Was macht ein...?

Was macht ein Kinderpsychiater?

Von Julia Tech11 Min. Lesezeit
Kinderpsychiater im Gespräch mit Kind – Was macht ein Kinderpsychiater?

Kinderpsychiater haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie abgeschlossen. Sie sind Ärzte, die sich auf die Diagnose, Behandlung, Prävention und Rehabilitation von psychischen, psychosomatischen, entwicklungsbedingten und neurologischen Krankheitsbildern bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert haben und behandeln zum Beispiel Entwicklungsstörungen, ADHS, Tic-Störungen wie Tourette oder soziale Phobien.

Was ist der Unterschied zum Psychologen oder Psychotherapeuten?

Psychologen oder Psychotherapeuten sind keine Ärzte – sie haben kein Medizinstudium absolviert und ihnen fehlt fundiertes ärztliches Wissen zu Körper und Neurologie. Sie haben mindestens 5 Jahre Psychologie studiert – die Wissenschaft des Verhaltens, Denkens und Fühlens. Sie suchen Muster, um menschliches Verhalten vorherzusagen, zu erklären und zu verändern. Ein Psychiater hingegen kann mögliche körperliche Ursachen von psychischen Erkrankungen sowie psychische und körperliche Wechselwirkungen unterscheiden.

Zum Teil kommt es vor, dass Patienten von zwei Fachleuten gleichzeitig betreut werden, sowohl von einem Psychiater als auch von einem Psychologen oder Psychotherapeuten, wobei nur der Psychiater medikamentöse Behandlungen verschreiben darf. Zudem kann er für die Diagnosestellung auch neurologische und körperliche Aspekte mit einbeziehen.

Was zeichnet die Arbeit als Kinderpsychiater aus?

Kinder- und Jugendpsychiater haben sich auf die seelische und geistige Gesundheit von Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr spezialisiert. Ihre Arbeit ist von hoher Bedeutung, da die frühzeitige Diagnose und Behandlung von Entwicklungsstörungen und die therapeutische Unterstützung bei psychischen Problemen enorme Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung und spätere allgemeine Gesundheit des Patienten haben können. Nicht aufgearbeitete traumatische Erfahrungen, unerfüllte Kindesbedürfnisse und negative Glaubenssätze brennen sich tief ins Unterbewusstsein ein und können sowohl die Selbstwahrnehmung als auch die Wahrnehmung der äußeren Welt massiv beeinflussen und zu schweren seelischen Erkrankungen wie Ängsten, Depressionen und Störungen im Selbstwertgefühl führen. Für den Beruf haben Empathie, Fingerspitzengefühl, und emotionale Intelligenz hohe Priorität.

Worin liegen die Aufgaben eines Kinderpsychiaters?

Mit Feingefühl und spielerischen Elementen analysieren Kinder- und Jugendpsychiater den Gesundheitszustand der jungen Patienten in ihrer Praxis. Die Diagnostik sollte so ganzheitlich wie möglich sein und sowohl biologische Aspekte wie Genetik und neurologische Faktoren, das soziale Umfeld, den allgemeinen körperlichen Entwicklungsstand, psychische und emotionale Aspekte als auch auffällige Verhaltensmuster miteinbeziehen.

Für die Diagnostik bedienen sich die Ärzte folgender Methoden:

