Facharztausbildung

Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie

Von Michelle Sobisch12 Min. Lesezeit
Facharztausbildung Innere Medizin und Pneumologie: Arzt in Weiterbildung in der Klinik

Karriere

Die Pneumologie beschäftigt sich mit der Lungenheilkunde. Dieser Fachbereich spezialisiert sich auf Erkrankungen der Lunge und der Atemwege. Zur Zeit gehören Atemwegserkrankungen zu den häufigsten Krankheits- und Todesursachen. Erkrankungen wie Asthma bronchiale, Lungenentzündungen und Lungenkrebs betreffen Millionen von Menschen und stellen schon längst keine Seltenheit mehr dar. Eine gut funktionierende Lunge ist lebenswichtig. Schon leichte Abweichungen in der Atmung können gravierende Folgen auf den gesamten Organismus nach sich ziehen. Dabei rückt die Pneumologie immer näher in den Fokus, da auch Erkrankungen wie COVID-19, Influenza oder Tuberkulose unser Atmungssystem stören und massiv beeinträchtigen können. Somit wird der Facharztausbildung für Innere Medizin und Pneumologie eine zentrale Bedeutung für die Gesellschaft zugeschrieben.

Was macht ein Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie ?

Ein Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie beschäftigt sich mit der Diagnostik, Behandlung und Prävention von Erkrankungen der Lunge und Atemwege. Ein Pneumologe führt insbesondere Lungenfunktionsprüfungen, Allergietests bei Atemwegsallergien sowie Bronchoskopien durch. Er behandelt Erkrankungen wie Asthma bronchiale, Lungenentzündungen, Lungenkrebs, Tuberkulose, schlafbezogene Atemstörungen sowie beruflich bedingte Lungenerkrankungen. Im Bereich der Prävention und Nachsorge kümmert sich ein Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie um Impfungen, um die Raucherberatung und Entwöhnung, um die Langzeitbetreuung bei chronischen Lungenerkrankungen sowie um die Nachsorge bei Lungenkrebs oder nach einer schweren COVID-19 Erkrankung. Des Weiteren betreust Du als Facharzt Patienten mit akuter und chronischer Ateminsuffizienz und wirkst in der Intensivmedizin mit. Neben den alltäglichen Aufgaben innerhalb des Fachbereiches schätzen Fachärzte für Innere Medizin und Pneumologie die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Auf diesem Fachgebiet erfolgt eine enge Kooperation insbesondere mit der Onkologie, der Kardiologie, der Allergologie, der Radiologie sowie mit der Thoraxchirurgie. Ein Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie kann in verschiedenen medizinischen Einrichtungen tätig sein. Er kann in Lungenfachkliniken oder in pneumologischen Abteilungen in Krankenhäusern tätig sein und sich dort um stationäre Patienten mit akuten oder chronischen Lungenerkrankungen kümmern. Des Weiteren können die Tätigkeiten eines Pneumologen auf der Intensivstation, in onkologischen Zentren oder sogar in Schlaflaboren ausgeübt werden. Viele Pneumologen arbeiten zudem in Facharztpraxen oder Rehabilitationskliniken, in denen zum Beispiel die Nachbehandlungen nach schwerwiegenden Lungenerkrankungen, Operationen oder nach einer Erkrankung von COVID-19 stattfinden. Außerdem stellt der öffentliche Gesundheitsdienst einen interessanten Tätigkeitsbereich dar. Pneumologen begutachten beruflich bedingte Lungenerkrankungen oder wirken in der Tuberkulose oder in der Umweltmedizin mit. Die Pneumologie ist für die Medizin unerlässlich, da sie sich mit einem zentralen Lebensorgan befasst. Sie deckt akute Notfälle, chronische Erkrankungen, Infektionen, Tumore und präventive Maßnahmen ab. Dabei trägt die Pneumologie entscheidend zur öffentlichen Gesundheit, Lebenserwartung und Lebensqualität bei.

Wie wird man Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie ?

