Die Innere Medizin und die Gastroenterologie beschäftigt sich mit dem zentralsten System des menschlichen Körpers. Störungen im Verdauungstrakt gehören zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch. Hierzu gehören Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Darms, der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie Erkrankungen der Gallenwege. Für uns funktioniert der Magen-Darm-Trakt wie ein „zweites Gehirn“. Mit über 100 Millionen Nervenzellen im enterischen Nervensystem agiert der Darm überwiegend autonom. Hierbei beeinflusst die Darm-Hirn-Achse nicht nur die Verdauung, sondern auch Emotionen, das Schmerzempfinden und sogar psychische Erkrankungen wie Depressionen. Die Darmflora (Mikrobiom) spielt für die Gesundheit eine zentrale Rolle. Im Bereich der Gastroenterologie beschäftigst Du Dich mit diesem komplexen System und lernst den umfassenden Einfluss auf den menschlichen Körper und auf die Psyche kennen.
Was macht ein Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie ?
Ein Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie beschäftigt sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Darms, der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie der Gallenwege. In diesem Fachbereich werden endoskopische Verfahren eingesetzt. Hierzu gehören die Gastroskopie (Magenspiegelung), die Koloskopie (Darmspiegelung) sowie die interventionelle Endoskopie. Letztere wird beispielsweise bei einer Blutstillung angewendet. Ein Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie führt Behandlungen von chronischentzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, von Lebererkrankungen wie Hepatitis oder von funktionellen Störungen durch. Hierzu zählt auch der Reizdarm. Zudem behandelt ein Gastroenterologe nicht selten Tumorerkrankungen des Verdauungstrakts. Durch die hohen Anforderungen an seine Tätigkeiten ist auf diesem medizinischen Gebiet eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Onkologie, Chirurgie, Radiologie und der Ernährungsmedizin nötig. Neben dem Fachwissen eines Gastroenterologen ist auch eine internistische Gesamtsicht auf den Patienten unerlässlich, um Diagnosen und Befunde richtig einordnen zu können. Als Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie hast Du die Möglichkeit in Krankenhäusern oder Kliniken tätig zu sein. Neben speziellen Fachkliniken gibt es auch Allgemeinkrankenhäuser mit einer Abteilung für Gastroenterologie. Du kannst Dich jedoch auch für eine ambulante Praxis entscheiden. In spezialisierten Einrichtungen zur Nachsorge von gastroenterologischen Erkrankungen kannst Du ebenfalls Deiner Tätigkeit nachgehen. Wenn der Bereich der medizinischen Forschung Dein Interesse weckt, kannst Du an Forschungseinrichtungen arbeiten und klinische Studien mit Deinem Fachwissen bereichern. Des Weiteren kannst Du Deinen Beruf in der Pharmaindustrie oder im Bereich der Medizintechnik ausüben. Egal für welchen Bereich Du Dich entscheiden wirst, wirst Du eine zentrale Funktion im Gesundheitswesen einnehmen, da die Gastroenterologie eines der größten und am häufigsten betroffenen Organsysteme abdeckt. Für die Medizin hat die Facharztausbildung für Innere Medizin und Gastroenterologie eine herausragende Bedeutung. Die Gastroenterologie ist das führende Fachgebiet in der Früherkennung von Krebserkrankungen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass aufgrund einer früheren Entdeckung von Krankheiten bessere Heilungschancen bestehen. Zudem ist die Gastroenterologie eines der technologisch fortschrittlichsten Fachgebiete der Medizin. Insbesondere in der Endoskopie und der minimalinvasiven Chirurgie zeichnen sich die Vorteile aus. Demnach ist die Gastroenterologie zu einem unverzichtbaren Bestandteil der modernen Medizin geworden.
Wie wird man Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie ?
