Stadtansicht von Hamburg – Medizinstudium in Hamburg
Hamburg, Deutschland

Universität Hamburg

Auf einen Blick

EinrichtungStaatlich
SemesterbeginnWintersemester
StudiengebührenSemesterbeitrag 384€ (stand Wintersemester 2025/26)
Studienplätze355

So vergibt die Uni ihre Studienplätze

Neben der Abiturbestenquote (ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland, 30 %) vergibt die Universität ihre Plätze über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote), 10 %) und das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst, 60 %). Diese Kriterien zählen dabei:

Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote))

  • Studierfähigkeitstest80 Punkte
Summe100 Punkte

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst)

  • Hochschulzugangsberechtigung40 Punkte
  • Studierfähigkeitstest / Interview40 Punkte
Summe100 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung · Stand: WiSe 2026/27. Kriterien können sich semesterweise ändern.

Auswahlgrenzen der letzten Jahre

So viele Punkte brauchte der letzte zugelassene Bewerber – je höher der Wert, desto härter der Wettbewerb: In ZEQ und AdH sind maximal 100 Punkte erreichbar, die ABQ folgt einer eigenen Punkteskala je Bundesland.

ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland▼ 2,0
779–883 Punkte
ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)▲ 4,8
82,8 Punkte
AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst▲ 3,9
64,3 Punkte
SemesterABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je BundeslandZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst
WiSe 25/26779–883 Punkte82,8 Punkte64,3 Punkte
WiSe 24/25786–885 Punkte78,0 Punkte60,4 Punkte
WiSe 23/24791–885 Punkte68,0 Punkte57,4 Punkte
WiSe 22/23794–883 Punkte74,4 Punkte61,9 Punkte
WiSe 21/22794–881 Punkte65,5 Punkte65,7 Punkte
WiSe 20/21761–876 Punkte67,6 Punkte65,7 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) · Grenzwerte = Punktzahl des letzten zugelassenen Bewerbers.

Universität

Die Universität Hamburg wurde 1919 gegründet und ist damit die erste demokratische Universitätsgründung Deutschlands. Ihre Wurzeln gehen sogar bis in das Jahr 1613 zurück, in welchem das „Akademische Gymnasium“ gegründet wurde. Seit 2019 gehört die Universität zu einer der Exzellenzuniversitäten Deutschlands, da sie in verschiedene Exzellenzcluster aufgenommen wurde. Heute sind fast 42.400 Studierende in einen der 170 Studiengänge eingeschrieben. Diese gliedern sich an die folgenden acht Fakultäten an:

  • Fakultät für Rechtswissenschaft
  • Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • Medizinische Fakultät
  • Fakultät für Erziehungswissenschaft
  • Fakultät für Geisteswissenschaften
  • Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
  • Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft
  • University of Hamburg Business School

Dieses breite Fächerspektrum wird ermöglicht durch die über 15.800 Mitarbeitenden, darunter über 700 Professuren.

Als Exzellenzuniversität liegt ein großer Schwerpunkt auf der Forschung. So sind über 4.400 Forschende an der Universität Hamburg tätig. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen „Klima, Erde, Umwelt“, „Photonen- und Nanowissenschaften“, „Manuskriptforschung“, „Teilchen-, Astro- und Mathematische Physik“. „Inflammation, Infektion und Immunität“ sowie „Neurowissenschaften und Kognitive Systeme“.

Medizinische Fakultät

An der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg können der Modellstudiengang Medizin iMED, der Modellstudiengang Zahnmedizin iMED Dent, der duale Studiengang Hebammenwissenschaft iMID, Molecular Life Science (Bachelor und Master), Bioinformatik sowie in Kooperation mit dem Fachbereich Philosophie Liberal Arts and Sciences studiert werden.

Die Forschung der Medizinischen Fakultät und die des damit eng verknüpften Universitätsklinikums fokussiert sich auf die Bereiche Neurowissenschaften, Entzündungen, Infektionen und Immunität (C3i), Onkologische Forschung, Herz-Kreislauf-Forschung, Versorgungsforschung und Public Health.

