Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ist ein einzigartiges medizinisches Fachgebiet, das sich durch eine interdisziplinäre Ausrichtung auszeichnet. Es vereint medizinische und zahnmedizinische Expertise und stellt somit die Schnittstelle zwischen Medizin und Zahnmedizin dar. In letzter Zeit haben digitale Technologien wie die 3D-Planung, die navigierte Chirurgie und patientenspezifische Implantate das Fachgebiet zunehmend geprägt. Gleichzeitig rückt durch den demografischen Wandel und die Zunahme komplexer onkologischer Erkrankungen die Bedeutung einer strukturierten, interdisziplinären Versorgung weiter in den Fokus.
Was macht ein Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ?
Ein Mund-Kiefer-Gesichtschirurg beschäftigt sich mit der Vorbeugung, Erkennung, konservativen und operativen Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Frakturen, Tumoren, Fehlbildungen und Formveränderungen des Zahnes, des Zahnhalteapparates, der Alveolarfortsätze, des Gaumens, der Kiefer, der Mundhöhle, der Speicheldrüsen sowie des Gesichtsschädels und der bedeckenden Weichteile einschließlich der chirurgischen Kieferorthopädie, prothetischen Versorgung und Implantologie. Als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg kommen für Dich vielseitige Einsatzmöglichkeiten in Betracht. Du kannst an Kliniken und Krankenhäusern arbeiten. In Schwerpunktkrankenhäusern beispielsweise versorgst Du komplexe Verletzungen, führst Tumoroperationen oder rekonstruktive Eingriffe durch. Auch niedergelassene Praxen stellen beliebte Arbeitsorte dar. Etwa 75 Prozent der Fachärzte für Mund-KieferGesichtschirurgie arbeiten in spezialisierten Praxen, was die hohe Bedeutung der ambulanten Versorgung in diesem Fachgebiet unterstreicht. Zu den ambulanten Eingriffen zählen beispielsweise Weisheitszahnentfernungen, das Einsetzen von Implantaten oder Zystenoperationen. Zusammen mit Kieferorthopäden, HNO-Ärzten oder Zahnärzten kannst Du in medizinischen Versorgungszentren (MVZ) tätig werden. Zudem hast Du die Möglichkeit in Spezialkliniken und -zentren zu arbeiten. In Tumorzentren arbeitest Du eng mit der Onkologie, Strahlentherapie und mit der plastischen Chirurgie zusammen. Außerdem kannst Du Dich mit der Versorgung schwerer Gesichtsverletzungen nach Unfällen in Traumazentren beschäftigen. In schlafmedizinischen Zentren kümmerst Du Dich um die Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen, die beispielsweise durch Kieferverlagerungen entstehen. Wenn Dich das Gebiet der Forschung und Lehre begeistert, kannst Du auch an universitären Einrichtungen zur Forschung an Knochenregenerationen, an 3D-Drucken, an Biomaterialen oder zur Forschung im Bereich der Tumorbiologie beitragen. Zudem kannst Du auch Aufgaben im Bereich der Lehre in Humanmedizin und Zahnmedizin wahrnehmen. Im öffentlichen Bereich kannst Du ebenfalls tätig sein und zum Beispiel gutachterliche Tätigkeiten bei Berufsgenossenschaften oder Versicherungen ausführen. Spannende Tätigkeiten erwarten Dich auch bei der Bundeswehr. Während des Stationsdienstes der Bundeswehr kannst Du im In- oder Ausland eingesetzt werden. Zu Deinen Aufgaben zählen insbesondere die Notfallversorgung von Soldaten oder die Durchführung von Rekonstruktionen. Dieser Fachbereich hat eine hohe Bedeutung für die Medizin und übernimmt eine zentrale Aufgabe an der Schnittstelle zwischen funktioneller, rekonstruktiver und ästhetischer Chirurgie im Kopf-Hals-Bereich.
Wie wird man Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ?