Um ein Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie zu werden, benötigst Du zunächst ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Nachdem Du die Approbation (staatliche Zulassung) erlangt hast, folgt die Facharztausbildung für die Innere Medizin und Gastroenterologie. Nach der Weiterbildungsordnung für Innere Medizin und Gastroenterologie der Ärztekammer Nordrhein dauert diese Facharztausbildung insgesamt 72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte (§ 5 Abs.1 S.1 WBO). In den ersten 36 Monaten erfolgt eine stationäre Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin. In den darauffolgenden 36 Monaten erfolgt sodann die Weiterbildung in der Gastroenterologie. Hierbei können sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin verbracht werden. Außerdem können bis zu 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden. Werden im Gebiet Innere Medizin zwei Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens acht Jahre.
Inhalte der Facharztausbildung für Innere Medizin und Gastroenterologie
Im Mittelpunkt der Facharztausbildung stehen der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den Inhalten der Basisweiterbildung sowie in den Inhalten der Weiterbildung in der Gastroenterologie. In der Basisweiterbildung steht der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung verschiedenster Krankheiten im Mittelpunkt. Zu den Krankheiten gehören infektiöse und nicht infektiöse Krankheiten, Krebserkrankungen, Allergien, Immunerkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen. Zudem lernst Du wie Du mit psychosomatischen Beschwerden bei Patienten umgehen musst. Außerdem wirst Du mit der palliativmedizinischen Betreuung schwerkranker Patienten, der Krisenintervention und der Suchtberatung vertraut gemacht. Zu Deinen alltäglichen Aufgaben zählen insbesondere die Gesundheitsberatung und Früherkennung von Krankheiten, die Nachsorge und Rehabilitationsplanung, die Bewertung von Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie vielfältige Vorsorgeuntersuchungen. Du sammelst spezielle Fachkenntnisse in den Grundlagen der Tumortherapie, der medikamentösen Therapie, der Humangenetik und in der intensivmedizinischen Basisversorgung. Des Weiteren wirst Du auf die Erkennung und Behandlung akuter Notfälle geschult und führst lebensrettende Maßnahmen durch. Im Rahmen moderner Diagnostik und Therapie kommen zahlreiche bewährte Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise das EKG oder das Langzeit-EKG sowie die LangzeitBlutdruckmessung. Lungenfunktionstests, Ultraschalluntersuchungen von verschiedenen Organen sowie Punktions- und Kathetertechniken gehören ebenfalls zum Behandlungsspektrum. Auch Infusions- und Transfusionstherapien finden im Ramen der Facharztausbildung Anwendung. In der speziellen Weiterbildung lernst Du die Diagnose und Behandlung von verschiedenen Erkrankungen der Verdauungsorgane sowie facharztbezogene Infektionskrankheiten wie die Virushepatitis kennen. Auch in endoskopischen Verfahren sollst Du umfassende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten erwerben. Zu diesen Verfahren gehören die Durchführung und Interpretation von Endoskopien sowie interventionelle Verfahren wie die Blutstillung, Varizenbehandlung, Polypektomie und die Stentimplantationen. Zudem lernst Du die Ernährungsberatung und Diätetik bei Erkrankungen der Verdauungsorgane kennen und erwirbst Kenntnisse auf dem Gebiet der medikamentösen Tumortherapie sowie der interdisziplinären Verfahren. Außerdem lernst Du proktologische Erkrankungen kennen und beschäftigst Dich in diesem Zusammenhang mit der Erkennung, der konservativen Behandlung sowie mit der Indikation zur weiterführenden Behandlung. Des Weiteren wirst Du Dir Fertigkeiten in der intensivmedizinischen Basisversorgung aneignen, indem Du an der intensivmedizinischen Versorgung von Patienten mitwirkst. Zu den Untersuchungs- und Behandlungsverfahren gehören die abdominelle Sonographie (einschließlich Duplex-Sonographie), die Ösophago-Gastro-Duodenoskopie, die Koloskopie, die Intestinoskopie, interventionelle endoskopische Maßnahmen (zum Beispiel die Blutstillung, Stentimplantationen), die Mitwirkung bei Laparoskopien und bei abdominellen Punktionen sowie bei Funktionsprüfungen (zum Beispiel die pH-Metrie, Atemtests).
