Stadtansicht von Köln – Medizinstudium in Köln
Köln, Deutschland

Universität zu Köln

Auf einen Blick

EinrichtungStaatlich
SemesterbeginnWinter- & Sommersemester
Studiengebühren335,65€ (stand Wintersemester 2025/26)
StudienplätzeWS: 194, SS: 195

So vergibt die Uni ihre Studienplätze

Neben der Abiturbestenquote (ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland, 30 %) vergibt die Universität ihre Plätze über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote), 10 %) und das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst, 60 %). Diese Kriterien zählen dabei:

Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote))

  • Studierfähigkeitstest100 Punkte
Summe100 Punkte

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst)

  • Hochschulzugangsberechtigung45 Punkte
  • Studierfähigkeitstest / Interview45 Punkte
  • Anerkannte Berufsausbildung10 Punkte
Summe100 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung · Stand: WiSe 2026/27. Kriterien können sich semesterweise ändern.

Auswahlgrenzen der letzten Jahre

So viele Punkte brauchte der letzte zugelassene Bewerber – je höher der Wert, desto härter der Wettbewerb: In ZEQ und AdH sind maximal 100 Punkte erreichbar, die ABQ folgt einer eigenen Punkteskala je Bundesland.

ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland▼ 21,0
753–862 Punkte
ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)▼ 1,6
76,7 Punkte
AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst▲ 1,2
59,5 Punkte
SemesterABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je BundeslandZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst
SoSe 26753–862 Punkte76,7 Punkte59,5 Punkte
WiSe 25/26779–883 Punkte78,3 Punkte58,3 Punkte
SoSe 25774–860 Punkte78,3 Punkte60,1 Punkte
WiSe 24/25786–885 Punkte78,3 Punkte58,7 Punkte
SoSe 24790–852 Punkte78,3 Punkte60,9 Punkte
WiSe 23/24791–885 Punkte76,7 Punkte59,5 Punkte
Frühere Semester anzeigen
SoSe 23788–862 Punkte81,7 Punkte61,7 Punkte
WiSe 22/23794–883 Punkte80,0 Punkte59,2 Punkte
SoSe 22781–862 Punkte71,7 Punkte56,3 Punkte
WiSe 21/22794–881 Punkte67,3 Punkte58,1 Punkte
SoSe 21741–862 Punkte66,0 Punkte56,8 Punkte
WiSe 20/21761–876 Punkte73,2 Punkte59,7 Punkte
SoSe 20775–839 Punkte75,0 Punkte60,8 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) · Grenzwerte = Punktzahl des letzten zugelassenen Bewerbers.

Universität

Die Universität zu Köln wurde zweimal gegründet, einmal 1388 und, nachdem sie am Ende des 18. Jahrhunderts geschlossen wurde, erneut 1919. Heute sind fast 43.600 Studierende in einen Studiengang der folgenden sechs Fakultäten eingeschrieben:

  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät
  • Medizinische Fakultät
  • Philosophische Fakultät
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
  • Humanwissenschaftliche Fakultät

Dieses breite Fächerspektrum der Volluniversität wird ermöglicht durch die über 8.800 Mitarbeitenden, darunter 616 Professoren.

Natürlich nimmt auch die Forschung an der Universität eine wichtige Rolle ein, immerhin gehört sie zu einer der größten und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands. Sie hat fünf Exzellenzcluster, welche in die Forschungsstruktur der folgenden Kernprofile eingebettet sind:

  • Quantum Matter and Information
  • Sustainable Plant Production
  • Aging-Associated Diseases
  • Cancer Ecosystems: Emergence, Evolution and Therapy
  • Global South Studies
  • Social and Economic Behavior
  • Skills and Structures in Language and Cognition
  • Intelligent Methods for Earth System Sciences
  • Dynamics of the Universe

Medizinische Fakultät

An der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln sind über 4.100 Studierende in eines der Studienfächer eingeschrieben. Neben den Staatsexamensstudiengängen Humanmedizin und Zahnmedizin können diese hier Neurowissenschaften, Pflegewissenschaft, Hebammenwissenschaft, Gesundheitsökonomie, International Master of Environmental Sciences, Drug Discovery Development, Biochemie, Versorgungswissenschaften, Genderstudies sowie Psychologie studieren.

Die Forschung der Medizinischen Fakultät beschäftigt sich sowohl mit medizinischer Grundlagenforschung, klinischer Forschung wie auch mit der Krankenversorgung. Generell sind die Schwerpunkte in die Kernprofilbereiche „Aging-Associated Diseases“ sowie „Cancer Biology and Medicine“ eingebettet. Sie lauten Tumorbiologie, Infektion und Immunität, Metabolismus und Gewebegeneration und Neuromodulation.

