Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO erkranken jedes Jahr etwa 18 Millionen Menschen weltweit an Krebs. Bis 2040 soll die Anzahl an Krebspatienten sogar auf 30 Millionen ansteigen. Außerdem erkranken Schätzungen zufolge 500.000 bis 700.000 Menschen jährlich an hämatologischen Krebserkrankungen. Zu den bekanntesten Bluterkrankungen gehören Leukämien, Lymphome, Anämien sowie Gerinnungsstörungen. Der Krebs ist und bleibt eine der häufigsten Todesursachen. Bluterkrankungen sind zwar seltener, aber auch diese stellen eine besondere medizinische Herausforderung im Bereich der Diagnostik und der Behandlungsmöglichkeiten dar. Aus diesem Grund bleiben Fachärzte für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie unverzichtbar.
Was macht ein Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie ?
Ein Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Blutkrankheiten wie Leukämien, Lymphome, Anämien sowie mit soliden Tumoren wie Brust-, Lungen- oder Darmkrebs. Zu seinem Tätigkeitsbereich gehören insbesondere die Durchführung und Überwachung von Chemotherapien und Immuntherapien. Außerdem beurteilst und interpretierst Du in diesem Fachgebiet hämatologische und onkologische Laborbefunde. Hierzu gehören allgemeine Blutbilder und Knochenmarkuntersuchungen. Die Koordination von interdisziplinären Behandlungen gemeinsam mit Chirurgen oder Strahlentherapeuten gehören ebenfalls zum Tätigkeitsbereich eines Hämatologen und Onkologen. Insbesondere bei onkologischen Patienten bist Du für die langfristige Betreuung und Nachsorge verantwortlich. Hinzu kommt die palliativmedizinische Versorgung und Begleitung der Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien. Des Weiteren nimmst Du als Facharzt an der Aufklärung und Beratung von Patienten und Angehörigen im Bezug auf Diagnosen, Therapieoptionen und Prognosen teil. Deine Tätigkeiten können sich zudem auf die Mitwirkung an Tumorkonferenzen, Studien und klinischer Forschung ausweiten. Als Facharzt für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie kannst Du in Krankenhäusern, Krebszentren oder in onkologischen Kliniken sowie in Universitätskliniken arbeiten. Du kannst Dich auch für Arztpraxen oder Gemeinschaftspraxen entscheiden. Solche Praxen bieten vor allem eine ambulante Versorgung der Patienten. Dort können Chemotherapien oder regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen stattfinden. Oft möchten sich Patienten eine zweite Meinung von Fachärzten einholen. Diese suchen dann oftmals Fachärzte in spezialisierten Praxen auf. Nach Behandlungen von Krebserkrankungen benötigen viele Patienten eine rehabilitative Betreuung. Diese finden sie in verschiedenen Rehabilitationskliniken. Auch für Patienten, die an schwereren Bluterkrankungen oder nach einer Stammzelltransplantation leiden, gibt es spezialisierte Reha-Einrichtungen. Besonders im Bereich der Krebsforschung bieten sich Möglichkeiten in der pharmazeutischen Industrie zu arbeiten. Hier können Hämatologen und Onkologen an der Entwicklung und Prüfung neuer Medikamente mitwirken. Weitere wichtige Arbeitsumfelder stellen die Palliativstationen und Hospize dar. In der Palliativmedizin konzentrieren sich Fachärzte auf die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen oder chronischen Bluterkrankungen. In Hospizen kannst Du dazu beitragen, die Schmerzen von Patienten zu lindern und ihr allgemeines Wohlbefinden zu steigern. Dein Fokus liegt hierbei auf die Betreuung der Patienten in ihrem letzten Lebensabschnitt. Die umfassenden Arbeitsmöglichkeiten spiegeln die Bedeutung diese Fachgebietes und die zentrale Rolle der Hämatologie und Onkologie im modernen Gesundheitswesen wider.
Wie wird man Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie ?
