Was macht ein...?

Was macht ein Immunologe?

Von Julia Tech11 Min. Lesezeit
Immunologe analysiert Blutproben im Labor – Was macht ein Immunologe?

Immunologen sind ausgebildete Ärzte, die aufbauend auf ihrer Facharztausbildung eine Zusatz-Weiterbildung in der Immunologie absolviert haben. Sie sind spezialisiert auf das Abwehrsystem des Körpers gegen Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder Pilze und behandeln immunologische Erkrankungen wie Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Immundefekte. Sie empfangen zum Beispiel häufig Patienten mit Multipler Sklerose, Heuschnupfen, Asthma, atopischer Dermatitis, Rheumatoider Arthritis, Lupus erythematodes, Diabetes Typ 1, Morbus Crohn oder Zöliakie.

Was zeichnet die Arbeit als Immunologe aus?

Fachärzte mit der Zusatzweiterbildung in der Immunologie haben sich auf das Verteidigungssystem des menschlichen Organismus spezialisiert. Die Natur des Immunsystems ist komplex und erfordert häufig eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Rheumatologen, Dermatologen, Allergologen, Hämatologen oder Infektiologen. Immunologen arbeiten an der Schnittstelle zwischen Klinik und Labor und setzen modernste Labortechniken ein, um die Ursachen immunologischer Krankheiten zu verstehen und individuelle Therapien zu entwickeln. Das Gebiet ist sehr forschungsorientiert, da ständig neue Erkenntnisse über das Immunsystem gewonnen werden. Viele Immunologen arbeiten selbst in der Forschung, entwickeln neue Behandlungsmethoden, testen Medikamente und untersuchen, wie das Immunsystem bei verschiedenen Krankheiten funktioniert.

Worin liegen die Aufgaben eines Immunologen?

Immunologen führen immunologische Tests durch, um angeborene oder erworbene Immundefekte zu diagnostizieren und einen Therapiepläne für ihre Patienten aufzusetzen. Dafür bedienen sie sich unterschiedlicher Diagnostikmethoden, zum Beispiel Blutuntersuchungen für:

  • Serologische Tests: Zur Bestimmung von Antikörpern (z. B. IgG, IgA, IgM) gegen bestimmte Erreger oder Autoantigene
  • Immunglobulin-Spiegel-Tests: Für die Messung der verschiedenen Immunglobulin-Klassen zur Erkennung von Immundefekten
  • Tests auf Autoimmunerkrankungen: Zur Überprüfung auf spezielle Autoantikörper (z. B. ANA, Rheumafaktor, ENA-Profile) im Zusammenhang mit Autoimmunreaktionen

Zudem führen Immunologen Haut- und Gewebetests durch: Bekannt ist vor allem der Prick-Test auf Allergien, bei dem kleine Mengen von potenziellen Allergenen auf den Unterarm oder Rücken aufgetragen werden, um allergische Reaktionen zu erkennen. Auch Biopsien, das heißt, die Untersuchung von Gewebeproben, können durchgeführt werden, um immunologische Veränderungen zu identifizieren.

Bei Verdacht auf angeborene Immundefekte nehmen Immunologen auch genetische Analysen vor.

Nach ausführlicher Anamnese, körperlichen Untersuchungen und immunologischen Tests entwickelt der Immunologe einen Therapieplan, der häufig medikamentöse Therapien miteinschließt, dazu gehören zum Beispiel:

  • Kortikosteroide: Zur schnellen Unterdrückung von Entzündungen und Immunreaktionen
  • Immunsuppressiva: Zur Dämpfung des Immunsystems und zur Reduktion von Autoimmunreaktionen (z. B. Methotrexat)
  • Biologische Therapien: Zur gezielten Blockierung von bestimmten Immunzellen mithilfe von spezifischen Antikörpern oder Proteinen

Zudem können sie eine Plasmapherese durchführen und schädliche Autoantikörper aus dem Blut entfernen, um akute Schübe zu behandeln – dieses Verfahren wird zum Beispiel bei schweren Formen von Lupus durchgeführt.

Bei Allergien oder bestimmten Immunmangelzuständen kann eine spezifische Immuntherapie (z. B. Hyposensibilisierung) angewandt werden.

Zudem gibt es die Möglichkeit einer Immunmodulation. Dabei werden Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem gezielt modulieren, um eine Balance zwischen einer zu aktiven Immunantwort, die Autoimmunerkrankungen verursachen kann, und einer zu geringen Immunabwehr, die Infektionen begünstigt, zu finden. Die Medikamente können das Immunsystem entweder dämpfen oder anregen. Sie werden zum Beispiel bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt, um überschießende Immunreaktionen zu reduzieren, damit die eigenen Gewebe nicht weiter geschädigt werden.

