Endokrinologen haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung im Bereich Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie abgeschlossen und sich auf jenes internistische Teilgebiet spezialisiert, das sich mit dem Hormonsystem – dem Endokrinium – beschäftigt. Zu diesem gehören unter anderem die Schilddrüse, Nebenniere, Hypophyse (Drüse im Gehirn), Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke und Hoden. Fachärzte in diesem Bereich behandeln neben Erkrankungen wie Schilddrüsenüber- und Unterfunktionen, Nebennierenstörungen, Sexualhormonstörungen oder Störungen des Fett- und Energiestoffwechsels vor allem Diabetespatienten. Diabetes mellitus ist eine der häufigsten endokrinen Erkrankungen, etwa 9 Millionen Menschen sind deutschlandweit betroffen.
Was zeichnet die Arbeit als Endokrinologe aus?
Der Fokus eines Facharztes für Endokrinologie und Diabetologie liegt auf hormonellen Störungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Nebennierenerkrankungen oder Störungen des Stoffwechsels. Endokrinologen sind Teamworker. Um den Patienten so ganzheitlich wie möglich betreuen zu können, arbeiten sie eng mit Hausärzten, anderen Kollegen der Inneren Medizin, Gynäkologen, Kinderärzten, Orthopäden, Radiologen, Humangenetikern oder sogar Chirurgen zusammen.
Da die meisten endokrinologischen Erkrankungen chronisch auftreten, ist der Beruf von einer kontinuierlichen Patientenbetreuung gekennzeichnet: Ob als sogenannter Zuckerarzt mit diabetologischer Spezialisierung oder in einer endokrinologischen Fachpraxis angestellt – man sieht immer wieder dieselben Gesichter und begleitet seine Patienten längere Zeit auf ihrem gesundheitlichen Weg.
Worin liegen die Aufgaben eines Endokrinologen?
Die Aufgaben eines Endokrinologen bestehen darin, Erkrankungen des endokrinen Systems zu diagnostizieren und zu behandeln. Das endokrine System umfasst die Hormondrüsen im Körper, die wichtige Steuerungs- und Regelungsfunktionen übernehmen.
Für die Diagnose führen Endokrinologen bestimmte Tests durch, dazu gehören unter anderem Hormonmessungen (Blut- oder Urinproben), bildgebende Verfahren (z. B. Ultraschall oder MRTs) und manchmal Gewebeproben, um die Ursache der Erkrankung zu ermitteln.
Endokrinologen behandeln zum Beispiel die folgenden Erkrankungen:
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Diabetes mellitus: Diabetes ist eine Störung der Blutzuckerregulation, bei der entweder kein Insulin produziert wird (Typ 1) oder die Zellen resistent gegen Insulin sind (Typ 2). Typische Symptome sind ständiger Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Gewichtsverlust. Die Behandlung umfasst bei Typ 1 die Insulintherapie sowie Medikamente, Ernährung und Bewegung bei Typ 2.
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Schilddrüsenüber- und Unterfunktion: Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, was den Stoffwechsel beschleunigt, bei einer Unterfunktion sind die Hormonwerte zu niedrig, was den Stoffwechsel verlangsamt. Symptome der Überfunktion sind Herzrasen, Nervosität und Gewichtsverlust; bei Unterfunktion Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kälteempfindlichkeit. Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten, Radiojodtherapie oder Operationen, um das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen.
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Nebennierenstörungen: Störungen wie Morbus Addison (Nebenniereninsuffizienz) oder das Cushing-Syndrom entstehen durch eine Über- oder Unterproduktion von Nebennierenhormonen wie Cortisol oder Aldosteron. Die Symptome von Addison sind Müdigkeit, niedriger Blutdruck oder Hautverfärbungen, beim Cushing-Syndrom sind typische Merkmale Fettverteilungsänderungen und Bluthochdruck. Der Endokrinologe behandelt diese Erkrankungen mit Hormonersatztherapien oder medikamentösen Eingriffen zur Hemmung der Hormonproduktion.
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Wachstumsstörungen: Wachstumsstörungen können durch eine unzureichende Produktion von Wachstumshormonen (GH) verursacht werden, was zu Kleinwüchsigkeit führt, in manchen Fällen ist auch eine Überproduktion möglich. Die Endokrinologie diagnostiziert diese durch Bluttests sowie bildgebende Verfahren der Hypophyse. Bei einem Mangel wird meist eine Substitution mit Wachstumshormonen verabreicht, bei einer Überproduktion kann eine operative Entfernung des Tumors in Betracht gezogen werden.