Um ein Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie zu werden, benötigst Du zunächst ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Nachdem Du die Approbation (staatliche Zulassung) erlangt hast, folgt die Facharztausbildung für die Innere Medizin und Pneumologie. Nach der Weiterbildungsordnung für Innere Medizin und Pneumologie der Ärztekammer Nordrhein dauert diese Facharztausbildung insgesamt 72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte (§ 5 Abs.1 S.1 WBO). In den ersten 36 Monaten erfolgt eine stationäre Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin. In den darauffolgenden 36 Monaten erfolgt sodann die Weiterbildung in der Pneumologie. Hierbei können sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin verbracht werden. Außerdem können bis zu 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden. Werden im Gebiet Innere Medizin zwei Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens acht Jahre.

Inhalte der Facharztausbildung für Innere Medizin und Pneumologie

Im Mittelpunkt der Facharztausbildung stehen der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den Inhalten der Basisweiterbildung sowie in den Inhalten der Weiterbildung in Pneumologie. In der Basisweiterbildung steht der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung verschiedenster Krankheiten im Mittelpunkt. Zu den Krankheiten gehören infektiöse und nicht infektiöse Krankheiten, Krebserkrankungen, Allergien, Immunerkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen. Zudem lernst Du wie Du mit psychosomatischen Beschwerden bei Patienten umgehen musst. Außerdem wirst Du mit der palliativmedizinischen Betreuung schwerkranker Patienten, der Krisenintervention und der Suchtberatung vertraut gemacht. Zu Deinen alltäglichen Aufgaben zählen insbesondere die Gesundheitsberatung und Früherkennung von Krankheiten, die Nachsorge und Rehabilitationsplanung, die Bewertung von Arbeitsund Leistungsfähigkeit sowie vielfältige Vorsorgeuntersuchungen. Du sammelst spezielle Fachkenntnisse in den Grundlagen der Tumortherapie, der medikamentösen Therapie, der Humangenetik und in der intensivmedizinischen Basisversorgung. Des Weiteren wirst Du auf die Erkennung und Behandlung akuter Notfälle geschult und führst lebensrettende Maßnahmen durch. Im Rahmen moderner Diagnostik und Therapie kommen zahlreiche bewährte Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise das EKG oder das LangzeitEKG sowie die Langzeit-Blutdruckmessung. Lungenfunktionstests, Ultraschalluntersuchungen von verschiedenen Organen sowie Punktions- und Kathetertechniken gehören ebenfalls zum Behandlungsspektrum. Auch Infusions- und Transfusionstherapien finden im Ramen der Facharztausbildung Anwendung. Im Bereich der Spezialisierung steht sodann der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Lunge, Atemwege, Pleura, Mediastinum, Thoraxwand, Atemmuskulatur und extrapulmonalen Manifestationen im Mittelpunkt. Zu den zu behandelnden Krankheitsbildern gehören die akute und chronische Ateminsuffizienz, beruflich bedingte Atmungsstörungen, infektiöse Lungenerkrankungen, allergische Atemwegserkrankungen sowie die medikamentöse Tumortherapie. Im Rahmen der Facharztausbildung kommen vielfältige diagnostische und therapeutische Verfahren zum Einsatz. Hierzu gehören der Ultraschall von Lunge und die Transösophageale und transbronchiale Untersuchungen. Zudem kommen endoskopische Verfahren wie die flexible Bronchoskopie oder die Pleuradrainage zum Einsatz. Die Lungenfunktionsdiagnostik, Untersuchungen der Atemmechanik und Atempumpfunktion, Belastungstests sowie die Blutgasanalyse werden im Rahmen der umfassenden Funktionstests gelehrt. Außerdem lernst Du verschiedene Therapieformen wie die Inhalationstherapie oder die Sauerstofflangzeittherapie kennen. Im Bereich der Kreislaufdiagnostik wirst Du sodann mit Untersuchungen des Lungenkreislaufs oder des Rechtsherzkatheters vertraut gemacht.

