Wissenswertes

Das sind die besten Mediziner-Netzwerke für Studierende

Von Jana Detscher4 Min. Lesezeit
Studierende beim Netzwerken auf Kongress – Das sind die besten Mediziner-Netzwerke für Studierende

Nicht nur Disziplin und eine hohe Lernfähigkeit sind entscheidend, wenn es um den Erfolg im Medizinstudium geht. Und auch darüber hinaus sind die richtigen Kontakte nicht zu unterschätzen – manchmal sind sie sogar ausschlaggebend für die spätere Karriere. Hier erfährst Du, wie Du Dich von Beginn an so vernetzt, dass Dir später alle Türen offenstehen.

Der Begriff „Netzwerk“ begegnet uns in vielen Bereichen – ob im sozialen Miteinander oder in der digitalen Welt. Für Medizinstudierende bedeutet Netzwerken: Kontakte knüpfen, sich mit Gleichgesinnten austauschen und frühzeitig Einblicke in verschiedene berufliche Felder erhalten. Ein gutes Netzwerk kann Türen öffnen – zu Famulaturen, PJ-Stellen, wissenschaftlichen Projekten oder späteren Arbeitgebern.

Online-Communities: Vernetzung leicht gemacht

Es gibt zahlreiche Plattformen, über die Medizinstudierende und Mediziner sich vernetzen und austauschen. Diese bieten den Vorteil, dass Du auch mit Menschen aus anderen Fachbereichen oder Karrierelevel leicht in Kontakt kommst. Eine der größten Plattformen ist DocCheck: Hier kannst Du Dich mit Fachpersonal austauschen und bekommst viele Lerntipps. Außerdem bleibst Du hier up to date, was Neuigkeiten aus der Welt der Medizin betrifft – ein wichtiger Faktor, mit dem Du sowohl im Studium als auch im späteren Berufsleben glänzen kannst.

Amboss ist für Medizinstudierende ebenfalls unverzichtbar. Das Programm bietet neben den Lern- und Nachschlagoptionen auch eine Community-Funktion. Hier kannst Du Dich mit Leuten, die im selben Boot sitzen, austauschen und von ihren Erfahrungen profitieren.

Bvmd – Bundesweite Vernetzung

Die Möglichkeit zum bundesweiten Austausch bietet die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland: Hier kannst Du Dich nicht nur informieren und an Austauschprogrammen teilnehmen, sondern auch aktiv in Projekten mitwirken. Egal wo Dein persönliches Interesse liegt, hier findest Du zahlreiche Anlaufstellen: spezifische Netzwerke, etwa für Medizinstudierende mit Behinderung (NEMO), studentische Initiativen in der medizinischen Flüchtlingshilfe oder Aufklärung zum Thema Organspende – die ehrenamtliche Mitarbeit ist eine super Gelegenheit, in den Austausch zu kommen und Dich beruflich zu orientieren.

Persönliche Kontakte – Netzwerken vor Ort

Wenn Du lieber in direkter Nähe zu Deiner Uni bleibst, kannst Du auch hier aktiv werden, etwa durch Engagement in der Fachschaft. Hier lernst Du Leute aus höheren Semestern kennen und oft ergibt sich ein guter Kontakt mit Dozenten – und auch jede Menge spannender Veranstaltungen und Sozialleben. Zudem bekommst Du viele Infos aus erster Hand. Hier entstehen oft langfristige Kontakte zu ambitionierten und engagierten Leuten, was Dir später Türen öffnen kann.

Aber auch der Austausch mit Kommilitonen ist nicht zu unterschätzen – vielleicht gibt es in Deinem Studiengang schon Lerngruppen oder Du gründest einfach Deine eigene. So oder so, hier kannst Du nicht nur von der Herangehensweise Deiner Kommilitonen an den Lernstoff profitieren, sondern Dir auch Tipps für Famulaturen und Sonstiges holen.

Unterstützung durch Erfahrenere mit Mentoring

Auch vom Netzwerk Deiner Dozenten kannst Du profitieren, wenn Du es richtig anstellst. Den persönlichen Kontakt stellst Du am besten durch die Mitarbeit bei einem Forschungsprojekt oder am Lehrstuhl her. Frag ruhig ganz gezielt nach, so zeigst Du Engagement und Eigeninitiative.

Aber auch bei anderen Anliegen ist es sinnvoll, den Kontakt mit Dozenten zu suchen: Im besten Fall ergibt sich daraus ein Mentoring-Verhältnis. Das bedeutet, dass eine erfahrenere Person Dich längerfristig fachlich und persönlich unterstützt – und Du dadurch auch Zugang zu neuen Netzwerken und Möglichkeiten erhältst.

Es gibt auch spezielle Mentoring-Programme für junge Mediziner in der Weiterbildung. Dort kannst Du Leute kennenlernen, die genau dort tätig sind, wo Du einmal hinwillst und Dir wertvolle Tipps für die Karriereplanung holen. Eine Übersicht hat der Marburger Bund zusammengestellt. Viele Programme umfassen nicht nur den direkten Kontakt zu den Mentoren, sondern auch die Teilnahme an Seminaren und Akademien – dabei geht es nicht nur um einzelne Fachbereiche, sondern auch um Themen wie Persönlichkeitsentwicklung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Netzwerke als Karrierebooster

Ob in Deiner Stadt, online oder auf Vernetzungstreffen: Es gibt viele Möglichkeiten, ein gutes Netzwerk für Dich aufzubauen und zu nutzen – im Studium und drüber hinaus. Es eröffnet Dir Wege, von denen Du noch nichts wusstest. Das Gute daran: Die meisten davon sind niedrigschwellig. Du musst noch nicht einmal ein Überflieger sein, um davon zu profitieren. Alles, was es braucht, ist ein wenig Eigeninitiative. Es lohnt sich und Du wirst sehen, dass das Netzwerken mit der Zeit immer leichter wird und sogar richtig Spaß machen kann.

Über die Autorin

Jana Detscher

Jana studiert derzeit im Masterstudiengang "Theorien und Praktiken professionellen Schreibens" und widmet sich mit großer Leidenschaft dem präzisen und kreativen Umgang mit Sprache. Ob bei der Recherche oder beim zielgruppengerechten Schreiben – Jana bringt fundierte Erfahrung im redaktionellen Arbeiten mit, unter anderem durch Stationen beim Literaturhaus Köln und dem Dokumentationszentrum DOMiD e.V.

Alle Artikel von Jana →