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Sexualhormonstörungen: Diese Störungen betreffen die Produktion von Sexualhormonen wie Östrogen, Progesteron oder Testosteron und können zu Unfruchtbarkeit, Libidoverlust oder Menstruationsproblemen führen. Sie entstehen oft durch Erkrankungen der Eierstöcke, Hoden oder des Hypothalamus. Symptome variieren je nach Hormonmangel oder -überschuss und umfassen z. B. unregelmäßige Zyklen oder sexuelle Dysfunktion. Behandelt werden sie mit Hormonersatztherapien oder Medikamenten zur Regulation der Hormonproduktion.
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Störungen des Fett- und Energiestoffwechsels: Diese Erkrankungen umfassen unter anderem Adipositas, Hyperlipidämie und das metabolische Syndrom, bei denen der Fettstoffwechsel gestört ist. Sie sind eng mit hormonellen Regulationen verbunden, insbesondere durch Insulin, Leptin und andere Hormone, weshalb sie der Endokrinologie zugeordnet werden. Symptome sind Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyzeride), Bluthochdruck und Insulinresistenz. Die Behandlung umfasst Ernährungsumstellung, Bewegung, Medikamente zur Senkung der Blutfette sowie bei Bedarf Insulin oder andere Hormontherapien.
Wo arbeiten Endokrinologen?
Im Jahr 2024 zählte die Bundesärztekammer im Rahmen ihrer Ärztestatistik 428.474 berufstätige Ärzte, darunter 280 Internisten mit dem Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie. Sie arbeiten:
- Stationär: Die Hälfte aller Fachärzte für Endokrinologie und Diabetologie arbeitet in Krankenhäusern. Man findet sie in Abteilungen für Innere Medizin, Endokrinologie, Stoffwechsel und Diabetes. Die stationäre Arbeit ermöglicht eine intensive Betreuung bei akuten oder schwerwiegenden Fällen wie hormonellen Tumoren (z. B. Hypophysen-, Nebennieren- oder Schilddrüsentumore) oder diabetischer Ketoazidose.
- Ambulant: 126 Endokrinologen arbeiten in endokrinologischen Fachpraxen, 38 unter ihnen haben sich in eigener Praxis niedergelassen. Einige haben sich auf Diabetes mellitus spezialisiert und versorgen als „Zuckerarzt“ Patienten in diabetologischen Schwerpunktpraxen.
Wie wird man Endokrinologe?
Um sich als Endokrinologe bezeichnen zu dürfen, muss man, nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, gemäß § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO), die Facharztausbildung Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie abschließen. Die Weiterbildung umfasst in Deutschland 6 Jahre, die exakten Regelungen variieren je nach Bundesland und müssen gegebenenfalls bei der zuständigen Landesärztekammer erfragt werden.
Gemäß der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer umfasst die Facharztausbildung 72 Monate im Gebiet Innere Medizin unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon:
- 36 Monate in Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie
- 24 Monate davon in der stationären Patientenversorgung
- 24 Monate in mindestens zwei anderen internistischen Facharztbereichen
- 6 Monate in der Notfallaufnahme
- 6 Monate in der Intensivmedizin
Unabhängig von der Schwerpunktwahl absolviert jeder angehende Internist innerhalb seiner Facharztausbildung den sogenannten Common Trunk. Dieser bezeichnet die 36-monatige Basisausbildung, die grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für alle Fachrichtungen der Inneren Medizin relevant sind.
Die fachärztliche Ausbildung kann in Weiterbildungsstätten absolviert werden, die von der jeweiligen Ärztekammer befugt sind. Dazu zählen hauptsächlich Universitätskliniken, Krankenhäuser und MVZs mit endokrinologischen Fachpraxen sowie Schwerpunkt-Praxen für Diabetologie.
Auf den Webseiten der Landesärztekammern findet man Suchportale, in die man Facharztbereich und Stadt eingeben kann, um sich zur Weiterbildung befugte Krankenhäuser und Praxen anzeigen zu lassen.
Welche Fortbildungen und Spezialisierungen gibt es?
Im Januar 2004 wurde im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt, dass sich Fachärzte stetig fortbilden müssen, um ihre Facharztanerkennung behalten zu dürfen. Innerhalb von 5 Jahren sind 250 CME-Punkte (CME = Continuing Medical Education) zu sammeln: Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen erhält man beispielsweise einen Punkt, mehrtägige Kongresse bringen drei Punkte. Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium mittels Fachliteratur angerechnet bekommen.
