Schleswig-Holstein und Hamburg, die mit knapp 200 Euro je Behandlungsfall ebenfalls im oberen Bereich liegen. Auch Rheinland-Pfalz, das Saarland und Baden-Württemberg verzeichnen überdurchschnittliche Honorare. Deutlich geringer fällt der Honorarumsatz dagegen in ostdeutschen Bundesländern wie Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt aus. Hier liegen die Werte je Fall oft nur zwischen 140 und 170 Euro. Diese Unterschiede zeigen, dass der Standort einer Praxis oder die Region bei der Höhe des erzielten Einkommens eine zentrale Rolle spielt und bei der eigenen Niederlassungsplanung unbedingt berücksichtigt werden sollte.

Einrichtungsart

Unikliniken zahlen tendenziell etwas mehr als kommunale Häuser oder private Kliniken. Leitende Oberärzte und Chefärzte erzielen außertarifliche Spitzengehälter.

4. Was verdient ein Onkologe in eigener Praxis?

Onkologen mit eigener Praxis oder in einer Gemeinschaftspraxis erzielen ein sehr hohes Einkommen. Laut aktuellen Erhebungen liegt der durchschnittliche monatliche Reinertrag bei rund 17.400 Euro.

Allerdings gibt es große regionale Unterschiede: In Sachsen liegt der durchschnittliche Verdienst niedergelassener Onkologen mehr als doppelt so hoch wie in Berlin.

Zu beachten sind dabei:

  • hohe Investitionskosten (Praxisausstattung, Personal, Miete)
  • unternehmerisches Risiko
  • erheblicher organisatorischer Aufwand

Dafür winkt langfristig ein sehr gutes Einkommen.

5. Lohnt sich der Beruf als Onkologe finanziell?

Finanziell gehört die Onkologie zu den besonders lukrativen Fachrichtungen innerhalb der Inneren Medizin. Sowohl im Angestelltenverhältnis als auch in eigener Praxis kannst Du mit einem sehr guten Gehalt rechnen.

Mit wachsender Berufserfahrung, Spezialisierungen und Übernahme von Leitungsaufgaben steigt Dein Verdienst erheblich. Durch die hohe Nachfrage in der Onkologie bleibt die Perspektive langfristig stabil und attraktiv.

Über die Autorin

Daphne Morbach

Daphne Morbach hat ihren Bachelor in Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln abgeschlossen. Sie bringt journalistische Erfahrung, ein gutes Gespür für gesellschaftliche Themen und Freude am Schreiben mit. Besonders gern recherchiert und formuliert sie verständliche Inhalte zu komplexen Fragen rund um Bildung, Studium und internationale Perspektiven.

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