Stadtansicht von Münster – Medizinstudium in Münster
Münster, Deutschland

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Auf einen Blick

EinrichtungStaatlich
SemesterbeginnWinter- & Sommersemester
Studiengebühren352,67€ (stand Wintersemester 2025/26)
StudienplätzeWS: 147, SS: 148

So vergibt die Uni ihre Studienplätze

Neben der Abiturbestenquote (ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland, 30 %) vergibt die Universität ihre Plätze über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote), 10 %) und das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst, 60 %). Diese Kriterien zählen dabei:

Zusätzliche Eignungsquote (ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote))

  • Studierfähigkeitstest90 Punkte
  • Anerkannte Berufsausbildung10 Punkte
Summe100 Punkte

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst)

  • Hochschulzugangsberechtigung56 Punkte
  • Studierfähigkeitstest / Interview40 Punkte
  • Anerkannter Dienst3 Punkte
  • Anerkannter Preis (bildbezogener Wettbewerb)1 Punkte
Summe100 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung · Stand: WiSe 2026/27. Kriterien können sich semesterweise ändern.

Auswahlgrenzen der letzten Jahre

So viele Punkte brauchte der letzte zugelassene Bewerber – je höher der Wert, desto härter der Wettbewerb: In ZEQ und AdH sind maximal 100 Punkte erreichbar, die ABQ folgt einer eigenen Punkteskala je Bundesland.

ABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je Bundesland▼ 21,0
753–862 Punkte
ZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)▼ 2,0
74,5 Punkte
AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst▼ 0,7
66,7 Punkte
SemesterABQAbiturbestenquote – 30 % der Plätze gehen an die besten Abiturient:innen je BundeslandZEQZusätzliche Eignungsquote – 10 % der Plätze, vergeben nach Kriterien wie TMS, Ausbildung oder Dienst (ohne Abiturnote)AdHAuswahlverfahren der Hochschulen – 60 % der Plätze, jede Uni gewichtet Abitur, TMS & Co. selbst
SoSe 26753–862 Punkte74,5 Punkte66,7 Punkte
WiSe 25/26779–883 Punkte76,5 Punkte67,4 Punkte
SoSe 25774–860 Punkte71,5 Punkte66,0 Punkte
WiSe 24/25786–885 Punkte76,0 Punkte66,6 Punkte
SoSe 24790–852 Punkte75,0 Punkte67,1 Punkte
WiSe 23/24791–885 Punkte79,0 Punkte68,4 Punkte
Frühere Semester anzeigen
SoSe 23788–862 Punkte79,0 Punkte68,2 Punkte
WiSe 22/23794–883 Punkte76,0 Punkte67,3 Punkte
SoSe 22781–862 Punkte70,0 Punkte60,3 Punkte
WiSe 21/22794–881 Punkte68,0 Punkte68,0 Punkte
SoSe 21741–862 Punkte66,0 Punkte58,3 Punkte
WiSe 20/21761–876 Punkte77,5 Punkte67,3 Punkte
SoSe 20775–839 Punkte79,0 Punkte60,9 Punkte

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) · Grenzwerte = Punktzahl des letzten zugelassenen Bewerbers.

Universität

Die Universität wurde 1773 das erste Mal eröffnet und ist nach der Schließung im Jahre 1818 seit 1902 wieder aktiv. Die Universität Münster, welche bis 2023 unter dem Namen Westfälische Wilhelms-Universität Münster bekannt war, ist mit über 42.500 Studierenden die sechstgrößte Hochschule Deutschlands. Die Studierenden sind in einen der über 180 Studiengängen eingeschrieben, welche sich an die folgenden 15 Fachbereiche angliedern:

  • Evangelisch-Theologische Fakultät
  • Katholisch-Theologische Fakultät
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät
  • Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Medizinische Fakultät
  • Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
  • Psychologie und Sportwissenschaft
  • Geschichte/Philosophie
  • Philologie
  • Mathematik und Informatik
  • Physik
  • Chemie und Pharmazie
  • Biologie
  • Geowissenschaften
  • Musikhochschule

Dieses breite Fächerspektrum wird ermöglicht durch die über 7.750 hauptberuflichen Mitarbeitenden, darunter 612 Professuren.

Natürlich nimmt auch die Forschung an der Universität Münster eine wichtige Rolle ein. Neben individueller und disziplinärer Forschung steht in Münster auch inter- und transdisziplinäre Forschung im Vordergrund. Die Exzellenzcluster der Universität lauten Religion & Politik sowie Mathematik Münster. In den sogenannten Impact Areas wird zudem in den Bereichen Dynamic Societies, Healthy Individuals, Conceptual Foundations & Emerging Technologies und Sustainable Futures geforscht. In den Profile Areas liegt der Fokus auf Mathematics, Religion and Society, Dynamics of Social Plurality, Individualisation, Cell Dynamics, Inflammation and Imaging, Nanosciences, Energy Storage und Catalysis. Die Emerging Fields beschäftigen sich mit Accessing Cultures, Addressing Law, Exploring and Shaping Sustainability, Biopolymers, Quantum Science, Education and Technology sowie Interdisciplinary Computing and AI.

