Stadtansicht von Dresden – Medizinstudium in Dresden
Dresden, Deutschland

Technische Universität (TU) Dresden

Auf einen Blick

EinrichtungStaatlich
SemesterbeginnWintersemester
StudiengebührenSemesterbeitrag 338,00€ (für das Wintersemester 2025/26)
Studienplätze230

So vergibt die Uni ihre Studienplätze

Neben der Abiturbestenquote (ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland, 30 %) vergibt die Universität ihre Plätze über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote), 10 %) und das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst, 60 %). Diese Kriterien zählen dabei:

Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote))

  • Studierfähigkeitstest50 Punkte
  • Anerkannte Berufsausbildung50 Punkte
Summe100 Punkte

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst)

AdH-1 · 80% der Plätze
  • Hochschulzugangsberechtigung30 Punkte
  • Studierfähigkeitstest / Interview20 Punkte
  • Anerkannter Dienst50 Punkte
Summe100 Punkte
AdH-2 · 20% der Plätze
  • Hochschulzugangsberechtigung30 Punkte
  • Studierfähigkeitstest / Interview20 Punkte
  • Anerkannte Berufsausbildung50 Punkte
Summe100 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung · Stand: WiSe 2026/27. Kriterien können sich semesterweise ändern.

Auswahlgrenzen der letzten Jahre

So viele Punkte brauchte der letzte zugelassene Bewerber – je höher der Wert, desto härter der Wettbewerb: In ZEQ und AdH sind maximal 100 Punkte erreichbar, die ABQ folgt einer eigenen Punkteskala je Bundesland.

ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland▼ 2,0
779–883 Punkte
ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)▼ 0,8
76,7 Punkte
AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst▲ 9,9
≈ 75,7 Punkte
SemesterABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je BundeslandZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst
WiSe 25/26779–883 Punkte76,7 PunkteAdH-1 (80%): 76,7 Punkte; AdH-2 (20%): 74,6 Punkte
WiSe 24/25786–885 Punkte77,5 PunkteAdH-1 (80%): 56,4 Punkte; AdH-2 (20%): 75,2 Punkte
WiSe 23/24791–885 Punkte61,3 Punkte53,9 Punkte
WiSe 22/23794–883 Punkte57,2 Punkte52,4 Punkte
WiSe 21/22794–881 Punkte65,9 Punkte54,6 Punkte
WiSe 20/21761–876 Punkte68,3 Punkte57,2 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) · Grenzwerte = Punktzahl des letzten zugelassenen Bewerbers.

Universität

Die Technische Universität (TU) Dresden wurde 1829 als technische Bildungsanstalt gegründet und erhielt 1961 den Status einer Universität. Heute sind 30.000 Studierende aus 125 Ländern in einen der 119 Studiengänge eingeschrieben. Diese gehören zu 17 Fakultäten, die sich in die folgenden fünf großen Bereiche gliedern:

  • Bereich Mathematik und Naturwissenschaften
  • Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Bereich Ingenieurwissenschaften
  • Bereich Bau und Umwelt
  • Bereich Medizin

Dieses große Fächerspektrum, das die TU zu einer Volluniversität macht, wird ermöglicht durch die 9.000 Mitarbeitenden aus 89 Ländern, darunter rund 600 Professoren.

Seit 2012 gehört die Universität außerdem zu den elf deutschen Exzellenzuniversitäten. In der Forschung kooperiert sie viel mit führenden Forschungsinstituten, wodurch eine exzellente Forschung ermöglicht wird. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Lebenswissenschaften, Quantenmaterialien, Mikroelektronik, Taktiles Internet, Materialwissenschaft, Data Intensive and Digital Sciences sowie Kreislaufwirtschaft und gesellschaftlicher Wandel.

Medizinische Fakultät

Etwa 2.500 Studierende sind an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden eingeschrieben. Neben den Staatsexamensstudiengängen Medizin, Zahnmedizin und dem Modellstudiengang Medizin bietet die Fakultät außerdem die Studiengänge Public Health, Medical Radiation Sciences und Hebammenkunde an. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Onkologie, Stoffwechselerkrankungen (vor allem Diabetes), neurologischen und psychischen Erkrankungen. Hierin wird oft eng mit Forschungsinstituten wie den Fraunhofer-Instituten oder dem Max-Planck-Institut kooperiert.