Die klinische Ausbildung der Medizinstudierenden findet in den rund 40 Kliniken, 40 Instituten und 13 Zentren des 1899 gegründeten Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) statt. Jährlich werden hier rund 97.000 Patienten stationär und weitere 475.000 ambulant versorgt. Dies wird ermöglicht durch die über 16.100 Mitarbeitenden, welche das UKE zu einem der größten Arbeitgeber Hamburgs machen.

Studium

Beim Medizinstudium an der Universität Hamburg handelt es sich um den sogenannten „iMED“ Studiengang, was für „Integrierter Modellstudiengang Medizin Hamburg“ steht. Dieser wird bereits seit 2012 angeboten. Bei dem Studiengang liegt neben der wissenschaftlichen Ausbildung ein besonderer Fokus auf dem Erwerb von praktischen und psychosozialen Kompetenzen, weshalb theoretische und praktische Inhalte das gesamte Studium über eng vernetzt gelehrt werden.

Das Studium teilt sich in einen Pflichtbereich sowie einen verpflichtenden Wahlbereich auf. Der Pflichtbereich, auch als Kernbereich bekannt, teilt sich zudem in drei große Studienabschnitte auf. Von Beginn an gibt es sowohl theoretischen wie auch klinisch-praktischen Unterricht, wobei letzterer im Laufe des Studiums immer weiter zunimmt. Der erste Studienabschnitt, die Grundausbildung mit dem Namen „Normalfunktion: Gesundheit und Krankheit“, geht vom 1.-3. Semester. Es handelt sich um einen modularisierten und interdisziplinären Lehraufbau, der sich an den Organen orientiert. Die zu absolvierenden Module lauten Unfall & Bewegungsapparat, Notfälle: Herz/Kreislauf/Lunge, Moleküle, Gene, Zellen I, Moleküle, Gene, Zellen II, Entw. Leben sowie Körperfunktionen I und II. Neben den theoretischen Grundlagen werden zudem bereits psychosoziale Kernkompetenzen sowie die klinischen Bedeutungen vermittelt. Der zweite Abschnitt des Pflichtcurriculums beschäftigt sich mit den Krankheitssymptomen und nennt sich „Vom Symptom zur Krankheit“. Er findet vom 4.-6. Semester statt und charakterisiert sich durch eine enge Verknüpfung von praktischen und theoretischen Inhalten. Der Aufbau ist nun symptombasiert, die Module lauten „Bewegungsapparat, Traumatologie, Perioperative Medizin“, „Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Frauenheilkunde“, „Kardiovask. System/Lunge“, „Abdomen/Retroperitoneum, Endokrin. System/Stoffwechsel“, „Kopf, Neurowiss./Psyche“ sowie „Infektion/Immunologie/Hämatologie, Med. des Erwachsenenalters und des Alterns“. Im Anschluss folgt vom 7.-12. Semester der dritte Abschnitt namens „Krankheit: Differentialdiagnostik und Differentialtherapie, Prävention, Rehabilitation und Versorgung“. Dieser kennzeichnet sich durch einen hohen klinisch-praktischen Anteil. Die Modulnamen wiederholen sich, es handelt sich hierbei um begleitende Vorlesungen und Seminare, während der klinisch-praktischer Unterricht im Vordergrund steht. Diese Wiederholung der Themengebiete folgt dem Gedanken einer dreistufigen Lernspirale.

Hinzu kommt der Wahlpflichtbereich, welcher sich aus neun Modulen zusammensetzt. Im ersten Semester findet eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten statt, anschließend orientieren sich die Module an den Forschungsschwerpunkten und klinischen Schwerpunkten der Fakultät. Der Wahlpflichtbereich teilt sich in die Orientierungsphase (2.-4.) Semester und die Vertiefungsphase (5.-9. Semester) auf, bevor im 10. Semester eine Studienarbeit absolviert wird.

Nicht zu vergessen ist, dass auch beim Modellstudiengang in Hamburg wie im Regelstudiengang eine Ausbildung in Erster Hilfe, ein dreimonatiger Pflegedienst sowie eine viermonatige Famulatur Teil der ärztlichen Ausbildung sind. Im Vergleich zum Regelstudiengang entfällt der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1), der Zweite und Dritte Abschnitt finden jedoch planmäßig statt. Auch das Praktische Jahr unterscheidet sich nicht zum PJ in Regelstudiengängen. Es gliedert sich in die drei Tertiale Innere Medizin, Chirurgie und ein Wahlfach gliedert, wobei ein Tertial jeweils 16 Wochen geht. Das PJ kann am Klinikum, an einem der akademischen Lehrkrankenhäuser oder Lehrpraxen oder im Ausland absolviert werden. Anschließend folgt mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M3) das finale Staatsexamen des Studiums. Im Anschluss kann die Approbation beantragt werden.