Um ein Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie zu werden, benötigst Du zunächst ein erfolgreich abgeschlossenes Humanmedizinstudium und Zahnmedizinstudium. Beide Approbationen (staatliche Zulassung) müssen vorhanden sein. Sodann erfolgt die Facharztausbildung in Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Nach der Weiterbildungsordnung für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie der Ärztekammer Nordrhein dauert diese Facharztausbildung insgesamt 60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte (§ 5 Abs.1 S.1 WBO). Davon können bis zu 12 Monate im Gebiet Chirurgie und/oder in Anästhesiologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und/oder Neurochirurgie sowie 24 Monate im ambulanten Bereich angerechnet werden.
Tipp: Sollte man lieber zunächst das Zahnmedizinstudium absolvieren und im Anschluss daran das Humanmedizinstudium aufnehmen ? Der Weg über das Medizinstudium ist vorzugswürdiger, da die Approbationsordnung für Zahnärzte klare Regeln für die Anerkennung des Medizinstudiums vorgibt. Umgekehrt ist dies nicht der Fall. Zahnmedizin nach Medizin dauert im Idealfall 3,5 Jahre, was insgesamt 9,5 Jahre ergibt. Außerdem sparst Du Dir das doppelte Physikum.
Inhalte der Facharztausbildung für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Im Mittelpunkt der Facharztausbildung stehen der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Gesundheitsberatung, Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Zahnes, des Zahnhalteapparates, der Alveolarfortsätze einschließlich der Implantologie. Zu Deinen Aufgaben gehören ebenso die Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Kiefers, der Kiefergelenke und des Jochbeins einschließlich der chirurgischen Kieferorthopädie und Korrekturen der Biss- und Kaufunktionen. Die Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen einschließlich Tumoren des Gaumen, der Lippen, der Zunge, der Mundhöhlenwandungen, der Speicheldrüsen, des Naseneingangs, der Weichteile des Gesichtsschädels einschließlich der gebietsbezogenen Nerven und regionalen Lymphknoten gehören auch zu den Inhalten, die in der Facharztausbildung umfassend gelehrt werden. Außerdem lernst Du die Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapie, die Durchführung und Interpretation von Röntgenuntersuchungen, die prothetische Versorgung sowie die Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände kennen. Zu den definierten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren gehören die sonografische Untersuchungen der Gesichts- und Halsweichteile und operative Eingriffe in der dentoalveolären Chirurgie, septischen Chirurgie, Chirurgie bei Verletzungen, Fehlbildungschirurgie, plastische und Wiederherstellungschirurgie.
Ablauf und Stationen der Weiterbildung
Der Ablauf und die Stationen der Weiterbildung variieren je nach Klinik. Allerdings wird häufig ein rotierendes System gewählt, um alle relevanten Bereiche abzudecken. Die Weiterbildung zum Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie kann beispielsweise im Universitätsklinikum Ulm erfolgen und sieht wie folgt aus: In der Klinik für Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Ulm kann im Rahmen einer gemeinschaftlichen Weiterbildung mit der Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie des Bundeswehrkrankenhauses die volle Weiterbildungszeit abgeleistet werden. Zu den zentralen Aufgaben zählen die zahnärztlich-chirurgische Versorgung von Patienten sowie die Erfüllung der Aufgaben einer mund-kiefer-gesichtschirurgischen Ambulanz mit operativer Tätigkeit in der Lokalanästhesie und Intubationsnarkose einschließlich der Implantologie. Im Rahmen der Maximalversorgung versorgst Du zusammen mit der Hals-Nasen-Ohrenabteilung und der Chirurgie polytraumatische Patienten. Zudem erfolgen strukturierte Mitarbeitergespräche, eine Teilnahme an klinikinternen Fortbildungsveranstaltungen sowie die Teilnahme an Kongressen der Fachgesellschaften. Wenn Du Dich für die Weiterbildung an dem Universitätsklinikum Ulm interessierst, findest Du den detaillierten Ablauf der Weiterbildung im Curriculum unter uniklinik-ulm.de. Dort siehst Du wie die Weiterbildungsinhalte auf die verschiedenen Jahre aufgeteilt sind.
Schwerpunkte
Nach der Facharztweiterbildung kannst Du optional eine Zusatzweiterbildung absolvieren.