Um ein Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie zu werden, benötigst Du zunächst ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Nachdem Du die Approbation (staatliche Zulassung) erlangt hast, folgt die Facharztausbildung für die Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie. Nach der Weiterbildungsordnung für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie der Ärztekammer Nordrhein dauert diese Facharztausbildung insgesamt 72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte (§ 5 Abs.1 S.1 WBO). In den ersten 36 Monaten erfolgt eine stationäre Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin. In den darauffolgenden 36 Monaten erfolgt sodann die Weiterbildung in der Hämatologie und Onkologie. Hierbei können sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin oder sechs Monate in einem hämatologisch-onkologischen Labor verbracht werden. Außerdem können bis zu 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden. Werden im Gebiet Innere Medizin zwei Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens acht Jahre.
Inhalt der Facharztausbildung für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Im Mittelpunkt der Facharztausbildung stehen der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den Inhalten der Basisweiterbildung sowie in den Inhalten der Weiterbildung in Hämatologie und Onkologie. In der Basisweiterbildung steht der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung verschiedenster Krankheiten im Mittelpunkt. Zu den Krankheiten gehören infektiöse und nicht infektiöse Krankheiten, Krebserkrankungen, Allergien, Immunerkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen. Zudem lernst Du wie Du mit psychosomatischen Beschwerden bei Patienten umgehen musst. Außerdem wirst Du mit der palliativmedizinischen Betreuung schwerkranker Patienten, der Krisenintervention und der Suchtberatung vertraut gemacht. Zu Deinen alltäglichen Aufgaben zählen insbesondere die Gesundheitsberatung und Früherkennung von Krankheiten, die Nachsorge und Rehabilitationsplanung, die Bewertung von Arbeitsund Leistungsfähigkeit sowie vielfältige Vorsorgeuntersuchungen. Du sammelst spezielle Fachkenntnisse in den Grundlagen der Tumortherapie, der medikamentösen Therapie, der Humangenetik und in der intensivmedizinischen Basisversorgung. Des Weiteren wirst Du auf die Erkennung und Behandlung akuter Notfälle geschult und führst lebensrettende Maßnahmen durch. Im Rahmen moderner Diagnostik und Therapie kommen zahlreiche bewährte Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise das EKG oder das LangzeitEKG sowie die Langzeit-Blutdruckmessung. Lungenfunktionstests, Ultraschalluntersuchungen von verschiedenen Organen sowie Punktions- und Kathetertechniken gehören ebenfalls zum Behandlungsspektrum. Auch Infusions- und Transfusionstherapien finden im Ramen der Facharztausbildung Anwendung. In der speziellen Weiterbildung steht sodann der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Epidemiologie, Prophylaxe und Prognosebeurteilung im Fokus. Hierzu zählen das Erkennen von Risikofaktoren für maligne Erkrankungen, die Durchführung präventiver Maßnahmen sowie die Einschätzung der Prognose von Krebserkrankungen. Zudem lernst Du die Diagnose und Therapie von Bluterkrankungen, lymphatischen System-Erkrankungen, hämatologischen Neoplasien und soliden Tumoren kennen. Auch die Behandlung von humoralen und zellulären Immundefekten sowie die systemische chemotherapeutische Behandlung stellen einen Teil der Facharztausbildung dar. Im Bereich der Indikationsstellung und Durchführung von Laboruntersuchungen führst Du Tests des peripheren Blutes, des Knochenmarks, anderer Körperflüssigkeiten und zytologischer Feinnadelaspirate durch. Des Weiteren lernst Du die Ernährungsberatung und Diätetik und die Zusammenarbeit im Hinblick auf die Indikationsstellung für chirurgische, strahlentherapeutische und nuklearmedizinische Verfahren umfassend kennen. Du wirkst zudem an der prognostischen Beurteilung von Behandlungsverfahren mit. Im Hinblick auf die intensivmedizinische Basisversorgung erwirbst Du Kenntnisse in der grundlegenden Versorgung von Patienten auf der Intensivstation. Zu den definierten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren gehören die Zellanalysen, die hämatologisch-onkologische Labordiagnostik, mikroskopische und sonographische Untersuchungen sowie Punktionen.
