Hygiene ist unsichtbar, bis sie fehlt. Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin stellen eine kaum bekannte Berufsgruppe dar. Sie halten sich zwar im Hintergrund, haben jedoch eine weitreichende Bedeutung für die Menschheit. Als die Welt sich im Frühjahr 2020 rapide durch die Corona-Pandemie veränderte, kämpften Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin gegen das Unsichtbare. Sie haben Infektionsketten analysiert, Hygienekonzepte entwickelt und Kliniken gesichert. Ihre Aufgabe besteht darin, das Leben der Menschheit vor Umwelteinflüssen zu schützen.
Was macht ein Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin ?
Ein Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin beschäftigt sich mit der Erkennung, Erfassung, Bewertung sowie der Vermeidung schädlicher exogener Faktoren, welche die Gesundheit des Einzelnen oder der Bevölkerung beeinflussen. Zudem entwickeln sie Grundsätze für den Gesundheitsschutz und den gesundheitsbezogenen Umweltschutz. Der Bereich der Hygiene und Umweltmedizin umfasst auch die Beratung und Unterstützung von Ärzten und Institutionen. Überwiegend arbeiten Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin in Krankenhäuser und Kliniken. Dort überwachen sie die Krankenhaushygiene und beschäftigen sich insbesondere mit nosokomialen Infektionen. Ein Facharzt auf diesem Gebiet kümmert sich um die Entwicklung von Hygienestandards, übernimmt Schulungen von Personal und leitet das Krisenmanagement bei Ausbrüchen. Die Arbeitstätigkeiten erfordern ebenfalls eine labor- und mikrobiologische Zusammenarbeit. Außerdem arbeiten Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin vermehrt in Gesundheitsämtern. Dort übernehmen sie Aufgaben im Bereich des Infektionsschutzes, der Trinkwasserüberwachung sowie im Bereich der Umwelttoxikologie. Gesundheitsämter überwachen unter anderem auch die Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen. Als Facharzt kannst Du Dich für die Arbeit in Umweltbehörden oder Ministerien entscheiden. Hier bewertest Du Umweltrisiken wie die Luftqualität, den Lärm oder die Bodenbelastungen und erstellst beispielsweise Gutachten und Stellungnahmen zu Bauund Infrastrukturprojekten. Des Weiteren kann Dein Fachwissen zur Politikberatung beitragen und in die Gesetzgebung einbezogen werden. Möchtest Du lieber in der wissenschaftlichen Forschung tätig sein, solltest Du Dich ausführlich über Stellenangebote an Universitäten oder Forschungseinrichtungen informieren. Hier steht zum Beispiel die Forschung zum Klimawandel oder zum Mikrobiom im Vordergrund. Im Übrigen kannst Du auch im Bereich der Industrie oder in Unternehmen tätig sein. Du kannst Dich insbesondere in der Pharma- und Medizintechnikbranche weiterentwickeln oder im Rahmen der Betriebsmedizin die Umwelt- und Arbeitshygiene in Unternehmen untersuchen und begutachten. Ein Tätigkeitsbereich, der mit viel Verantwortung einhergeht, stellt die Lebensmittelindustrie dar. Fachärzte sind hierbei für ein umfassendes Hygienemanagement und für die mikrobiologische Sicherheit verantwortlich. Zu guter Letzt kannst Du Dich für eine internationale Organisation entscheiden und sehr viel mit Deinem Fachwissen bewirken. Du kannst beispielsweise bei der WHO arbeiten und Dich für eine globale Gesundheit sowie für den Katastrophenschutz einsetzen. In Entwicklungshilfeprojekten kannst Du sanitäre Strukturen aufbauen und führst ebenso Seuchenpräventionen durch. Durch diese Vielzahl an Möglichkeiten wird insbesondere die Bedeutung dieses Fachgebietes für die Medizin mehr als ersichtlich. In diesem Bereich geht es vor allem um Prävention und nicht um Reaktion. Der Systemschutz steht hierbei im Vordergrund. Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin sind eine Stütze in Krisenzeiten und ihr medizinisches Wissen verbindet Umweltwissenschaften, Recht und die Gesellschaftspolitik miteinander. Das Ziel eines Facharztes in diesem Bereich ist insbesondere die Schaffung gesunder Lebensräume und nachhaltiger Zukunftsstrategien.
Wie wird man Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin ?
Um ein Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin zu werden, benötigst Du zunächst ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Nachdem Du die Approbation (staatliche Zulassung) erlangt hast, folgt die Facharztausbildung für Hygiene und Umweltmedizin. Nach der Weiterbildungsordnung für Hygiene und Umweltmedizin der Ärztekammer Nordrhein dauert diese Facharztausbildung 60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte (§ 5 Abs.1 S.1 WBO). Davon können bis zu 12 Monate in der stationären Patientenversorgung anderer Gebiete und bis zu 12 Monate im Gebiet Pharmakologie und/oder in der Arbeitsmedizin, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie und/oder im Öffentlichen Gesundheitswesen angerechnet werden. Nach der Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte erlangst Du die Facharztkompetenz im Gebiet der Hygiene und Umweltmedizin.
