| Berufsbezeichnung | Einstiegsgehalt | Durchschnittsgehalt |
|---|---|---|
| Radiologe | ca. 7.100 € brutto | ca. 8.000 € brutto |
1. Einstiegsgehalt: Wie viel verdient ein Radiologe am Anfang?
Durchschnittliches Einstiegsgehalt
Als Assistenzarzt in der Radiologie liegt das durchschnittliche Jahresgehalt laut Kienbaum-Studie bei rund 79.000 Euro brutto. Als Facharzt kannst Du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 6.830 Euro (privates Krankenhaus, z. B. Helios) und 7.426 Euro brutto monatlich (Uniklinik) rechnen. Im kommunalen Krankenhaus liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 7.258 Euro.
2. Gehaltsentwicklung: Wie steigt das Einkommen als Radiologe?
Mit wachsender Berufserfahrung und Aufstieg zur Oberarzt- oder Chefarztposition steigt Dein Gehalt deutlich. Als Oberarzt kommst Du auf rund 134.000 Euro jährlich, Chefarztgehälter liegen durchschnittlich bei 360.000 Euro. Tariflich steigst Du mit jedem Berufsjahr innerhalb der Entgeltgruppen auf.
Zusätzliche Vergütungen (z. B. für Dienste) erhöhen das Einkommen weiter. Laut KBV-Bericht lag der Honorarumsatz je Arzt im vierten Quartal 2023 bundesweit bei durchschnittlich 108.883 Euro.
3. Gehaltsunterschiede: Diese Faktoren beeinflussen das Einkommen als Radiologe
Regionale Unterschiede
Zwischen den Bundesländern gibt es teils deutliche Unterschiede. Hier einige Beispiele für den Honorarumsatz je Arzt (4. Quartal 2023):
- Bremen: 113.569 €
- Berlin: 99.067 €
- Thüringen: 103.253 €
- Auch das Honorar pro Behandlungsfall schwankt: In Hamburg z. B. 129,54 €, in Thüringen nur 66,56 €.
Einrichtungsart
Unikliniken zahlen im Vergleich am besten. Kleinere oder private Kliniken zahlen tendenziell weniger, bieten aber unter Umständen andere Zusatzleistungen.
4. Was verdient ein Radiologe in eigener Praxis?
Als niedergelassener Radiologe gehörst Du zu den Topverdienern unter den Fachärzten. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Einnahmen einer Radiologie-Praxis im Jahr 2021 bei durchschnittlich 2.836.000 Euro. Davon bleiben nach Abzug von Personal- und Sachkosten etwa 1.103.000 Euro Reinertrag übrig. Von diesem Betrag müssen dann noch Versicherungen, Vorsorgebeiträge oder mögliche Kredite für Geräteinvestitionen beglichen werden.
Das Einkommen in der eigenen radiologischen Praxis ist also in etwa mit dem Gehalt eines Chefarztes oder einer Chefärztin an einer großen Klinik vergleichbar – mit dem Unterschied, dass Du als Selbstständiger auch das unternehmerische Risiko trägst.
5. Lohnt sich der Beruf als Radiologe finanziell?
Ja, der Beruf als Radiologe lohnt sich finanziell in den meisten Fällen sehr – sowohl im Angestelltenverhältnis als auch in der Selbstständigkeit. Bereits in der Klinik bekommst Du als Facharzt, Oberarzt oder Chefarzt ein überdurchschnittliches Gehalt. Besonders in Universitätskliniken und in leitenden Positionen sind Gehälter über 150.000 Euro jährlich üblich, in der Chefarztposition können es sogar bis zu 360.000 Euro sein.
Insgesamt bietet Dir die Radiologie ein sehr hohes Einkommenspotenzial, insbesondere wenn Du unternehmerisch denkst, moderne Technik effizient einsetzt und eine gut ausgelastete Praxis führst. Auch in Anstellung ist der Verdienst weit über dem Durchschnitt anderer Fachrichtungen.

Daphne Morbach
Daphne Morbach hat ihren Bachelor in Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln abgeschlossen. Sie bringt journalistische Erfahrung, ein gutes Gespür für gesellschaftliche Themen und Freude am Schreiben mit. Besonders gern recherchiert und formuliert sie verständliche Inhalte zu komplexen Fragen rund um Bildung, Studium und internationale Perspektiven.
Alle Artikel von Daphne →