  • Gesprächsführung (klinisches Interview): Strukturierte oder halbstrukturierte Gespräche mit Kind, Jugendlichen und ggf. den Eltern, um Informationen über die Entwicklung, das Verhalten, die Gefühle und die familiäre Situation zu sammeln
  • Standardisierte Tests und Fragebögen: Einsatz von psychometrischen Tests zur Messung von Intelligenz (z. B. WISC), Aufmerksamkeit (z. B. Conners-Tests bei ADHS) oder emotionalen Zuständen (z. B. kindliche Depressions- oder Angstfragebögen)
  • Verhaltensbeobachtung: Beobachtung des Kindes in verschiedenen Situationen (z. B. im Gespräch, im Schulumfeld oder in Spielsettings), um Verhaltensmuster, soziale Interaktionen und emotionale Reaktionen zu erfassen
  • Spieltherapie oder Spielbeobachtung: Das Kind spielt mit speziellen Spielsachen oder Materialien, während der Psychiater das Verhalten beobachtet. Durch das Spiel können unbewusste Konflikte, Ängste oder Wünsche sichtbar werden
  • Kreative Ausdrucksformen (z. B. Malen, Zeichnen, Basteln): Kinder malen Bilder oder gestalten Collagen, um ihre Gefühle und Gedanken zu veräußern – die Inhalte und die Art der Gestaltung geben Hinweise auf emotionale Zustände
  • Puppen- oder Rollenspiele: Mit Puppen oder Figuren wird eine Geschichte nachgespielt, was dem Kind ermöglicht, Situationen nachzuerleben und zu verarbeiten und Rückschlüsse auf seine inneren Konflikte oder soziale Kompetenzen zulässt

Die Methoden werden oft kombiniert, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten und eine fundierte Diagnose stellen zu können. Spielerische Methoden sind in der Kinder- und Jugendpsychiatrie besonders wichtig, weil sie Kindern helfen, sich zu öffnen und ihre Gefühle sowie Verhaltensweisen auf natürliche Weise auszudrücken.

Am häufigsten behandeln Kinder- und Jugendpsychiater die folgenden Störungsbilder:

  • Entwicklungsstörungen: Lese- und Rechtschreibstörungen, Konzentrationsprobleme, motorische Störungen, Autismus-Spektrum-Störungen (Beeinträchtigung in sozialen Interaktionen, eingeschränkte, repetitive Verhaltensmuster, verbunden mit sensorischen Überempfindlichkeiten und besonderen Interessen) und frühkindliche Entwicklungsstörungen (z. B. bei Frühgeborenen oder Kindern mit genetischen Syndromen)
  • Hyperkinetische Störungen: Verhaltensstörungen, die durch eine ausgeprägte Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet sind, z. B. ADHS
  • Emotionale Störungen: Zum Beispiel Angststörungen oder Depressionen
  • Zwangsstörungen: Motorische und vokale Tics wie Tourette, das Durchführen von regelmäßigen Zwangshandlungen (z. B. Waschzwang oder Berührungsrituale)
  • Posttraumatische Belastungsstörungen: Reaktionen auf unverarbeitete, traumatische Ereignisse und akute psychische und physische Belastungen
  • Essstörungen: zum Beispiel Bulimie oder Magersucht
  • Persönlichkeitsausfälligkeiten: Zum Beispiel borderline-ähnliche Muster (Instabile Beziehungen, Stimmungsschwankungen, Impulsivität, dissoziative Zustände), dissoziale Tendenzen (Mangel an Empathie, Rücksichtslosigkeit, Regelbrechen) oder vermeidend-selbstunsichere Merkmale (oft verbunden mit geringem Selbstwertgefühl)

Als Kinder- und Jugendpsychiater berät man bezüglich präventiver Maßnahmen und entscheidet über die Indikation einer Therapie. Psychiater entwickeln entsprechende Behandlungspläne, die medikamentöse Therapien, Psychotherapie (z. B. Verhaltenstherapie oder Gesprächstherapie) oder eine Kombination aus beidem umfassen können. Oft werden auch Eltern, Lehrer und andere Bezugspersonen beraten, um das Umfeld des Patienten zu stabilisieren und zu fördern.

Für eine umfassende und ganzheitliche Behandlung ist die multidisziplinäre Zusammenarbeit mit Psychologen, Sozialarbeitern, Pädagogen und anderen Fachkräften im Gesundheits- oder Bildungssystem unerlässlich.

Wo arbeiten Kinderpsychiater?