Fachärzte für Endokrinologie und Diabetologie können sich in folgenden Bereichen weiterbilden und spezialisieren:
- Kardiologie: Für Patienten mit hormonell bedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Gastroenterologie: Bei Erkrankungen des Verdauungstrakts, die mit Stoffwechselstörungen zusammenhängen
- Diabetologie: Vertiefung in spezielle Therapiekonzepte, moderne Insulintherapien, Diabetes-Management-Programme oder die Behandlung von diabetischen Fußproblemen und Durchblutungsstörungen
- Pädiatrische Endokrinologie: Für die Behandlung hormoneller Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
- Reproduktionsmedizin: Bei hormonellen Störungen im Zusammenhang mit Kinderwunsch und Fruchtbarkeit
- Osteologie: Bei Knochenerkrankungen wie Osteoporose, die häufig endokrinologisch behandelt werden
Aus dem Weiterbildungskatalog der Bundesärztekammer bieten sich zudem folgende offizielle Zusatzweiterbildungen an:
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Ärztliches Qualitätsmanagement: Zur Optimierung von Prozessen in Praxis oder Klinik, um die Effizienz und die Patientenzufriedenheit zu erhöhen. Die Zusatzweiterbildung unterstützt bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Für Praxen oder Kliniken ist die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems oft Voraussetzung für Zertifizierungen (z. B. nach DIN EN ISO 9001), die das Ansehen erhöhen können.
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Ernährungsmedizin: Auch der Erwerb der Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin ist sinnvoll, weil sie die Behandlungsmöglichkeiten bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes durch individuelle Ernährungsberatung erweitert und somit präventiv sowie therapeutisch einen ganzheitlichen Ansatz ermöglicht.
Darüber hinaus können Fachärzte für Endokrinologie und Diabetologie durch Mitarbeit in Forschungsprojekten oder klinischen Studien zur Entwicklung neuer Therapien beitragen oder als Dozent an Universitäten unterrichten.
Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (GE), die Deutsche Gesellschaft für angewandte Endokrinologie (DGAE) sowie die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG) organisieren regelmäßig Kongresse und Fortbildungsveranstaltungen zu diversen Themen.
Für das Selbststudium bietet sich das Journal für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechseln an.
Wie viel verdient ein Endokrinologe?
Das konkrete Gehalt eines Facharztes für Endokrinologie und Diabetologie ist davon abhängig, wo er arbeitet und wie viel Erfahrung er vorweisen kann. Der Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) und der Tarifvertrag für Ärzte in Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL) ähneln sich in ihren Angaben, in Universitätskliniken fällt die monatliche Vergütung etwas höher aus. Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt.
Tarifverträge für Krankenhäuser machen keinen Unterschied in Bezug auf Facharztausbildungen oder Spezialisierungen, sodass die meisten stationär angestellten Fachärzte den gleichen Satz verdienen. Lediglich die hierarchische Ebene – Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt oder Oberarzt – sowie die Berufserfahrung haben Einfluss auf die Höhe des Einkommens. Ist man als Facharzt für Endokrinologie und Diabetologie in einer Uniklinik angestellt, verdient man im ersten Jahr 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Mit Schichtarbeit kann man seinen monatlichen Verdienst zusätzlich anheben.
Im ambulanten Bereich unterscheiden sich die Einnahmen je nach Facharztbereich stark. Zudem unterliegen ambulante Praxen keinem Tarifvertrag und verfügen somit über einen gewissen Verhandlungsspielraum. Einige Praxisinhaber bieten angestellten Ärzten eine lukrative Umsatzbeteiligung an. Dafür ist der Gewinn einer privaten Praxis von Schwankungen geprägt und von diversen Faktoren wie Praxisstandort, Patientenanzahl, Vergütungsform der Behandlungen (gesetzlich oder privat versicherte Patienten), Anzahl der IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen) sowie der allgemeinen Effizienz der Praxis abhängig.
38 Endokrinologen waren 2024 in eigener Praxis niedergelassen. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts von 2023 liegt der durchschnittliche jährliche Reinertrag einer Praxis aus dem Bereich Innere Medizin bei 333.000 Euro. Der Reinertrag ist die Differenz zwischen den Einnahmen und den Betriebsausgaben und stellt noch nicht das Nettoeinkommen des Praxisinhabers dar. Nach Abzug von Steuern, Versicherungen, Kammerbeiträgen, Beiträgen zum Versorgungswerk, privater Altersvorsorge sowie eventuellen Kreditraten für die Praxisübernahme bleiben dem Inhaber pro Monat schätzungsweise 8.500 Euro netto.
Welche Zukunftsperspektiven haben die Endokrinologie und Diabetologie?
Mit dem globalen Anstieg von Übergewicht, Adipositas und Diabetes mellitus (insbesondere Typ 2) wächst die Bedeutung des Fachgebiets erheblich. Auch der demografische Wandel verstärkt den Bedarf, denn ältere Bevölkerungsgruppen sind häufiger von endokrinologischen Erkrankungen betroffen. Zudem steigen die Fallzahlen bei hormonellen Störungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose und seltenen endokrinen Tumoren. Ärzte in diesem Fachbereich sind dringend gebraucht.
Es werden immer effizientere Medikamente entwickelt. Neue Antidiabetika wie GLP-1-Analoga, SGLT2-Hemmer oder Triple-Wirkstoffkombinationen verbessern die Blutzuckerkontrolle, reduzieren Komplikationen und haben positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System.
