Facharztausbildung

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Von Michelle Sobisch12 Min. Lesezeit
Facharztausbildung Innere Medizin und Kardiologie: Arzt in Weiterbildung in der Klinik

Das Herz ist der Motor des menschlichen Körpers. Durch unser Gefäßsystem werden täglich rund 7.000 Liter Blut gepumpt. Dieser Vorgang ist lebensnotwendig, um alle Organe und unser Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Ohne eine solche Pumpleistung würden die menschlichen Zellen innerhalb weniger Minuten absterben. Das Herz ist ein sehr sensibles Organ und reagiert empfindlich auf Belastungen, Emotionen und Krankheiten. Angesichts der wachsenden Zahl an Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommt der Kardiologie eine immer größere Bedeutung zu.

Was macht ein Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie ?

Ein Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie beschäftigt sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie mit den internistischen Erkrankungen im Allgemeinen. Die Haupttätigkeit beschränkt sich auf die Diagnostik von Herzerkrankungen. Es werden moderne Verfahren wie das EKG, Belastungsuntersuchungen, eine Herzdiagnostik oder MRTs (Magnetresonanztomographie) sowie CTs (Computertomographie) zur Abklärung von koronarer Herzkrankheiten, Herzklappenerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Zudem sind Kardiologen für die Therapie und die Überwachung chronisch herzkranker Patienten verantwortlich. Als Facharzt führst Du konservative und invasive Behandlungen wie Stentimplantationen, Schrittmacher- oder Defibrillatorimplantationen durch. Im Bereich der Prävention fokussieren sich Kardiologen auf die Erkennung und Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen. Diese Maßnahmen dienen zur Vorbeugung von Herz-KreislaufErkrankungen. Auch lebensbedrohliche Zustände wie ein Herzinfarkt, eine Lungenembolie oder eine akute Herzinsuffizienz werden von Fachärzten für Innere Medizin und Kardiologie behandelt. Da das Herz eng mit anderen Organen verknüpft ist, erfolgt jede medizinische Behandlung unter einem ganzheitlichen internistischen Blick, um auch Gesamtzusammenhänge zu erkennen. Dadurch können internistische Erkrankungen in die Therapieplanung einbezogen werden. Als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie kannst Du in Akutkrankenhäusern, Universitätskliniken sowie in Rehabilitationskliniken tätig sein. Zudem kannst Du in einer Einzeloder Gemeinschaftspraxis Deine Aufgaben als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie wahrnehmen, indem Du Dich eigenverantwortlich um die Patienten kümmerst. Hierbei liegt Dein Schwerpunkt auf die Diagnostik, Therapie und Langzeitbetreuung. In Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) kannst Du mit einem interdisziplinären Team zusammenarbeiten. Wenn Dich der Bereich der Forschung und Lehre interessierst, kannst Du Dein Fachwissen an medizinischen Fakultäten oder in Forschungsinstituten anwenden. Der Schwerpunkt liegt auf den kardiovaskulären Erkrankungen, neuer Medikamente oder auf der Medizintechnik. Da gesundheitspolitische Maßnahmen zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer weiter in den Vordergrund gestellt werden, kannst Du ebenfalls im öffentlichen Gesundheitsdienst und in Gesundheitsbehörden tätig werden. Des Weiteren kannst Du Deine Tätigkeiten in Pharmaunternehmen ausüben oder Teil einer internationalen Organisation sein. Verschiedene Hilfsorganisationen setzten sich hierbei für die strukturschwachen Länder ein. Durch Dein Fachwissen könntest Du einen erheblichen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Die Innere Medizin und Kardiologie stellen einen Schlüsselbereich der modernen Medizin dar. Dieser Fachbereich vereint hohe klinische Verantwortung mit zukunftsweisender Technologie und großer gesellschaftlicher Relevanz.

Wie wird man Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie ?

