Gehalt

Was verdient man als Hautarzt?

Von Daphne Morbach2 Min. Lesezeit
Hautarzt untersucht Haut mit Dermatoskop – Gehalt als Hautarzt
Berufsbezeichnung Einstiegsgehalt Durchschnittsgehalt
Hautarzt / Dermatologe ca. 5.500 € brutto ca. 6.700 € brutto

1. Einstiegsgehalt: Wie viel verdient ein Hautarzt am Anfang?

Durchschnittliches Einstiegsgehalt

Wenn Du als Assistenzarzt in die Dermatologie einsteigst, kannst Du mit einem monatlichen Bruttogehalt von rund 5.000 Euro rechnen. Dieses Gehalt basiert auf den aktuellen Tarifverträgen für kommunale Krankenhäuser, Unikliniken und private Kliniken, die alle Fachrichtungen gleich behandeln. Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung – üblicherweise mit abgeschlossener Facharztweiterbildung – liegt das monatliche Einkommen bei rund 6.700 Euro. Wenn Du regelmäßig Schicht- oder Wechseldienste übernimmst, erhältst Du zusätzliche Zuschläge, die Dein Einkommen weiter steigern.

2. Gehaltsentwicklung: Wie steigt das Einkommen als Hautarzt?

Dein Einkommen steigt mit zunehmender Berufserfahrung und höherer Position kontinuierlich an. Wenn Du eine leitende Funktion übernimmst, etwa als Oberarzt oder Chefarzt, sind frei verhandelbare Gehälter möglich, die deutlich über dem tariflich geregelten Niveau liegen. Wie hoch Dein Gehalt dann konkret ist, hängt unter anderem von Deinen Spezialisierungen, Deiner Verantwortung und Deinem Verhandlungsgeschick ab.

3. Gehaltsunterschiede: Diese Faktoren beeinflussen das Einkommen als Hautarzt

Regionale Unterschiede

Die regionale Vergütung kann sich deutlich unterscheiden. Laut KBV-Bericht lag der durchschnittliche Honorarumsatz je Arzt im vierten Quartal 2023 bundesweit bei 62.326 Euro (Vorjahr: 59.390 Euro). Besonders hohe Umsätze erzielen Dermatologen z. B. in Mecklenburg-Vorpommern (67.051 Euro) und Baden-Württemberg (66.755 Euro), während Hamburg oder Berlin darunterliegen.

Einrichtungsart

Ob Du in einem kommunalen Krankenhaus, einer privaten Klinik oder einer Uniklinik arbeitest, macht vor allem im Hinblick auf außertarifliche Gehaltsbestandteile und Zulagen einen Unterschied.

4. Was verdient ein Hautarzt in eigener Praxis?

Als niedergelassener Hautarzt bzw. Dermatologe kannst Du finanziell deutlich besser abschneiden als in der Anstellung. Der durchschnittliche Reingewinn beträgt 227.000 Euro jährlich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vor allem zu Beginn hohe Investitionskosten für Geräte, Ausstattung und Personal entstehen. Nach einigen Jahren amortisieren sich diese Ausgaben jedoch meist.

Zusätzlich zeigt der KBV-Bericht, dass die Umsätze in der Dermatologie zuletzt gestiegen sind. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall ist bundesweit im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % auf 46,31 Euro gestiegen, was auf eine solide wirtschaftliche Grundlage in diesem Fachgebiet hinweist.

5. Lohnt sich der Beruf als Hautarzt finanziell?

Als Facharzt für Dermatologie liegst Du im Gehaltsvergleich der Fachrichtungen im guten Mittelfeld. Bereits als angestellter Facharzt kannst Du ein solides Einkommen erzielen, das sich mit Berufserfahrung und Zusatzleistungen erhöht. In eigener Praxis sind bei guter Auslastung und wirtschaftlicher Planung deutlich höhere Verdienste möglich. Wenn Du Dich also für Dermatologie entscheidest, kannst Du langfristig mit einem sehr attraktiven Gehalt rechnen.

Über die Autorin

Daphne Morbach

Daphne Morbach hat ihren Bachelor in Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln abgeschlossen. Sie bringt journalistische Erfahrung, ein gutes Gespür für gesellschaftliche Themen und Freude am Schreiben mit. Besonders gern recherchiert und formuliert sie verständliche Inhalte zu komplexen Fragen rund um Bildung, Studium und internationale Perspektiven.

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