Oft wird im Anschluss an die Facharztausbildung die Zusatzbezeichnung „Plastische und Ästhetische Operationen“ erworben. Diese Zusatzweiterbildung erweitert das operative Spektrum um rekonstruktive und kosmetisch-ästhetische Eingriffe und hat demnach für die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie eine hohe Relevanz. Die Zusatzbezeichnung ermöglicht zusätzlich die Durchführung von: Facelifts, Lidstraffungen, Nasenkorrekturen, Ohrkorrekturen, Narbenkorrekturen, Fettaubsaugung im Gesichtsbereich sowie Botulinumtoxin- und Fillerbehandlungen. Diese Zusatzweiterbildung stärkt die Position in der ästhetischen Medizin, erhöht die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Fachrichtungen und erlaubt eine umfassende Versorgung im Bereich der medizinisch indizierten Rekonstruktion bis hin zur ästhetischen Optimierung.
Auch die Weiterbildung zum Facharzt für Oralchirurgie kann zusätzlich erworben werden. Die Zusatzqualifikation „Oralchirurgie“ ist eine Spezialisierung innerhalb der Zahnmedizin. In dieser Weiterbildung steht der Erwerb chirurgischer Kompetenzen im zahnärztlichen Bereich im Vordergrund. Sie umfasst dabei die Zahnentfernungen (inklusive komplizierter Weisheitszahnentfernungen), Wurzelspitzenresektionen, Zystenoperationen, Parodontalchirurgie, Implantologie (Setzen von Zahnimplantaten), Weichgewebschirurgie sowie die Diagnostik und Therapie oraler Pathologien.
Prüfungen und Facharzttitel
Grundsätzlich bestimmen die Landesärztekammern die Voraussetzungen für die Facharztprüfung. Hierbei orientiert sich die Kammer an der MusterWeiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer. Die Ärztekammer benötigt ein ausgefülltes Anmeldeformular sowie Arbeitszeugnisse aller durchlaufenden Ausbildungsstätte inklusive der Anzahl an Untersuchungen und Operationen. Zudem wird das Logbuch mit den ganzen Weiterbildungsinhalten benötigt, um sich für die Facharztprüfung anmelden zu können. Die Prüfung dauert insgesamt 30 bis 40 Minuten. Hierbei sind die Fragen an die Anamnese, Diagnostik und an die jeweiligen Behandlungen angelehnt. Am Ende der Prüfung erfährst Du, ob Du die Prüfung bestanden hast. Eine Note erhältst Du hierbei nicht. Es können alle Inhalte der Weiterbildung abgefragt werden. Die Bundesärztekammer veröffentlicht hierzu eine Muster-Weiterbildungsverordnung, in der Du Dir einen Überblick über die Themenfelder verschaffen kannst. In den meisten Prüfungen werden jedoch sehr konkrete und praxisnahe Fälle thematisiert. Du musst in der Lage sein, eine entsprechende Diagnose zu stellen und alle in Betracht kommenden Behandlungen vorzuschlagen. Die mündliche Prüfung ist in Form eines Fachgesprächs gestaltet. Meist wird ein theoretischer Fall vorgestellt, den die Prüflinge durchsprechen müssen. Dabei wird in der Regel ein fachlicher Teilbereich ausgewählt, der dann vertieft wird. Der Facharzttitel für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Laufbahn und schafft Dir die Grundlage für eine vielseitige und verantwortungsvolle Karriere mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten und verschiedenen Fachgebieten. Du erhältst eine berufliche Qualifikation auf höchstem Niveau, profitierst von beruflicher Sicherheit und Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und trägst zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung bei.