Ablauf und Stationen der Weiterbildung
Der Ablauf und die Stationen der Weiterbildung variieren je nach Klinik. Allerdings wird häufig ein rotierendes System gewählt, um alle relevanten Bereiche abzudecken. Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie kann beispielsweise im Universitätsklinikum Ulm erfolgen und sieht wie folgt aus: Der Schwerpunkt der Klinik bilden die hochdosierten Chemotherapien, die bei Patienten mit einer akuten Leukämie, malignen Lymphomen und bei Patienten mit multiplem Myelom durchgeführt werden. Auf zwei hämatologisch-onkologischen Stationen werden alle anderen Patienten mit hämatologischen und onkologischen sowie zum Teil auch mit rheumatologischen und allgemieninternistischen Erkrankungen betreut. Im onkologischen Bereich liegt der Schwerpunkt auf Lungenkrebs, Bindegewebe- und Knochenkrebs, Hoden-Tumoren, Hirntumoren und Nierenkrebs. Auf der Palliativstation werden Patienten mit fortgeschrittenen Krebsleiden betreut. Die Hämatologie und Onkologie stellt dabei eine der forschungsintensivsten Abteilungen in der Klinik dar. Der Fokus der Forschung liegt hierbei auf der Entschlüsselung von genetischen Defekten und auf der Tumorimmunologie. Die erste Beschäftigungsperiode beträgt zwei Jahre. Es erfolgt eine Einarbeitung im stationären und teilweise ambulanten Sektor. Die allgemeinen Schwerpunkte der Inneren Medizin werden in dieser Phase behandelt. Danach erfolgt die zweite Beschäftigungsperiode, die auf drei Jahre angesetzt ist. Der Schwerpunkt wird hierbei vertieft und die Inhalte in dieser Phase beschränken sich auf die Zusatzqualifikation Hämatologie und Onkologie. In der dritten Beschäftigungsperiode wird innerhalb von drei Jahren die Facharztqualifikation in der Inneren Medizin sowie die Weiterbildung zur Schwerpunktbezeichnung in Hämatologie und internistische Onkologie angestrebt. Zudem erhältst Du die Möglichkeit zur Teilnahme an fachspezifischen Kongressen und Seminaren. Nach dem Abschluss der Facharztanerkennung „Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie“ besteht an der Klinik die Möglichkeit zur einjährigen Zusatzweiterbildung in der „Palliativmedizin“. Außerdem ist der Erwerb der Zusatzbezeichnung „Infektiologie“ möglich. Voraussetzung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Infektiologie“ ist eine abgeschlossene internistische oder allgemeinmedizinische Facharztausbildung.
Prüfungen und Facharzttitel
Grundsätzlich bestimmen die Landesärztekammern die Voraussetzungen für die Facharztprüfung. Hierbei orientiert sich die Kammer an der MusterWeiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer. Die Ärztekammer benötigt ein ausgefülltes Anmeldeformular sowie Arbeitszeugnisse aller durchlaufenden Ausbildungsstätte inklusive der Anzahl an Untersuchungen und Operationen. Zudem wird das Logbuch mit den ganzen Weiterbildungsinhalten benötigt, um sich für die Facharztprüfung anmelden zu können. Die Prüfung dauert insgesamt 30 bis 40 Minuten. Hierbei sind die Fragen an die Anamnese, Diagnostik und an die jeweiligen Behandlungen angelehnt. Am Ende der Prüfung erfährst Du, ob Du die Prüfung bestanden hast. Eine Note erhältst Du hierbei nicht. Es können alle Inhalte der Weiterbildung abgefragt werden. Die Bundesärztekammer veröffentlicht hierzu eine Muster-Weiterbildungsverordnung, in der Du Dir einen Überblick über die Themenfelder verschaffen kannst. In den meisten Prüfungen werden jedoch sehr konkrete und praxisnahe Fälle thematisiert. Es kann vorkommen, dass Du zum Beispiel Laborwerte bekommst und diese dann mit Deinem Fachwissen auswerten musst. Du musst in der Lage sein, eine entsprechende Diagnose zu stellen und alle in Betracht kommenden Behandlungen vorzuschlagen. Die mündliche Prüfung ist in Form eines Fachgesprächs gestaltet. Meist wird ein theoretischer Fall vorgestellt, den die Prüflinge durchsprechen müssen. Dabei wird in der Regel ein fachlicher Teilbereich ausgewählt, der dann vertieft wird. Der Facharzttitel für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Laufbahn und schafft Dir die Grundlage für eine vielseitige und verantwortungsvolle Karriere mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten und verschiedenen Fachgebieten. Du erhältst eine berufliche Qualifikation auf höchstem Niveau, profitierst von beruflicher Sicherheit und Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und trägst zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung bei.
