Facharztausbildung

Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie Ausbildung, Inhalte & Karriere

Von Michelle Sobisch11 Min. Lesezeit
Facharztausbildung Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie: Arzt in Weiterbildung in der Klinik

Ausbildung, Inhalte & Karriere

Manchmal gerät der Körper aus dem Gleichgewicht – oft sind Blutzuckerschwankungen oder hormonelle Veränderungen die Ursache. Sie können dazu führen, dass die Lebensenergie verschwindet. Fachärzte für Innere Medizin sowie Endokrinologie und Diabetologie verfügen über das notwendige Know-how und erkennen, wie eng körperliche und seelische Gesundheit miteinander verknüpft sind. Die Zahl chronisch erkrankter Menschen steigt kontinuierlich. Immer mehr Betroffene leiden unter Diabetes oder hormonellen Störungen. Es sind Erkrankungen, die oft eine lebenslange Begleitung erfordern. Umso wichtiger ist es, dass sich spezialisierte Fachärzte fundiertes Wissen über den menschlichen Stoffwechsel aneignen, ergänzt durch eine vertiefte Expertise in der Inneren Medizin.

Was macht ein Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie ?

Ein Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie ist auf die Diagnose, Behandlung und Betreuung von Erkrankungen des Hormonsystems (Endokrinologie) und auf Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus (Diabetologie) spezialisiert. Im Bereich der Diagnostik und Therapie von hormonellen Störungen beschäftigt sich ein Facharzt beispielsweise mit Erkrankungen der Schilddrüse. Hierzu gehören die Behandlung einer Über- und Unterfunktion, die Behandlung von Knoten an der Schilddrüse sowie von Hashimoto. Zudem werden die Nebennieren, die Hypophyse, Gonaden und Nebenschilddrüsen sowie Wachstums- und Stoffwechselstörungen von Endokrinologen begutachtet. Des Weiteren kümmert sich ein Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie um alle Formen des Diabetes wie Diabetes Typ 1 und Typ 2 oder Schwangerschaftsdiabetes und stellt individuelle Therapiepläne auf. Bei Fettstoffwechselstörungen, Adipositas oder Osteoporose erfolgt ebenfalls eine allumfassende Beratung. Außerdem fokussiert sich die Tätigkeit eines Endokrinologen und Diabetologen auf die Prävention und Aufklärung von Folgeschäden. Um komplexe Krankheitsbilder optimal zu behandeln, wird oftmals eine interdisziplinäre Zusammenarbeit gefordert. Als Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie kannst Du in vielen Tätigkeitsbereichen arbeiten. Viele Krankenhäuser und Kliniken haben Fachabteilungen für die Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie oder speziell nur für Stoffwechselerkrankungen. Auch in Facharztpraxen oder Medizinischen Versorgungszentren kannst Du mit Deinem Fachwissen tätig werden. Einen weiteren interessanten Tätigkeitsbereich findest Du in der Forschung und Lehre. Dort kannst Du zur Entwicklung neuer Therapien für Diabetes oder Hormonkrankheiten forschen und somit einen beachtlichen medizinischen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Somit wird der Endokrinologie und der Diabetologie eine enorme Bedeutung für die moderne Medizin zugesprochen. Beide Fachgebiete sind zwei grundlegende Aspekte der menschlichen Gesundheit. Gerade der Stoffwechsel und der Hormonhaushalt steuern fast alle lebenswichtigen Funktionen im Körper. Hierzu zählen insbesondere das Wachstum, die Energiegewinnung, die Fruchtbarkeit, der Blutdruck sowie die Knochenstabilität.

Wie wird man Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie ?