Medizinische Fakultät

Die Medizinische Fakultät war eine der vier Gründungsfakultäten bei der Erstgründung der Universität im Jahre 1780 und wurde 1925 erneut als „neue“ Medizinische Fakultät gegründet. Heute studieren über 3.000 Studierende, darunter 2.960 im Studiengang Humanmedizin und 863 im Studiengang Zahnmedizin, an dieser Fakultät. Hier sind zudem über 2.000 Mitarbeitende, darunter 112 Professuren, beschäftigt. Die Forschungsschwerpunkte der Fakultät liegen in den Bereichen Entzündung & Infektion, Vaskuläres System, Neurale Systeme, Zelldifferenzierung sowie Regeneration & Neoplasie.

Für die praktische Ausbildung der Humanmediziner nimmt das Universitätsklinikum Münster (UKM) eine wichtige Rolle ein. In den mehr als 40 Kliniken und Polikliniken werden jährlich über 500.000 Patienten stationär und ambulant behandelt, wofür mehr als 11.000 Mitarbeitende zur Verfügung stehen. Die besonderen Behandlungsschwerpunkte der Kliniken liegen in den Bereichen Krebserkrankungen, Entzündungs- und Transplantationsmedizin, Herz- und Gefäßerkrankungen, Neurologische Erkrankungen, Psychosoziale Medizin (Psychiatrie/Psychosomatik), Eltern- Kind- und Jugendmedizin (inkl. Schwerpunkt seltene Erkrankungen), Prä-/Perinatalmedizin und Kinderwunschzentrum sowie Muskuloskelettale Medizin (Unfallchirurgie/Orthopädie).

Studium

Das Medizinstudium in Münster folgt dem Regelstudiengang, es handelt sich also um einen Staatsexamensstudiengang, bei dem die Regelstudienzeit sechs Jahre und drei Monate beträgt. Der Aufbau folgt einer klassischen Unterteilung in die Vorklinik, Klinik und das Praktische Jahr. Zusätzlich zum klassischen Medizinstudium können sich Studierende von Studienbeginn bis zum Physikum zusätzlich auf das Zusatzstudium Experimentelle Medizin bewerben. Dieses ähnelt einem Bachelor-/Masteraufbau und bietet Module innerhalb des Semesters wie auch in der semesterfreien Zeit an. Generell fokussiert sich das Zusatzstudium auf die biomedizinische Forschung. Studierende erlernen hier Forschungsmethoden, bekommen Einblicke in den Laboralltag, nehmen an einem Mikroskopie-Kurs teil und besuchen unter anderem Module zu den Themengebieten Zellkultur, Zellbiologie, Molekularbiologie oder Molekularbiologie.

Die Vorklinik des traditionellen Humanmedizinstudiums geht vom 1. bis zum 4. Semester und schließt mit dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1, schriftlich und mündlich-praktisch) ab, besser bekannt als Physikum. Der Fokus liegt auf den naturwissenschaftlichen und medizinischen Grundlagen. Im ersten Semester finden beispielsweise eine Vorlesungsreihe mit Einblicken in die verschiedenen Medizindisziplinen, Chemie, Physik, Biologie, Anatomie und Terminologie statt. Im zweiten Semester folgen der Präparierkurs, Biochemie und Medizinische Soziologie, im dritten Semester Physiologie, Anatomie & Bildgebung, Anatomie und Biochemie. Im vierten Semester folgen integrierte Seminare, klinische Seminare sowie Physiologie. Vor Beendigung des Physikums müssen Studierende außerdem ein dreimonatiges Pflegepraktikum und eine Ausbildung in Erster Hilfe nachweisen können. Beides kann auch schon vor Studienbeginn absolviert werden.

Im darauffolgenden klinischen Abschnitt (5.-10. Semester) stehen klinisch-theoretische sowie klinisch-praktische Medizin im Vordergrund, die naturwissenschaftlichen Themen der Vorklinik werden also um die klinischen Aspekte erweitert. Die Module unterteilen sich in verschiedene Pflichtfächer, Querschnittsbereiche sowie Wahlpflichtfächer. Das sind beispielsweise traditionellere Fächer wie Allgemeinmedizin oder Innere Medizin, aber auch Bereiche wie Ethik der Medizin, Medizin des Alterns und des alten Menschen, oder Epidemiologie. Im dritten Studienjahr finden beispielsweise die Fächer Allgemeine Pathologie, Pharmakologie, Strahlenfächer, Geschichte/Theorie/Ethik, Klinische Chemie, Mikrobiologie, Notfall I, Skills Lab, Tumormedizin, Atmung, Herz/Kreislauf, Hämatologie, Biometrie und Rechtsmedizin statt.