Inhalte der Facharztausbildung für Hygiene und Umweltmedizin
Die Inhalte der Facharztausbildung decken umfassende Bereiche der Hygiene und Umweltmedizin ab. Unter anderem sollen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Krankenhaushygiene gesammelt werden. Hierbei stehen die Erkennung und Analyse von Krankenhausinfektionen (nosokomiale Infektionen) im Vordergrund. Du entwickelst Maßnahmen zur Infektionsvermeidung, führst Kontrollen zur Reinigung, Desinfektion, Sterilisation, Versorgung und Entsorgung. Zudem wertest Du Infektionsdaten und epidemiologische Erhebungen aus. In der Facharztausbildung lernst Du hygienische Ortsbegehungen in medizinischen und öffentlichen Einrichtungen kennen und führst hierbei Risikoanalysen durch. Zu den Kenntnissen, die erworben werden sollen, zählen auch die Bewertung solcher Einrichtungen unter der Beachtung von Hygieneaspekten und die Mitwirkung bei der Planung und dem Betrieb von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen. Zudem lernst Du den Infektionsschutz und die Seuchenvorbeugung allumfassend kennen und erstellst in diesem Zusammenhang Maßnahmen zum individuellen und öffentlichen Seuchenschutz. Im Bereich der Umweltmedizin und der Umweltanalytik bewertest Du gesundheitliche Risiken durch Umweltfaktoren und Schadstoffe. Im Rahmen eines Biomonitorings (klinische Umweltmedizin) werden beispielsweise biologische Proben analysiert, um Rückschlüsse auf die Schadstoffbelastung ziehen zu können. Außerdem sollen Kenntnisse im Verbraucherschutz und in der Lebensmittelsicherheit erworben werden. Du lernst die Hygiene im Bezug auf Lebensmittel, Gebrauchs- und Bedarfsgegenständen kennen und kontrollierst technische Systeme wie die Lüftung und Wasserleitungen. Auch die Grundlagen der Reisemedizin werden in der Facharztausbildung behandelt und näher gebracht. Zu den Untersuchungs- und Behandlungsverfahren während der Ausbildung gehören die Analyse von Wasser- und Bodenproben, die hygienische Bewertung bei Bau- und Siedlungsplanungen sowie die Kontrolle von Lebensmitteln und der Lebensmittelherstellung.
Ablauf und Stationen der Weiterbildung
Der Ablauf und die Stationen der Weiterbildung variieren je nach Klinik. Allerdings wird häufig ein rotierendes System gewählt, um alle relevanten Bereiche abzudecken. Die Weiterbildung zum Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin kann beispielsweise im Universitätsklinikum Leipzig erfolgen und sieht wie folgt aus: Nach dem strukturierten Curriculum des Universitätsklinikums Leipzig wird die Theorie, praktische Arbeit, Laboranalytik und interdisziplinäre Zusammenarbeit während der Weiterbildung kombiniert. Ziele der Ausbildung sind der Schutz der Gesundheit vor schädlichen Umwelteinflüssen und Infektionsgefahren, die Entwicklung von Maßnahmen zur Infektionsprävention und Hygieneüberwachung, die Förderung von Patientensicherheit sowie die Mitgestaltung von Gesundheitsschutz auf individueller und gesellschaftlicher Ebene. Zu den Inhalten und Tätigkeitsfeldern der Weiterbildung gehören beispielsweise die Erstellung hygienischer Konzepte und fachlicher Stellungnahmen, die Erfassung, Bewertung und Maßnahmen nach § 23 IfSG, die Analyse von Luft, Wasser und Schadstoffen sowie die Vermittlung hygienischer Inhalte an medizinisches Fachpersonal. Für die Weiterbildung befinden sich zwei Labore am Institut für die mikrobiologische und umwelthygienische Diagnostik. Insbesondere erwartet dich eine breite Ausbildung mit Einblicken in verschiedene Sektoren des Gesundheitssystems sowie eine enge Zusammenarbeit mit der Mikrobiologie, Virologie, dem Bauwesen und den klinischen Abteilungen.
