Hygieneärzte und Umweltmediziner sind Ärzte, die nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung in der Hygiene- und Umweltmedizin absolviert haben. Sie sind spezialisiert auf die Erkennung, Erfassung und Bewertung von Umwelteinflüssen und Hygienefaktoren, die sich auf die Gesundheit des einzelnen oder der Bevölkerung auswirken können.
Hygieneärzte haben sich auf die mikrobiologische, virologische und hygienische Überwachung von Krankenhäusern und Praxen spezialisiert, während Umweltmediziner Schadstoffe in Luft, Wasser, Boden und Lebensmitteln sowie ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung kontrollieren. Hygieneärzte beraten Ärzte und Krankenhauspersonal – Umweltmediziner beraten Privatpersonen, Unternehmen oder Behörden hinsichtlich gesundheitlicher Risiken, beide entwickeln Maßnahmen zur Prävention.
Was zeichnet ihre Arbeit aus?
Im Jahr 2024 zählte die Bundesärztekammer im Rahmen ihrer Ärztestatistik 246 berufstätige Fachärzte für Hygiene- und Umweltmedizin.
Sie sind Profis für Hygienemanagement und die virologische Überwachung von Umwelt und Bevölkerung. Während für den Großteil aller Fachärzte die Behandlung von Patienten, die bereits erkrankt sind, im Vordergrund steht, liegt ihr Fokus fast ausschließlich auf der Prävention.
Hygieneärzte interessieren sich vor allem für Hygienepläne, Infektionsprävention, Antibiotikamanagement sowie Erregerdiagnostik im Kontext medizinischer Räumlichkeiten während Umweltmediziner sich mit Themen wie dem allgemeinen Infektionsschutz der Bevölkerung, Umweltverschmutzung, Trinkwasserqualität, Lebensmittelsicherheit oder auch Arbeitsschutz beschäftigen.
Die Arbeit ist sehr interdisziplinär. Je nachdem, in welche Richtung man gehen möchte, arbeitet man zum Beispiel mit Ärzten, anderen medizinischen Fachkräften, Umweltwissenschaftlern, Behörden oder auch privaten Unternehmen zusammen. Die Verantwortung ist hoch, da die eigene Arbeit direkten Einfluss auf die Gesundheit vieler Menschen und den Schutz unserer Umwelt hat.
Worin liegen die Aufgaben von Hygieneärzten und Umweltmedizinern?
Hygieneärzte widmen ihre Arbeit in erster Linie der Hygiene und Infektionsprävention in Kliniken, Praxen, Pflegeeinrichtungen oder auch Apotheken. Sie führen Begehungen durch und bewerten die Räumlichkeiten unter virologischen, chemischen, mikrobiologischen, physikalischen und baulichen Kriterien hinsichtlich Infektionsschutz und gesundheitsschädlichen Faktoren. Sie schulen Mitarbeiter im Hygienemanagement und überwachen die Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten und anderen Gegenständen. Sie erarbeiten Hygienekonzepte und erstellen Präventionsstrategien zur Kontrolle von antibiotikaresistenten Infektionserregern in bestimmten Einrichtungen. Für die Überwachung des Infektionsschutzes entnehmen sie Proben von Räumlichkeiten und Patienten. In der Facharztausbildung zum Hygiene- und Umweltmediziner lernt man, mikroskopische Laboruntersuchungen auf Bakterien, Pilze, Parasiten oder Viren durchzuführen. Hygieneärzte wissen, wie man bestimmte Bakterien- oder Pilzkulturen heranzüchtet, diese auf Resistenzen testet, Erreger typisiert und ihre Reaktion auf Antiinfektiva und Desinfektion untersucht. Auch die Beratung von Patienten mit eingeschränktem Immunsystem in Bezug auf Verhalten, Hygiene und Ernährung kann zu ihren Aufgaben gehören.
Umweltmediziner verbringen ihren Alltag eher selten in klinischen Räumlichkeiten. Man findet häufig im Freien, wenn sie zum Beispiel Wasser-, Boden- und Luftqualität untersuchen und bezüglich Bau- und Siedlungshygienemaßnahmen beraten. Sie testen zudem technische Anlagen, die der Aufbereitung von Trinkwasser, Badewasser und Abwasser dienen. Hygieneärzte untersuchen Biogas- und Kompostierungsanlagen, raumlufttechnische Systeme, Kühlsysteme und wirken am Aufbau und der Überwachung von Wasserversorgungssystemen mit. Sie untersuchen auch Lebensmittel auf Infektionsgefahren und beraten Menschen in Bezug auf Hygiene und Ernährung. Darüber hinaus ist die Präventiv- und Reisemedizin Teil ihrer Arbeit: Fachärzte für Hygiene- und Umweltmedizin informieren über Infektionsrisiken am Zielort, entwickeln Impf-Programme und setzen Standards, sie überwachen die gesundheitliche Lage in bestimmten Regionen und wirken gegebenenfalls bei der Behandlung von infizierten Reisenden und der Koordination von medizinischer Hilfe im Ausland mit.
