Karriere
Die Nephrologie bildet ein Teilgebiet der Inneren Medizin und beschäftigt sich hauptsächlich mit den Nieren. Nieren übernehmen lebenswichtige Aufgaben im Körper und sind somit mehr als nur die „Filterorgane“. Ohne unsere Nieren würde es sehr schnell zu einer Ansammlung von Giftstoffen, zu einem Wasserüberschuss, zu Störungen im Blutdruck, zu einer Anämie und sogar zu Knochenproblemen kommen. Ein vollständiger Nierenfunktionsausfall ist lebensbedrohlich und macht eine Dialyse oder Transplantation notwendig. Zudem werden Nieren durch die zunehmenden Auswirkungen schädlicher Umweltfaktoren immer mehr gefährdet, da sie viele Giftstoffe und Schadstoffe aus dem Blut filtern und ausscheiden müssen. Die Tätigkeit eines Facharztes für Innere Medizin und Nephrologie rückt demnach immer weiter in den Fokus.
Was macht ein Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie ?
Ein Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie ist auf die Erkennung, Behandlung und Prävention von Nierenerkrankungen spezialisiert und fokussiert sich auf die damit verbundenen internistischen Krankheitsbilder. Ein Nephrologe kümmert sich im Hinblick auf die Diagnose und Behandlung von Nierenerkrankungen insbesondere um das akute und chronische Nierenversagen, um Zystennieren sowie um die Nierenbeteiligung bei Autoimmunerkrankungen. Bei der Betreuung von Dialysepatienten stehen die Organisation und die Überwachung von einer Hämodialyse und einer Peritonealdialyse im Mittelpunkt. Außerdem beschäftigt sich ein Nephrologe mit dem umfassenden Komplikationsmanagement sowie mit der Anpassung der Dialysetherapie. Ein weiterer Tätigkeitsbereich stellen die Vor- und Nachsorge bei Nierentransplantationen dar. Hierbei musst Du als Facharzt geeignete Personen auswählen, Transplantatüberwachungen und eine Abstoßungsdiagnostik durchführen. Zudem bist Du für die Regulation des Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts verantwortlich. Hierzu zählen beispielsweise die Behandlung von Störungen wie Hyperkaliämie oder die metabolische Azidose. Die Nephrologie fordert des Weiteren eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit medizinischen Fachbereichen wie der Kardiologie, Diabetologie, Rheumatologie sowie der Intensivmedizin. Als Nephrologe kannst Du in unterschiedlichen Arbeitsbereichen eingesetzt werden. Du kannst in nephrologischen Abteilungen oder auf internistischen Stationen tätig sein. Auf Intensivstationen arbeiten viele Fachärzte für Innere Medizin und Nephrologie, da viele schwerstkranke Patienten mit der Zeit Erkrankungen der Nieren entwickeln. Diese Folgeerkrankungen müssen sodann von Spezialisten behandelt werden. Auch in Transplantationszentren sind Nephrologen zur Betreuung von Nierentransplantierten unerlässlich. Zudem kannst Du als Facharzt in diesem Gebiet die Leitung in ambulanten Dialyseeinrichtungen oder in einer Schwerpunktpraxis für Nephrologie die langfristige ambulante Betreuung bei chronischen Nierenerkrankungen übernehmen. Nach einer erfolgreichen Nierentransplantation kommen die Patienten in eine Rehabilitationsklinik, sodass auch dort viele Spezialisten tätig sind. Du hast ebenfalls die Möglichkeit in der Forschung und Lehre oder im öffentlichen Gesundheitsdienst einen wertvollen medizinischen Beitrag zu leisten. Durch die verschiedenen Tätigkeitsbereiche wird die enorme Bedeutung dieses Fachbereiches innerhalb der Medizin ersichtlich. Die Nieren sind nicht nur eines der wichtigsten Entgiftungs- und Regulationsorgane des Körpers, sondern beeinflussen auch den gesamten Organismus. Dies erfordert ein breites internistisches Verständnis.
Wie wird man Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie ?
Um ein Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie zu werden, benötigst Du zunächst ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Nachdem Du die Approbation (staatliche Zulassung) erlangt hast, folgt die Facharztausbildung für die Innere Medizin und Nephrologie. Nach der Weiterbildungsordnung für Innere Medizin und Nephrologie der Ärztekammer Nordrhein dauert diese Facharztausbildung insgesamt 72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte (§ 5 Abs.1 S.1 WBO). In den ersten 36 Monaten erfolgt eine stationäre Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin. In den darauffolgenden 36 Monaten erfolgt sodann die Weiterbildung in der Nephrologie. Hierbei können sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin oder sechs Monate in der Dialyse verbracht werden. Außerdem können bis zu 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden. Werden im Gebiet Innere Medizin zwei Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens acht Jahre.
