Stadtansicht von Duisburg/Essen – Medizinstudium in Duisburg/Essen
Duisburg/Essen, Deutschland

Universität Duisburg-Essen

Auf einen Blick

EinrichtungStaatlich
SemesterbeginnWintersemester
StudiengebührenSemesterbeitrag 394,30€ (für das Wintersemester 2025/26)
Studienplätze226

So vergibt die Uni ihre Studienplätze

Neben der Abiturbestenquote (ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland, 30 %) vergibt die Universität ihre Plätze über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote), 10 %) und das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst, 60 %). Diese Kriterien zählen dabei:

Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote))

  • Studierfähigkeitstest30 Punkte
  • Anerkannte Berufsausbildung40 Punkte
  • Anerkannter Dienst30 Punkte
Summe100 Punkte

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst)

  • Hochschulzugangsberechtigung40 Punkte
  • Studierfähigkeitstest / Interview40 Punkte
  • Anerkannte Berufsausbildung10 Punkte
  • Anerkannter Dienst10 Punkte
Summe100 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung · Stand: WiSe 2026/27. Kriterien können sich semesterweise ändern.

Auswahlgrenzen der letzten Jahre

So viele Punkte brauchte der letzte zugelassene Bewerber – je höher der Wert, desto härter der Wettbewerb: In ZEQ und AdH sind maximal 100 Punkte erreichbar, die ABQ folgt einer eigenen Punkteskala je Bundesland.

ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland▼ 2,0
779–883 Punkte
ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)▲ 0,5
86,0 Punkte
AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst▼ 1,2
58,0 Punkte
SemesterABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je BundeslandZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst
WiSe 25/26779–883 Punkte86,0 Punkte58 Punkte
WiSe 24/25786–885 Punkte85,5 Punkte59,2 Punkte
WiSe 23/24791–885 Punkte86,5 Punkte60,1 Punkte
WiSe 22/23794–883 Punkte76,7 Punkte59,3 Punkte
WiSe 21/22794–881 Punkte61,0 Punkte57,4 Punkte
WiSe 20/21761–876 Punkte67,7 Punkte55,7 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) · Grenzwerte = Punktzahl des letzten zugelassenen Bewerbers.

Universität

Die Universität Duisburg-Essen wurde erst 2003 gegründet und hat sich bereits in dieser kurzen Zeit zu einer weltweit anerkannten Forschungsuniversität entwickelt. Heute sind mehr als 37.000 Studierende aus über 130 Nationen in einen der 310 Studiengänge eingeschrieben. Diese sind an die folgenden Fakultäten angegliedert:

  • Geisteswissenschaften
  • Gesellschaftswissenschaften
  • Bildungswissenschaften
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Mercator School of Management (BLW)
  • Mathematik
  • Physik
  • Chemie
  • Biologie
  • Ingenieurwissenschaften
  • Medizin
  • Informatik

Dieses breite Fächerspektrum wird ermöglicht durch die fast 6.300 Beschäftigten, darunter 512 Professuren. Wie erwähnt nimmt auch die Forschung an der Universität einen hohen Stellenwert ein. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Wasserforschung, Biomedizinische Wissenschaften, Nanowissenschaften sowie dem Wandel von Gegenwartsgesellschaften. Aktuelle Forschungsprojekte haben sich beispielsweise mit der lokalen Kontrolle der Schilddrüsenhormonwirkung oder den molekularen Mechanismen von Zellzustandsübergängen auseinandergesetzt.

Medizinische Fakultät

Neben dem Humanmedizinstudium können an der Fakultät außerdem Medizinische Biologie, Medizinmanagement und ab dem Wintersemester 2025/26 auch Pflegewissenschaft studiert werden. Die Forschungsschwerpunkte der Fakultät liegen in den Bereichen Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation.

Für das praktische Studium der Humanmediziner nimmt das Universitätsklinikum Essen eine wichtige Rolle ein. Als größtes an einem Standort zentriertes Universitätsklinikum des Ruhrgebiets werden hier in den 27 Kliniken und 24 Instituten über 50.000 Patienten stationär und weitere 195.000 ambulant behandelt. Hierfür stehen 6.000 Mitarbeitende zur Verfügung. Das Klinikum arbeitet mit der Fakultät gemeinsam an den bereits genannten Forschungsschwerpunkten.