Die Logbuchführung in der Facharztausbildung
Das Ausbildungslogbuch ist ein verpflichtender Bestandteil in der Facharztausbildung und muss komplett ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden. Das Logbuch zeigt Dir im Detail den Weiterbildungsgang sowie alle Inhalte und Kenntnisse, die in der Facharztausbildung vermittelt werden. Unter www.bundesaerztekammer.de kannst Du alle benötigten Informationen über den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten nachlesen. Laut dem Logbuch über die Facharztweiterbildung für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie soll zunächst der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns, der ärztlichen Begutachtung sowie der Aufklärung und der Befunddokumentation erfolgen. Die Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Kiefers, der Kiefergelenke und des Jochbeins einschließlich der chirurgischen Kieferorthopädie und Korrekturen der Biss- und Kaufunktionen gehören hierbei zu den zentralen Aufgaben. Zudem setzt das Logbuch den Erwerb von Kenntnissen auf dem Gebiet der Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen einschließlich Tumoren des Gaumens, der Lippen, der Zunge, der Mundhöhlenwandungen, der Speicheldrüsen, des Naseneingangs, der Weichteile des Gesichtsschädels einschließlich der gebietsbezogenen Nerven und regionalen Lymphknoten voraus. Es sollen ebenso die Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapie sowie die gebietsbezogene Arzneimitteltherapie kennengelernt werden. Laut dem Logbuch sollst Du außerdem mit den verschiednen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren vertraut gemacht werden. Hierzu gehören beispielsweise die sonographische Untersuchungen der Gesichts- und Halsweichteile sowie der Nasennebenhöhlen und Doppler-/Duplex-Sonographien der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße sowie die umfassenden operativen Eingriffe innerhalb dieses medizinischen Fachgebietes.
Gehalt als Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Im Allgemeinen gelten in einem Angestelltenverhältnis Tarifverträge, die das Gehalt regeln. Mit zunehmender Berufserfahrung und beruflicher Position steigt jedoch auch das Gehalt. In einer Uniklinik liegt das Einstiegsgehalt bei einem Assistenzarzt bei 5.626,91 €. Ein Facharzt hat durch den Facharzttitel deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Ein Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie würde demnach ein Gehalt zwischen 7.426,63 € und 9.302,27 € anstreben. Ein leitender Oberarzt hingegen kann ab dem siebten Jahr mit einem Gehalt von rund 12.347,33 € rechnen (Quelle: TV-Ärzte TdL, alle Angaben in brutto, 42 Stunden Woche, gültig: 01.02.2025 bis 31.03.2026). In den kommunalen Kliniken würdest Du etwas weniger verdienen. Du hast jedoch auch die Möglichkeit in Deiner eigenen Praxis zu arbeiten oder auch in einer Gemeinschaftspraxis tätig zu sein. Hierbei kann Dein Gehalt deutlich von den zuvor genannten Gehältern abweichen, da Du nicht mehr an Tarifverträge gebunden bist. Niedergelassene Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen erzielen nach Schätzungen des statistischen Bundesamtes einen durchschnittlichen Reinertrag von 325.000 € jährlich. Es lohnt sich, in Ruhe zu überlegen, welcher Arbeitsplatz wirklich zu Deinen Stärken, Interessen und Lebenszielen passt. Unter aerztestellen.aerzteblatt.de kannst Du Deine passende Arbeitsstelle finden. Hier kannst Du Deine Suche durch die Angabe des jeweiligen Fachgebietes, der angestrebten Position, der Tätigkeit, der bevorzugten Region sowie auch durch die Angabe aller in Betracht kommenden Auslandsmöglichkeiten erweitern.