Inhalte der Facharztausbildung für Innere Medizin und Nephrologie
Im Mittelpunkt der Facharztausbildung stehen der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den Inhalten der Basisweiterbildung sowie in den Inhalten der Weiterbildung in Nephrologie. In der Basisweiterbildung steht der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung verschiedenster Krankheiten im Mittelpunkt. Zu den Krankheiten gehören infektiöse und nicht infektiöse Krankheiten, Krebserkrankungen, Allergien, Immunerkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen. Zudem lernst Du wie Du mit psychosomatischen Beschwerden bei Patienten umgehen musst. Außerdem wirst Du mit der palliativmedizinischen Betreuung schwerkranker Patienten, der Krisenintervention und der Suchtberatung vertraut gemacht. Zu Deinen alltäglichen Aufgaben zählen insbesondere die Gesundheitsberatung und Früherkennung von Krankheiten, die Nachsorge und Rehabilitationsplanung, die Bewertung von Arbeitsund Leistungsfähigkeit sowie vielfältige Vorsorgeuntersuchungen. Du sammelst spezielle Fachkenntnisse in den Grundlagen der Tumortherapie, der medikamentösen Therapie, der Humangenetik und in der intensivmedizinischen Basisversorgung. Des Weiteren wirst Du auf die Erkennung und Behandlung akuter Notfälle geschult und führst lebensrettende Maßnahmen durch. Im Rahmen moderner Diagnostik und Therapie kommen zahlreiche bewährte Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise das EKG oder das LangzeitEKG sowie die Langzeit-Blutdruckmessung. Lungenfunktionstests, Ultraschalluntersuchungen von verschiedenen Organen sowie Punktions- und Kathetertechniken gehören ebenfalls zum Behandlungsspektrum. Auch Infusions- und Transfusionstherapien finden im Ramen der Facharztausbildung Anwendung. Im Bereich der Spezialisierung steht sodann der Erwerb von fundierten Kenntnissen, praktischer Erfahrung und spezifischer Fertigkeiten zur umfassenden Versorgung von Patienten mit Nierenerkrankungen und verwandten Krankheitsbildern im Mittelpunkt. In der Facharztausbildung lernst Du die Erkennung und konservative Behandlung akuter und chronischer Nieren- sowie renaler Hochdruckerkrankungen inklusive ihrer Folgekrankheiten kennen. Du erlernst die umfassende Betreuung von Patienten mit Hämodialyse, Peritonealdialyse oder anderen extrakorporalen Therapien bei Nierenversagen und Vergiftungen. Im Bereich der speziellen Diagnostik erwirbst Du Kenntnisse in der Indikationsstellung und Mitwirkung bei Nierenbiopsien sowie in der Interpretation der Befunde. In diesen Bereich fällt ebenfalls die Urinmikroskopie zur ZellDifferenzierung und Quantifizierung. Außerdem wird Dir in der Facharztausbildung die Doppler-/Duplex-Sonographie der Nierengefäße näher gebracht. Zu den zu erlernenden Inhalten gehören außerdem die Diagnostik und Behandlung von Vaskulitiden und Kollagenosen in Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen. Zudem lernst Du interventionelle und chirurgische Verfahren kennen und beurteilst Eingriffe, bei denen Du auch mitentscheiden kannst. Bei den Eingriffen handelt es sich beispielsweise um Nierenarterienstenose, Harnabflussstörungen oder Nierensteine. Des Weiteren lernst Du die Bedeutung nuklearmedizinischer, chirurgischer und strahlentherapeutischer Maßnahmen einschließlich der Nierentransplantation kennen. In der Facharztausbildung spielt die Ernährungsmedizin ebenfalls eine Rolle. Hierbei führst Du Ernährungsberatungen durch und leistest eine diätetische Begleitung bei Nierenerkrankungen. Zu guter Letzt lernst Du im Rahmen der Weiterbildung die nephrologisch relevanten Grundlagen der intensivmedizinischen Versorgung allumfassend kennen. Zu den zentralen und wichtigsten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren gehören die Hämodialyse und verwandte Verfahren, die Urinmikroskopie mit zellulärer Differenzierung sowie die Duplex-/Doppleruntersuchung der Nierengefäße.