Um ein Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie zu werden, benötigst Du zunächst ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Nachdem Du die Approbation (staatliche Zulassung) erlangt hast, folgt die Facharztausbildung für die Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie. Nach der Weiterbildungsordnung für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie der Ärztekammer Nordrhein dauert diese Facharztausbildung insgesamt 72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte (§ 5 Abs.1 S.1 WBO). In den ersten 36 Monaten erfolgt eine stationäre Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin. In den darauffolgenden 36 Monaten erfolgt sodann die Weiterbildung in Endokrinologie und Diabetologie. Hierbei können sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin verbracht werden. Außerdem können bis zu 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden. Werden im Gebiet Innere Medizin zwei Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens acht Jahre.

Inhalte der Facharztausbildung für Innere Medizin und Endokrinologie und

Diabetologie Zunächst sollen die Inhalte der Basisweiterbildung vollumfänglich kennengelernt werden. Danach steht der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den Inhalten der Weiterbildung in Endokrinologie und Diabetologie im Fokus. In der Basisweiterbildung steht der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung verschiedenster Krankheiten im Mittelpunkt. Zu den Krankheiten gehören infektiöse und nicht infektiöse Krankheiten, Krebserkrankungen, Allergien, Immunerkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen. Zudem lernst Du wie Du mit psychosomatischen Beschwerden bei Patienten umgehen musst. Außerdem wirst Du mit der palliativmedizinischen Betreuung schwerkranker Patienten, der Krisenintervention und der Suchtberatung vertraut gemacht. Zu Deinen alltäglichen Aufgaben zählen insbesondere die Gesundheitsberatung und Früherkennung von Krankheiten, die Nachsorge und Rehabilitationsplanung, die Bewertung von Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie vielfältige Vorsorgeuntersuchungen. Du sammelst spezielle Fachkenntnisse in den Grundlagen der Tumortherapie, der medikamentösen Therapie, der Humangenetik und in der intensivmedizinischen Basisversorgung. Des Weiteren wirst Du auf die Erkennung und Behandlung akuter Notfälle geschult und führst lebensrettende Maßnahmen durch. Im Rahmen moderner Diagnostik und Therapie kommen zahlreiche bewährte Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise das EKG oder das Langzeit-EKG sowie die LangzeitBlutdruckmessung. Lungenfunktionstests, Ultraschalluntersuchungen von verschiedenen Organen sowie Punktions- und Kathetertechniken gehören ebenfalls zum Behandlungsspektrum. Auch Infusions- und Transfusionstherapien finden im Ramen der Facharztausbildung Anwendung. In der speziellen Weiterbildung lernst Du dann die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung endokriner Erkrankungen der hormonbildenden Drüsen kennen. Zu den zu vermittelnden Inhalten gehören zudem die Behandlung von Stoffwechselleiden einschließlich des metabolischen Syndroms, Diabetes-assoziierten Erkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen, die Früherkennung von Diabeteskomplikationen sowie die Insulinbehandlungen. Besonders in diesem medizinischen Fachgebiet nimmt die Ernährungsberatung und die Diätetik eine zentrale Rolle bei Stoffwechsel- und endokrinen Erkrankungen ein. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Weiterbildung ist die Erkennung und Behandlung andrologischer Krankheitsbilder sowie die Indikationsstellung, Methodik, Durchführung und Einordnung der Laboruntersuchungen von Hormon-, Diabetes- und stoffwechselspezifischen Parametern einschließlich deren Vorstufen, Abbauprodukten sowie Antikörpern. Zu den definierten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren gehören Ultraschalluntersuchungen einschließlich Duplex-Sonographien an endokrinen Organen sowie Feinnadelpunktionen. Auch Belastungsteste einschließlich der Stimulations- und Suppressionsteste werden vollumfänglich in die Weiterbildung integriert.

