Was macht ein...?

Was macht ein Gastroenterologe?

Von Julia Tech11 Min. Lesezeit
Gastroenterologe bereitet Endoskopie vor – Was macht ein Gastroenterologe?

Gastroenterologen haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung in der Gastroenterologie**, einem Teilgebiet** der Inneren Medizin, abgeschlossen. Sie beschäftigen sich mit Funktionsstörungen und Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Gallenblase, der Gallenwege sowie der Bauchspeicheldrüse und behandeln zum Beispiel Magen-Darm-Infektionen, Gastritis, Gelbsucht, Refluxbeschwerden, Zöliakie, Hepatitis, Gallensteine, Pankreatitis und Krebserkrankungen.

Der Begriff der Gastroenterologie kommt aus dem Altgriechischen: Gaster (γαστήρ) bedeutet Magen, Enteron (ἔντερον) bedeutet Darm, und logos (λογία) steht für Lehre. Somit beschreibt die Gastroenterologie die Lehre von den Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.

Was zeichnet die Arbeit als Gastroenterologe aus?

Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie haben sich auf Erkrankungen des Verdauungstrakts spezialisiert. Sie sind Teamworker und arbeiten eng mit Hepatologen, Chirurgen, Onkologen und anderen Fachärzten zusammen, um komplexe Krankheitsbilder angemessen behandeln zu können. Neben medikamentöser Behandlung führen sie auch minimal-invasive Eingriffe durch oder koordinieren operative Maßnahmen, was die Arbeit sowohl medizinisch als auch technisch spannend macht. Zudem ist der Beruf von längeren Patientenbeziehungen geprägt: Gastroenterologen betreuen einige ihrer Patienten über einen langen Zeitraum hinweg, da viele unter chronisch-entzündlichen Darm- oder Lebererkrankungen leiden, die eine kontinuierliche Betreuung und regelmäßige Präventionsmaßnahmen erfordern.

Worin liegen die Aufgaben eines Gastroenterologen?

Zu den Diagnosemethoden eines Gastroenterologen gehören zum Beispiel die Anamnese, also die Absprache von Symptomen, Vorerkrankungen und vergangenen Therapien des Patienten sowie körperliche Untersuchungen wie Palpation (Abtasten) oder Auskultation (Abhören mit einem Stethoskop). Auch endoskopische Verfahren machen einen großen Teil seiner Arbeit aus, darunter zum Beispiel:

  • Gastroskopie: Untersuchung der Speiseröhre, des Magens und des oberen Dünndarms mit einem Endoskop, das über den Mund eingeführt wird
  • Koloskopie: Untersuchung des Dickdarms und des letzten Teils des Dünndarms mit einem Endoskop, das über den Enddarm eingeführt wird
  • Enteroskopie: Untersuchung des Dünndarms z. B. mit einer Kapselendoskopie, bei der der Patient eine kleine batteriebetriebene Kapsel mit Kamera schluckt, die Bilder aufnimmt

Zudem arbeitet er häufig mit bildgebenden Verfahren wie:

  • Ultraschall (Sonographie): Sichtbarmachung der inneren Organe und Strukturen mithilfe eines Schallkopfes (Transducer), der über die jeweilige Körperstelle bewegt wird und Schallwellen aussendet, die in das Körpergewebe eindringen und von diesem reflektiert werden. Die reflektierten Wellen werden vom Schallkopf wieder aufgenommen und in Echtzeit auf einem Bildschirm dargestellt.
  • Computertomographie (CT): Bei der CT dreht sich eine Röntgenröhre und ein Detektor um den liegenden Patienten. Dieses Umkreisen ermöglicht die Darstellung der Körperorgane aus unterschiedlichen Perspektiven – dadurch entstehen viele Querschnittsbilder, die von einem Computer zu dreidimensionalen Bildern zusammengefügt werden. Mit einer CT kann ein Gastroenterologe beispielsweise Tumore, Entzündungen, Blutungen oder Verletzungen im Bauchraum erkennen.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Der Patient wird von einer Röhre umkreist, die mit einem starken Magnetfeld ausgestattet ist, nach dem sich die Wasserstoff-Protonen im Körper ausrichten. Die Protonen werden mit Radioimpulsen aufgeladen. Nach Abschaltung kehren sie in ihre Ausgangssituation zurück und senden Radiowellen ab, die in Bilder umgewandelt werden. Mit einer MRT können Gastroenterologen detaillierte Bilder der inneren Organe im Bauchraum erstellen, um Erkrankungen wie Tumore, Entzündungen, Gefäßveränderungen oder Gewebeveränderungen zu diagnostizieren.