Zukunftsaussichten und Nachfrage für Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Grundsätzlich bietet die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie exzellente Zukunftsaussichten für motivierte und spezialisierte Fachärzte. Der demografische Wandel trägt maßgeblich dazu bei, da ältere Menschen häufiger von Tumorerkrankungen, Zahnverlust und von kieferchirurgischen Komplikationen betroffen sind. Generell ist eine Zunahme von Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich zu verzeichnen. Umso wichtiger sind Frühdiagnostiken, Operationen und rekonstruktive Eingriffe. Außerdem besteht eine wachsende Nachfrage nach ästhetisch-rekonstruktiver Chirurgie. Facelifts, Lidkorrekturen sowie Narbenbehandlungen werden immer beliebter. Auch im Bereich der Unfallchirurgie kommen Sportverletzungen im Schädelbereich häufig vor und müssen behandelt werden. Kliniken, niedergelassene Praxen und medizinische Versorgungszentren sind zudem stetig auf der Suche nach neuen Nachwuchsärzten im Bereich der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Besonders gesucht sind chirurgisch erfahrene Ärzte mit Zusatzqualifikationen. Grundsätzlich wächst die Zahl der Mund-KieferGesichtschirurgen langsamer als der Bedarf. Grund dafür sind die hohen Zugangsanforderungen, um diesen Beruf ausüben zu können. Die Doppelapprobation und die Facharztausbildung schrecken viele Medizinstudenten ab. Insbesondere in ländlichen Regionen profitierst Du von guten Chancen für eine Praxisgründung. Aufgrund der digitalen 3D-Planung, der navigierten Chirurgie sowie aufgrund der individualisierten Implantate handelt es sich bei der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie um einen stark wachsenden Bereich. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bildanalyse und in der OP-Planung sind technische Fortschritte zu verzeichnen, mit denen Fachärzte zurecht kommen müssen. Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie stellt demnach eine hohe fachliche Spezialisierung mit der Möglichkeit zur Kombination von Funktion und Ästhetik dar. Sie ist geprägt von einer interdisziplinären Zusammenarbeit und einem enormen Entwicklungspotenzial. Zudem profitierst Du von einem attraktiven Einkommen und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.
Fazit - Lohnt sich die Facharztausbildung für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ?
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass für die Facharztausbildung für MundKiefer-Gesichtschirurgie ein Doppelstudium erforderlich ist. Demnach müssen Medizinstudenten mit einer hohen Zugangshürde und einer langen Ausbildungsdauer rechnen. Zudem hast Du ein hohes Spezialisierungsniveau im chirurgischen, ästhetischen und funktionellen Bereich. Du profitierst von einer hohen Nachfrage, von vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und von guten Verdienstmöglichkeiten. Insbesondere die Fachrichtung der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie bietet eine einzigartige Kombination aus Medizin und Zahnmedizin. Dich erwarten spannende chirurgische Eingriffe. Hierzu gehören beispielsweise die mikrochirurgische Rekonstruktion sowie die Implantologie. Außerdem gehört zu Deinem alltäglichen Arbeitstag ein breites, funktionelles, rekonstruktives und ästhetisches Behandlungsspektrum. Es handelt sich hierbei auch um eine technologisch moderne Fachrichtung. Auch die Möglichkeit Zusatzqualifikationen zu erwerben, ermöglichen es Dir Dein Potenzial vollumfänglich zu entfalten. Jedoch musst Du während der Facharztweiterbildung mit einigen Herausforderungen rechnen. Zu den Herausforderungen gehören der extrem hohe Aufwand durch das Doppelstudium, die lange Ausbildungszeit sowie psychisch und physisch fordernde Tätigkeiten innerhalb der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Du musst insbesondere mit langen Operationen und mit Bereitschaftsdiensten rechnen. Zudem ist diese medizinische Fachrichtung nur für Medizinstudenten mit echtem Interesse an beiden Studienfächern geeignet. Diese Facharztausbildung lohnt sich für leistungsbereite, chirurgisch interessierte und interdisziplinär denkende Mediziner, die bereit sind, den intensiven Ausbildungsweg zu gehen. Diese Ausbildung ist eine faszinierende Schnittstelle zwischen Funktion, Ästhetik und Wiederherstellung. Als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg arbeitest Du millimetergenau am komplexesten Teil des menschlichen Körpers. Wenn Dich also die operative Präzision, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Einsatz moderner Technologien begeistern, dann ist diese Facharztausbildung genau die Richtige für Dich.

Michelle Sobisch
Michelle Sobisch hat einen Bachelor of Laws im Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrecht abgeschlossen und studiert derzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Sie bringt fundierte juristische Kenntnisse, Organisationstalent und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten mit. Dank ihrer Erfahrung in Kanzleien und ihrer Leidenschaft für sorgfältige Recherche bereitet sie komplexe Inhalte klar und verständlich auf.
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