Bei bestimmten Immundefekten verschreiben Immunologen auch Substitutionstherapien. Eine wichtige Methode ist die Substitution mit Immunglobulinen – das sind Antikörper, die das Immunsystem normalerweise selbst produziert. Sie werden aus Blutspenden gewonnen. Die häufigste Form ist die intravenöse Immunglobulin-Gabe (IVIG). Die Behandlung erhöht den Antikörperspiegel im Blut, sodass der Körper besser gegen Infektionen gewappnet ist. Die Therapie ist besonders bei bestimmten Immundefekten sinnvoll, bei denen die körpereigene Produktion von Antikörpern gestört ist, zum Beispiel bei einer primären Immunschwäche.

Oft verschreibt der Immunologe auch therapiebegleitende Maßnahmen wie physikalische Therapien (Wärme, Kälte, Licht, Wasser, Bewegung, Elektrische Impulse), Ernährungsberatung und psychosoziale Unterstützung, um die allgemeine Lebensqualität zu verbessern, was einen unmittelbaren Einfluss auf Entzündungsreaktionen im Körper haben kann.

Wo arbeiten Immunologen?

Im Jahr 2024 zählte die Bundesärztekammer im Rahmen ihrer Ärztestatistik 428.474 berufstätige Ärzte, darunter 159 Ärzte mit einer Zusatzweiterbildung in der Immunologie. Der größte Teil unter ihnen ist in Kliniken angestellt, nur 26 unter ihnen arbeiten ambulant, 14 haben sich in eigener Praxis niedergelassen.

Häufig entscheiden sich Internisten wie Gastroenterologen oder Rheumatologen für die Zusatzweiterbildung, da viele Erkrankungen, die sie behandeln, immunologisch bedingt sind. Für Gastroenterologen stehen entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa im Fokus, die autoimmunologische oder immunvermittelte Ursachen haben. Rheumatologen befassen sich ebenfalls mit Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoider Arthritis, Lupus oder Sklerodermie. Aber auch Dermatologen und Allergologen bilden sich in der Immunologie weiter, da vor allem Allergien aber auch viele Hauterkrankungen mit immunologischen Prozessen zusammenhängen. Zudem ist die Zusatzweiterbildung für Transplantationsmediziner interessant, um Abstoßungsreaktionen besser verstehen und Immunsuppressiva besser anpassen zu können.

Einige Immunologen sind in Forschungseinrichtungen und Universitäten tätig, führen Experimente durch, entwickeln neue Behandlungsmethoden und forschen an der Pathogenese von Immunerkrankungen. Während der Covid-19-Pandemie ist vor allem das Robert Koch-Institut des Bundesministeriums für Gesundheit (Sitz der Ständigen Impfkommission) bekannt geworden.

Zudem ist es möglich, eine Arbeitsstelle in der Industrie zu erlangen, zum Beispiel in pharmazeutischen Unternehmen, in denen Immunologen an der Entwicklung neuer Medikamente und Therapien sowie Impfstoffen und Immuntherapien arbeiten.

In Gesundheitsbehörden und Diagnostikzentren können Immunologen an der Überwachung von Immunerkrankungen, der Entwicklung von Präventionsprogrammen und der Durchführung von diagnostischen Tests beteiligt sein.

Wie wird man Immunologe?

Die Weiterbildung zum Immunologen ist eine Zusatzweiterbildung – Man kann sich zum Immunologen ausbilden lassen, wenn man ein abgeschlossenes Humanmedizinstudium, inklusive Approbation als Arzt, in Kombination mit einer abgeschlossenen Facharztausbildung nachweisen kann. Es ist keine spezifische Facharztausbildung erforderlich. Die genauen Weiterbildungsregularien können je nach Bundesland variieren und müssen gegebenenfalls bei der zuständigen Ärztekammer erfragt werden.

Gemäß der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer umfasst die Zusatzweiterbildung 12 Monate Immunologie an befugten Weiterbildungsstätten, von denen 6 Monate im immunologischen Labor abgeleistet werden müssen.

Die Weiterbildung umfasst wesentliche Gesetze und Richtlinien wie zum Beispiel das Medizinproduktegesetz, das Infektionsschutzgesetz oder STIKO-Richtlinien (Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts). Sie vermittelt die Grundlagen des adaptiven und angeborenen Immunsystems sowie die verschiedenen Formen von Immundefekten und Immunregulationsstörungen. Zudem werden die immunologischen Folgen von Frühgeburtlichkeit und Alterungsprozessen behandelt und gelehrt, wie sich immunologische Störungen auf Impfungen auswirken können. Der Schwerpunkt liegt auf den Über-, Unter- und Fehlreaktionen des Immunsystems, wie Autoimmunität, Allergien und Autoinflammation, inklusive der immunologischen Herausforderungen, die mit Organ- und Stammzelltransplantationen einhergehen können. Angehende Immunologen erlernen in diesen 12 Monaten entsprechende Diagnostikmethoden für die Erkennung von immunologischen Erkrankungen und bekommen prophylaktische und therapeutische Maßnahmen vermittelt, um die Immunfunktion gezielt steuern und verbessern zu können.

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e. V (DGfI) hat eine Liste mit Ansprechpartnern in den unterschiedlichen Ländern veröffentlicht, die man bei Interesse an der Zusatzweiterbildung kontaktieren kann.