Zudem nehmen sie Bluttests zur Überprüfung von Entzündungswerten, der Leberfunktion, oder des Blutbilds vor und analysieren Stuhlproben auf Infektionen, Blutungen oder Entzündungsmarker. Bei Refluxbeschwerden messen sie den pH-Wert in der Speiseröhre.

Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie behandeln hauptsächlich folgende Erkrankungen:

  • Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD): Aufstieg von Magensäure in die Speiseröhre, die Sodbrennen erzeugt
  • Gastroenteritis: Entzündung des Magen-Darm-Trakts, meist durch Infektionen, die Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen verursacht
  • Reizdarmsyndrom (IBS): Funktionelle Störung des Darms, die zu Bauchschmerzen, Blähungen und veränderten Stuhlgewohnheiten führt
  • Morbus Crohn: Chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die jeden Abschnitt des Verdauungstrakts betreffen kann und zu Schmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust führt
  • Colitis ulcerosa: Chronisch-entzündliche Erkrankung des Dickdarms, die zu Geschwüren, Blut im Stuhl und Durchfällen führt
  • Leberzirrhose: Fortschreitende Vernarbung der Leber, meist durch chronischen Alkoholmissbrauch oder Hepatitis, mit Komplikationen wie Aszites und Blutungen
  • Hepatitis B und C: Virale Infektion der Leber, die chronisch werden und das Leberkrebsrisiko erhöhen können
  • Gallensteine: Feste Ablagerungen in der Gallenblase, die Schmerzen verursachen
  • Pankreatitis: Akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die starke Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme verursacht
  • Dünndarm- oder Dickdarmpolypen: Gutartige Wucherungen im Darm, die potenziell bösartig werden können und regelmäßig kontrolliert werden sollten
  • Bauchwand- oder Darmtumore: Krebserkrankungen im Verdauungstrakt
  • Zöliakie (Glutenunverträglichkeit): Autoimmunreaktion auf Gluten, die zu Dünndarm-Schäden und Nährstoffmangel führt

Auch notfallmedizinische Maßnahmen gehören zu den Aufgaben eines Gastroenterologen, sie versorgen beispielsweise Patienten mit schweren Blutungen der Speiseröhre, des Magens oder des Darms und behandeln akute Perforationen des Magen-Darm-Trakts, akute Verschlüsse des Darms (z. B. durch eine Darmverschlingung oder -blockade) oder Entzündungen wie eine akute Pankreatitis. Zudem greifen sie bei Leberversagen ein und behandeln schwere Vergiftungen.

Wo arbeiten Gastroenterologen?

Im Jahr 2023 zählte die Bundesärztekammer im Rahmen ihrer Ärztestatistik 428.474 berufstätige Ärzte, darunter 61.899 Internisten, von denen sich etwas mehr als 2.000 für die Facharztausbildung im Gebiet der Gastroenterologie entschieden haben. Sie arbeiten:

  • Stationär: Der größte Teil der Gastroenterologen ist stationär angestellt und arbeitet zum Beispiel in Universitätskliniken, die oft über Zentren für komplexe Fälle und Forschung im Bereich der Gastroenterologie verfügen, aber auch andere, meist größere Krankenhäuser bieten eine breite Palette an gastroenterologischen Leistungen und verfügen über spezialisierte Abteilungen.
  • Ambulant: Ein Viertel aller Gastroenterologen arbeiten im ambulanten Bereich, viele von ihnen in eigener Praxis niedergelassen. Sie arbeiten in gastroenterologischen Fachpraxen, in medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder betreuen Patienten im Rahmen von ambulanten Sprechstunden und Behandlungen, die von gastroenterologischen Abteilungen oder Zentren angeboten werden.