Für die praktische Ausbildung der Humanmediziner ist hauptsächlich die Uniklinik Köln verantwortlich. Das Klinikum besteht aus über 60 Kliniken und Zentren, in denen jährlich über 490.000 Patienten behandelt werden, 62.000 davon stationär. Hierfür stehen 1.500 Planbetten sowie über 12.000 Mitarbeitende zur Verfügung.

Studium

Beim Medizinstudium an der Universität zu Köln handelt es sich um einen Modellstudiengang. Dieser findet so bereits seit dem Wintersemester 2003/2004 statt und legt ein besonderes Augenmerk auf patientenorientierte und fächerübergreifende Lehre sowie wissenschaftliche Fragestellungen. Ähnlich wie beim Regelstudiengang gibt es in Köln eine klassische Unterteilung in die Vorklinik, Klinik und das Praktische Jahr. Im Gegensatz zum Regelstudiengang legt der Studienstandort Köln jedoch einen noch stärkeren Fokus auf interdisziplinäre Lehrveranstaltungen, Praxis- und Patientenorientierung sowie wissenschaftsorientierte Lehre.

Die Vorklinik geht vom ersten bis zum vierten Semester und endet mit der „Ärztlicher Basisprüfung“ als Äquivalenz zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1). Ähnlich wie im Regelstudiengang gibt es eine fächerorientierte Lehre in den Naturwissenschaften, Anatomie, Biochemie, Physiologie, der Medizinischen Psychologie, Soziologie und Terminologie. Gleichzeitig werden aber von Beginn an klinische Aspekte in die Lehre integriert, wodurch Krankheitsbilder und Symptome ab dem ersten Semester an fächerübergreifend unterrichtet werden. Dies geschieht in 18 Kompetenzfeldern. Gleichzeitig durchlaufen Studierende vom 2.-8. Semester das longitudinale Modul Allgemeinmedizin (LoMA), in welchem sie die wichtigsten Aspekte der ganzheitlichen allgemeinmedizinischen Patientenversorgung erlernen. Im ersten Semester besuchen Studierende beispielsweise die Fachblöcke Medizinische Psychologie, Medizinische Soziologie, Einführung in die klinische Medizin, Biologie, Medizinische Terminologie, Kursus der mikroskopischen Anatomie sowie die Kompetenzfelder Bewusstseinsstörungen, Erkältungskrankheiten, Impfungen, Tod und Trauer und ein Tutorienprogramm. Wie im Regelstudiengang müssen Studierende zudem ein Pflegepraktikum absolvieren und eine Ausbildung in Erster Hilfe nachweisen können.

Daraufhin folgt der klinische Abschnitt, welcher vom 5.-10. Semester geht. Hier stehen klinisch-theoretische und klinisch-praktische Medizin im Vordergrund und Studierende fokussieren sich auf die Diagnostik und Therapie von Krankheitsbildern. Der Unterricht teilt sich auf in fachorientierten Unterricht in 21 Fachgebieten (bspw. Allgemeinmedizin, Chirurgie, …), 42 Kompetenzfelder (bspw. Gelenkschmerz, CPR, …) und 14 Querschnittsbereiche (bspw. Notfallmedizin, Klinische Umweltmedizin, …). Außerdem stehen Studierenden über 60 Wahlfachveranstaltungen zur Auswahl. Im ersten klinischen Semester besuchen sie zum Beispiel die Fachblöcke Pathologie, Innere Medizin 1, Klinische Chemie, die Querschnittsblöcke Epidemiologie, Biometrie und medizinische Informatik, Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Bildgebende Verfahren, Gesundheitsökonomie, machen Praktika in den Bereichen Pathologie, Klinische Chemie, Epidemiologie, Biometrie und medizinische Informatik, Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin und haben die Kompetenzfelder Dyspnoe, Ikterus, Illegale Substanzen und deren Missbrauch, Meldepflichtige Erkrankungen, Oberbauchbeschwerden sowie Schilddrüse. Natürlich finden im klinischen Abschnitt wie auch im Regelstudiengang Untersuchungskurse, Blockpraktika und Famulaturen statt. Die viermonatige Famulatur, welche in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden muss, setzt sich aus der 60-tägigen „Krankenhausfamulatur“, der 30-tägigen „Praxisfamulatur“ und der 30-tägigen „Hausarztfamulatur“ zusammen. Außerdem wird während des Studiums viel in den Skills-Labs gearbeitet, wo Studierende anhand von Modellen, Simulatoren und Schauspielpatienten praktische Fähigkeiten erlernen und verbessern können. Besonders geschätzt ist in Köln zudem der sogenannte PJ-STArT Block im 10. Semester, welcher als Vorbereitungswoche auf das darauffolgende Praktische Jahr dient. Der klinische Abschnitt endet mit dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2), einer schriftlichen Prüfung, welche an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Dauer von jeweils fünf Stunden stattfindet.