Um ein Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie zu werden, benötigst Du zunächst ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Nachdem Du die Approbation (staatliche Zulassung) erlangt hast, folgt die Facharztausbildung für die Innere Medizin und Kardiologie. Nach der Weiterbildungsordnung für Innere Medizin und Kardiologie der Ärztekammer Nordrhein dauert diese Facharztausbildung insgesamt 72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte (§ 5 Abs.1 S.1 WBO). In den ersten 36 Monaten erfolgt eine stationäre Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin. In den darauffolgenden 36 Monaten erfolgt sodann die Weiterbildung in der Kardiologie. Hierbei können sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin oder sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin verbracht werden. Außerdem können bis zu 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden. Werden im Gebiet Innere Medizin zwei Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens acht Jahre.

Inhalte der Facharztausbildung für Innere Medizin und Kardiologie

Im Mittelpunkt der Facharztausbildung stehen der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den Inhalten der Basisweiterbildung sowie in den Inhalten der Weiterbildung in Kardiologie. In der Basisweiterbildung steht der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung verschiedenster Krankheiten im Mittelpunkt. Zu den Krankheiten gehören infektiöse und nicht infektiöse Krankheiten, Krebserkrankungen, Allergien, Immunerkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen. Zudem lernst Du wie Du mit psychosomatischen Beschwerden bei Patienten umgehen musst. Außerdem wirst Du mit der palliativmedizinischen Betreuung schwerkranker Patienten, der Krisenintervention und der Suchtberatung vertraut gemacht. Zu Deinen alltäglichen Aufgaben zählen insbesondere die Gesundheitsberatung und Früherkennung von Krankheiten, die Nachsorge und Rehabilitationsplanung, die Bewertung von Arbeitsund Leistungsfähigkeit sowie vielfältige Vorsorgeuntersuchungen. Du sammelst spezielle Fachkenntnisse in den Grundlagen der Tumortherapie, der medikamentösen Therapie, der Humangenetik und in der intensivmedizinischen Basisversorgung. Des Weiteren wirst Du auf die Erkennung und Behandlung akuter Notfälle geschult und führst lebensrettende Maßnahmen durch. Im Rahmen moderner Diagnostik und Therapie kommen zahlreiche bewährte Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise das EKG oder das LangzeitEKG sowie die Langzeit-Blutdruckmessung. Lungenfunktionstests, Ultraschalluntersuchungen von verschiedenen Organen sowie Punktions- und Kathetertechniken gehören ebenfalls zum Behandlungsspektrum. Auch Infusions- und Transfusionstherapien finden im Ramen der Facharztausbildung Anwendung. In der speziellen Weiterbildung steht sodann der Erwerb von Kenntnissen in der Erkennung und Behandlung angeborener und erworbener Erkrankungen von Herz, Kreislauf, herznahen Gefäßen und des Perikards im Mittelpunkt. Zudem musst Du Dich mit der Rehabilitation und der sozialmedizinischen Beurteilung von Herz-KreislaufPatienten beschäftigen. Du führst Herzkatheteruntersuchungen durch und bewertest diese, kümmerst Dich um therapeutische Koronarinterventionen wie Stentimplantationen und beurteilst Valvuloplastien und interventionelle Therapien bei Herz- und Gefäßerkrankungen. Zu den bildgebenden Verfahren gehören die Röntgendiagnostik, die Echokardiographie sowie die Doppler- und Duplexsonographie von Herz und herznahen Venen. Zudem erlernst Du Fertigkeiten auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie von Arrhythmien, Du lernst die Schrittmachertherapie umfassend kennen und führst in diesem Zusammenhang Kontrollen und Nachsorgeuntersuchungen durch. Zu den speziellen Verfahren und Langzeituntersuchungen gehören die Spiroergometrie, STSegmentanalysen, die Herzfrequenzvariabilität sowie die Kontrolle implantierter Systeme. Hierzu gehört beispielsweise der implantierbare Kardioverter-Defibrillator (ICD). Außerdem wird von Dir auch eine kooperative, interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Beurteilung nuklearmedizinischer und chirurgischer Verfahren bei Herzerkrankungen erwartet. Auch die Grundkenntnisse in intensivmedizinischer Versorgung von kardiologischen Patienten werden in der Facharztausbildung für Innere Medizin und Kardiologie vermittelt.