Wie wird man Gastroenterologe?

Um sich als Gastroenterologe bezeichnen zu dürfen, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, gemäß § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO), eine Facharztausbildung im Bereich Innere Medizin und Gastroenterologie abschließen. Diese umfasst in Deutschland 6 Jahre, die exakten Regelungen variieren je nach Bundesland und müssen gegebenenfalls bei der Landesärztekammer erfragt werden. Die fachärztliche Ausbildung kann in befugten Weiterbildungsstätten absolviert werden, dazu zählen hauptsächlich größere Krankenhäuser, Unikliniken und gastroenterologisch spezialisierte Fachpraxen. Auf den Webseiten der Landesärztekammern findet man Suchportale, in die man Facharztbereich und Stadt eingeben kann, um sich zur Weiterbildung befugte Krankenhäuser und Praxen anzeigen zu lassen.

Gemäß der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein umfasst die Facharztausbildung zum Gastroenterologen 72 Monate im Gebiet Innere Medizin unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon:

  • 36 Monate in Innere Medizin und Gastroenterologie
  • 24 Monate in der stationären Patientenversorgung
  • 24 Monate in mindestens zwei anderen Facharztkompetenzen der Inneren Medizin
  • 6 Monate in der Notfallaufnahme
  • 6 Monate in der Intensivmedizin

Unabhängig von der Schwerpunktwahl absolviert jeder angehende Internist innerhalb seiner Facharztausbildung den sogenannten Common Trunk. Dieser bezeichnet die 36-monatige Basisausbildung, die grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für alle Fachrichtungen der Inneren Medizin relevant sind.

Welche Fortbildungen und Spezialisierungen gibt es?

Im Januar 2004 wurde im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt, dass sich Fachärzte stetig fortbilden müssen, um ihre Facharztanerkennung behalten zu dürfen. Innerhalb von 5 Jahren sind 250 CME-Punkte (CME = Continuing Medical Education) zu sammeln: Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen erhält man beispielsweise einen Punkt, mehrtägige Kongresse bringen drei Punkte. Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium mittels Fachliteratur angerechnet bekommen.

Um auf dem neusten Stand des Wissens zu bleiben, ist die regelmäßige Teilnahme an Konferenzen, Seminaren und anderen Fortbildungsveranstaltungen unerlässlich. Auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) findet man einen großen Fortbildungskalender mit diversen Veranstaltungen. Zum Selbststudium eignet sich die wissenschaftliche Fachzeitschrift für Gastroenterologie.

Man kann sich als Gastroenterologe auf diverse Bereiche spezialisieren und sein Wissen mit entsprechenden Zusatzweiterbildungen erweitern, im Folgenden ein paar Beispiele:

  • Hepatologie: Spezialisierung auf Lebererkrankungen, z. B. Hepatitis, Leberzirrhose, oder Leberkrebs
  • Endoskopie: Vertiefung in therapeutischer und diagnostischer Endoskopie einschließlich spezieller Verfahren wie ERCP, Endosonographie, Kapselendoskopie
  • Pankreatologie: Spezialisierung auf Erkrankungen und Tumore der Bauchspeicheldrüse
  • Onkologie (Gastrointestinaltumore): Fokus auf die Behandlung bösartiger Tumore im Magen-Darm-Trakt, Integration in die onkologische Versorgung
  • Reflux- und Motilitätsstörungen: Spezialisierung auf gastroösophageale Refluxkrankheit, Dysphagie, Motilitätsstörungen des Magen-Darm-Trakts
  • Zusatzweiterbildung Infektiologie: Vertiefung in Infektionskrankheiten des Magen-Darm-Trakts, z. B. Helicobacter pylori
  • Zusatzweiterbildung Kinder- und Jugend-Gastroenterologie: Spezialisierung auf die Behandlung von gastroenterologischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Zusatzweiterbildung Palliativmedizin: Spezialisierung auf die Behandlung von Patienten mit schweren, nicht heilbaren Erkrankungen, bei denen die Lebensqualität im Vordergrund steht
  • Zusatzweiterbildung Proktologie: Spezialisierung auf Erkrankungen des Enddarms und des Anus
  • Zusatzweiterbildung Akupunktur: Integration von Akupunkturverfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin in die gastroenterologische Behandlung
  • Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin: Erweiterung des Wissens in Bezug auf Ernährung und ihre Auswirkung auf den Körper
  • Zusatzweiterbildung Geriatrie: Für die Behandlung von älteren Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, bei denen geriatrische Aspekte (z. B. Multimorbidität, Polypharmazie, funktionelle Einschränkungen) eine Rolle spielen