Stadt

Hamburg ist mit ihren rund 1,8 Millionen Einwohnern nicht nur die zweitgrößte Stadt Deutschlands, sondern auch eine der bedeutendsten Metropolen Europas. Es gibt kaum eine andere Stadt, die kulturelle Vielfalt, maritimes Flair und wirtschaftliche Dynamik so einzigartig verbindet wie Hamburg. Bereits früh entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum. 1189 erhielt sie beispielsweise das sogenannte kaiserliche Hafenrecht und war gleichzeitig ein wichtiges Mitglied der Hanse. Der Hamburger Hafen nimmt auch heute noch einen großen Stellenwert der Stadt ein. Er ist der größte Seehafen Deutschlands, einer der größten Containerhafen Europas und natürlich auch ein bedeutender Touristenhotspot. Neben dem Hafen ziehen auch die Elbphilharmonie, die Reeperbahn oder die generelle Mischung aus Großstadtleben und Natur Touristen sowie Einwohner an.

Studentenleben

Das Studentenleben in Hamburg in ein paar Worten zu beschreiben scheint gar unmöglich, so vielfältig und facettenreich sind die verschiedensten Freizeitmöglichkeiten der HafenCity. Was sich sagen lässt, ist, dass es sowohl universitätsintern wie auch außerhalb davon definitiv nie langweilig wird. An der Universität gibt es viele Fachschaften, Hochschulgruppen, eine aktive Hochschulpolitik sowie verschiedene studentische Initiativen, an denen man sich beteiligen kann. Es gibt beispielsweise ein studentisches Orchester oder einen Chor, mehrere Theatergruppen, Hochschulgemeinden oder ein Green Office. Natürlich kann man sich auch sportlich betätigen. Im Hochschulsport werden beispielsweise über 100 Sportarten angeboten, zudem gibt es auch Vergünstigungen für außeruniversitäre Sportangebote.

Auch außerhalb der Universität gibt es in Hamburg immer etwas zu entdecken. Neben der Universität Hamburg gibt es weitere 50 Hochschulen und rund 107.000 Studierende, wodurch es wirklich nicht schwer ist, in Hamburg unter junge Leute zu kommen. Je nach Stadtteil zeigt sich Hamburg von ganz unterschiedlichen Seiten. Im Grindelviertel um die Universität herum gibt es beispielsweise kleine Cafés, im Stadtteil HafenCity bzw. Mitte trifft man auf die berühmte Elbphilharmonie, zahlreiche Restaurants und Geschäfte oder die Speicherstadt. Für das Nachtleben sind hingegen besonders die Reeperbahn oder das Schanzenviertel bekannt. Hier herrscht ein pulsierendes Nachtleben mit einer vielfältigen Clubszene, die wirklich jeden Musikgeschmack abdeckt. Beliebte Spots sind unter anderem der Mojo Club, das DOCKS, Zur Ritze, Elbschlosskeller oder Zum Silbersack. Trotz diesem einzigartigen Nachtleben bietet Hamburg auch einiges an Grünflächen und Möglichkeiten zur Entspannung, wie beispielsweise im Altonaer Volkspark, dem Botanischen Garten oder entlang der Alster oder Elbe.

Kurz und knapp: Hamburg ist beliebt, und das nicht ohne Grund. Das zeigt sich jedoch auch in den Mietpreisen und der hohen Nachfrage an Wohnraum. Gerade zu Semesterbeginn ist bezahlbarer Wohnraum sehr rar, eine frühzeitige Unterkunftssuche ist daher von hoher Bedeutung. Alternativen sind Studentenwohnheime, von denen das Studierendenwerk Hamburg aktuell 25 Anlagen mit fast 4.400 Plätzen betreut. Ansonsten sind besonders WG-Zimmer bei Studierenden beliebt.

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