Das Medizinstudium gilt als eines der begehrtesten. Es bietet Herausforderungen, aber auch gute Karrierechancen und persönliches Wachstum – und das überall. Aber warum nicht nach den Sternen greifen? Hier erfährst Du alles über die Crème de la Crème der Medizin.
An 35 Hochschulen kann man in Deutschland Medizin studieren. Und während die Frage nach dem „Wo“ viele junge Menschen nach dem Abitur beschäftigt, ist diese oft erstmal zweitrangig, wenn es um den Traum vom Medizinstudium geht: Schließlich gibt es nicht ausreichend Plätze für alle Bewerber. Wenn man doch die Wahl hat und nach dem Motto „dream big“ lebt: Es gibt medizinische Fakultäten, an denen die ärztliche Karriere noch besser ins Rollen kommt als an anderen. Die Spitzenreiter der medizinischen Fakultäten findet man in verschiedenen Rankings, bei denen die Fakultäten mit unterschiedlichen Kriterien wie Zitierhäufigkeit, Forschung, Lehre und Betreuungsverhältnis unter die Lupe genommen werden.
Platz eins: Die Harvard University
An erster Stelle muss hier die berühmt-berüchtigte Hochschule in Boston genannt werden. Bei internationalen Rankings belegt Harvard regelmäßig den ersten Platz – und das, wie im QS World University Ranking 2024, teilweise sogar mit deutlichem Abstand: Auf ganze 98,1 von 100 möglichen Punkten kommt die Medical School. Forschungsdurchbrüche und einige Nobelpreisträger sorgen für den Top-Ruf, aber vor allem profitieren Studierende hier von der hochmodernen Ausstattung, der internationalen Atmosphäre und einer ganz besonderen Lernerfahrung: Hier wird in Kleingruppen praxisnah und von den Besten gelernt. Wer es hierhin schafft, für den sind die nächsten Schritte auf der internationalen Karriereleiter vorprogrammiert.
Magische Feelings an der University of Oxford
Auch die älteste europäische Universität gilt als Schlagwort für Weltklasse-Ausbildungen. Und sie bietet auch einen der renommiertesten Medizinstudiengänge Europas: Hier werden führende Köpfe der Medizin ausgebildet. Die Universität ist für die starke Förderung des wissenschaftlichen Arbeitens im Studium bekannt: Zum Bachelorstudium der Medizin gehört auch ein experimentelles Forschungsprojekt. Das familiäre Klima der Universität, die obendrein auch noch aussieht, als sei sie einem Harry-Potter-Film entsprungen, entsteht durch ein enges Tutorensystem. Auch kleine Kursgruppen sorgen für eine optimale Lernumgebung – jährlich werden nur 155 neue Studierende zugelassen. Entsprechend muss man – wie an allen Top-Universitäten – ordentlich liefern, um eine Chance zu haben.
Lernen im Silicon Valley: Die Stanford University
Ganze 30 Lehrkräfte erhielten seit der Gründung einen Nobelpreis, davon drei Mediziner – das sagt schon alles, oder? Kaum verwunderlich, dass die medizinische Fakultät im Herzen des Silicon Valley vor allem für ihre herausragende Forschungsarbeit bekannt ist. Innovation, Medizintechnik und Start-up-Vibes: Hier erhältst Du die beste Vorbereitung, wenn Du als Pionier in die Geschichte der Medizin eingehen willst.
Nah am Nobelpreis: Das Karolinska Institutet
Apropos Nobelpreis: Zwar liegen die meisten Schwergewichte mit bekanntem Namen in den USA oder UK, aber auch in Stockholm findet sich medizinische Exzellenz: Das Karolinska Institutet ist nicht nur für die Vergabe des Medizin-Nobelpreises mitverantwortlich, sondern landet auch regelmäßig in den Top 10, wenn es um die Welt der medizinischen Forschung geht. Hier lernst Du an einem Hotspot der Innovationen.
ETH Zürich: MedTech im deutschsprachigen Ausland
Wer ein bisschen Ausland, aber in der sprachlichen Komfortzone bleiben will, sollte sich die ETH Zürich genauer anschauen – sie gilt als beste Schweizer Hochschule für Medizin. Ganz besonders interessant, wenn Du Dich für Bereiche wie MedTech oder KI in der Medizin interessierst – denn hier wird Medizin für die Zukunft gemacht.
Deutsche Unis im internationalen Vergleich
Aber wo stehen eigentlich die deutschen Mediziner-Unis im internationalen Vergleich? Im World University Ranking schafften es 2024 vier deutsche Universitäten in die Top 100. Wer zum Beispiel eine der schönsten Städte des Landes genießen will, macht mit der Ludwig-Maximilians-Universität in München nichts falsch: Sie hat auch international einen super Ruf und ist eng mit dem Klinikum der Universität verbunden, welches zu den größten und forschungsstärksten Kliniken Europas gehört.
Aber ist das eigentlich alles Träumerei? Nicht unbedingt. Natürlich sind die Studienplätze an diesen Universitäten begehrt. Bei einigen ist der Aufnahmeprozess sehr komplex und umfasst neben diversen Tests auch richtige Bewerbungsgespräche. Dazu kommt, dass sich das System in den USA vom dem in Deutschland unterscheidet: Hier braucht man zur Aufnahme des Medizinstudiums bereits einen Bachelorabschluss, am besten von einer englischsprachigen Universität. Es sind also einige Hürden zu bewältigen. Dennoch gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Das Beste ist nicht unbedingt Dein Bestes
Aber: Die Rankings zielen vor allem auf Prestige ab. Die eine perfekte Medizinerfakultät gibt es nicht – vielmehr kommt es darauf an, welche Schwerpunkte Du bei Deiner Wahl setzt. Die Lehre kann noch so gut sein, wenn die Stadt für Dich sterbenslangweilig ist oder Du die Sprache nicht beherrschst. Schaut man sich an, wo die Zufriedenheit unter den Studierenden am größten ist, ergibt sich oft ein anderes Bild: Das Centrum für Hochschulentwicklung hat in Kooperation mit Zeit Campus Daten zur Studiensituation in Deutschland erhoben – mit einer Note von 1,5 schnitten die RWTH-Aachen, die Uni Lübeck und die Uni Münster im Punkt „allgemeine Studiensituation“ am besten ab.

Jana Detscher
Jana studiert derzeit im Masterstudiengang "Theorien und Praktiken professionellen Schreibens" und widmet sich mit großer Leidenschaft dem präzisen und kreativen Umgang mit Sprache. Ob bei der Recherche oder beim zielgruppengerechten Schreiben – Jana bringt fundierte Erfahrung im redaktionellen Arbeiten mit, unter anderem durch Stationen beim Literaturhaus Köln und dem Dokumentationszentrum DOMiD e.V.
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