Die Logbuchführung in der Facharztausbildung
Das Ausbildungslogbuch ist ein verpflichtender Bestandteil in der Facharztausbildung und muss komplett ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden. Das Logbuch zeigt Dir im Detail den Weiterbildungsgang sowie alle Inhalte und Kenntnisse, die in der Facharztausbildung vermittelt werden. Unter www.bundesaerztekammer.de kannst Du alle benötigten Informationen über den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten nachlesen. Laut dem Logbuch über die Facharztweiterbildung für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie soll zunächst der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns erfolgen. Du sammelst vor allem Erfahrungen im Bereich der ärztlichen Begutachtung, der Aufklärung und in der Befunddokumentation. In der Spezialisierungsphase steht die Erkennung, Behandlung und Stadieneinteilung der Erkrankungen des Blutes, der blutbildenen Organe und des lymphatischen Systems einschließlich der hämatologischen Neoplasien, der soliden Tumoren, humoraler und zellulärer Immundefekte, angeborener und erworbener hämorrhagischer Diathesen und Hyperkoagulopathien sowie der systemischen chemotherapeutischen Behandlung im Mittelpunkt. Auch die Indikationsstellung, Methodik, Durchführung und Bewertung spezieller Laboruntersuchungen gehören zu den Inhalten der Facharztausbildung.
Gehalt als Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Im Allgemeinen gelten in einem Angestelltenverhältnis Tarifverträge, die das Gehalt regeln. Mit zunehmender Berufserfahrung und beruflicher Position steigt jedoch auch das Gehalt. In einer Uniklinik liegt das Einstiegsgehalt bei einem Assistenzarzt bei 5.626,91 €. Ein Facharzt hat durch den Facharzttitel deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Ein Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie würde demnach ein Gehalt zwischen 7.426,63 € und 9.302,27 € anstreben. Ein leitender Oberarzt hingegen kann ab dem siebten Jahr mit einem Gehalt von rund 12.347,33 € rechnen (Quelle: TV-Ärzte TdL, alle Angaben in brutto, 42 Stunden Woche, gültig: 01.02.2025 bis 31.03.2026). In den kommunalen Kliniken würdest Du etwas weniger verdienen. Du hast jedoch auch die Möglichkeit in Deiner eigenen Praxis zu arbeiten oder auch in einer Gemeinschaftspraxis tätig zu sein. Hierbei kann Dein Gehalt deutlich von den zuvor genannten Gehältern abweichen, da Du nicht mehr an Tarifverträge gebunden bist. Laut dem statistischem Bundesamt beträgt der durchschnittliche Reinertrag pro Praxis in der Inneren Medizin etwa 351.000 €. Es lohnt sich, in Ruhe zu überlegen, welcher Arbeitsplatz wirklich zu Deinen Stärken, Interessen und Lebenszielen passt. Unter aerztestellen.aerzteblatt.de kannst Du Deine passende Arbeitsstelle finden. Hier kannst Du Deine Suche durch die Angabe des jeweiligen Fachgebietes, der angestrebten Position, der Tätigkeit, der bevorzugten Region sowie auch durch die Angabe aller in Betracht kommenden Auslandsmöglichkeiten erweitern.