Ablauf und Stationen der Weiterbildung

Der Ablauf und die Stationen der Weiterbildung variieren je nach Klinik. Allerdings wird häufig ein rotierendes System gewählt, um alle relevanten Bereiche abzudecken. Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie kann beispielsweise im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim erfolgen und sieht wie folgt aus: Die ersten sechs bis 12 Monate erfolgen auf einer klinikeigenen Station unter täglicher fachärztlicher Supervision. Es erfolgt zunächst eine Vermittlung und Vertiefung von Grundkenntnissen in der Anamnese, in der Befunderstellung, in der Erstellung von Diagnostik- und Therapieabläufen sowie in der Indikationsstellung. Dir werden allgemeine Hygienevorschriften, Arbeitsabläufe des stationären ärztlichen Alltags und das Notfallsituationsmanagement vermittelt. Im ersten Jahr lernst Du ebenfalls die Patientenbeurteilung kennen. Im zweiten Jahr erfolgt der Einsatz in der stationären und ambulanten Patientenversorgung. Gegebenenfalls kannst Du auch auf der Intensivstation umfassende und spannende Kenntnisse erwerben. Die Indikationsstellung und Befundung radiologischer Bildgebung kardiologischer und angiologischer Krankheitsbilder erfolgt im dritten Weiterbildungsjahr. Der Fokus in dieser Phase liegt auf der Teilnahme an der Versorgung der Sprechstundenpatienten. Im darauffolgenden Jahr lernst Du die Erkennung sowie die konservative und interventionelle Behandlung angeborener und erworbener Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der herznahen Gefäße und des Perikards kennen. Später erfolgt auch das selbstständige Arbeiten unter Supervision sowie die Teilnahme an Fallbesprechungen. Im fünften Jahr lernst Du weitere Inhalte innerhalb der Spezialisierung wie die Durchführung und Beurteilung diagnostischer Herzkatheteruntersuchungen kennen. Außerdem werden Deine Kenntnisse in den einzelnen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erweitert. Im letzten Jahr sollen sodann die Inhalte des vierten und fünften Weiterbildungsjahres gefestigt werden. Ziel dieser Phase ist es, eine umfassende Vorbereitung auf die Facharztprüfung zu ermöglichen.

Prüfungen und Facharzttitel

Grundsätzlich bestimmen die Landesärztekammern die Voraussetzungen für die Facharztprüfung. Hierbei orientiert sich die Kammer an der MusterWeiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer. Die Ärztekammer benötigt ein ausgefülltes Anmeldeformular sowie Arbeitszeugnisse aller durchlaufenden Ausbildungsstätte inklusive der Anzahl an Untersuchungen und Operationen. Zudem wird das Logbuch mit den ganzen Weiterbildungsinhalten benötigt, um sich für die Facharztprüfung anmelden zu können. Die Prüfung dauert insgesamt 30 bis 40 Minuten. Hierbei sind die Fragen an die Anamnese, Diagnostik und an die jeweiligen Behandlungen angelehnt. Am Ende der Prüfung erfährst Du, ob Du die Prüfung bestanden hast. Eine Note erhältst Du hierbei nicht. Es können alle Inhalte der Weiterbildung abgefragt werden. Die Bundesärztekammer veröffentlicht hierzu eine Muster-Weiterbildungsverordnung, in der Du Dir einen Überblick über die Themenfelder verschaffen kannst. In den meisten Prüfungen werden jedoch sehr konkrete und praxisnahe Fälle thematisiert. Es kann vorkommen, dass Du zum Beispiel Laborwerte bekommst und diese dann mit Deinem Fachwissen auswerten musst. Du musst in der Lage sein, eine entsprechende Diagnose zu stellen und alle in Betracht kommenden Behandlungen vorzuschlagen. Die mündliche Prüfung ist in Form eines Fachgesprächs gestaltet. Meist wird ein theoretischer Fall vorgestellt, den die Prüflinge durchsprechen müssen. Dabei wird in der Regel ein fachlicher Teilbereich ausgewählt, der dann vertieft wird. Der Facharzttitel für Innere Medizin und Kardiologie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Laufbahn und schafft Dir die Grundlage für eine vielseitige und verantwortungsvolle Karriere mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten und verschiedenen Fachgebieten. Du erhältst eine berufliche Qualifikation auf höchstem Niveau, profitierst von beruflicher Sicherheit und Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und trägst zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung bei.

