Gehalt

Was verdient man als Reha-Arzt?

Von Daphne Morbach2 Min. Lesezeit
Reha-Arzt begleitet Patienten bei Übungen – Gehalt als Reha-Arzt
Berufsbezeichnung Einstiegsgehalt Durchschnittsgehalt
Reha-Arzt ca. 6.700 € brutto ca. 8.250 € brutto

1. Einstiegsgehalt: Wie viel verdient ein Reha-Arzt am Anfang?

Durchschnittliches Einstiegsgehalt

Als Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin kannst Du zum Berufseinstieg mit einem monatlichen Bruttogehalt zwischen etwa 6.500 und 6.800 Euro rechnen, je nachdem, ob Du an einem kommunalen Krankenhaus oder einer Universitätsklinik tätig bist. Dieses Gehalt orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag TV-Ärzte/VKA bzw. TV-Ärzte TdL, der für die meisten öffentlichen Einrichtungen gilt. Private Kliniken orientieren sich oft an diesen Tarifen, zahlen aber teils etwas darunter oder bieten alternativ Hausverträge an.

2. Gehaltsentwicklung: Wie steigt das Einkommen als Reha-Arzt?

Mit zunehmender Berufserfahrung steigst Du innerhalb der tariflichen Entgeltgruppen auf. Fachärzte mit einigen Jahren Berufserfahrung können bis zu 8.200 Euro monatlich verdienen. Wirst Du Oberarzt oder erreichst eine leitende Funktion, kann Dein Bruttojahresgehalt sechsstellig ausfallen, also über 100.000 Euro. Als Chefarzt liegen die Gehälter noch darüber, häufig werden sie außertariflich vereinbart. Zusätzlich steigert sich Dein Einkommen durch Schichtzulagen und Bereitschaftsdienste, sofern diese anfallen.

3. Gehaltsunterschiede: Diese Faktoren beeinflussen das Einkommen als Reha-Arzt

Regionale Unterschiede

Laut KBV-Honorardaten variieren die Einkommen stark je nach Bundesland. Besonders hohe Umsätze pro Arzt wurden zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Hessen und im Saarland verzeichnet. Dort lag der durchschnittliche Honorarumsatz je Behandlungsfall bei über 90,00 Euro im 4. Quartal 2023. Am unteren Ende lag Niedersachsen.

Spezialisierungen

Wenn Du spezielle Zusatzqualifikationen (z. B. Manuelle Medizin, Sozialmedizin oder spezielle Schmerztherapie) vorweisen kannst, kannst Du in besonders gefragten Reha-Zentren oder MVZs ein überdurchschnittliches Gehalt erzielen, vor allem wenn Du in leitender Funktion arbeitest oder bestimmte Patientengruppen (z. B. postoperativ, orthopädisch oder neurologisch) betreust.

4. Was verdient ein Reha-Arzt in eigener Praxis?

Als niedergelassener Reha-Arzt kannst Du sehr gute Einkünfte erzielen. Laut Statistischem Bundesamt lag der durchschnittliche Reinertrag bereits 2015 bei rund 258.000 Euro jährlich – also über 21.000 Euro monatlich. Das Einkommen hängt jedoch stark von der Praxisstruktur, der Patientenzahl und den laufenden Betriebskosten ab. Du musst als Selbstständiger auch Deine Altersvorsorge, Versicherungen und mögliche Investitionen (z. B. Geräte oder Personal) selbst finanzieren.

5. Lohnt sich der Beruf als Reha-Arzt finanziell?

Finanziell lohnt sich die Facharztrichtung Physikalische und Rehabilitative Medizin durchaus. Als angestellter Arzt erzielst Du ein stabiles Einkommen mit guter Planbarkeit. In leitenden Positionen oder durch eine eigene Niederlassung lassen sich die Einkünfte deutlich steigern. Der Beruf bringt zudem vergleichsweise geregelte Arbeitszeiten mit sich - ein Pluspunkt für viele, die Familie und Beruf gut vereinbaren wollen.

Über die Autorin

Daphne Morbach

Daphne Morbach hat ihren Bachelor in Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln abgeschlossen. Sie bringt journalistische Erfahrung, ein gutes Gespür für gesellschaftliche Themen und Freude am Schreiben mit. Besonders gern recherchiert und formuliert sie verständliche Inhalte zu komplexen Fragen rund um Bildung, Studium und internationale Perspektiven.

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