Ablauf und Stationen der Weiterbildung

Der Ablauf und die Stationen der Weiterbildung variieren je nach Klinik. Allerdings wird häufig ein rotierendes System gewählt, um alle relevanten Bereiche abzudecken. Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie kann beispielsweise im Klinikum Lippe erfolgen und sieht wie folgt aus: Basierend auf der Basisweiterbildung im Fachgebiet Innere Medizin erfolgt die spezifische Weiterbildung im Gebiet Pneumologie. Im ersten Weiterbildungsjahr lernst Du das gesamte Spektrum von Patienten mit pneumologischen Krankheitsbildern, die nicht intensivmedizinisch betreut werden müssen, kennen. Hierzu gehören Patienten mit malignen Erkrankungen der Lunge oder des Rippenfells, Patienten mit infektiösen Erkrankungen, mit pneumologisch-allergischen Krankheitsbildern wie Asthma oder Patienten mit autoimmunologischen Krankheitsbildern. Zudem werden Menschen mit schlafbezogenen Atemstörungen oder mit angeborenen Erkrankungen versorgt und innerhalb der Visiten werden ihre Befunde analysiert. Im ersten Jahr werden spezielle pneumologische Techniken kennengelernt und es erfolgen Schulungen zur Durchführung von perthorakalen Punktionen und Lungenherden. Im zweiten Jahr erfolgt sodann eine Vertiefung der Allgemeinkenntnisse in der Betreuung der Patienten auf der Normalstation. Es finden weitere Schulungen im Bereich der Interpretation von Röntgenbefunden statt und Du erwirbst Wissen in der Durchführung und Überwachung spezifischer Tumortherapien sowie in der Beherrschung von auftretenden Komplikationen. Auch die Basiskenntnisse in der Intensivmedizin werden in der Facharztausbildung vermittelt. Im darauffolgenden Jahr erfolgt eine erneute Rotation auf die internistische Intensivstation. In dieser Phase beschäftigst Du Dich unter Anleitung mit der Betreuung der intensivmedizinischen pneumologischen Patienten und mit der Vertiefung spezieller Fachkenntnisse bei der Beatmungstherapie. Zur Vertiefung der pneumoonkologischen Therapien erfolgt zudem eine Rotation in die Klinik für Onkologie und Hämatologie. Die Facharztausbildung im Klinikum Lippe bietet Dir vor allem auch eine hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit. Es finden wöchentliche Tumorkonferenzen statt, in denen Besprechungen zu verschiedenen Behandlungen stattfinden. Die Pneumologie ist sehr eng mit der Klinik für Thoraxchirurgie verzahnt. Außerdem kannst Du Dich nach der Facharztausbildung für eine Zusatzweiterbildung in der Intensivmedizin entscheiden. Die Dauer der Ausbildung beträgt nach dem Erwerb der Facharztausbildung 24 Monate. Die Zusatzweiterbildung beinhaltet unter anderem die Versorgung von Funktionsstörungen lebenswichtiger Organsysteme, die Intensivbehandlung des akuten Lungenversagens sowie die kardiopulmonale Wiederbelebung.

Prüfungen und Facharzttitel

Grundsätzlich bestimmen die Landesärztekammern die Voraussetzungen für die Facharztprüfung. Hierbei orientiert sich die Kammer an der MusterWeiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer. Die Ärztekammer benötigt ein ausgefülltes Anmeldeformular sowie Arbeitszeugnisse aller durchlaufenden Ausbildungsstätte inklusive der Anzahl an Untersuchungen und Operationen. Zudem wird das Logbuch mit den ganzen Weiterbildungsinhalten benötigt, um sich für die Facharztprüfung anmelden zu können. Die Prüfung dauert insgesamt 30 bis 40 Minuten. Hierbei sind die Fragen an die Anamnese, Diagnostik und an die jeweiligen Behandlungen angelehnt. Am Ende der Prüfung erfährst Du, ob Du die Prüfung bestanden hast. Eine Note erhältst Du hierbei nicht. Es können alle Inhalte der Weiterbildung abgefragt werden. Die Bundesärztekammer veröffentlicht hierzu eine Muster-Weiterbildungsverordnung, in der Du Dir einen Überblick über die Themenfelder verschaffen kannst. In den meisten Prüfungen werden jedoch sehr konkrete und praxisnahe Fälle thematisiert. Es kann vorkommen, dass Du zum Beispiel Laborwerte bekommst und diese dann mit Deinem Fachwissen auswerten musst. Du musst in der Lage sein, eine entsprechende Diagnose zu stellen und alle in Betracht kommenden Behandlungen vorzuschlagen. Die mündliche Prüfung ist in Form eines Fachgesprächs gestaltet. Meist wird ein theoretischer Fall vorgestellt, den die Prüflinge durchsprechen müssen. Dabei wird in der Regel ein fachlicher Teilbereich ausgewählt, der dann vertieft wird. Der Facharzttitel für Innere Medizin und Pneumologie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Laufbahn und schafft Dir die Grundlage für eine vielseitige und verantwortungsvolle Karriere mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten und verschiedenen Fachgebieten. Du erhältst eine berufliche Qualifikation auf höchstem Niveau, profitierst von beruflicher Sicherheit und Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und trägst zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung bei.