Im Jahr 2023 zählte die Bundesärztekammer im Rahmen ihrer Ärztestatistik 428.474 berufstätige Ärzte, darunter 2.855 Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sie arbeiten:

  • Ambulant: Etwas mehr als die Hälfte unter ihnen arbeitet im ambulanten Bereich, der allergrößte Teil hat sich in eigener Praxis niedergelassen. Zudem findet man sie in ambulanten Kliniken oder Tageskliniken. In diesem Rahmen werden oft intensivere therapeutische Maßnahmen durchgeführt, ohne dass eine stationäre Aufnahme notwendig ist. In Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen können sie auch in sozialpädagogischen Einrichtungen oder bei Jugendämtern tätig sein.

  • Stationär: Die andere Hälfte arbeitet stationär, zum Beispiel in kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken. Solche spezialisierten Kliniken bieten stationäre Aufenthalte an, bei denen die Patienten rund um die Uhr betreut werden. Hier erfolgt eine intensive Diagnostik, Therapie (z. B. Gesprächstherapie und medikamentöse Behandlung) und Unterstützung bei akuten Krisen. Auch psychosomatische Kliniken für Kinder und Jugendliche, in denen neben psychischer auch die körperliche Gesundheit behandelt wird, sind potenzielle Arbeitgeber für Kinderpsychiater.

Besonders bei psychosomatischen Störungen wie Essstörungen ist der stationäre Aufenthalt häufig notwendig.

Wie wird man Kinderpsychiater?

Um sich als Kinder- und Jugendpsychiater bezeichnen zu dürfen, muss man, nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, gemäß § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO), eine Facharztausbildung im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie abschließen. Diese umfasst in Deutschland 5 Jahre, die exakten Regelungen variieren je nach Bundesland und müssen gegebenenfalls bei der zuständigen Ärztekammer erfragt werden.

Gemäß der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein umfasst die Facharztausbildung 60 Monate Ausbildung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, davon können zum Kompetenzerwerb bis zu 12 Monate in anderen Gebieten abgeleistet werden. Dafür kommen zum Beispiel die Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie, Psychotherapie oder Suchtmedizin in Frage.

Die Ausbildung kann in Weiterbildungsstätten absolviert werden, die von der jeweiligen Ärztekammer befugt sind. Dazu zählen hauptsächlich spezialisierte Fachpraxen, kinder- und jungendpsychiatrische und psychosomatische Kliniken sowie größere Krankenhäuser mit entsprechenden Abteilungen. Auf den Webseiten der Landesärztekammern findet man Suchportale, in die man Facharztbereich und Stadt eingeben kann, um sich zur Weiterbildung befugte Krankenhäuser und Praxen anzeigen zu lassen.

Welche Fortbildungen und Spezialisierungen gibt es?

Im Januar 2004 wurde im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt, dass sich Fachärzte stetig fortbilden müssen, um ihre Facharztanerkennung behalten zu dürfen. Innerhalb von 5 Jahren sind 250 CME-Punkte (CME = Continuing Medical Education) zu sammeln: Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen erhält man beispielsweise einen Punkt, mehrtägige Kongresse bringen drei Punkte. Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium mittels Fachliteratur angerechnet bekommen.

Innerhalb der Kinder- und Jugendpsychiatrie kann man sich auf bestimmte Erkrankungen spezialisieren, zum Beispiel auf Störungen aus dem Neuroentwicklungsspektrum, die durch Beeinträchtigungen in der Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems gekennzeichnet sind. Dazu gehören beispielsweise Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS oder Lernstörungen. Auch eine Spezialisierung im Bereich der Essstörungen, Suchtstörungen, psychotischen Störungen (z. B. Schizophrenie) oder Bindungs- und Beziehungsstörungen ist möglich.

Für die Trauma-Therapie kann man gewisse Zusatzqualifikationen erwerben, dazu gehören zum Beispiel Traumatherapie-Zertifikate für EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), Trauma-Focused Cognitive Behavioral Therapy (TF-CBT) oder Zertifizierungen für achtsamkeitsbasierte Ansätze bei Kindern und Jugendlichen.

Aus der Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer bieten sich die Zusatzweiterbildungen Psychotherapie und Psychoanalyse an.