Ablauf und Stationen der Weiterbildung
Der Ablauf und die Stationen der Weiterbildung variieren je nach Klinik. Allerdings wird häufig ein rotierendes System gewählt, um alle relevanten Bereiche abzudecken. Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie kann beispielsweise im Sana Klinikum Lichtenberg erfolgen und sieht wie folgt aus: Die Facharztausbildung für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie erfolgt im Sana Klinikum Lichtenberg in krankenhausinternen Rotationen. Es können ebenfalls fachübergreifende Abteilungen kennengelernt werden. Im ersten Jahr fängt die Basisweiterbildung an. Diese beginnt auf einer Station. Deine Tätigkeiten darfst Du dann unter täglicher fachärztlicher Supervision ausführen. In dieser Zeit steht die Vermittlung und Vertiefung von Grundkenntnissen in der Anamnese und in der Befunddokumentation statt. Du lernst elementare Arbeitsabläufe des stationären ärztlichen Alltags kennen. Hierzu gehören die allgemeine Dokumentation, die Aktenführung sowie die Patientenaufklärung. Ab dem dritten Jahr wirst Du mindestens sechs Monate in der Rettungsstelle untergebracht. Du lernst die Akutbeurteilung von gesunden bis hin zu vital bedrohten Patienten kennen und nimmst an der Versorgung von Sprechstundenpatienten teil. Es erfolgt außerdem eine Einführung in die Übernahme und Erstversorgung von Intensivpatienten. Im vierten Jahr erfolgt ein sechsmonatiger Ausbildungseinsatz auf der internistischen Intensivstation unter Supervision eines Intensivmediziners. Je nach individueller Befähigung darfst Du Sedierungen oder Beatmungen durchführen. Zudem erfolgt eine Einführung in die diagnostische Endoskopie und Sonographie. Die Anleitung zur Behandlung endoskopischer Notfälle und die Übernahme in die Endoskopierufdienste erfolgen erst im fünften Jahr. In diesem Zeitabschnitt liegt der Fokus auf die Festigung der bereits erlernten Inhalte. Deine Kenntnisse werden sich insbesondere in der stationären und ambulanten Patientenversorgung erweitern. Im darauffolgenden Jahr arbeitest Du selbstständig im Rahmen der erlernten Untersuchungstechniken und führst ebenso individuelle Befundbesprechungen durch.
Prüfungen und Facharzttitel
Grundsätzlich bestimmen die Landesärztekammern die Voraussetzungen für die Facharztprüfung. Hierbei orientiert sich die Kammer an der MusterWeiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer. Die Ärztekammer benötigt ein ausgefülltes Anmeldeformular sowie Arbeitszeugnisse aller durchlaufenden Ausbildungsstätte inklusive der Anzahl an Untersuchungen und Operationen. Zudem wird das Logbuch mit den ganzen Weiterbildungsinhalten benötigt, um sich für die Facharztprüfung anmelden zu können. Die Prüfung dauert insgesamt 30 bis 40 Minuten. Hierbei sind die Fragen an die Anamnese, Diagnostik und an die jeweiligen Behandlungen angelehnt. Am Ende der Prüfung erfährst Du, ob Du die Prüfung bestanden hast. Eine Note erhältst Du hierbei nicht. Es können alle Inhalte der Weiterbildung abgefragt werden. Die Bundesärztekammer veröffentlicht hierzu eine Muster-Weiterbildungsverordnung, in der Du Dir einen Überblick über die Themenfelder verschaffen kannst. In den meisten Prüfungen werden jedoch sehr konkrete und praxisnahe Fälle thematisiert. Es kann vorkommen, dass Du zum Beispiel Laborwerte bekommst und diese dann mit Deinem Fachwissen auswerten musst. Du musst in der Lage sein, eine entsprechende Diagnose zu stellen und alle in Betracht kommenden Behandlungen vorzuschlagen. Die mündliche Prüfung ist in Form eines Fachgesprächs gestaltet. Meist wird ein theoretischer Fall vorgestellt, den die Prüflinge durchsprechen müssen. Dabei wird in der Regel ein fachlicher Teilbereich ausgewählt, der dann vertieft wird. Der Facharzttitel für Innere Medizin und Gastroenterologie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Laufbahn und schafft Dir die Grundlage für eine vielseitige und verantwortungsvolle Karriere mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Du erhältst eine berufliche Qualifikation auf höchstem Niveau, profitierst von beruflicher Sicherheit und Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und trägst zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung bei.