Daraufhin folgt das Praktische Jahr (PJ), welches sich in die drei Tertiale Innere Medizin, Chirurgie und ein Wahlfach gliedert, wobei ein Tertial jeweils 16 Wochen geht. Das PJ unterschiedet sich nicht von dem der Regelstudiengänge und kann am Klinikum, an einem der akademischen Lehrkrankenhäuser oder Lehrpraxen oder im Ausland absolviert werden. Anschließend folgt mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M3) das finale Staatsexamen des Studiums. Im Anschluss kann die Approbation beantragt werden.

Stadt

Köln ist mit über 1,1 Millionen Einwohnern nicht nur die größte Stadt Nordrhein-Westfalens, sondern auch die viertgrößte Stadt Deutschlands. Direkt am Rhein gelegen ist sie wohl am bekanntesten für den Kölner Dom oder den Karneval, ihre Ursprünge reichen jedoch noch viel weiter zurück, nämlich bis in die Römerzeit, was Köln zudem zu einer der ältesten Städte Deutschlands macht. Heute ist Köln eine wahre Kulturstadt und hat neben dem berühmten Dom oder der Hohenzollernbrücke noch einiges mehr zu bieten.

Studentenleben

Köln ist nicht nur die größte Stadt Nordrhein-Westfalens, sondern auch einer der beliebtesten Studienorte Deutschlands. Mit über 100.000 Studierenden, die sich auf mehrere Hochschulen wie die Universität zu Köln, die Technische Hochschule Köln oder die Deutsche Sporthochschule verteilen, ist die Stadt damit ein echter Studentenhotspot. Hier gibt es sowohl universitätsintern wie auch außerhalb davon einiges zu tun und es wird nie langweilig. An der Universität gibt es beispielweise viele Fachschaften oder Hochschulgruppen an denen man sich engagieren kann, außerdem gibt es eine aktive Hochschulpolitik. Zudem gibt es viele Sprachkurse, einen Campusgarten, ein eigenes Hochschulradio, Uni-Theater, viele musikalische Gruppen wie das Sinfonie- oder Kammerorchester, Chöre und Bigbands und natürlich einen breit aufgestellten Unisport.

Auch außerhalb der Universität gibt es in Köln wirklich für jedes Interesse etwas zu unternehmen. Gerade kulturell ist Köln sehr breit aufgestellt und hat viele Museen wie beispielsweise das Museum Ludwig, viele Konzertstätten und Theater, eine generell lebendige Musikszene mit vielen Festivals und weitere Veranstaltungen wie die Gamescom. Mit am beliebtesten ist natürlich auch der Kölner Karneval, der besonders wenn man im Ruhrgebiet wohnt zu einem absoluten Must-Have wird. Mindestens genauso vielfältig wie die Kulturangebote ist in Köln auch das Nachtleben. Eigentlich ist überall in Köln abends etwas los, bei Studierenden ist aber besonders die Zülpicher Straße ein wahrer Hotspot. Hier reihen sich viele Bars, Clubs und Kneipen aneinander und bieten für jeden Musikgeschmack etwas an. Weitere beliebte Treffpunkte sind das etwas alternativere Ehrenfeld, die Südstadt oder eines der vielen Brauhäuser. Beliebt sind beispielsweise die Shooty Shooter Bar, das Bootshaus das Papa Joes Jazzlokal Em Streckstrump oder das Lommerzheim. Ein absoluter Geheimtipp, egal ob nach dem stressigen Unialltag oder einem entspannten Abend, ist außerdem das Kebapland, wo man immer etwas Schnelles zu essen findet.

Die gute Lebensqualität Kölns zeigt sich leider auch in den Lebenshaltungskosten und besonders dem angespannten Wohnungsmarkt der Stadt. Besonders zu Semesterbeginn ist bezahlbarer Wohnraum knapp, weshalb eine vorzeitige Unterkunftssuche dringend zu empfehlen ist. Bei Studierenden sind besonders die Südstadt, Ehrenfeld oder Nippes beliebt, viele wohnen in WGs oder in einem der Wohnheime, die meistens preiswerter sind.

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