Wie viel verdient ein Gastroenterologe?

Das konkrete Gehalt eines Gastroenterologen ist davon abhängig, wo er arbeitet und wie viel Erfahrung er vorweisen kann. Der Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) und der Tarifvertrag für Ärzte in Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL) ähneln sich in ihren Angaben, in Universitätskliniken fällt die monatliche Vergütung etwas höher aus. Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt.

Tarifverträge für Krankenhäuser machen keinen Unterschied in Bezug auf Facharztausbildungen oder Spezialisierungen, sodass die meisten stationär angestellten Fachärzte den gleichen Satz verdienen. Lediglich die hierarchische Ebene – Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt oder Oberarzt – sowie die Berufserfahrung haben Einfluss auf die Höhe des Einkommens. Ist man als Facharzt für Gastroenterologie in einer Uniklinik angestellt, verdient man im ersten Jahr 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Mit Schichtarbeit kann man seinen monatlichen Verdienst zusätzlich anheben.

Im ambulanten Bereich unterscheiden sich die Einnahmen je nach Facharztbereich stark. Zudem unterliegen ambulante Praxen keinem Tarifvertrag und verfügen somit über einen gewissen Verhandlungsspielraum. Einige Praxisinhaber bieten angestellten Ärzten eine lukrative Umsatzbeteiligung an. Dafür ist der Gewinn einer privaten Praxis von Schwankungen geprägt und von diversen Faktoren wie Praxisstandort, Patientenanzahl, Vergütungsform der Behandlungen (gesetzlich oder privat versicherte Patienten), Anzahl der IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen) sowie der allgemeinen Effizienz der Praxis abhängig.

311 Gastroenterologen waren 2023 in eigener Praxis niedergelassen. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts von 2023 liegt der durchschnittliche jährliche Reinertrag einer Praxis aus dem Bereich Innere Medizin bei 333.000 Euro. Der Reinertrag ist die Differenz zwischen den Einnahmen und den Betriebsausgaben und stellt noch nicht das Nettoeinkommen des Praxisinhabers dar. Nach Abzug von Steuern, Versicherungen, Kammerbeiträgen, Beiträgen zum Versorgungswerk, privater Altersvorsorge sowie eventuellen Kreditraten für die Praxisübernahme bleiben dem Inhaber pro Monat schätzungsweise 8.500 Euro netto.

Welche Zukunftsperspektiven hat die Gastroenterologie?

Wie viele andere medizinische Fachbereiche steht auch die Gastroenterologie vor großen Herausforderungen angesichts des allgemeinen Facharztmangels. Die alternde Bevölkerung wird den Bedarf nach gastroenterologischen Leistungen noch mehr erhöhen, da bestimmte Erkrankungen im Alter häufiger auftreten. Die Nachfrage wird in den kommenden Jahren voraussichtlich um 2,5 bis 5,5 Prozent steigen. Demnach ist es wichtig, genügend Nachwuchsmediziner für die Gastroenterologie zu begeistern.

Im Bereich der Technik gibt es zahlreiche positive Entwicklungen. Derzeit gibt es zum Beispiel mehr als 15 klinische Studien, die sich mit den Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Fachbereich Gastroenterologie befassen. KI-Modelle können die Navigation bei Endoskopien erleichtern und Endoskopieaufnahmen analysieren, um Polypen, Tumore oder Entzündungen schneller und präziser zu erkennen. Zudem kann KI Dokumentationsprozesse automatisieren.

