
Universitätsmedizin Neumarkt A. M. Campus Hamburg (UMCH)
Auf einen Blick
Universität
Das Medizinstudium gehört eigentlich zur „Universität für Medizin, Pharmazie, Naturwissenschaften und Technik Neumarkt am Mieresch“ (UMFST) in Rumänien, bietet aber durch die einzigartige Verknüpfung von staatlicher Universität und privatem Campus auch eine Niederlassung in Hamburg an. Diese Niederlassung wird als „UMFST-UMCH“ bezeichnet. Die UMFST wurde 1945 als Niederlassung einer weiteren rumänischen Universität gegründet, heute sind rund 13.000 Studierende in einen Studiengang der folgenden sieben Fakultäten eingeschrieben:
- Fakultät für Medizin
- Fakultät für Medizin in Hamburg – Universitätsmedizin Neumarkt am Mieresch Campus Hamburg (UMCH)
- Fakultät für Zahnmedizin
- Fakultät für Pharmazie
- Fakultät für Ingenieurwissenschaften
- Fakultät für Literatur- und Naturwissenschaften
- Fakultät für Wirtschaft und Recht
Das breite Fächerspektrum von 35 Bachelor- und 33 Masterstudiengängen wird ermöglicht durch die rund 1.200 Mitarbeitenden. Der Campus in Hamburg wurde 2019 eröffnet.
Medizinische Fakultät
Das Medizinstudium in Hamburg ist an die Fakultät für Medizin in Hamburg – Universitätsmedizin Neumarkt am Mieresch Campus Hamburg (UMCH) angegliedert. An dieser Niederlassung kann nur der Studiengang Humanmedizin studiert werden, während an den Fakultäten in Rumänien unter anderem auch Pharmazie oder Zahnmedizin studiert werden können. Am Campus in Hamburg liegen die Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Krebsforschung, kardiovaskuläre Wissenschaften sowie Neurowissenschaften.
Die praktische Ausbildung der Humanmediziner findet in den über 30 Lehrkrankenhäusern und Lehrpraxen innerhalb von ganz Deutschland statt. Zusätzlich kooperiert die Universität mit mehreren Kliniken in Spanien, wo Studierende weitere klinische Erfahrungen sammeln können.
Studium
Der Studiengang Humanmedizin an der UMCH wurde 2019 eröffnet und bietet seitdem deutschen sowie internationalen Studierenden die Möglichkeit, in Deutschland auf Englisch und ohne einen NC Medizin zu studieren. Ähnlich wie bei den Regelstudiengängen an staatlichen Universitäten beträgt die Regelstudienzeit sechs Jahre, außerdem unterteilt sich das Studium in die Abschnitte Vorklinik und Klinik.
Die Vorklinik geht vom 1.-4. Semester und fokussiert sich auf die naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer, welche den Baustein für die folgenden klinischen Studienjahre legen. In der Vorklinik werden daher biochemische, biophysische, molekularbiologische sowie zellbiologische Inhalte unterrichtet, zusätzlich kommen Inhalte wie Anatomie, Physiologie, Soziologie, Psychologie, medizinische Terminologie und Kommunikation hinzu. Im ersten Studienjahr besteht die Lehre beispielsweise aus den Fächern Biochemistry, Anatomy, Romanian Language/Cultural Studies, Ethics and Academic Integrity: Scientific Research Ethics, Biophysics and Medical Biotechnology, Medical Informatics, Medical Biostatistics, Optional Subject, Medical Terminology, Physiology, Molecular and Cell Biology sowie Specialty Practice. Besonders für das Medizinstudium in Hamburg ist, dass praktische und theoretische Inhalte stets eng miteinander verknüpft werden. Während in der Vorklinik also größtenteils Vorlesungen und Seminare als Hauptlehrmittel gewählt werden, finden bereits Praktika wie das Pflegepraktikum oder Präp-Kurse statt. Anders als im Regelstudiengang endet der vorklinische Abschnitt NICHT mit dem Physikum, dieses entfällt.