Die Logbuchführung in der Facharztausbildung
Das Ausbildungslogbuch ist ein verpflichtender Bestandteil in der Facharztausbildung und muss komplett ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden. Das Logbuch zeigt Dir im Detail den Weiterbildungsgang sowie alle Inhalte und Kenntnisse, die in der Facharztausbildung vermittelt werden. Unter www.bundesaerztekammer.de kannst Du alle benötigten Informationen über den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten nachlesen. Laut dem Logbuch über die Facharztausbildung für Innere Medizin und Gastroenterologie soll zunächst der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns erfolgen. Du lernst psychosomatische Grundlagen, die Aufklärung sowie die Befunddokumentation kennen. In der Basisweiterbildung stehen die Gesundheitsberatung, die Früherkennung von Gesundheitsstörungen sowie die Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen im Mittelpunkt. Außerdem musst Du nach der Facharztausbildung in der Lage sein, die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und die Arbeitsfähigkeit von Deinen Patienten bewerten zu können. Der Weiterbildungsinhalt der Spezialisierung erfasst sodann die Erkennung und Behandlung der Krankheiten der Verdauungssysteme einschließlich der Leber und Pankreas sowie der facharztbezogenen Infektionskrankheiten.
Gehalt als Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Im Allgemeinen gelten in einem Angestelltenverhältnis Tarifverträge, die das Gehalt regeln. Mit zunehmender Berufserfahrung und beruflicher Position steigt jedoch auch das Gehalt. In einer Uniklinik liegt das Einstiegsgehalt bei einem Assistenzarzt bei 5.626,91 €. Ein Facharzt hat durch den Facharzttitel deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Ein Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie würde demnach ein Gehalt zwischen 7.426,63 € und 9.302,27 € anstreben. Ein leitender Oberarzt hingegen kann ab dem siebten Jahr mit einem Gehalt von rund 12.347,33 € rechnen (Quelle: TV-Ärzte TdL, alle Angaben in brutto, 42 Stunden Woche, gültig: 01.02.2025 bis 31.03.2026). In den kommunalen Kliniken würdest Du etwas weniger verdienen. Du hast jedoch auch die Möglichkeit in Deiner eigenen Praxis zu arbeiten oder auch in einer Gemeinschaftspraxis tätig zu sein. Hierbei kann Dein Gehalt deutlich von den zuvor genannten Gehältern abweichen, da Du nicht mehr an Tarifverträge gebunden bist. Laut dem statistischen Bundesamt beträgt der durchschnittliche Reinertrag pro Praxis in der Inneren Medizin etwa 351.000 Euro. Es lohnt sich, in Ruhe zu überlegen, welcher Arbeitsplatz wirklich zu Deinen Stärken, Interessen und Lebenszielen passt. Unter aerztestellen.aerzteblatt.de kannst Du Deine passende Arbeitsstelle finden. Hier kannst Du Deine Suche durch die Angabe des jeweiligen Fachgebietes, der angestrebten Position, der Tätigkeit, der bevorzugten Region sowie auch durch die Angabe aller in Betracht kommenden Auslandsmöglichkeiten erweitern.