Nach dem Abschluss der Facharztweiterbildung kannst Du Dich für interessante Spezialisierungen entscheiden. Diese Spezialisierungen werden über eine Zusatzweiterbildung erworben. Zu den wichtigsten Spezialisierungen gehören unter anderem die:
- Immunologie (Diagnostik und Therapie von Immundefekten, Autoimmunerkrankungen und Allergien)
- Infektiologie (Schwerpunkt auf Diagnose, Behandlung und Prävention von Infektionskrankheiten)
- Magnetresonanztomographie (Zusatzkenntnisse in der Durchführung und Befundung von MRT-Untersuchungen)
- Naturheilverfahren (Nutzung natürlicher Heilmethoden wie Pflanzenheilkunde)
- Phlebologie (Lehre von Venenerkrankungen)
- Sozialmedizin (Analyse sozialer Einflüsse auf Gesundheit und Krankheit)
- Spezielle Schmerztherapie (Zusatzqualifikation zur Behandlung chronischer und komplexer Schmerzsyndrome)
Prüfungen und Facharzttitel
Grundsätzlich bestimmen die Landesärztekammern die Voraussetzungen für die Facharztprüfung. Hierbei orientiert sich die Kammer an der MusterWeiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer. Die Ärztekammer benötigt ein ausgefülltes Anmeldeformular sowie Arbeitszeugnisse aller durchlaufenden Ausbildungsstätte inklusive der Anzahl an Untersuchungen und Operationen. Zudem wird das Logbuch mit den ganzen Weiterbildungsinhalten benötigt, um sich für die Facharztprüfung anmelden zu können. Die Prüfung dauert insgesamt 30 bis 40 Minuten. Hierbei sind die Fragen an die Anamnese, Diagnostik und an die jeweiligen Behandlungen angelehnt. Am Ende der Prüfung erfährst Du, ob Du die Prüfung bestanden hast. Eine Note erhältst Du hierbei nicht. Es können alle Inhalte der Weiterbildung abgefragt werden. Die Bundesärztekammer veröffentlicht hierzu eine Muster-Weiterbildungsverordnung, in der Du Dir einen Überblick über die Themenfelder verschaffen kannst. Es handelt sich hierbei um eine mündliche Prüfung in Form eines Fachgesprächs. Meistens wird ein theoretischer Fall vorgestellt, auf den die Prüflinge mit ihrem Fachwissen reagieren müssen. Der Fall wird dann durchgesprochen. Hierbei wird in der Regel ein fachlicher Teilbereich ausgewählt. Dieser wird dann in der Prüfung vertieft. Der Facharzttitel für Hygiene und Umweltmedizin ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Laufbahn und schafft Dir die Grundlage für eine vielseitige und verantwortungsvolle Karriere mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten und verschiedenen Fachbereichen. Du erhältst eine berufliche Qualifikation auf höchstem Niveau, profitierst von beruflicher Sicherheit und Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und trägst zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung bei. In Zeiten von Pandemien, Antibiotikaresistenzen, Klimawandel und Umweltkrisen erhältst Du mit der bestandenen Facharztweiterbildung eine gefragte Fachkompetenz, die von hoher gesellschaftlicher Relevanz ist.
Die Logbuchführung in der Facharztausbildung
Das Ausbildungslogbuch ist ein verpflichtender Bestandteil in der Facharztausbildung und muss komplett ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden. Das Logbuch zeigt Dir im Detail den Weiterbildungsgang sowie alle Inhalte und Kenntnisse, die in der Facharztausbildung vermittelt werden. Unter www.bundesaerztekammer.de kannst Du alle benötigten Informationen über den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten nachlesen. Laut dem Logbuch über die Facharztausbildung für Hygiene und Umweltmedizin soll zunächst der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns erfolgen. Voraussetzung für die erfolgreiche Ausbildung sind ebenfalls der Erwerb von Kenntnissen in der Aufklärung, der Befunddokumentation sowie das Verständnis von psychosozialen, umweltbedingten und interkulturellen Einflüssen auf die Gesundheit. Im Bereich der Krankenhaushygiene sollen zukünftige Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin sich insbesondere mit der Erkennung und der Analyse nosokomialer Infektionen auseinandersetzen. Sie sollen Strategien zur Vermeidung von Infektionen erarbeiten, die Umweltanalytik und den gesundheitlichen Verbraucherschutz näher kennenlernen sowie Fertigkeiten in der Durchführung von Analysen und in verschiedenen Untersuchungen von Proben erlernen.
