Stadtansicht von Frankfurt – Medizinstudium in Frankfurt
Frankfurt, Deutschland

Goethe-Universität Frankfurt

Auf einen Blick

EinrichtungStaatlich
SemesterbeginnWintersemester
StudiengebührenSemesterbeitrag 381,28€ (stand Wintersemester 2025/26)
Studienplätze383

So vergibt die Uni ihre Studienplätze

Neben der Abiturbestenquote (ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland, 30 %) vergibt die Universität ihre Plätze über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote), 10 %) und das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst, 60 %). Diese Kriterien zählen dabei:

Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote))

  • Studierfähigkeitstest90 Punkte
  • Anerkannte Berufsausbildung5 Punkte
  • Anerkannte Berufstätigkeit5 Punkte
Summe100 Punkte

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst)

  • Hochschulzugangsberechtigung45 Punkte
  • Studierfähigkeitstest / Interview50 Punkte
  • Anerkannte Berufsausbildung5 Punkte
Summe100 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung · Stand: WiSe 2026/27. Kriterien können sich semesterweise ändern.

Auswahlgrenzen der letzten Jahre

So viele Punkte brauchte der letzte zugelassene Bewerber – je höher der Wert, desto härter der Wettbewerb: In ZEQ und AdH sind maximal 100 Punkte erreichbar, die ABQ folgt einer eigenen Punkteskala je Bundesland.

ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland▼ 2,0
779–883 Punkte
ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)▼ 1,5
63,0 Punkte
AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst▼ 0,7
55,6 Punkte
SemesterABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je BundeslandZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst
WiSe 25/26779–883 Punkte63,0 Punkte55,6 Punkte
WiSe 24/25786–885 Punkte64,5 Punkte56,3 Punkte
WiSe 23/24791–885 Punkte64,5 Punkte57,0 Punkte
WiSe 22/23794–883 Punkte61,5 Punkte53,8 Punkte
WiSe 21/22794–881 Punkte65,8 Punkte56,8 Punkte
WiSe 20/21761–876 Punkte71,5 Punkte57,1 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) · Grenzwerte = Punktzahl des letzten zugelassenen Bewerbers.

Universität

Die Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde 1914 als erste Stiftungsuniversität Deutschlands gegründet und entstand aus rein privaten Mitteln sowie aus der Überlegung heraus, dass eine Hochschule gegründet werden soll, welche sich mit den Problemen der Gegenwart beschäftigt. Im ersten Semester, dem Wintersemester 1914/15, begannen daraufhin 600 Studierende, darunter 100 Frauen, ihr Studium an der heutigen Goethe-Universität, welche 1932 anlässlich des 100. Todestages von Goethe ihren Namen erhielt. In den letzten 100 Jahren gab es 20 Nobelpreisträger, die mit dieser Universität in Verbindung standen. Heute besteht sie aus den folgenden 16 Fachbereichen: Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie und Sportwissenschaften, Evangelische Theologie, Katholische Theologie, Philosophie und Geschichtswissenschaften, Sprach- und Kulturwissenschaften, Neuere Philologien, Geowissenschaften/Geographie, Informatik und Mathematik, Physik, Biochemie, Chemie und Pharmazie, Biowissenschaften sowie Medizin. 2024 waren 41.783 Studierende in einen der Studiengänge eingeschrieben, zudem sind etwa 5.300 Mitarbeiter, darunter 584 Professoren, an der Universität angestellt. Die Universität hat verschiedene Campusse, unter anderem in Westend, Riedberg, Bockenheim, Ginnheim und Niederrad. An letzterem ist der medizinische Fachbereich angesiedelt. Er liegt im Süden Frankfurts und zählt zu einem der modernsten und leistungsfähigsten medizinischen Campussen deutschlandweit.