Es wird an Programmen gearbeitet, die große Datenmengen interpretieren, um komplexe Krankengeschichten übersichtlich darzustellen und medizinisches Wissen zu nutzen, damit Behandlungsentscheidungen genauer und einfacher getroffen werden können. KI wertet Patientendaten aus, um individuelle Therapieansätze zu entwickeln und Prognosen für den Krankheitsverlauf zu erstellen. Sie analysiert große Datenmengen, um neue Krankheitsmuster oder Risikofaktoren zu identifizieren und unterstützt bei der genetischen Analyse, um genetisch bedingte Erkrankungen besser zu verstehen.

Im Bereich des Patientenmanagements kommen telemedizinische Anwendungen wie Chatbots oder Apps zum Einsatz, die Symptome überwachen, Medikamente verwalten und Termine koordinieren. Zudem können KI-basierte Frühwarnsysteme vor Komplikationen oder Rückfällen warnen.

Außerdem profitiert die Gastroenterologie von den Möglichkeiten spezieller Virtual-Reality-Headsets. Realistische Simulationen tragen dazu bei, dass Patienten ihre Erkrankung besser verstehen und veranschaulichen, wie Untersuchungen (z. B. Koloskopien) ablaufen. Solche virtuellen Simulationen sind auch für Fachärzte in Ausbildung äußerst hilfreich.

Fazit – Lohnt sich der Weg zum Gastroenterologen?

Der Weg kann sich lohnen. Die Gastroenterologie ist ein vielfältiges Fachgebiet, das sowohl klinisch als auch forschungsorientiert ist. Es umfasst ein breites Spektrum an Erkrankungen – von leichten Verdauungsstörungen bis hin zu komplexen chronischen Krankheiten. Das macht den Arbeitsalltag abwechslungsreich und spannend. Die Nachfrage nach spezialisierten Fachärzten aus diesem Bereich hoch, der Arbeitsmarkt ist stabil, die Karrierechancen gut. Trotzdem muss man sich darüber bewusst sein, dass der Berufsalltag mit überfüllten Warteräumen, Überstunden und gestressten Patienten verbunden ist, was eine ausgewogene Work-Life-Balance erschwert.

FAQs

Was macht ein Gastroenterologe?

Gastroenterologen haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung in der Gastroenterologie, einem Teilgebiet der Inneren Medizin, abgeschlossen. Sie beschäftigen sich mit Funktionsstörungen und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Gallenblase, der Gallenwege sowie der Bauchspeicheldrüse und behandeln zum Beispiel Magen-Darm-Infektionen, Gastritis, Gelbsucht, Refluxbeschwerden, Zöliakie, Hepatitis, Gallensteine, Pankreatitis und Krebserkrankungen.

Wie wird man Gastroenterologe?

Um sich als Gastroenterologe bezeichnen zu dürfen, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt eine Facharztausbildung im Bereich Innere Medizin und Gastroenterologie abschließen. Die Ausbildung kann in befugten Weiterbildungsstätten absolviert werden, dazu zählen hauptsächlich größere Krankenhäuser, Unikliniken und gastroenterologische Fachpraxen.

Wie viel verdient ein Gastroenterologe?

Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt. Nach Abschluss der Ausbildung erhält man zu Beginn 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. In privater gastroenterologischer Praxis bleiben dem Inhaber am Ende des Monats schätzungsweise 8.500 Euro netto.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Gastroenterologen?

Die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie dauert in der Regel 6 Jahre.

Über die Autorin

Julia Tech

Julia Tech hat Mehrsprachige Kommunikation mit dem Schwerpunkt Translation an der TH Köln studiert und 6 Monate davon an der Université Aix-Marseille im Süden Frankreichs verbracht. Französisch ist ihre Herzenssprache, aber auch im Deutschen ist sie sehr sprachgewandt. Neben ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Tauchen.

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