Ablauf und Stationen der Weiterbildung

Der Ablauf und die Stationen der Weiterbildung variieren je nach Klinik. Allerdings wird häufig ein rotierendes System gewählt, um alle relevanten Bereiche abzudecken. Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie kann beispielsweise im Universitätsklinikum Leipzig erfolgen und sieht wie folgt aus: Das Weiterbildungsprogramm „Endokrinologie und Diabetologie“ setzt sich aus einem Basis-Curriculum und aus dem Spezial-Curriculum zusammen. Ziel dieses Weiterbildungsprogrammes ist der Erwerb besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Prophylaxe, Diagnostik und Therapie endokriner Erkrankungen und Stoffwechselleiden einschließlich der endokrinologischen Funktionstests und der Intensivtherapie sowie die eigenverantwortliche Konsiliartätigkeit. In den ersten drei Jahren erfolgt die basisinternistische Weiterbildung. Dort lernst Du internistische Grundlagen kennen. Hierzu gehört das Management von Patienten auf einer internistischen Station, in der Ambulanz, der Notfallmedizin sowie auf der internistisch orientierten Intensivstation. Danach erfolgt die endokrinologische Weiterbildung zum Facharzt für Endokrinologie und Diabetologie. Du lernst in dieser Phase der Weiterbildung die im Logbuch vorausgesetzten Inhalte allumfassend kennen. Die täglichen Aufgaben reichen dabei von der Indikationsstellung über die Begleitung und Assistenz bis hin zur eigenständigen Durchführung der Tätigkeiten. Somit wird sichergestellt, dass Dir alle Inhalte der Fachausbildung vermittelt werden.

Prüfungen und Facharzttitel

Grundsätzlich bestimmen die Landesärztekammern die Voraussetzungen für die Facharztprüfung. Hierbei orientiert sich die Kammer an der MusterWeiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer. Die Ärztekammer benötigt ein ausgefülltes Anmeldeformular sowie Arbeitszeugnisse aller durchlaufenden Ausbildungsstätte inklusive der Anzahl an Untersuchungen und Operationen. Zudem wird das Logbuch mit den ganzen Weiterbildungsinhalten benötigt, um sich für die Facharztprüfung anmelden zu können. Die Prüfung dauert insgesamt 30 bis 40 Minuten. Hierbei sind die Fragen an die Anamnese, Diagnostik und an die jeweiligen Behandlungen angelehnt. Am Ende der Prüfung erfährst Du, ob Du die Prüfung bestanden hast. Eine Note erhältst Du hierbei nicht. Es können alle Inhalte der Weiterbildung abgefragt werden. Die Bundesärztekammer veröffentlicht hierzu eine Muster-Weiterbildungsverordnung, in der Du Dir einen Überblick über die Themenfelder verschaffen kannst. In den meisten Prüfungen werden jedoch sehr konkrete und praxisnahe Fälle thematisiert. Es kann vorkommen, dass Du zum Beispiel Laborwerte bekommst und diese dann mit Deinem Fachwissen auswerten musst. Du musst in der Lage sein, eine entsprechende Diagnose zu stellen und alle in Betracht kommenden Behandlungen vorzuschlagen. Die mündliche Prüfung ist in Form eines Fachgesprächs gestaltet. Meistens wird ein theoretischer Fall vorgestellt, den die Prüflinge durchsprechen müssen. Dabei wird in der Regel ein fachlicher Teilbereich ausgewählt, der dann vertieft wird. Der Facharzttitel für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Laufbahn und schafft Dir die Grundlage für eine vielseitige und verantwortungsvolle Karriere mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten und verschiedenen Fachgebieten. Du erhältst eine berufliche Qualifikation auf höchstem Niveau, profitierst von beruflicher Sicherheit und Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und trägst zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung bei.