Gehalt als Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin
Im Allgemeinen gelten in einem Angestelltenverhältnis Tarifverträge, die das Gehalt regeln. Mit zunehmender Berufserfahrung und beruflicher Position steigt jedoch auch das Gehalt. In einer Uniklinik liegt das Einstiegsgehalt bei einem Assistenzarzt bei 5.626,91 €. Ein Facharzt hat durch den Facharzttitel deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Ein Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin würde demnach ein Gehalt zwischen 7.426,63 € und 9.302,27 € anstreben. Ein leitender Oberarzt hingegen kann ab dem siebten Jahr mit einem Gehalt von rund 12.347,33 € rechnen (Quelle: TV-Ärzte TdL, alle Angaben in brutto, 42 Stunden Woche, gültig: 01.02.2025 bis 31.03.2026). In den kommunalen Kliniken würdest Du jedoch etwas weniger verdienen. Es lohnt sich, in Ruhe zu überlegen, welcher Arbeitsplatz wirklich zu Deinen Stärken, Interessen und Lebenszielen passt. Unter aerztestellen.aerzteblatt.de kannst Du Deine passende Arbeitsstelle finden. Hier kannst Du Deine Suche durch die Angabe des jeweiligen Fachgebietes, der angestrebten Position, der Tätigkeit, der bevorzugten Region sowie auch durch die Angabe aller in Betracht kommenden Auslandsmöglichkeiten erweitern.
Zukunftsaussichten und Nachfrage für Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin
Grundsätzlich hast Du als Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin sehr gute Zukunftsaussichten. Durch globale Gesundheitsrisiken, zunehmende Umweltbelastungen und komplexe medizinische Versorgungssysteme wächst der Bedarf an Fachärzten auf diesem Gebiet. Zudem hat gerade dieser Fachbereich eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin haben einen enormen Einfluss auf die Bauplanung von Kliniken, die Raumhygiene, Wasserqualität und Lebensmittelsicherheit. Sie nehmen eine beratende Funktion für Politik, Behörden und Institutionen ein, die insbesondere bei Umweltkatastrophen und Epidemien unerlässlich ist. Außerdem handelt es sich hierbei um ein Fachgebiet, das bundesweit kaum vertreten wird. Derzeit gibt es nur sehr wenige Weiterbildungsstellen. Dadurch ist die Zahl der Fachärzte begrenzt und diese werden gesucht. Auch im Hinblick auf die Zukunft werden Global Health-Fragen in den Mittelpunkt gesetzt, weshalb Du in diesem Fachbereich von internationalen Einsatzmöglichkeiten profitieren kannst. Entscheidest Du Dich für diese Facharztausbildung kannst Du von einem sicheren Berufsfeld ausgehen, da es sich um einen krisenresistenten und systemrelevanten Beruf handelt, der mit der Forschung, Lehre, Beratung und Politik kombinierbar und somit einer der vielfältigsten Fachbereiche in der Medizin ist.
Fazit - Lohnt sich die Facharztausbildung für Hygiene und Umweltmedizin ?
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Facharztausbildung für Hygiene und Umweltmedizin ein breites und zukunftsrelevantes Spektrum zwischen Medizin, Umwelt und öffentlicher Gesundheit darstellt. Die entsprechenden Tätigkeiten gehen mit einer sehr hohen gesellschaftlichen Verantwortung einher. Grundsätzlich hebt sich die Facharztausbildung für Hygiene und Umweltschutz von anderen Facharztausbildungen ab, da die Arbeit in diesem Bereich interdisziplinäre, analytische und oft präventive Tätigkeiten umfasst. Zu den Vorteilen dieser Facharztweiterbildung zählen der direkte Beitrag zur Sicherung der Menschheit, Infektionsprävention und Umweltgesundheit. Der Beruf ist vor allem krisensicher und gefragt. Deine vielfältigen Einsatzbereiche reichen von Klinik über Gesundheitsamt bis hin zur Forschung und Politik. Wenn Du Dich für diesen Weg entscheidest erwarten Dich jedoch auch Herausforderungen. Zum einen musst Du bedenken, dass durch die begrenzten Weiterbildungsplätze oft eine längere Suche nach passenden Ausbildungsstellen nötig ist und zum anderen musst Du Dir bewusst sein, dass es sehr selten zu einem direkten Patientenkontakt kommt. Gerade für die, die klinisch orientiert arbeiten möchten, stellt dieser Faktor oft ein Ausschlusskriterium dar. Wenn Du aber Prävention über Intervention stellst, Interesse an systematischen Zusammenhängen hast und aktiv an der Verbesserung von Versorgungsstrukturen arbeiten möchtest, ist die Facharztausbildung für Hygiene und Umweltmedizin genau die Richtige für Dich, denn diese Facharztausbildung ist eindeutig mehr als nur eine medizinische Nische - sie ist die unverzichtbare Investition in die Zukunft der Gesundheitsversorgung, durch die jeder einzelne Mensch mittelbar profitiert.

Michelle Sobisch
Michelle Sobisch hat einen Bachelor of Laws im Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrecht abgeschlossen und studiert derzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Sie bringt fundierte juristische Kenntnisse, Organisationstalent und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten mit. Dank ihrer Erfahrung in Kanzleien und ihrer Leidenschaft für sorgfältige Recherche bereitet sie komplexe Inhalte klar und verständlich auf.
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