Studium

Das Medizinstudium an der Universität Duisburg-Essen findet ausschließlich in Essen statt. Das Studium folgt dem Regelstudiengang, es handelt sich also um einen Staatsexamensstudiengang, bei dem die Regelstudienzeit sechs Jahre und drei Monate dauert. Der Aufbau folgt einer klassischen Unterteilung in die Vorklinik, Klinik und das Praktische Jahr.

Die Vorklinik geht vom 1. bis zum 4. Semester und schließt mit dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1, schriftlich und mündlich-praktisch) ab, besser bekannt als Physikum. Der Fokus liegt auf der Ausbildung in den naturwissenschaftlichen und medizinischen Grundlagenfächern, im ersten Semester besuchen Studierende beispielsweise die Module Einführung in die Klinische Medizin, Berufsfelderkundung und integriertes Seminar Allgemeinmedizin, Makroskopische und Mikroskopische Anatomie I, Mikroskopische Anatomie II, Histologie/Pathologie, Physik für Mediziner, Biologie für Mediziner, Chemie für Mediziner sowie Medizinische Terminologie. Außerdem gibt es in Essen bereits in der Vorklinik eine große Auswahl an Wahlfächern, wie beispielsweise Einblick in die Hausarztpraxis, Aktuelle Forschungsaspekte in der mitochondrialen Medizin, Einführung in die Grundlagen der Strahlentherapie, Einführung in die Nuklearmedizin oder Einführung in die psychotherapeutische Gesprächsführung. Vor Beendigung des Physikums müssen Studierende außerdem ein dreimonatiges Pflegepraktikum und eine Ausbildung in Erster Hilfe nachweisen können. Beides kann auch schon vor Studienbeginn absolviert werden.

Im darauffolgenden klinischen Abschnitt (5.-10. Semester) stehen klinisch-praktische Medizin sowie klinisch-theoretische Medizin im Vordergrund. Im ersten klinischen Semester besuchen Studierende beispielsweise die Module Epidemiologie/medizinische Biometrie/medizinische Informatik I, Gesundheitsökonomie/Gesundheitssystem/Öffentliches Gesundheitswesen, Klinischer Untersuchungskurs, Hygiene/Mikrobiologie/Virologie, Klinische Chemie/Laboratoriumsdiagnostik, Pharmakologie/Toxikologie I sowie Patophysiologie. Im zweiten klinischen Semester kommen traditionellere klinische Fächer wie Anästhesiologie, Chirurgie, Innere Medizin, Orthopädie, Kinderheilkunde und Urologie zu den Bereichen Pathologie I, Pharmakologie/Toxikologie II, Bildgebende Verfahren/Strahlenbehandlung/Strahlenschutz I, Rehabilitation, Physikalische Medizin und Naturheilverfahren I hinzu. Zudem glänzt der Studienstandort Essen mit einem sehr breiten Wahlfachangebot im klinischen Studienabschnitt. Beispiele hierfür sind Allgemeine Dermatologie, Allgemeinmedizin – Klassische Homöopathie für den klinischen Studienabschnitt, Anästhesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie, Diagnostische Radiologie, Internistische Intensivmedizin, Neurochirurgie oder Praktische Diabetologie.

Natürlich nehmen auch der Patientenkontakt und praktische Tätigkeiten im klinischen Abschnitt eine wichtige Rolle ein. Die viermonatige Famulatur, welche in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden muss, setzt sich aus der 60-tägigen „Krankenhausfamulatur“, der 30-tägigen „Praxisfamulatur“ und der 30-tägigen „Hausarztfamulatur“ zusammen. Außerdem finden im vierten klinischen Semester fünf Blockpraktika in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde und Allgemeinmedizin statt. Im Skills-Lab und dem Simulationspatienten-Programm können Studierende zudem ihre klinisch-praktischen Kompetenzen verbessern. Der klinische Abschnitt endet mit dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2), einer schriftlichen Prüfung, welche an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Dauer von jeweils fünf Stunden stattfindet.