Die Logbuchführung in der Facharztausbildung

Das Ausbildungslogbuch ist ein verpflichtender Bestandteil in der Facharztausbildung und muss komplett ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden. Das Logbuch zeigt Dir im Detail den Weiterbildungsgang sowie alle Inhalte und Kenntnisse, die in der Facharztausbildung vermittelt werden. Unter www.bundesaerztekammer.de kannst Du alle benötigten Informationen über den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten nachlesen. Laut dem Logbuch über die Facharztweiterbildung für Innere Medizin und Kardiologie soll zunächst der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns erfolgen. In der Facharztausbildung wirst Du mit labortechnisch gestützten Nachweisverfahren mit visueller und apparativer Auswertung konfrontiert und erhältst Einblicke in medizinische Notfallsituationen. Im Hinblick auf die Spezialisierung im Bereich der Kardiologie berätst Du beispielsweise Herz-Kreislaufpatienten in der Rehabilitation oder führst eine sozialmedizinische Beurteilung hinsichtlich der beruflichen Belastbarkeit durch. Zu den zu vermittelnden Inhalten der Ausbildung gehören auch die Durchführung und Beurteilung diagnostischer Herzkatheteruntersuchungen. Zudem sollen alle medizinischen Inhalte zur Schrittmachertherapie und -nachsorge erlernt werden. Im Bereich der Untersuchungsund Behandlungsverfahren wird beispielsweise der Umgang mit den umfassenden Echokardiographien vorausgesetzt.

Gehalt als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Im Allgemeinen gelten in einem Angestelltenverhältnis Tarifverträge, die das Gehalt regeln. Mit zunehmender Berufserfahrung und beruflicher Position steigt jedoch auch das Gehalt. In einer Uniklinik liegt das Einstiegsgehalt bei einem Assistenzarzt bei 5.626,91 €. Ein Facharzt hat durch den Facharzttitel deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Ein Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie würde demnach ein Gehalt zwischen 7.426,63 € und 9.302,27 € anstreben. Ein leitender Oberarzt hingegen kann ab dem siebten Jahr mit einem Gehalt von rund 12.347,33 € rechnen (Quelle: TV-Ärzte TdL, alle Angaben in brutto, 42 Stunden Woche, gültig: 01.02.2025 bis 31.03.2026). In den kommunalen Kliniken würdest Du etwas weniger verdienen. Du hast jedoch auch die Möglichkeit in Deiner eigenen Praxis zu arbeiten oder auch in einer Gemeinschaftspraxis tätig zu sein. Hierbei kann Dein Gehalt deutlich von den zuvor genannten Gehältern abweichen, da Du nicht mehr an Tarifverträge gebunden bist. Laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland erzielen niedergelassene Kardiologen hierbei einen durchschnittlichen Reinertrag von 259.000 € jährlich. Es lohnt sich, in Ruhe zu überlegen, welcher Arbeitsplatz wirklich zu Deinen Stärken, Interessen und Lebenszielen passt. Unter aerztestellen.aerzteblatt.de kannst Du Deine passende Arbeitsstelle finden. Hier kannst Du Deine Suche durch die Angabe des jeweiligen Fachgebietes, der angestrebten Position, der Tätigkeit, der bevorzugten Region sowie auch durch die Angabe aller in Betracht kommenden Auslandsmöglichkeiten erweitern.