Zukunftsaussichten und Nachfrage für Fachärzte für Innere Medizin und
Hämatologie und Onkologie Grundsätzlich hast Du als Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie sehr gute Zukunftsaussichten. Fachärzte für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie sind sehr gefragte Fachärzte. Dies liegt vor allem daran, dass die Zahl der Krebserkrankungen weltweit und auch in Deutschland in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Außerdem weisen hämatologische und onkologische Erkrankungen einen chronischen Verlauf auf. Aus diesem Grund ist eine dauerhafte medizinische Betreuung notwendig. Auch neue Therapieformen treiben die Nachfrage an Fachärzten voran. Innovationen wie zielgerichtete Therapien, Immuntherapien oder Gen- und Zelltherapien erhöhen den Bedarf an spezialisierten Ärzten. Zudem bedürfen solche Therapien einer Individualisierung und dies erfordert ein tiefes Verständnis für die Materie sowie die Entwicklung von komplexen Behandlungskonzepten. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Facharztausbildung erwarten Dich vielseitige Einsatzbereiche und attraktive Karriereperspektiven. Außerdem macht sich insbesondere in den ländlichen Gebieten ein Fachkräftemangel bemerkbar, den Du zu Deinem beruflichen Vorteil nutzen kannst.
Fazit - Lohnt sich die Facharztausbildung für Innere Medizin und Hämatologie und
Onkologie ? Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Facharztausbildung für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie viele Vorteile mit sich bringt. Vor allem die Hämatologie und die Onkologie verbindet eine gesellschaftliche Relevanz. Als Facharzt arbeitest Du mit schwerkranken Patienten zusammen, die oft auf lebensentscheidende Therapien angewiesen sind. Du profitierst nicht nur von guten Zukunftsaussichten, sondern auch von vielfältigen Karrieremöglichkeiten. Dieses medizinische Fachgebiet ist anspruchsvoll. Du erhältst tiefe Einblicke in die moderne Diagnostik und lernst innovative Therapieformen kennen. Außerdem entsteht durch die langfristige Betreuung von chronisch kranken Menschen oftmals eine langfristige ArztPatient-Beziehung, die beinahe alle Patienten schätzen. Zu den Herausforderungen in diesem Fachgebiet gehört die psychische Belastung aufgrund der Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden Patienten. Dies erfordert eine emotionale Stabilität. Zudem musst Du in der Lage sein, richtig mit den Angehörigen umzugehen, wenn es um die Kommunikation von Diagnosen oder schlechten Prognosen geht. Dich trifft vor allem auch eine sehr hohe Verantwortung. Alle deine Therapieentscheidungen sind von großer Tragweite. Die Hämatologie und Onkologie ist zudem sehr zeit- und arbeitsintensiv, da die komplexen Krankheitsbilder einen hohen Dokumentations- und Organisationsaufwand bedeuten. Trotz der ganzen Herausforderungen lohnt sich diese Facharztausbildung. Diese Weiterbildung richtet sich an Ärzte mit einem hohen Maß an medizinischer Neugier, Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen. Die Hämatologie und Onkologie gehört zu den bedeutungsvollsten Fachgebieten in der modernen Medizin. Fachärzte in diesem Gebiet begleiten Menschen in ihren schwierigsten Lebensphasen und können gleichzeitig medizinische Fortschritte miterleben. Unheilbare Diagnosen können in chronische oder sogar heilbare Zustände verwandelt werden. Wer sich für diesen Weg entscheidet, wird immer wieder daran erinnert, wie wertvoll das menschliche Leben ist.

Michelle Sobisch
Michelle Sobisch hat einen Bachelor of Laws im Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrecht abgeschlossen und studiert derzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Sie bringt fundierte juristische Kenntnisse, Organisationstalent und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten mit. Dank ihrer Erfahrung in Kanzleien und ihrer Leidenschaft für sorgfältige Recherche bereitet sie komplexe Inhalte klar und verständlich auf.
Alle Artikel von Michelle →