Daraufhin folgt das Praktische Jahr (PJ), welches sich in die drei Tertiale Innere Medizin, Chirurgie und ein Wahlfach gliedert, wobei ein Tertial jeweils 16 Wochen geht. Das PJ kann am Klinikum, an einem der akademischen Lehrkrankenhäuser oder Lehrpraxen oder im Ausland absolviert werden. Anschließend folgt mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M3) das finale Staatsexamen des Studiums. Im Anschluss kann die Approbation beantragt werden.

Stadt

Essen liegt in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt im Zentrum des Ruhrgebiets, und gehört mit rund 580.000 Einwohnern zu den zehn größten Städten Deutschlands. Während die Stadt früher ein bedeutendes Zentrum der Schwerindustrie war, nicht zuletzt durch die Familie Krupp, ist sie heute ein moderner Dienstleistungs- und Kulturstandort. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört definitiv das UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein. Diese wird heute oftmals als schönste Zeche der Welt bezeichnet. Weitere Highlights sind das Ruhr Museum, der Essener Dom, das Schloss Borbeck oder die Villa Hügel, welche zwischen 1870 und 1873 von Alfred Krupp erbaut wurde.

Studentenleben

Neben der Universität Duisburg-Essen sind in Essen noch weitere Hochschulen ansässig, wodurch ein junges und lebendiges Leben entsteht und es viele Freizeitmöglichkeiten gibt, sowohl universitätsintern wie auch außerhalb davon. An der Universität selbst kann man sich beispielsweise hochschulpolitisch engagieren oder in Fachschaften, Hochschulgruppen oder studentischen Initiativen Mitglied werden. Zudem setzt die Universität auf gesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit und hat verschiedene Hochschulgemeinden. Auch kulturell sind die Angebote fast grenzenlos. Studierende können universitäre Zeitungen, Magazine oder Blogs wie ak(due)ell oder Digitur mitentwerfen, sich am CampusFM Radio beteiligen, in verschiedenen Theatern wie dem Theater Glassbooth, Duet, Hörsaaltheater oder only connect mitwirken und sogar Filmclubs beitreten. Natürlich gibt es auch verschiedene Chöre, Bigbands und Studentenorchester und auch der Hochschulsport bietet an beiden Standorten ein breites Sportangebot an.

Auch außerhalb der Universität wird es in Essen nicht langweilig. Als viertgrößte Stadt des Bundeslandes finden in Essen viele Veranstaltungen statt, es gibt eine große kulinarische Auswahl und auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten. Sie hat verschiedene Theater und eine Philharmonie, Ausstellungen und Museen. Gerade im Sommer finden in Essen außerdem viele Open-Air-Festivals wie das das Treibhaus Festival, das Stone Techno Festival oder das Smag Sundance Festival statt. Das studentische Leben findet hauptsächlich auf dem Campus, in der Innenstadt oder in den Vierteln Südviertel oder Rüttenscheid statt. Rüttenscheid, kurz Rü, ist wohl das beliebteste Ausgehviertel unter jungen Erwachsenen und besteht aus vielen Cafés, Bars und kleineren Restaurants. Das Südviertel ist ein wenig alternativer angehaucht. Das Nachtleben ist in Essen sehr vielfältig und bietet alles von entspannten Studentenkneipen bis hin zu modernen Clubs oder eleganten Bars. Beliebt sind bei Studierenden unter anderem das Turock, der Don’t Panic Club & Pub, die Temple Bar, die Daktari Cocktailbar, das Cafe Nord oder Fitzpatrick’s Irish Pub. Ein weiterer Vorteil Essens ist, dass trotz der Größe Natur- oder Grünflächen immer schnell erreichbar sind. In der Stadt gibt es über 700 Grünanlagen, allem voran der Grugapark, einer der größten Landschaftsparks Europas. Auch der Baldeneysee im Süden der Stadt lädt zur Entspannung oder zu Sporteinheiten ein.

Die Lebensqualität in Essen ist hoch und die Lebenshaltungskosten bisher dennoch vergleichsweise moderat, besonders im Vergleich zu anderen Großstädten wie Köln, Düsseldorf oder München. Die meisten Studierenden wohnen in WGs oder einem der Studentenwohnheime.

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