Die Logbuchführung in der Facharztausbildung

Das Ausbildungslogbuch ist ein verpflichtender Bestandteil in der Facharztausbildung und muss komplett ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden. Das Logbuch zeigt Dir im Detail den Weiterbildungsgang sowie alle Inhalte und Kenntnisse, die in der Facharztausbildung vermittelt werden. Unter www.bundesaerztekammer.de kannst Du alle benötigten Informationen über den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten nachlesen. Laut dem Logbuch über die Facharztausbildung für Innere Medizin und Pneumologie soll zunächst der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns erfolgen. Zudem sollst Du Erfahrungen in den medizinischen Notfallsituationen und in der Aufklärung sowie in der Befunddokumentation sammeln. Im Bereich der Spezialisierung setzt das Logbuch die Erkennung und Behandlung der Erkrankungen der Lunge, der Atemwege, der Pulmonalgefäße, des Mediastinums, der Pleura, der Thoraxwand und Atemmuskulatur sowie der extrapulmonalen Manifestationen pulmonaler Erkrankungen voraus. Es sollen zudem umfassende Krankheiten durch inhalative Traumen und Umwelt-Noxen sowie durch Arbeitsplatzeinflüsse kennengelernt werden. Zu den Inhalten gehören auch die Grundlagen schlafbezogener Atmungsstörungen sowie die Tabakentwöhnung und nichtmedikamentöse Therapiemaßnahmen. Die wichtigsten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren der Spezialisierung sind die sonographische Diagnostik der Lunge, die flexible Bronchoskopie und Funktionsuntersuchungen der Atmungsorgane.

Gehalt als Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie

Im Allgemeinen gelten in einem Angestelltenverhältnis Tarifverträge, die das Gehalt regeln. Mit zunehmender Berufserfahrung und beruflicher Position steigt jedoch auch das Gehalt. In einer Uniklinik liegt das Einstiegsgehalt bei einem Assistenzarzt bei 5.626,91 €. Ein Facharzt hat durch den Facharzttitel deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Ein Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie würde demnach ein Gehalt zwischen 7.426,63 € und 9.302,27 € anstreben. Ein leitender Oberarzt hingegen kann ab dem siebten Jahr mit einem Gehalt von rund 12.347,33 € rechnen (Quelle: TV-Ärzte TdL, alle Angaben in brutto, 42 Stunden Woche, gültig: 01.02.2025 bis 31.03.2026). In den kommunalen Kliniken würdest Du etwas weniger verdienen. Du hast jedoch auch die Möglichkeit in Deiner eigenen Praxis zu arbeiten oder auch in einer Gemeinschaftspraxis tätig zu sein. Hierbei kann Dein Gehalt deutlich von den zuvor genannten Gehältern abweichen, da Du nicht mehr an Tarifverträge gebunden bist. Laut dem statistischen Bundesamt beträgt der durchschnittliche Reinertrag pro Praxis in der Inneren Medizin etwa 321.000 €. Für Praxen mit einem pneumologischen Schwerpunkt gibt es keine separat ausgewiesenen Einkommensdaten. Diese sind in der Gesamtkategorie der Inneren Medizin enthalten. Es lohnt sich, in Ruhe zu überlegen, welcher Arbeitsplatz wirklich zu Deinen Stärken, Interessen und Lebenszielen passt. Unter aerztestellen.aerzteblatt.de kannst Du Deine passende Arbeitsstelle finden. Hier kannst Du Deine Suche durch die Angabe des jeweiligen Fachgebietes, der angestrebten Position, der Tätigkeit, der bevorzugten Region sowie auch durch die Angabe aller in Betracht kommenden Auslandsmöglichkeiten erweitern.