Die Zusatzweiterbildung in der Psychotherapie umfasst ungefähr 2 Jahre praktische Erfahrungen sowie theoretische Ausbildung in anerkannten Therapieverfahren wie Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder Psychoanalyse. Ziel ist es, die therapeutischen Fähigkeiten zu vertiefen und eine eigenständige psychotherapeutische Tätigkeit neben der ärztlichen Versorgung ausüben zu können. Nach Erwerb der Zusatzqualifikation dürfen sich Psychiater offiziell die Bezeichnung Psychotherapeut auf ihr Praxisschild drucken.

Die Zusatzweiterbildung in der Psychoanalyse ist eine spezielle Qualifikation für Ärzte, die ihre Kenntnisse in psychoanalytischer Theorie und Praxis vertiefen möchten. Sie umfasst ungefähr 2 Jahre praktische Erfahrungen in psychoanalytischer Behandlung sowie eine theoretische Ausbildung, die sich auf die Prinzipien der klassischen Psychoanalyse stützt. Ziel ist es, psychoanalytische Verfahren eigenständig anzuwenden und in die ärztliche Versorgung zu integrieren.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) bietet regelmäßig Seminare, Kongresse und Workshops an, um sich in speziellen Gebieten weiterzubilden oder generell auf dem neusten Stand der Wissenschaft zu bleiben. Auch die Teilnahme an internationalen Konferenzen der European Society for Child and Adolescent Psychiatry (ESCAP) ist eine Möglichkeit.

Supervisionen und Intervisionen haben für Psychiater große Bedeutung. Supervisionen sind strukturierte Treffen zwischen einem Psychiater und einem erfahrenen Supervisor, bei denen die psychiatrisch-therapeutische Arbeit reflektiert wird. Ziel ist es, Fallbesprechungen durchzuführen, Strategien zu verbessern und berufliche Herausforderungen zu bewältigen.

Intervisionen finden zwischen Kollegen auf Augenhöhe statt und dienen dem Austausch von Erfahrungen. Dabei werden Fälle besprochen, Feedback ausgetauscht und voneinander gelernt. Beide Formen fördern die Qualität der Therapie und unterstützen die persönliche Weiterentwicklung des Arztes.

Für das Selbststudium bietet sich die wissenschaftliche Fachzeitschrift Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an.

Wie viel verdient ein Kinderpsychiater?

Sofern man in einer psychiatrischen oder psychosomatischen Kliniken arbeitet, die öffentlich-rechtlich organisiert ist, gilt der Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA).Im ersten Jahr der Facharztausbildung an einem kommunalen Krankenhaus verdient man 5.499,85 Euro brutto pro Monat. Fachärzte mit 4 Jahren Erfahrung kommen auf 7.867,55 Euro.

Private Krankenhäuser zahlen zwar individuelle Löhne, diese orientieren sich jedoch stark an den gängigen Tarifverträgen

Im ambulanten Bereich unterscheiden sich die Einnahmen je nach Facharztbereich stark. Zudem unterliegen ambulante Praxen keinem Tarifvertrag und verfügen somit über einen gewissen Verhandlungsspielraum. Einige Praxisinhaber bieten angestellten Ärzten eine lukrative Umsatzbeteiligung an. Dafür ist der Gewinn einer privaten Praxis von Schwankungen geprägt und von diversen Faktoren wie Praxisstandort, Patientenanzahl, Vergütungsform der Behandlungen (gesetzlich oder privat versicherte Patienten), Anzahl der IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen) sowie der allgemeinen Effizienz der Praxis abhängig.

607 Kinder- und Jugendpsychiater waren 2023 in eigener Praxis niedergelassen. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts von 2023 liegt der durchschnittliche jährliche Reinertrag einer Praxis aus dem Fachbereich bei 216.000 Euro – ein niedriger Wert im Vergleich zu anderen medizinischen Fachgebieten. Der Reinertrag ist die Differenz zwischen den Einnahmen und den Betriebsausgaben und stellt noch nicht das Nettoeinkommen des Praxisinhabers dar. Nach Abzug von Steuern, Versicherungen, Kammerbeiträgen, Beiträgen zum Versorgungswerk, privater Altersvorsorge sowie eventuellen Kreditraten für die Praxisübernahme bleiben dem Inhaber pro Monat schätzungsweise 5.500 Euro netto.