Auch Ansätze wie Stammzelltherapien oder Gewebezüchtung aus dem Gebiet der regenerativen Therapien könnten zukünftig bei hormonellen Defiziten eine Rolle spielen.
Fortschritte in der Molekularbiologie haben das Verständnis für hormonelle Regulationsmechanismen und genetische Ursachen endokriner Erkrankungen erweitert. Mithilfe von genetischen Analysen konnten Mutationen identifiziert werden, die zu Erkrankungen wie Diabetes oder hormonellen Tumoren führen. Diese Erkenntnisse eröffnen die Möglichkeit für gezielte Gentherapien und personalisierte Behandlungsansätze. Durch genetisches Screening könnten Risikogruppen frühzeitig erkannt und präventiv behandelt werden.
Auch die Künstliche Intelligenz trägt dazu bei, dass Diagnosen und Therapien immer individueller auf den Patienten zugeschnitten werden. KI kann riesige Datenmengen (Big Data) interpretieren, komplexe Krankengeschichten übersichtlich darstellen und medizinisches Wissen nutzen, wodurch Behandlungsentscheidungen genauer und einfacher getroffen werden können.
Allgemein werden Patienten und Ärzte immer umfangreicher von Möglichkeiten aus dem Bereich Digital Health unterstützt*.* Dazu gehören zum Beispiel die elektronische Gesundheitsakte oder die Telemedizin, die die Logistik für Terminvereinbarungen erleichtert oder eine kontinuierliche Glukosewertkontrolle aus der Ferne bei Diabetes ermöglicht – Mithilfe von CGM-Systemen (Continuous Glucose Monitoring) und Sensoren, die am Körper getragen werden, kann der Blutzuckerspiegel kontinuierlich gemessen werden. Die Sensoren sind mit Smartphones oder speziellen Lesegeräten verbunden, die die Daten in Echtzeit erfassen und speichern. Über Internet können diese Messwerte dann an zentrale Server oder direkt an medizinisches Fachpersonal übertragen werden.
Fazit – Lohnt sich der Weg zum Endokrinologen?
Die Endokrinologie und Diabetologie sind hochaktuelle medizinische Fachgebiete, die dringend Verstärkung brauchen – denn Diabetes und Adipositas gehören zu den Top-Volkskrankheiten in Deutschland. Auch in Zukunft werden die Berufsaussichten in diesem Bereich gut sein und die Zahl der Stellenangebote hoch.
Wer Patienten gerne über einen längeren Zeitraum hinweg begleiten möchte und sich für Hormonhaushalt und Stoffwechsel interessiert – ob in Klinik oder Praxis – könnte sich in diesem Beruf wohlfühlen.
FAQs
Was macht ein Endokrinologe?
Endokrinologen haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung im Bereich Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie abgeschlossen und sich auf jenes internistische Teilgebiet spezialisiert, das sich mit dem Hormonsystem (Endokrinium) beschäftigt. Zu diesem gehören unter anderem Schilddrüse, Nebenniere, Hypophyse, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke und Hoden. Die Fachärzte behandeln neben Erkrankungen wie Schilddrüsenüber- und Unterfunktionen, Nebennierenstörungen, Sexualhormonstörungen oder Störungen des Fett- und Energiestoffwechsels vor allem Diabetes mellitus, eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der endokrinen Störungen.
Wie wird man Endokrinologe?
Um sich als Endokrinologe bezeichnen zu dürfen, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, die Facharztausbildung Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie abschließen. Diese umfasst 36 Monate im Gebiet Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie (davon 24 Monate in der stationären Patientenversorgung), 24 Monate in mindestens zwei anderen internistischen Facharztbereichen, 6 Monate in der Notfallaufnahme und 6 Monate in der Intensivmedizin. Die Ausbildung kann zum Beispiel in Universitätskliniken, Krankenhäusern, MVZs oder diabetologischen Praxen absolviert werden.
Wie viel verdient ein Endokrinologe?
Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt. Nach Abschluss der Ausbildung erhält man zu Beginn 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. In privater Praxis für Endokrinologie und Diabetologie bleiben dem Inhaber am Ende des Monats schätzungsweise x Euro netto.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Endokrinologen?
Die Ausbildung zum Facharzt für Endokrinologie und Diabetologie nimmt in der Regel 6 Jahre in Anspruch.

Julia Tech
Julia Tech hat Mehrsprachige Kommunikation mit dem Schwerpunkt Translation an der TH Köln studiert und 6 Monate davon an der Université Aix-Marseille im Süden Frankreichs verbracht. Französisch ist ihre Herzenssprache, aber auch im Deutschen ist sie sehr sprachgewandt. Neben ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Tauchen.
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