Ablauf und Stationen der Weiterbildung
Der Ablauf und die Stationen der Weiterbildung variieren je nach Klinik. Allerdings wird häufig ein rotierendes System gewählt, um alle relevanten Bereiche abzudecken. Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie kann beispielsweise im Universitätsklinikum Leipzig erfolgen und sieht wie folgt aus: Das Universitätsklinikum bietet ein modernes Konzept mit einer medizinischen Betreuung an. Innerhalb der Facharztausbildung wirst Du nach den aktuellsten Diagnostik- und Therapiestandards arbeiten. Hierbei legt das Klinikum einen sehr hohen Wert auf eine rechtzeitige Diagnostik, Behandlung und Vorbeugung von Nierenschäden. Das Universitätsklinikum Leipzig arbeitet zudem sehr eng mit der Klinik für Transplantationschirurgie zusammen. Innerhalb der Versorgung ist das Universitätsklinikum in einen stationären und ambulanten Bereich gegliedert. Seitens der zuständigen Landesärztekammer besteht die volle Weiterbildungsermächtigung zur Erlangung der Schwerpunktbezeichnung Nephrologie. Dauer, Umfang und Inhalt richten sich dementsprechend nach der aktuell gültigen Weiterbildungsordnung.
Prüfungen und Facharzttitel
Grundsätzlich bestimmen die Landesärztekammern die Voraussetzungen für die Facharztprüfung. Hierbei orientiert sich die Kammer an der MusterWeiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer. Die Ärztekammer benötigt ein ausgefülltes Anmeldeformular sowie Arbeitszeugnisse aller durchlaufenden Ausbildungsstätte inklusive der Anzahl an Untersuchungen und Operationen. Zudem wird das Logbuch mit den ganzen Weiterbildungsinhalten benötigt, um sich für die Facharztprüfung anmelden zu können. Die Prüfung dauert insgesamt 30 bis 40 Minuten. Hierbei sind die Fragen an die Anamnese, Diagnostik und an die jeweiligen Behandlungen angelehnt. Am Ende der Prüfung erfährst Du, ob Du die Prüfung bestanden hast. Eine Note erhältst Du hierbei nicht. Es können alle Inhalte der Weiterbildung abgefragt werden. Die Bundesärztekammer veröffentlicht hierzu eine Muster-Weiterbildungsverordnung, in der Du Dir einen Überblick über die Themenfelder verschaffen kannst. In den meisten Prüfungen werden jedoch sehr konkrete und praxisnahe Fälle thematisiert. Es kann vorkommen, dass Du zum Beispiel Laborwerte bekommst und diese dann mit Deinem Fachwissen auswerten musst. Du musst in der Lage sein, eine entsprechende Diagnose zu stellen und alle in Betracht kommenden Behandlungen vorzuschlagen. Die mündliche Prüfung ist in Form eines Fachgesprächs gestaltet. Meist wird ein theoretischer Fall vorgestellt, den die Prüflinge durchsprechen müssen. Dabei wird in der Regel ein fachlicher Teilbereich ausgewählt, der dann vertieft wird. Der Facharzttitel für Innere Medizin und Nephrologie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Laufbahn und schafft Dir die Grundlage für eine vielseitige und verantwortungsvolle Karriere mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten und verschiedenen Fachgebieten. Du erhältst eine berufliche Qualifikation auf höchstem Niveau, profitierst von beruflicher Sicherheit und Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und trägst zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung bei.
Die Logbuchführung in der Facharztausbildung
Das Ausbildungslogbuch ist ein verpflichtender Bestandteil in der Facharztausbildung und muss komplett ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden. Das Logbuch zeigt Dir im Detail den Weiterbildungsgang sowie alle Inhalte und Kenntnisse, die in der Facharztausbildung vermittelt werden. Unter www.bundesaerztekammer.de kannst Du alle benötigten Informationen über den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten nachlesen. Laut dem Logbuch über die Facharztausbildung für Innere Medizin und Nephrologie soll zunächst der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns erfolgen. Du lernst insbesondere die labortechnisch gestützten Nachweisverfahren mit visueller und apparativer Auswertung und umfassende medizinische Notfallsituationen kennen. Im Bereich der Spezialisierung werden die Inhalte in der Erkennung und konservativen Behandlung der akuten und chronischen Nieren- und renalen Hochdruckerkrankungen sowie deren Folgeerkrankungen vorausgesetzt. Du sollst in der Lage sein, Patienten mit einer Nierenersatztherapie zu betreuen. Zudem wirkst Du bei der Indikationsstellung bei Nierenbiopsien sowie bei der Einordnung des Befundes in das Krankheitsbild mit. Du sammelst Erfahrungen in der Indikationsstellung zu interventionellen Eingriffen bei Nierenarterienstenose und Störungen des Harnabflusses einschließlich Nierensteinen und sammelst Fertigkeiten in der Betreuung von Patienten vor und nach Nierentransplantationen. Auch in den Untersuchungs- und Behandlungsverfahren schreibt das Logbuch Inhalte im Bereich der Nierensonographien, der Doppler-/DuplexUntersuchungen und im Bereich der Mikroskopien des Urins einschließlich der Quantifizierung und Differenzierung der Zellen vor.