Der klinische Abschnitt findet für die Humanmediziner am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden statt. Als Krankenhaus der Maximalversorgung besteht dieses aus 25 Kliniken, sieben Instituten, 19 interdisziplinären Zentren und 1.410 Planbetten. Fast 7.000 Mitarbeitende, darunter über 1.000 Ärzte und über 2.000 Pfleger, sind hier beschäftigt. Diese behandeln jährlich rund 53.000 Patienten stationär und weitere 237.500 ambulant.

Studium

Das Medizinstudium in Dresden folgt dem Regelstudiengang, es handelt sich also um einen Staatsexamensstudiengang, bei dem die Regelstudienzeit sechs Jahre und drei Monate beträgt. Das Studium findet hauptsächlich im Dresdner Stadtteil Johannstadt statt. Der Aufbau folgt einer klassischen Unterteilung in die Vorklinik, Klinik und das Praktische Jahr.

Die Vorklinik geht vom 1. bis zum 4. Semester und schließt mit dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1, schriftlich und mündlich-praktisch) ab, besser bekannt als Physikum. Der Fokus liegt auf der Ausbildung in den naturwissenschaftlichen und medizinischen Grundlagenfächern, Beispiele hierfür sind Mikro- und Makroskopische Anatomie, Medizinische Psychologie, Chemie, Physik, Biologie, Medizinische Terminologie, Biochemie, Physiologie, Berufsfelderkundung, Einführung Klinische Medizin und natürlich ein Wahlfach. Für Letzteres gibt es eine große Auswahl, wie beispielsweise Fehler in der Medizin, Medizin und Recht, Mathematische Physiologie, Gesundheit und Sport, Scientific Working Methods oder Riechen und Schmecken. Auch Sprachkurse wie Medizinisches Englisch, Französisch, Russisch oder Spanisch können als Wahlfach belegt werden. Vor Beendigung des Physikums müssen Studierende außerdem ein dreimonatiges Pflegepraktikum und eine Ausbildung in Erster Hilfe nachweisen können. Beides kann auch schon vor Studienbeginn absolviert werden.

Im darauffolgenden klinischen Abschnitt (5.-10. Semester) stehen klinisch-praktische Medizin sowie klinisch-theoretische Medizin im Vordergrund. Eine Auswahl der zu absolvierenden Module sind Rechtsmedizin, Pharmakologie, Pathologie, Gesundheitsökonomie, Infektiologie, Innere Medizin, Humangenetik, Urologie, Medizin des Alterns, Palliativmedizin, Blockpraktika, Rehabilitation und natürlich weitere Wahlfächer. Beispiele hierfür sind die Grundlagen der Sonografie, Angewandte Chirurgie, Experimentelle Herzchirurgie, Geschlechtersensible Medizin, Grundlagen der Neonatologie, Clinicum Digitale, Transplantationsmedizin oder Personalisierte Krebsmedizin.

Natürlich nehmen auch der Patientenkontakt und praktische Tätigkeiten im klinischen Abschnitt eine wichtige Rolle ein. Neben der viermonatigen Famulatur, welche in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden muss, finden daher fünf Blockpraktika in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde und Allgemeinmedizin statt. Außerdem können Studierende im Medizinisch-Interprofessionellen Trainingszentrum (MITZ) ihre praktischen Fähigkeiten verbessern, unter anderem auch in Zusammenarbeit mit Simulationspersonen. Der klinische Abschnitt endet mit dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2), einer schriftlichen Prüfung, welche an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Dauer von jeweils fünf Stunden stattfindet.