Die Klinik geht vom dritten bis zum sechsten Studienjahr und fokussiert sich auf jegliche Erkrankungen des menschlichen Körpers. Hier stehen also sowohl klinisch-theoretische wie auch klinisch-praktische Medizin im Vordergrund. Studierende erarbeiten beispielsweise innerhalb von 6-10 Wochen bestimmte theoretische Kenntnisse der klinischen Medizin, bevor anschließend Klinikpraktika in Kleingruppen von bis zu zehn Studierenden folgen. Die Module unterteilen sich in verschiedene Pflichtfächer, Querschnittsbereiche sowie Wahlpflichtfächer. Das sind beispielsweise traditionellere Fächer wie Allgemeinmedizin oder Innere Medizin, aber auch Bereiche wie Ethik der Medizin, Medizin des Alterns und des alten Menschen oder Epidemiologie. Im dritten Studienjahr werden beispielsweise die Fächer Pathology, Pharmacology, Pathophysiology, Medical Semiology, Surgical Semiology, Bacteriology, Virusology, Parasitology, Optional Subject, Clinical Biochemistry/Immunology, Medical Abilities sowie Speciality Practice unterrichtet. Natürlich gibt es auch in Hamburg ein großes Wahlpflichtangebot, Beispiele hierfür sind Osteoligamentales Trauma: von der Diagnose zur Behandlung – vom Gipsverband bis zum künstlichen Gelenk oder Katastrophenmedizin. Der klinische Abschnitt schließt mit einer schriftlichen Abschlussprüfung und einem Forschungsabstract ab.
Stadt
Hamburg ist mit ihren rund 1,8 Millionen Einwohnern nicht nur die zweitgrößte Stadt Deutschlands, sondern auch eine der bedeutendsten Metropolen Europas. Es gibt kaum eine andere Stadt, die kulturelle Vielfalt, maritimes Flair und wirtschaftliche Dynamik so einzigartig verbindet wie Hamburg. Bereits früh entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum. 1189 erhielt sie beispielsweise das sogenannte kaiserliche Hafenrecht und war gleichzeitig ein wichtiges Mitglied der Hanse. Der Hamburger Hafen nimmt auch heute noch einen großen Stellenwert der Stadt ein. Er ist der größte Seehafen Deutschlands, einer der größten Containerhafen Europas und natürlich auch ein bedeutender Touristenhotspot. Neben dem Hafen ziehen auch die Elbphilharmonie, die Reeperbahn oder die generelle Mischung aus Großstadtleben und Natur Touristen sowie Einwohner an.
Studentenleben
Das Studentenleben in Hamburg in ein paar Worten zu beschreiben scheint gar unmöglich, so vielfältig und facettenreich sind die verschiedensten Freizeitmöglichkeiten der HafenCity. Was sich sagen lässt, ist, dass es sowohl universitätsintern wie auch außerhalb davon definitiv nie langweilig wird. Am Campus gibt es trotz der vergleichsweisen kleinen Größe einiges zu erleben. Neben den verschiedenen medizinnahen Workshops und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es einige sogenannte Student Clubs wie die UMFST-UMCH Band, den FEM-Club,den Charity Club oder die South Asian Student Society. Außerdem findet eine Kooperation mit dem Hochschulsport Hamburg statt, wodurch Studierende der UMCH an den über 200 Sportkursen und 80 Disziplinen der staatlichen Universität Hamburg teilnehmen können.
Auch außerhalb der Universität gibt es in Hamburg immer etwas zu entdecken. Neben der UMCH gibt es in Hamburg weitere 50 Hochschulen und rund 107.000 Studierende, wodurch es wirklich nicht schwer ist, in Hamburg unter junge Leute zu kommen. Je nach Stadtteil zeigt sich Hamburg von ganz unterschiedlichen Seiten. Der UMCH-Campus liegt beispielsweise im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld, einem sehr grünen Viertel, das unter anderem auch die Science City beherbergt. Im Stadtteil HafenCity bzw. Mitte trifft man auf die berühmte Elbphilharmonie, zahlreiche Restaurants und Geschäfte oder die Speicherstadt. Für das Nachtleben sind hingegen besonders die Reeperbahn oder das Schanzenviertel bekannt. Hier herrscht ein pulsierendes Nachtleben mit einer vielfältigen Clubszene, die wirklich jeden Musikgeschmack abdeckt. Beliebte Spots sind unter anderem der Mojo Club, das DOCKS, Zur Ritze, Elbschlosskeller oder Zum Silbersack. Trotz diesem einzigartigen Nachtleben bietet Hamburg auch einiges an Grünflächen und Möglichkeiten zur Entspannung, wie beispielsweise im Altonaer Volkspark, dem Botanischen Garten oder entlang der Alster oder Elbe.
Kurz und knapp: Hamburg ist beliebt, und das nicht ohne Grund. Das zeigt sich jedoch auch in den Mietpreisen und der hohen Nachfrage an Wohnraum. Gerade zu Semesterbeginn ist bezahlbarer Wohnraum sehr rar, eine frühzeitige Unterkunftssuche ist daher von hoher Bedeutung. Alternativen sind Studentenwohnheime, von denen das Studierendenwerk Hamburg aktuell 25 Anlagen mit fast 4.400 Plätzen betreut. Ansonsten sind besonders WG-Zimmer bei Studierenden beliebt.