Gehalt als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Im Allgemeinen gelten in einem Angestelltenverhältnis Tarifverträge, die das Gehalt regeln. Mit zunehmender Berufserfahrung und beruflicher Position steigt jedoch auch das Gehalt. In einer Uniklinik liegt das Einstiegsgehalt bei einem Assistenzarzt bei 5.626,91 €. Ein Facharzt hat durch den Facharzttitel deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Ein Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie würde demnach ein Gehalt zwischen 7.426,63 € und 9.302,27 € anstreben. Ein leitender Oberarzt hingegen kann ab dem siebten Jahr mit einem Gehalt von rund 12.347,33 € rechnen (Quelle: TV-Ärzte TdL, alle Angaben in brutto, 42 Stunden Woche, gültig: 01.02.2025 bis 31.03.2026). In den kommunalen Kliniken würdest Du etwas weniger verdienen. Du hast jedoch auch die Möglichkeit in Deiner eigenen Praxis zu arbeiten oder auch in einer Gemeinschaftspraxis tätig zu sein. Hierbei kann Dein Gehalt deutlich von den zuvor genannten Gehältern abweichen, da Du nicht mehr an Tarifverträge gebunden bist. Laut dem statistischen Bundesamt beträgt der durchschnittliche Reinertrag pro Praxis in der Inneren Medizin etwa 321.000 €. Für Praxen mit einem nephrologischen Schwerpunkt gibt es keine separat ausgewiesenen Einkommensdaten des statistischen Bundesamts. Sie sind daher in der Gesamtkategorie der Inneren Medizin enthalten. Insbesondere die Gehaltsspanne in Dialysezentren kann erheblich vom Durchschnitt der Praxen in der Inneren Medizin abweichen. Gut positionierte Dialysezentren erreichen deutlich höhere Reinerträge. Es lohnt sich, in Ruhe zu überlegen, welcher Arbeitsplatz wirklich zu Deinen Stärken, Interessen und Lebenszielen passt. Unter aerztestellen.aerzteblatt.de kannst Du Deine passende Arbeitsstelle finden. Hier kannst Du Deine Suche durch die Angabe des jeweiligen Fachgebietes, der angestrebten Position, der Tätigkeit, der bevorzugten Region sowie auch durch die Angabe aller in Betracht kommenden Auslandsmöglichkeiten erweitern.
Zukunftsaussichten und Nachfrage für Fachärzte für Innere Medizin und
Nephrologie Grundsätzlich hast Du als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie sehr gute Zukunftsaussichten. Aufgrund des demografischen Wandels wächst der Anteil der alternden Bevölkerung. Damit einhergehend steigt auch das Risiko für chronische Krankheiten. Viele leiden unter einer Niereninsuffizienz oder an Bluthochdruck und Diabetes, die häufig Nierenschäden nach sich ziehen. Im Allgemeinen lässt sich auch eine generelle Zunahme chronischer Erkrankungen erkennen. Zudem sind Nierentransplantationen keine Seltenheit mehr. Demnach steigt der Bedarf an Spezialisten. Außerdem sind Fachärzte für Innere Medizin und Nephrologie unterschiedlich in den verschiedenen Regionen vertreten. Städtische Gebiete sind in spezialisierten Kliniken oftmals gut mit Nephrologen versorgt, wohingegen ländliche Regionen Schwierigkeiten haben, den Bedarf an Fachärzten zu decken. Demnach bleibt die Nachfrage in ländlichen Gebieten weiter erhöht. Es herrschen zudem gute Arbeitsmarktchancen weltweit. Demnach kannst Du auch international tätig sein. Außerdem profitiert die Nephrologie von guten Berufsperspektiven. Der hohe Bedarf an Fachärzten in der Inneren Medizin und Nephrologie und die vielfältigen Berufsmöglichkeiten machen diese Fachrichtung für Nachwuchsärzte besonders attraktiv. Gerade im Bereich der Forschung werden immer wieder Nephrologen gesucht. Um neue Dialyseverfahren zu entwickeln oder Nierenerkrankungen zu erforschen, sind Forschungseinrichtungen und akademische Krankenhäuser auf das Fachwissen der Nephrologen angewiesen.