Dokumentation und administrative Tätigkeiten gehören zu beiden Berufsfeldern.
Wo arbeiten Hygieneärzte?
Viele Hygieneärzte sind in Krankenhäusern angestellt. Dort sind sie vor allem für die Infektionskontrolle, die Beratung und Schulung von Mitarbeitern, die Eindämmung bei Ausbrüchen und die Entwicklung von Hygieneplänen zuständig.
Einige Hygieneärzte bieten Schulungen an und leisten Aufklärungsarbeit im Bereich Hygiene und Gesundheit – zum Beispiel in Schulen oder im Rahmen öffentlicher Kampagnen.
Zudem gibt es private Dienstleister im Bereich Medizinische Hygiene, die Hygienekontrollen, Schulungen und Beratung anbieten, zum Beispiel das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene Freiburg (BZH GmbH).
In Forschungseinrichtungen und Universitäten betreiben Hygieneärzte wissenschaftliche Studien im Bereich der Infektionsprävention, der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen sowie der Überwachung und Kontrolle von nosokomialen Infektionen.
Wo arbeiten Umweltmediziner?
Umweltmediziner arbeiten häufig in Gesundheitsämtern, sie überwachen die Gesundheit der Bevölkerung, kontrollieren die Hygiene in öffentlichen Einrichtungen, beraten bei Krankheitsausbrüchen und entwickeln Präventionsprogramme. Zudem können sie bei Landes- oder Bundesbehörden angestellt sein und sich mit Fragen des Verbraucherschutzes, Umweltschutzes, der Schadstoffkontrolle und der Gesundheitsvorsorge befassen.
Sie können ebenfalls in speziellen Zentren und Kliniken, die auf Umweltmedizin spezialisiert sind, angestellt sein, zum Beispiel im Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité Berlin – das nationale Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen (im Krankenhaus erworbenen) Infektionen, das auch bundesweite Hygieneprojekte wie die Aktion Saubere Hände organisiert.
Viele Umweltmediziner haben eine Weiterbildung in der Betriebsmedizin gemacht und sind in Unternehmen oder bei betriebsärztlichen Dienstleistern angestellt. Dort führen sie Vorsorgeuntersuchungen durch, beraten zu Arbeitsschutzmaßnahmen und überwachen die Gesundheit der Mitarbeitenden. Vor allem große Firmen der Industrie aus Branchen mit besonderen Umwelt- oder Gesundheitsrisiken (z. B. Chemie, Maschinenbau, Energie) beschäftigen Betriebsärzte zur Prävention und Gesundheitsförderung.
In Forschungseinrichtungen und Universitäten betreiben sie wissenschaftliche Studien im Bereich der Umwelt- und Expositionsmedizin, der Toxikologie, der Schadstoffbelastung sowie der Prävention umweltbedingter Erkrankungen.
Wie wird man Hygienearzt bzw. Umweltmediziner?
Um sich als Facharzt für Hygiene- und Umweltmedizin bezeichnen zu dürfen, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, gemäß § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO), die Facharztausbildung Hygiene- und Umweltmedizin absolvieren. Die Ausbildung umfasst in Deutschland 60 Monate, also 5 Jahre. Die exakten Regelungen variieren je nach Bundesland. Die fachärztliche Ausbildung kann in Weiterbildungsstätten absolviert werden, die von der jeweiligen Ärztekammer befugt sind. Dazu zählen hauptsächlich Kliniken und überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften (ÜBAG) – eine Form der Zusammenarbeit von selbstständigen Fachärzten, die an verschiedenen Orten tätig sind, aber gemeinsam eine Praxis oder Einrichtung betreiben.
Gemäß der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein umfasst die Weiterbildung folgende Punkte:
- 60 Monate Hygiene- und Umweltmedizin unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon:
- 12 Monate Ausbildung in der unmittelbaren Patientenversorgung
- 12 Monate Ausbildung zur Wahl in Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Öffentliches Gesundheitswesen, Arbeitsmedizin und/oder innerhalb der Zusatz-Weiterbildung Infektiologie
Auf den Webseiten der Landesärztekammern findet man Suchportale, in die man Facharztbereich, und Stadt eingeben kann, um sich zur Weiterbildung befugte Krankenhäuser und Praxen anzeigen zu lassen.