Zukunftsaussichten und Nachfrage für Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie

Grundsätzlich hast Du als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie sehr gute Zukunftsaussichten. In Kliniken, Praxen und Rehabilitationszentren herrscht ein hoher Bedarf an Kardiologen. Auch die zunehmende Zahl an Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit führt zu einer hohen Nachfrage. Insbesondere in den strukturschwächeren Regionen werden Engpässe im Fachgebiet der Kardiologie verzeichnet. Die Nachfrage wird auch durch die wachsende Bedeutung der präventiven Kardiologie in der Primärversorgung unterstützt. Als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie profitierst Du auf jeden Fall von sicheren Arbeitsplätzen und von einer langfristigen beruflichen Perspektive. Dich erwarten vielfältige Karrieremöglichkeiten und gute Verdienstmöglichkeiten. Zudem zeichnet das Fachgebiet technologische Fortschritte durch neue Technologien aus. Vor allem in der Gesundheitspolitik gewinnt die Kardiologie durch die Prävention und Versorgung von Volkskrankheiten zunehmend an Bedeutung.

Fazit - Lohnt sich die Facharztausbildung für Innere Medizin und Kardiologie ?

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Facharztausbildung für Innere Medizin und Kardiologie ein sehr breites internistisches Wissen mit der spezialisierten Expertise im Herz-Kreislauf-System vereint. Die Kardiologie bietet ein spannendes Tätigkeitsfeld. Das Spektrum reicht von der Notfallversorgung bis hin zur Langzeitbetreuung der Patienten. Zudem ist bekannt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten und schwerwiegendsten Krankheitsbildern weltweit gehören. Dementsprechend ist die Nachfrage für dieses dynamische und moderne Fachgebiet sehr hoch. Deine Tätigkeiten umfassen spannende und oft lebensrettende Maßnahmen, die eine direkte Wirkung auf Deine Patienten haben. Innerhalb der Kardiologie kannst Du Deine Fähigkeiten weiter ausbauen und Dich beispielsweise in der interventionellen Kardiologie oder in der Elektrophysiologie weiterentwickeln. Jedoch erwarten Dich auch in diesem Fachgebiet Herausforderungen, mit denen Du umgehen musst. Du wirst fast ausschließlich mit komplexen Krankheitsbildern konfrontiert, da kardiologische Erkrankungen oft mit anderen internistischen Erkrankungen wie Diabetes oder Niereninsuffizienz zusammen auftreten. Zudem sind viele Patienten multimorbid. Dies ist immer dann der Fall, wenn eine Person gleichzeitig an mehreren chronischen Erkrankungen leidet. Dies erfordert vor allem eine differenzierte Diagnostik und Therapie. Ein wichtiger Faktor in der Kardiologie ist die Zeit. In Notfallsituationen müssen demnach bei einem Herzinfarkt oder bei Rhythmusstörungen in Sekunden lebenswichtige Entscheidungen getroffen werden. Als Facharzt im Bereich der Kardiologie wird Dir somit eine sehr hohe Verantwortung zugeschrieben. Durch den technischen Fortschritt müssen Fachärzte auch immer auf dem neusten Stand sein und den technischen Anforderungen gerecht werden. Dies erfordert meistens eine kontinuierliche Weiterbildung. Des Weiteren solltest Du mit emotionalen und psychischen Belastungen umgehen können. Gerade im Bereich der Kardiologie kommt es vermehrt zu plötzlichen Todesfällen. Durch das hohe Patientenaufkommen ist dieser Fachbereich ebenfalls von einer hohen Arbeitsbelastung und Zeitdruck geprägt. Zu guter Letzt sind bei komplexen Behandlungsverläufen Abstimmungen und gemeinsame Entscheidungen im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit unerlässlich. Wenn Du Interesse an der komplexen Diagnostik, der technischen Innovation und Interesse an einer direkten, oft lebensrettenden Patientenversorgung hast, dann ist diese Facharztausbildung genau die Richtige für Dich. Die Kardiologie bildet das Herzstück der modernen Medizin. Die Facharztausbildung für Innere Medizin und Kardiologie richtet sich an zukünftige Fachärzte, die neugierig, technisch interessiert, teamfähig und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Über die Autorin

Michelle Sobisch

Michelle Sobisch hat einen Bachelor of Laws im Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrecht abgeschlossen und studiert derzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Sie bringt fundierte juristische Kenntnisse, Organisationstalent und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten mit. Dank ihrer Erfahrung in Kanzleien und ihrer Leidenschaft für sorgfältige Recherche bereitet sie komplexe Inhalte klar und verständlich auf.

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