Zukunftsaussichten und Nachfrage für Fachärzte für Innere Medizin und

Pneumologie Grundsätzlich hast Du als Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie sehr gute bis exzellente Zukunftsaussichten. Die Nachfrage dürfte in den kommenden Jahren sogar weiter steigen. Chronische Lungenerkrankungen wie Asthma oder Schlafapnoe nehmen weltweit zu. Solche Erkrankungen sind langfristig behandlungsbedürftig, sodass eine kontinuierliche Betreuung durch Fachärzte notwendig ist. Außerdem steigt mit dem zunehmenden Alter die Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen. Es ist ebenfalls eine Zunahme von Umweltund Berufskrankheiten zu verzeichnen. Faktoren wie die Feinstaubbelastung, der Klimawandel, Tabakkonsum und arbeitsbedingte Expositionen im industriellen Umfeld tragen zunehmend zur Entstehung von Lungen- und Atemwegserkrankungen bei. Zudem spielt die Pneumologie eine erhebliche Rolle in der Infektologie. Insbesondere durch die COVID-19 Erkrankungen wurde die Pneumologie zu einem Schlüsselbereich in der Pandemie- und Infektionsmedizin. Auch die Langzeitfolgen erfordern eine pneumologische Nachsorge. Des Weiteren herrscht vor allem in ländlichen Gebieten ein deutlicher Mangel an Lungenfachärzten, sodass man im Hinblick auf eine Niederlassung oder Anstellung mit attraktiven Konditionen rechnen kann. Insgesamt gilt dieser Fachbereich zu einem der zukunftssichersten und gefragtesten Fachrichtung in der Inneren Medizin.

Fazit - Lohnt sich die Facharztausbildung für Innere Medizin und Pneumologie ?

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Facharztausbildung für Innere Medizin und Pneumologie sehr vielseitig ist. Diese Fachrichtung behandelt insbesondere die zentralen Organe des Menschen. Die Lunge und Atemwege sind lebenswichtig und erfordern auf diesem Gebiet eine Kombination aus internistischem Wissen sowie eine pneumologische Tiefe. Als Facharzt profitierst Du von einer wachsenden Nachfrage und vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten. In diesem Bereich erwarten Dich eine moderne und abwechslungsreiche Diagnostik und Therapie. Du wirst jedoch auch mit Herausforderungen konfrontiert werden. Zu den Herausforderungen gehören beispielsweise die komplexen und chronischen Krankheitsbilder. Insbesondere die langfristige Betreuung, die wechselnden Therapieanpassungen und Patientenkontrollen erfordern Geduld, Kommunikation und umfassende Erfahrungen. Außerdem wird von Dir eine hohe technische Auffassungsgabe verlangt. Verfahren wie die Bronchoskopie, die Allergiediagnostik oder Lungenfunktionsprüfungen erfordern präzise Kenntnisse sowie eine ständige Weiterentwicklung in der technischen Expertise. Da Pneumologen in komplexen Entscheidungsprozessen regelmäßig mit Kardiologen, Onkologen, Radiologen, Chirurgen sowie mit Intensivmedizinern interdisziplinär arbeiten müssen, wird eine gute Koordinations- und Teamfähigkeit vorausgesetzt. Die Verbindung aus funktioneller Diagnostik, moderner Therapieformen und interdisziplinärer Zusammenarbeit macht den Fachbereich der Pneumologie spannend und zukunftssicher. Wer sich für die vielfältigen Erkrankungen der Atemwege, die Onkologie und die moderne Internistik begeistert, trifft mit der Facharztausbildung für Innere Medizin und Pneumologie eine ausgezeichnete Wahl.

Über die Autorin

Michelle Sobisch

Michelle Sobisch hat einen Bachelor of Laws im Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrecht abgeschlossen und studiert derzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Sie bringt fundierte juristische Kenntnisse, Organisationstalent und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten mit. Dank ihrer Erfahrung in Kanzleien und ihrer Leidenschaft für sorgfältige Recherche bereitet sie komplexe Inhalte klar und verständlich auf.

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