Daraufhin folgt das Praktische Jahr (PJ), welches sich in die drei Tertiale Innere Medizin, Chirurgie und ein Wahlfach gliedert, wobei ein Tertial jeweils 16 Wochen geht. Das PJ kann am Klinikum, an einem der akademischen Lehrkrankenhäuser oder Lehrpraxen oder im Ausland absolviert werden. Auslandsaufenthalte sind unter anderem an der Flinders University in Australien, der Shinshu University in Japan oder dem King’s College im Großbritannien möglich. Anschließend folgt mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M3) das finale Staatsexamen des Studiums. Im Anschluss kann die Approbation beantragt werden.

Stadt

Dresden ist die Landeshauptstadt Sachsens und hat über 560.000 Einwohner. Hiermit ist sie nach Leipzig die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes und die zwölftgrößte Stadt Deutschlands. Sie wurde 1206 erstmalig urkundlich erwähnt, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Stadt bereits in der Steinzeit besiedelt war. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Dresden zu einer kurfürstlichen und königlichen Residenz und diese Geschichte spiegelt sich auch noch in den heutigen Bauwerken der Stadt wider. Die Frauenkirche, welche nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder detailgetreu aufgebaut wurde, der barocke Zwinger oder die berühmte Semperoper sind nur einige Beispiele für die Wahrzeichen der Stadt. Nicht umsonst wird sie dank der kunstvollen Architektur oftmals als „Elbflorenz“ bezeichnet. Heute ist Dresden zudem ein bedeutender Wissenschafts- und Forschungsstandort, nicht zuletzt dank der Technischen Universität Dresden.

Studentenleben

Mit insgesamt rund 45.000 Studierenden zählt Dresden zu einer der größten Hochschulstädten Ostdeutschlands, was sich definitiv auch auf das alltägliche Leben auswirkt. Sowohl universitätsintern wie auch extern gibt es nämlich eine große Auswahl an Freizeitangeboten. Die TU motiviert Studierende, sich an der Universität zu engagieren, beispielsweise hochschulpolitisch in den Fachschaften, dem Studierendenrat oder einer Hochschulgruppe, oder ehrenamtlich über die Grenzen der Universität hinaus. Außerdem gibt es einige künstlerische Gruppen, wie ein studentisches Theater, das Folkloretanzensemble „Thea Maass“, ein Universitätsorchester, einen Universitätschor und ein universitätsinternes Kino. Natürlich bietet auch der Hochschulsport eine große Auswahl an Sportangeboten und mehr als 50 Sportarten für sportlich interessierte Studierende an, viele davon sind sogar inklusionsgeeignet.

Als inoffizielle „Hauptstadt der Studentenclubs“ hat Dresden aber natürlich auch außerhalb der Universität einiges zu bieten. Das wohl bekannteste Szeneviertel ist definitiv die Neustadt, ein alternatives und kreatives Viertel mit vielen Kneipen, Clubs, Cafés und kleinen Läden. Das Nachtleben verlagert sich außerdem gerne auch in die äußere Neustadt. Beliebte Studentenspots sind unter anderem die GrooveStation, das Alte Wettbüro, der Studentenclub Bärenzwinger, der Citybeach Dresden, das Shamrock oder das Ball- und Brauhaus Watzke. Gerade im Sommer laden auch die Elbwiesen zum entspannten Zusammenkommen ein.

Wer lieber etwas ruhiger unterwegs ist, findet in Dresden rund 60 Galerien, 50 Museen sowie 35 Theater und Bühnen, es ist daher wirklich etwas für jeden Geschmack dabei. Sowohl im Sommer wie auch im Winter glänzt Dresden mit interessanten und traditionsreichen Veranstaltungen, wie den Dresdner Musikfestspielen, dem winterlichen Striezelmarkt, dem Dixielandfestival oder zahlreichen Straßenfesten. Auch die Natur ist schnell erreichbar, sodass Ausflüge in die Sächsische Schweiz oder in das Erzgebirge keine Ausnahmen sind.

Die Lebenshaltungskosten sind vergleichsweise günstig und auch die Mietsituation ist recht preiswert und angenehm, was viele andere Groß- oder Universitätsstädte nicht von sich behaupten können. Die meisten Studierenden wohnen in WGs oder in einem der Studentenwohnheime.

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