Natürlich nehmen auch Patientenkontakt und praktische Tätigkeiten im klinischen Abschnitt eine wichtige Rolle ein. Die viermonatige Famulatur, welche in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden muss, setzt sich aus der 60-tägigen „Krankenhausfamulatur“, der 30-tägigen „Praxisfamulatur“ und der 30-tägigen „Hausarztfamulatur“ zusammen. Außerdem finden sechs Blockpraktika statt, die jeweils am Ende des 2.-5. klinischen Semesters stattfinden. An den meisten anderen Universitäten sind nur fünf Blockpraktika vorgeschrieben, in Münster gibt es jedoch ein zusätzliches „Wahlfach“-Blockpraktikum. In dem Skills-Lab der Universität, dem sogenannten Studienhospital, können Studierende zudem ihre klinisch-praktischen Kompetenzen verbessern. Hierfür stehen sowohl klassische Simulationen wie auch Schauspielpatienten zur Verfügung. Der klinische Abschnitt endet mit dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2), einer schriftlichen Prüfung, welche an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Dauer von jeweils fünf Stunden stattfindet.

Daraufhin folgt das Praktische Jahr (PJ), welches sich in die drei Tertiale Innere Medizin, Chirurgie und ein Wahlfach gliedert, wobei ein Tertial jeweils 16 Wochen geht. Das PJ kann am Klinikum, an einem der akademischen Lehrkrankenhäuser oder Lehrpraxen oder im Ausland absolviert werden. Anschließend folgt mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M3) das finale Staatsexamen des Studiums. Im Anschluss kann die Approbation beantragt werden.

Stadt

Münster liegt im Westen Deutschlands, genauer gesagt im Herzen von Westfalen, und hat etwa 308.000 Einwohner. Damit ist sie die größte Stadt im Münsterland, die zudem eine lange und interessante Geschichte hat. Während ihre Ursprünge bis in das 8. Jahrhundert zurückgehen, entwickelte sich die Stadt von einem bedeutenden Handelszentrum im Mittelalter zu einem religiösen und politischen Brennpunkt, dem jedoch mit dem Westfälischen Frieden 1648 ein Ende gesetzt wurde. Auch heute erinnert der Friedenssaal im Rathaus noch an diesen wichtigen Moment und auch Wahrzeichen wie der St.-Paulus-Dom aus dem 13. Jahrhundert, der Prinzipalmarkt oder der Erbdrostenhof an Münsters facettenreiche Geschichte. Ansonsten glänzt Münster heute als eine der grünsten Städte Deutschlands, in der das Fahrrad das Hauptverkehrsmittel der Bewohner ist.

Studentenleben

Münster ist eine der beliebtesten Studentenstädte Deutschlands, die neben der Universität Münster auch noch weitere Hochschulen wie die Fachhochschule Münster oder die Kunstakademie Münster beherbergt. Dadurch gibt es immer genügend junge Menschen um einen herum und es wird weder universitätsintern noch außerhalb davon langweilig. An der Universität selbst gibt es beispielsweise viele Hochschulgruppen, die sich von internationalen Gruppen bis hin zu politischen oder religiösen Gruppen erstrecken. Zudem gibt es ein breites musikalisches Angebot mit Musical- und Theatergruppen, Orchestern, Chören und einer eigenen Studienbühne. Bei dem Hochschulsport gibt es über 150 verschiedene Sportarten und rund 25.000 Teilnehmende, was es zu einem der größten universitären Sportangeboten Deutschlands macht.

Auch außerhalb der Universität wird es in Münster nicht langweilig. Egal ob beim Schlendern in der Altstadt, beim Entspannen am Aasee oder einer Fahrradtour in der „Fahrradhauptstadt“ Deutschlands, es gibt immer etwas zu tun. Beliebte Veranstaltungen sind der Jahrmarkt Send, das Hafenfest, das Stadtfest oder der Weihnachtmarkt. Auch kulturell glänzt Münster mit verschiedenen Theatern oder Museen, wie dem LWL-Museum für Kunst und Kultur. Der Aasee ist einer der beliebtesten Treffpunkte der Stadt, egal ob zum schwimmen, entspannen, Fahrradfahren oder um in der Hafengegend den Abend ausklingen zu lassen. Auch das Nachtleben ist in Münster deutlich vielfältiger als man zuerst erwarten würde. Es gibt zahlreiche Kneipen, Bars, Clubs und natürlich private studentische Veranstaltungen. Die beliebtesten Treffpunkte teilen sich auf das Kuhviertel in der Altstadt, den Stadthafen oder das alternative und junge Hansaviertel auf. Bei Studierenden sind unter anderem die Cavete, das Markt-Café, der Coconut Beach, der Fusion Club oder Gleis 22 beliebt.

Wie in vielen Groß- und Universitätsstädten ist auch in Münster der Wohnungsmarkt recht angespannt, besonders zu Semesterbeginn. Die meisten Studierenden wohnen um den Aasee herum, im Kreuzviertel oder im Hansaviertel, wer es etwas ruhiger möchte fühlt sich oft auch in den Stadtteilen Gievenbeck oder Mauritz Zuhause. Die meisten Studierenden wohnen in WGs oder einem der Studentenwohnheime.

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