Welche Zukunftsperspektiven hat die Kinder- und Jugendpsychiatrie?

Die Nachfrage nach psychischer Gesundheitsversorgung steigt, das Bewusstsein für mental health wächst und der Besuch eines Psychiaters oder Psychotherapeuten wird deutlich weniger stigmatisiert als noch vor 20 Jahren. Spätestens nach Stefanie Stahls Beststeller Das Kind in dir muss Heimat finden ist vielen klar geworden, welche große Bedeutung die eigene Kindheit für die Persönlichkeitsentwicklung und die langfristige seelische Gesundheit hat. Viele Eltern von heute sind deutlich sensibler für die psychische Gesundheit ihrer Kinder und entscheiden sich bewusst für eine psychiatrische oder psychotherapeutische Begleitung.

Technologische Fortschritte wie die Telemedizin erweitern die Möglichkeiten psychiatrischer Versorgung zusätzlich und ermöglichen sogar eine ortsungebundene Arbeit. Auch die Forschung in den Bereichen Neurowissenschaften und Psychopharmakologie entwickelt sich stetig weiter, was neue Behandlungsmethoden ermöglicht. Insgesamt bietet der Beruf des Kinder- und Jugendpsychiaters eine stabile und wachsende Karrierechance mit der Möglichkeit, einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

Fazit – Lohnt sich der Weg zum Kinder- und Jugendpsychiater?

Der Weg kann sich lohnen. Wenn man die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schätzt, Interesse an der menschlichen Psyche hat sowie Empathie und Feingefühl mitbringt, kann die Facharztausbildung zum Kinder- und Jugendpsychiater die richtige Entscheidung sein. Die Arbeit ist sehr sinnstiftend, da eine professionelle psychiatrische und therapeutische Beratung in jungen Jahren einen immensen Einfluss auf die gesunde Kindesentwicklung in allen Bereichen haben kann und man damit einen großen Beitrag zur lebenslangen seelischen Gesundheit leistet.

FAQs

Was macht ein Kinderpsychiater?

Kinderpsychiater haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie abgeschlossen. Sie sind Ärzte, die sich auf die Diagnose, Behandlung, Prävention und Rehabilitation von psychischen, psychosomatischen, entwicklungsbedingten und neurologischen Krankheitsbildern bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert haben und behandeln zum Beispiel Entwicklungsstörungen, ADHS, Tic-Störungen wie Tourette oder soziale Phobien.

Wie wird man Kinderpsychiater?

Um Kinder- und Jugendpsychiater zu werden, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt eine 5-jährige Facharztausbildung im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie abschließen. Diese umfasst 60 Monate Ausbildung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie von denen zum Kompetenzerwerb bis zu 12 Monate in anderen Gebieten abgeleistet werden können (z. B. Neurologie). Die Facharztausbildung kann in befugten Weiterbildungsstätten absolviert werden, dazu zählen hauptsächlich spezialisierte Fachpraxen, kinder- und jungendpsychiatrische und psychosomatische Kliniken sowie Krankenhäuser mit entsprechenden Abteilungen.

Wie viel verdient ein Kinderpsychiater?

Im ersten Jahr der Facharztausbildung an einem kommunalen Krankenhaus verdient man 5.499,85 Euro brutto pro Monat. Fachärzte mit 4 Jahren Erfahrung kommen auf 7.867,55 Euro. In privater Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie bleiben dem Inhaber am Ende des Monats schätzungsweise 5.500 Euro netto.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Kinderpsychiater?

Die Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie dauert in der Regel 5 Jahre.

Über die Autorin

Julia Tech

Julia Tech hat Mehrsprachige Kommunikation mit dem Schwerpunkt Translation an der TH Köln studiert und 6 Monate davon an der Université Aix-Marseille im Süden Frankreichs verbracht. Französisch ist ihre Herzenssprache, aber auch im Deutschen ist sie sehr sprachgewandt. Neben ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Tauchen.

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