Die Logbuchführung in der Facharztausbildung

Das Ausbildungslogbuch ist ein verpflichtender Bestandteil in der Facharztausbildung und muss komplett ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden. Das Logbuch zeigt Dir im Detail den Weiterbildungsgang sowie alle Inhalte und Kenntnisse, die in der Facharztausbildung vermittelt werden. Unter www.bundesaerztekammer.de kannst Du alle benötigten Informationen über den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten nachlesen. Laut dem Logbuch über die Facharztweiterbildung für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie soll zunächst der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns erfolgen. Du lernst die umfassenden Strukturen des Gesundheitswesens und die Führung der Befunddokumentation kennen. Zudem setzt das Logbuch die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung endokriner Erkrankungen der hormonbildenden Drüsen voraus. Im Bereich der Diabetologie steht beispielsweise die Insulinbehandlung einschließlich der Insulinpumpenbehandlung sowie die Ernährungsberatung im Fokus. Du sollst zudem andrologische Krankheitsbilder erkennen und behandeln können. Während der Weiterbildung machst Du Dich außerdem mit der Berufs- und Familienberatung bei endokrinen Erkrankungen vertraut. Zu den Routineuntersuchungen gehören Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse. Diese müssen nach der Facharztausbildung beherrscht werden.

Gehalt als Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie

Im Allgemeinen gelten in einem Angestelltenverhältnis Tarifverträge, die das Gehalt regeln. Mit zunehmender Berufserfahrung und beruflicher Position steigt jedoch auch das Gehalt. In einer Uniklinik liegt das Einstiegsgehalt bei einem Assistenzarzt bei 5.626,91 €. Ein Facharzt hat durch den Facharzttitel deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Ein Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie würde demnach ein Gehalt zwischen 7.426,63 € und 9.302,27 € anstreben. Ein leitender Oberarzt hingegen kann ab dem siebten Jahr mit einem Gehalt von rund 12.347,33 € rechnen (Quelle: TVÄrzte TdL, alle Angaben in brutto, 42 Stunden Woche, gültig: 01.02.2025 bis 31.03.2026). In den kommunalen Kliniken würdest Du etwas weniger verdienen. Du hast jedoch auch die Möglichkeit in Deiner eigenen Praxis zu arbeiten oder auch in einer Gemeinschaftspraxis tätig zu sein. Hierbei kann Dein Gehalt deutlich von den zuvor genannten Gehältern abweichen, da Du nicht mehr an Tarifverträge gebunden bist. Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erzielen niedergelassene Endokrinologen und Diabetologen in Einzelpraxen einen jährlichen Reinertrag zwischen 180.000 € und 280.000 €. Je nach Region, Patientenaufkommen und Praxisorganisation können auch höhere Erträge erzielt werden. Der Ertrag kann sich erhöhen, wenn Zusatzleistungen wie die Insulinpumpentherapie angeboten werden. Es lohnt sich, in Ruhe zu überlegen, welcher Arbeitsplatz wirklich zu Deinen Stärken, Interessen und Lebenszielen passt. Unter aerztestellen.aerzteblatt.de kannst Du Deine passende Arbeitsstelle finden. Hier kannst Du Deine Suche durch die Angabe des jeweiligen Fachgebietes, der angestrebten Position, der Tätigkeit, der bevorzugten Region sowie auch durch die Angabe aller in Betracht kommenden Auslandsmöglichkeiten erweitern.

Zukunftsaussichten und Nachfrage für Fachärzte für Innere Medizin und

Endokrinologie und Diabetologie Grundsätzlich hast Du als Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie sehr gute Zukunftsaussichten. Weltweit nimmt die Zahl an Diabeteserkrankungen zu. Alleine in Deutschland leben circa acht bis neun Millionen Menschen mit Diabetes und durch die alternde Bevölkerung kommt es bei vielen Menschen vermehrt zu Stoffwechselstörungen oder Schilddrüsenproblemen. Auch hormonelle Erkrankungen werden durch moderne Lifestylefaktoren und Umweltveränderungen begünstigt. Demnach steigt die Nachfrage für Fachärzte für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie kontinuierlich an. Es herrschen nicht nur auf dem Land Engpässe für Endokrinologen und Diabetologen, sondern auch in den Städten müssen Patienten teilweise über Monate auf einen Termin warten. Zudem befindet sich diese Fachrichtung gerade in der Entwicklung neuer Behandlungstechnologien. Die digitale Diabetologie wächst rasant. Mittlerweile wurden diverse Glukosesensoren oder Insulinpumpen entwickelt und Behandlungen werden durch Apps unterstützt. Moderne Endokrinologen müssen demnach zunehmend technologisches Know-how mitbringen. Außerdem wird ein gesundheitlicher Fokus auf die Prävention gelegt. Immer mehr Krankenkassen und Gesundheitssysteme setzten vermehrt auf eine Prävention von Stoffwechselerkrankungen. Fachärzte für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie rücken demnach immer näher in den Vordergrund. Sie haben vielfältige Zukunftsaussichten und sind aktuell sehr gefragte Fachärzte.