Welche Fortbildungen und Spezialisierungen gibt es?
Im Januar 2004 wurde im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt, dass sich Fachärzte stetig fortbilden müssen, um ihre Facharztanerkennung und Zusatzbezeichnungen behalten zu dürfen. Innerhalb von 5 Jahren sind 250 CME-Punkte (CME = Continuing Medical Education) zu sammeln: Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen erhält man beispielsweise einen Punkt, mehrtägige Kongresse bringen drei Punkte. Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium mittels Fachliteratur angerechnet bekommen.
Hygieneärzte können sich zum Beispiel auf die Hygiene in speziellen Einrichtungen (z. B. Lebensmittelhygiene in der Lebensmittelindustrie oder Gastronomie), die Trinkwasserhygiene oder die Medizinproduktehygiene spezialisieren und sich in Bezug auf Qualitätsmanagement und Zertifizierungen (z. B. ISO-Standards oder QM-Systeme im Gesundheitswesen) weiterbilden.
Umweltmediziner haben die Möglichkeit, sich in der Toxikologie (chemische, physikalische und biologische Schadstoffe und deren Wirkung auf den Menschen) fortzubilden und ihr Wissen in Bezug auf Sicherheitsdatenblätter (SDG) und Risikobewertungen zu wichtigen Stoffen zu erweitern. Auch der Klimawandel ist ein brandaktuelles und komplexes Gebiet, in dem ständig geforscht wird und das für den Umweltmediziner von Bedeutung ist. Zudem ist eine Spezialisierung auf spezielle Schadstoffe wie Elektrosmog, Pestizide oder Schwermetalle möglich.
Es gibt zahlreiche Fachgesellschaften, die regelmäßig Kongresse und Fortbildungen organisieren, die man als Arzt wahrnehmen kann, um auf dem neusten Stand des Wissens zu bleiben:
- Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP)
- Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM)
- Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM)
- Deutsche Gesellschaft für Allgemeine und Krankenhaus-Hygiene e.V. (DGKH)
Für das Selbststudium bietet sich die wissenschaftliche Fachzeitschrift Umweltmedizin ∙ Hygiene ∙ Arbeitsmedizin an, die von der GHUP publiziert wird.
Viele Umweltmediziner machen zudem eine Zusatzweiterbildung in der Betriebsmedizin, um ihre Kenntnisse im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu vertiefen, präventive Maßnahmen für den Arbeitsplatz zu entwickeln, arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken beurteilen zu können und die Gesundheit der Beschäftigten umfassender zu schützen. Außerdem haben einige unter ihnen eine Zusatzweiterbildung in der Tropenmedizin absolviert, um ihr Verständnis für Krankheiten, die durch Reise- oder Umweltfaktoren in tropischen Regionen entstehen können, zu erweitern und Menschen bei Reisen in solche Gebiete umfangreicher zu beraten.
Wie viel verdienen Hygieneärzte und Umweltmediziner?
Das konkrete Gehalt ist davon abhängig, wo sie arbeiteten und wie viel Erfahrung sie vorweisen können. Der Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) und der Tarifvertrag für Ärzte in Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL) ähneln sich in ihren Angaben, in Universitätskliniken fällt die monatliche Vergütung etwas höher aus. Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt.
Tarifverträge für Krankenhäuser machen keinen Unterschied in Bezug auf Facharztausbildungen oder Spezialisierungen, sodass die meisten stationär angestellten Fachärzte den gleichen Satz verdienen. Lediglich die hierarchische Ebene – Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt oder Oberarzt – sowie die Berufserfahrung haben Einfluss auf die Höhe des Einkommens. Ist man als Hygienearzt in einer Uniklinik angestellt, verdient man im ersten Jahr 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Mit Schichtarbeit kann man seinen monatlichen Verdienst zusätzlich anheben.
Beim Gesundheitsamt, wo viele Umweltmediziner tätig sind, richtet sich das Gehalt in der Regel nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) oder dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Das Einstiegsgehalt für einen Facharzt im öffentlichen Dienst liegt bei etwa 5.000 bis 5.500 Euro brutto im Monat und kann mit zunehmender Berufserfahrung und Verantwortungsübernahme auf bis zu 7.000 Euro oder mehr steigen.
Welche Zukunftsperspektiven haben die Hygiene- und Umweltmedizin?