Fazit - Lohnt sich die Facharztausbildung für Innere Medizin und Nephrologie ?
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Facharztausbildung für Innere Medizin und Nephrologie umfassende Vorteile mit sich bringt. Du profitierst von einer steigenden Nachfrage, vielseitigen Arbeitsmöglichkeiten und der Chance, Dein Forschungspotenzial voll auszuschöpfen. Die Aufgaben eines Spezialisten im Bereich Nephrologie werden durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit abgerundet, sodass eine breite medizinische Ausbildung ermöglicht wird. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachrichtungen erscheint dieser Fachbereich noch spannender. Ein Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie wird jedoch auch mit Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere der Bereich der Nephrologie ist von vielfältigen Krankheitsbildern geprägt. Die Krankheitsbilder reichen von akutem Nierenversagen bis hin zu chronischer Niereninsuffizienz, Nierensteinen und Zystennieren. Jede Erkrankung erfordert demnach differenzierte, diagnostische und therapeutische Maßnahmen. Nicht selten müssen Behandlungen individuell angepasst werden und mit verschiedenen Therapieansätzen kombiniert werden, da viele chronische Nierenerkrankungen durch mehrere Faktoren wie Bluthochdruck oder genetische Faktoren bedingt sind. Zudem ist meistens eine langfristige und kontinuierliche Betreuung der Patienten notwendig. Demnach müssen Nephrologen ihre Patienten über Jahre begleiten. Auch bei Dialysepatienten werden Fachärzte mit den kontinuierlichen Herausforderungen konfrontiert. Da Dialysebehandlungen regelmäßig und auch langfristig durchgeführt werden müssen, wird den Spezialisten eine besonders hohe Verantwortung zugeschrieben. Außerdem ist die komplexe interdisziplinäre Zusammenarbeit für einen Facharzt gerade im Bereich der Betreuung von Patienten vor und nach einer Nierentransplantation unerlässlich. Auf dem Gebiet der Nierentransplantation erfolgt grundsätzlich eine langjährige Nachsorge, um Abstoßungsreaktionen zu verhindern und die Funktion der transplantierten Niere zu überwachen. Wenn mehrere in Betracht kommende Therapien vorgeschlagen werden, müssen diese ebenfalls von einem Nephrologen koordiniert werden. Hierbei besteht eine Herausforderung für die Abstimmung der Medikation und die sorgfältige Überwachung der Therapieverläufe. Dies erfordert oftmals eine hohe kognitive Belastung und eine vorausschauende Organisationsfähigkeit. Wenn Du an der Behandlung komplexer, chronischer Krankheitsbilder, an einer hochspezialisierten Betreuung von Nierenpatienten und an einer interdisziplinären Zusammenarbeit interessiert bist, dann ist dieser Fachbereich genau der Richtige für Dich. Wenn Du jedoch Deinen Fokus auf kurzfristige Behandlungen legen möchtest und Dich eher weniger für chronische Erkrankungen begeisterst, können andere medizinische Fachbereiche Deinen Vorstellungen entsprechen. Die Facharztausbildung für Innere Medizin und Nephrologie ermöglicht Dir einen tiefen Einblick in die komplexen Mechanismen des menschlichen Körpers. Die Nephrologie ist ein hochspezialisierter und zukunftsorientierter Bereich mit vielen Herausforderungen und Chancen. Sie ist facettenreich, geprägt von einer intensiven Verantwortung und ein Fachgebiet mit einem enormen Potenzial.

Michelle Sobisch
Michelle Sobisch hat einen Bachelor of Laws im Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrecht abgeschlossen und studiert derzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Sie bringt fundierte juristische Kenntnisse, Organisationstalent und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten mit. Dank ihrer Erfahrung in Kanzleien und ihrer Leidenschaft für sorgfältige Recherche bereitet sie komplexe Inhalte klar und verständlich auf.
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