Medizinische Fakultät

An der Medizinischen Fakultät können neben den Staatsexamensstudiengängen Medizin und Zahnmedizin auch die Bachelorstudiengänge Hebammenwissenschaft und Medizintechnik sowie die Masterstudiengänge Molekulare Medizin, Medizintechnik, Oral Implantology, Esthetic Dentistry und Dental Technology studiert werden. Die Forschungsschwerpunkte der Fakultät liegen in den Bereichen Kardiovaskuläre Medizin, Neurowissenschaften, Onkologie/Immunologie und Translationale Arzneimittelforschung. Das Universitätsklinikum Frankfurt besteht aus 33 Kliniken und 23 Instituten und verfügt über 1.347 Betten. Über 8.500 Mitarbeiter versorgen jährlich über 50.000 Patienten stationär und etwa 490.000 ambulante Fälle.

Wer während des Studiums einen Teil im Ausland absolvieren möchte, kann dies im Rahmen eines Praktikums oder eines traditionellen Auslandssemesters tun. Krankenpflegepraktika, Famulaturen, PJ-Abschnitte und Forschungspraktika können an einer Universität in einem der 12 ERASMUS-Partnerländer oder an den Partneruniversitäten Yonsei University und Seoul National University in Südkorea absolviert werden.

Studium

Das Medizinstudium an der Goethe-Universität folgt dem Regelstudiengang, es gibt also eine klassische Unterteilung in die Vorklinik, Klinik und das Praktische Jahr, und die Regelstudienzeit beträgt sechs Jahre und drei Monate.

Die Vorklinik geht vom 1. bis zum 4. Semester und schließt mit dem ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1), besser bekannt als Physikum, ab. Der Fokus liegt dabei auf den naturwissenschaftlichen und theoretischen Grundlagen, neben den Fächern Biologie, Chemie und Physik sind das also beispielsweise die vorklinischen Fächer Anatomie, Physiologie, Biochemie und Medizinische Psychologie und Soziologie. Aber auch ein Praktikum zur Einführung in die Klinische Medizin und ein Berufsfelderkennungspraktikum finden bereits im vorklinischen Abschnitt statt. Vor Beendigung des Physikums müssen Studierende außerdem ein dreimonatiges Pflegepraktikum und eine Ausbildung in Erster Hilfe nachweisen können. Beides kann auch schon vor Studienbeginn absolviert werden.

Im darauffolgenden klinischen Abschnitt (5.-10. Semester) stehen klinisches Fachwissen und praktische Erfahrungen im Vordergrund. Neben der viermonatigen Famulatur finden außerdem Blockpraktika statt. Zudem können Studierende in Simulationszentren praktische Kompetenzen erlernen, beispielsweise an Modellen oder Simulationspersonen. Zum Wintersemester 2024/25 eröffnete zudem ein neues hochmodernes Simulationssystem für endovaskuläre Eingriffe ihre Türen für Medizinstudierende. Außerdem legt die Goethe-Universität einen großen Stellenwert auf interdisziplinäres Lernen und Zusammenarbeit, wodurch Medizinstudierende oftmals mit weiteren Studierenden oder Auszubildenden praktische Fähigkeiten erlernen. Der klinische Abschnitt endet mit dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2).

Daraufhin folgt das Praktische Jahr (PJ), welches in die drei Tertiale Innere Medizin, Chirurgie und Wahlfach aufgeteilt ist, wobei ein Tertial jeweils 16 Wochen lang geht. Anschließend folgt mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung das finale Staatsexamen des Studiums. Im Anschluss kann die Approbation beantragt werden.