Die Hygiene- und Umweltmedizin hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, vor allem – die Corona-Pandemie hat dazu beigetragen, dass sich die Bevölkerung über die Bedeutung eines funktionierenden Infektionsschutz-Systems bewusst ist. Auch das Umweltbewusstsein in Bezug auf Klimawandel und Umweltverschmutzung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig ist die Menschheit gut darin, stetig neue Gesundheitsgefahren zu kreieren: So bringen die zunehmende Mobilität, die globale Erwärmung und die Entwicklung neuer Krankheitserreger zahlreiche Risiken für Umwelt und Gesundheit mit sich – kurz gesagt: An Stellenangeboten wird es auch zukünftigen Fachärzten für Hygiene und Umwelt nicht mangeln.
Der Trend geht hin zur interdisziplinären Vernetzung: Ärzte aus der Hygiene- und Umweltmedizin sollen in Zukunft noch enger mit Fachkräften anderer Gebiete wie der Toxikologie, der Epidemiologie und Public Health zusammenarbeiten, um ganzheitliche Lösungen entwickeln zu können. Stetige technologische Entwicklungen erleichtern den Informations- und Datenaustausch.
Fazit – Lohnt sich der Weg zum Hygienearzt oder Umweltmediziner?
Die Facharztausbildung zum Hygiene- und Umweltmediziner gehört zu den Ausbildungen mit den wenigsten Bewerbern. Jeder Arzt, der sich für die Ausbildung entscheidet, trägt einen wichtigen Teil dazu bei, dass Infektions- und Umweltschutz auch in Zukunft funktionieren.
Der Bereich ist vielfältig. Neben der Anstellung als Hygienearzt in Kliniken und Krankenhäusern kann man mit dem Fokus auf Umweltmedizin zum Beispiel in Gesundheitsämtern, Betrieben oder Umweltbehörden arbeiten. Auch die Fortbildungsangebote sind bunt: Ob man die Hygiene in der Lebensmittelindustrie überwacht, seinen Fokus auf die Umwelttoxikologie legt oder den Weg des Betriebsmediziners einschlägt – die Möglichkeiten sind vielseitig.
FAQs
Was machen Hygieneärzte?
Hygieneärzte sind Ärzte, die nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung in der Hygiene- und Umweltmedizin absolviert haben. Sie sind spezialisiert auf die Erkennung, Erfassung und Bewertung von Umwelteinflüssen und Hygienefaktoren, die sich auf die Gesundheit von Ärzten und Patienten auswirken können und haben sich auf die mikrobiologische, virologische und hygienische Überwachung von medizinischen oder Pflegeeinrichtungen spezialisiert.
Was machen Umweltmediziner?
Umweltmediziner sind Ärzte, die nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung in der Hygiene- und Umweltmedizin absolviert haben. Sie sind spezialisiert auf die Erkennung, Erfassung und Bewertung von Umwelteinflüssen und Hygienefaktoren, die sich auf die Gesundheit des einzelnen oder der Bevölkerung auswirken können. Sie kontrollieren zum Beispiel Schadstoffe in Luft, Wasser, Boden und Lebensmitteln sowie ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung und beraten Behörden, Privatpersonen oder Unternehmen zum Beispiel in Bezug auf mögliche Infektionsrisiken, Bau- und Siedlungshygienemaßnahmen oder Wasseraufbereitungsanlagen.
Wie wird man Hygienearzt oder Umweltmediziner?
Um sich als Facharzt für Hygiene- und Umweltmedizin bezeichnen zu dürfen, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, die Facharztausbildung Hygiene- und Umweltmedizin abschließen. Die fachärztliche Ausbildung kann in Weiterbildungsstätten absolviert werden, die von der jeweiligen Ärztekammer befugt sind. Dazu zählen hauptsächlich Kliniken und überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften (ÜBAG).
Wie viel verdienen Hygieneärzte und Umweltmediziner?
Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt. Nach Abschluss der Ausbildung erhält man zu Beginn 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Beim Gesundheitsamt liegt das Einstiegsgehalt für einen Facharzt im öffentlichen Dienst bei etwa 5.000 bis 5.500 Euro brutto und kann mit zunehmender Berufserfahrung auf mehr als 7.000 Euro pro Monat steigen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Hygienearzt und Umweltmediziner?
Die Ausbildung zum Facharzt für Hygiene- und Umweltmedizin dauert in der Regel 5 Jahre.

Julia Tech
Julia Tech hat Mehrsprachige Kommunikation mit dem Schwerpunkt Translation an der TH Köln studiert und 6 Monate davon an der Université Aix-Marseille im Süden Frankreichs verbracht. Französisch ist ihre Herzenssprache, aber auch im Deutschen ist sie sehr sprachgewandt. Neben ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Tauchen.
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