Fazit- Lohnt sich die Facharztausbildung für Innere Medizin und Endokrinologie und

Diabetologie ? Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Facharztausbildung für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie viele Vorteile, aber auch Herausforderungen mit sich bringt. Ein großer Vorteil in diesem Fachbereich ist der hohe Bedarf an Spezialisten. Als Endokrinologe und Diabetologe pflegst Du eine langfristige Patientenbindung, Du hast vielfältige Arbeitsmöglichkeiten sowie einen großen Gestaltungsfreiraum. Du kannst Dich zum Beispiel speziell auf Schilddrüsenerkrankungen fokussieren und Dich in diesem Bereich weiterbilden. Außerdem erfordert diese Fachrichtung oft eine interdisziplinäre Arbeitsweise. Oft musst Du auch mit anderen Fachärzten wie Gynäkologen kooperieren. Zu den Herausforderungen und Nachteilen in dieser Facharztausbildung gehören definitiv die komplexen Krankheitsbilder. Diese erfordern ein umfassendes Wissen und ein ständiges Lernen. Besonders in der modernen Diabetologie ist eine technische und digitale Affinität nötig. Des Weiteren wirst Du in dieser Fachrichtung mit sehr wenig Notfallsituationen in Kontakt treten. Für zukünftige Fachärzte, die lieber die akute Notfallmedizin bevorzugen, wäre vielleicht eine andere Fachrichtung empfehlenswerter. Oftmals wirst Du eher mit Routinetätigkeiten beschäftigt sein, da bei Langzeitpatienten hälftig Kontrollen durchgeführt werden müssen. Aus diesem Grund wirst Du als Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie keine schnellen Behandlungserfolge bei Deinen Patienten sehen. Wenn Du jedoch Interesse an den umfassenden und spannenden Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen hast, Du Dich für eine langfristige Patientenbindung interessierst, Dich auch mit technischen Innovationen innerhalb Deines Fachbereiches auseinandersetzen kannst und eine strukturierte und analytische Herangehensweise an komplexe Krankheitsbilder bevorzugst, dann ist diese Facharztausbildung genau die Richtige für Dich. Die Facharztausbildung für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie eröffnet Dir faszinierende Einblicke in die Steuerung des menschlichen Körpers. Als Facharzt kannst Du aktiv positive Lebensveränderungen bei Deinen Patienten schaffen. Du bist nämlich in diesem Gebiet nicht nur ein Spezialist, sondern oft auch ein lebenslanger Begleiter für Menschen, die auf Deine Unterstützung, Dein Wissen und auf Dein Mitgefühl angewiesen sind. Als Facharzt bist Du auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt und zugleich eine unverzichtbare Stütze für Deine Patienten.

Über die Autorin

Michelle Sobisch

Michelle Sobisch hat einen Bachelor of Laws im Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrecht abgeschlossen und studiert derzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Sie bringt fundierte juristische Kenntnisse, Organisationstalent und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten mit. Dank ihrer Erfahrung in Kanzleien und ihrer Leidenschaft für sorgfältige Recherche bereitet sie komplexe Inhalte klar und verständlich auf.

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