Zukunftsaussichten und Nachfrage für Fachärzte für Innere Medizin und
Gastroenterologie Grundsätzlich hast Du als Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie sehr gute Zukunftsaussichten. Die Nachfrage an Gastroenterologen wird in den kommenden Jahren voraussichtlich um 2,5 bis 5,5 Prozent steigen. Grund hierfür ist die alternde Bevölkerung. Ältere Menschen sind statistisch gesehen häufiger von Magen-Darm-Erkrankungen betroffen. Zudem zeichnet sich die Gastroenterologie durch ihre interdisziplinäre Ausrichtung aus. Somit ist diese Fachrichtung mit anderen Fachgebieten wie der Onkologie, Viszeralchirurgie, Radiologie und Rheumatologie verbunden. Du kannst Dein Fachwissen nach der Facharztausbildung durch Spezialisierungen in den Bereichen der Endoskopie, Hepatologie oder der Behandlung von chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen erweitern. Dadurch eröffnet Dir die Facharztausbildung für Innere Medizin und Gastroenterologie vielfältige berufliche Möglichkeiten.
Fazit - Lohnt sich die Facharztausbildung für Innere Medizin und
Gastroenterologie ? Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Facharztausbildung für Innere Medizin und Gastroenterologie viele Chancen und vielseitige berufliche Perspektiven bietet. Sie vereint medizinische und interdisziplinäre Aspekte miteinander und ist von einer zunehmenden Nachfrage geprägt. Durch die enge Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachbereichen ist die Arbeit im Bereich der Gastroenterologie sehr abwechslungsreich und spannend. Es handelt sich ebenfalls um einen dynamischen Beruf, da die Gastroenterologie durch den starken technologischen Fortschritt positiv beeinflusst wird. Jedoch bringt auch diese Facharztausbildung, wie jede andere Weiterbildung auch, Herausforderungen mit sich. Die Diagnostik in diesem Bereich gestaltet sich oftmals sehr komplex. Viele gastroenterologische Erkrankungen zeigen ähnliche Symptome wie allgemeine Bauchschmerzen oder Verdauungsstörungen. Diese Symptome erschweren die Diagnoseerstellung erheblich, sodass eine genaue Differenzierung zwischen den Krankheiten erfolgen muss. Dadurch musst Du über ein tiefgreifendes Wissen verfügen und die verschiedenen diagnostischen Verfahren beherrschen. Außerdem erfordert die Behandlung komplexer chronischer Erkrankungen wie Morbus Crohn eine langfristige und individuell angepasste Behandlung. Du solltest ebenfalls den technologischen Anforderungen in der Weiterbildung gerecht werden und Dich auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten einlassen können. Dies erfordert ein gemeinsames Erarbeiten von Behandlungsplänen und Koordination. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass die Wissenschaft in ständiger Bewegung ist und massive Fortschritte im Bereich der Gastroenterologie gemacht werden. Es kommen ständig neue Medikamente auf den Markt und es werden neue Geräte herausgebracht. Zudem werden neue Behandlungsmethoden ausprobiert, die von den Fachärzten an ihre Patienten weitergegeben werden können. Demnach ist es notwendig, sich ständig fortzubilden und auf dem neusten Stand zu bleiben. Wenn Du Dich also für die Komplexität des Verdauungssystems und der Leber interessierst, findest Du in der Gastroenterologie ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld. Die Vielfalt an Krankheitsbildern, diagnostischen Möglichkeiten und therapeutischen Interventionen bieten Dir nicht nur eine fachliche Herausforderung, sondern auch täglich neue Lernchancen durch die Du Deinen beruflichen Horizont erweitern kannst. Der Fachbereich der Gastroenterologie verlangt vor allem Engagement und Ausdauer. Dafür kannst Du aber die Medizin, die Wissenschaft und die Gesellschaft nachhaltig mit Deinem Fachwissen im Bereich Gastroenterologie verändern und bereichern.

Michelle Sobisch
Michelle Sobisch hat einen Bachelor of Laws im Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrecht abgeschlossen und studiert derzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Sie bringt fundierte juristische Kenntnisse, Organisationstalent und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten mit. Dank ihrer Erfahrung in Kanzleien und ihrer Leidenschaft für sorgfältige Recherche bereitet sie komplexe Inhalte klar und verständlich auf.
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