Stadt

Frankfurt am Main zählt mit ihren rund 770.000 Einwohnern zur bevölkerungsreichsten Stadt Hessens und ist die fünftgrößte Stadt Deutschlands. Am bekanntesten ist sie wohl für ihre Skyline, weshalb sie oft auch unter dem Namen „Mainhattan“ bekannt ist, sowie ihr Bankenviertel. Aber nicht nur heute, sondern bereits im Mittelalter, war die Stadt, welche 794 erstmals urkundlich erwähnt wurde, als Messe- und Handelszentrum bekannt. Heute gilt Frankfurt als eines der wichtigsten Finanzzentren Europas. Die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank, viele weitere Großbanken und die Frankfurter Börse haben alle ihren Sitz in der Metropole. Dennoch bleibt sie eine Stadt der Gegensätze. Während 14 der 15 höchsten Wolkenkratzer Deutschlands in Frankfurt stehen, finden sich in der Altstadt gleichzeitig eine Großzahl historischer Gebäude und Fachwerkhäuser. Außerdem grenzt an den Süden der Stadt der 15 Kilometer breite Stadtwald, wodurch Frankfurt alles andere als zubetoniert erscheint. Moderne und Tradition treffen aufeinander, kulinarische Spezialitäten wie der sogenannte „Ebbelwei“ (Apfelwein), Grüne Soße oder der Frankfurter Kranz sind genauso zu finden wie internationale Startups, hippe Cafés und multikulturelle Stadtviertel.

Studentenleben

Frankfurt lässt den insgesamt etwa 72.000 Studierenden an über 20 Hochschulen keinen Wunsch offen. Ob ein lebendiges Nachtleben, ein Ausflug in die Natur oder ein kulturelles Wochenende, alles ist hier möglich. Die Universität selbst hat eine Vielzahl an studentischen Initiativen und Fachschaften, einen Debattierclub, Universitätsmusik und ein großes Hochschulsportangebot, aber auch außeruniversitär sind den Freizeitangeboten keine Grenzen gesetzt. Mit dem Kulturticket, welches man als Studierender für einen Euro pro Semester erhält, erhält man sogar freien Eintritt in den Großteil der Frankfurter Museen, beispielsweise am Museumsufer, sowie in den Frankfurter Zoo, den zweitältesten Zoo Deutschlands mit über 450 Tierarten. Das Museumsufer liegt wie der medizinische Campus südlich des Mains und beherbergt beispielsweise das Deutsche Filmmuseum, das Deutsche Architekturmuseum oder auch das Goethe-Haus, wonach die Universität benannt wurde.

Auch wenn es in Richtung Nachtleben geht, findet man in Frankfurt wirklich alles was das Herz begehrt, von kleinen Cafés oder Lokalen, in denen man gemütlich seinen „Ebbelwei“ trinken kann, bis hin zu mehrstöckigen Clubs. Im Gibson Club, dem wohl bekanntesten Club direkt in der Innenstadt, finden unter der Woche Konzerte statt, an Wochenende legen DJs ihre Platten auf. Wer auf der Suche nach noch mehr Live-Musik ist, wird im Sachsenhausener Elfer Music Club oder im Ponyhof Club fündig. Das berühmteste Szeneviertel Frankfurts ist wohl das Bahnhofsviertel, bekannt für sein Rotlichtviertel, den Drogenhandel, aber eben auch sein pulsierendes Nachtleben. Weitere bekannte Viertel für das Frankfurter Nachtleben sind Bornheim oder Nordend, letzteres wird oftmals als etwas hipper, mit vielen Bars, Clubs und Cafés, beschrieben. Wer nach ein wenig mehr Ruhe sucht, wird im nahegelegenen Günthersburgpark, dem Grüneburgpark, dem Bethmannpark oder dem südlich gelegenen Stadtwald Frankfurts fündig. Mit dem Auto erreicht man außerdem in etwa einer halben Stunde das Taunusgebirge. Natürlich sind auch weitere Reiseziele durch den Knotenpunkt an der ICE-Strecke und den internationalen Flughafen Frankfurt exzellent zu erreichen.

Die Lebensqualität in Frankfurt ist durchaus hoch, was sich jedoch auch in den höheren Lebenshaltungskosten und dem knappen und teuren Wohnraum zeigt. Viele Studierende pendeln daher zur Universität und wohnen stattdessen weiter in ihrem Elternhaus oder in umliegenden Orten wie Offenbach am Main. Andere kommen in WG-Zimmern oder Studentenwohnheimen unter. Von Letzteren gibt es 32 Wohnheime mit etwa 3.700 Wohnheimplätzen, die Wartelisten sind jedoch sehr lang, wodurch eine frühzeitige Bewerbung unbedingt notwendig ist.

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