Welche Fortbildungen und Spezialisierungen gibt es?

Im Januar 2004 wurde im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt, dass sich Fachärzte stetig fortbilden müssen, um ihre Facharztanerkennungen und Zusatzbezeichnungen behalten zu dürfen. Innerhalb von 5 Jahren sind 250 CME-Punkte (CME = Continuing Medical Education) zu sammeln: Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen erhält man beispielsweise einen Punkt, mehrtägige Kongresse bringen drei Punkte. Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium mittels Fachliteratur angerechnet bekommen.

Nach Erwerb der Zusatzbezeichnung des Ernährungsmediziners ist es wichtig, sich regelmäßig fortzubilden, um auf dem aktuellen Stand der Forschung zu bleiben. Wissenschaftliche Fachzeitschriften und Journals wie zum Beispiel das Immunologie-Journal der DGfI helfen dabei, informiert zu bleiben. Die Gesellschaft bietet zudem diverse andere Veranstaltungen wie beispielsweise das DGfI Symposium Immuntherapien: Grundlagen und Klinik, Bewährtes und Neues an, das 4 CME-Punkte einbringt.

Innerhalb der Immunologie gibt es eine Vielzahl von Spezialisierungsbereichen, in denen man sich vertiefen kann, dazu zählen zum Beispiel:

  • Immuntherapie: Entwicklung und Anwendung von Therapien wie monoklonale Antikörper, CAR-T-Zelltherapie oder Impfstoffe gegen Krebs, Infektionskrankheiten oder autoimmune Erkrankungen
  • Immunbiologie / Grundlagenforschung: Untersuchung der molekularen und zellulären Mechanismen des Immunsystems, z. B. Immunzellfunktion, Signalwege, Immunregulation
  • Immunogenetik / Immunogenomik: Erforschung genetischer Faktoren, die das Immunsystem beeinflussen, z. B. HLA-Genetik bei Autoimmunerkrankungen
  • Infektionsimmunologie: Studium der Immunantworten auf Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten sowie Entwicklung von Impfstoffen
  • Transplantationsimmunologie: Untersuchung der Abstoßungsprozesse von Transplantaten und Entwicklung von Strategien zu ihrer Vermeidung
  • Onkoimmunologie: Erforschung der Rolle des Immunsystems bei Krebs und die Entwicklung immunbasierter Krebstherapien
  • Allergologie: Spezialisierung auf allergische Erkrankungen und deren immunologische Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten
  • Pädiatrische Immunologie: Betreuung und Forschung zu angeborenen Immundefekten und kindlichen Autoimmunerkrankungen

Wie viel verdient ein Immunologe?

Das Gehalt eines Arztes mit der Zusatzbezeichnung Immunologie hängt stark von dem Fachbereich ab, in dem er regulär arbeitet. Zudem wird das Gehalt davon beeinflusst, ob man seine eigene Praxis führt oder in einer Praxis bzw. Klinik angestellt ist. Auch die Berufserfahrung und der Standort des Arbeitsgebers spielen eine entscheidende Rolle.

Tarifverträge für Krankenhäuser machen keinen Unterschied in Bezug auf Facharztausbildungen oder Spezialisierungen, sodass die meisten stationär angestellten Fachärzte den gleichen Satz verdienen. Lediglich die hierarchische Ebene – Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt oder Oberarzt – sowie die Berufserfahrung haben Einfluss auf die Höhe des Einkommens. Der Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) und der Tarifvertrag für Ärzte in Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL) ähneln sich in ihren Angaben, in Universitätskliniken fällt die monatliche Vergütung etwas höher aus. Ist man als Facharzt in einer Uniklinik angestellt, verdient man im ersten Jahr 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Zusätzlich zum vertraglich geregelten Gehalt ist es möglich, sein Einkommen mit Bereitschafts- und Rufdiensten sowie Feiertags- und Nachtschichten zu erhöhen.

Private Krankenhäuser wie die HELIOS Klinik zahlen zwar individuelle Löhne, diese orientieren sich jedoch stark an den gängigen Tarifverträgen.

Im ambulanten Bereich wirken sich Zusatzbezeichnungen in jedem Fall positiv auf das Gehalt aus: Mit zusätzlichen Leistungen erweitert man seinen Patientenkreis und kann mehr abrechenbare Leistungen anbieten. Zudem öffnet die zusätzliche Qualifikation Türen zu Beschäftigungsfeldern in der Forschung und Industrie.

Welche Zukunftsperspektiven hat die Immunologie?

Autoimmunität, Allergien und Autoinflammation werden immer häufiger. In Deutschland leben mehrere Millionen Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung wie Rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa oder Plaque-Psoriasis. Betroffene Patienten haben oft lebenslange Beschwerden und leiden unter einer stark eingeschränkten Lebensqualität. Bei all diesen Erkrankungen ist das Immunsystem fehlgeleitet und aus dem Gleichgewicht geraten. Das Fachgebiet der Immunologie ist demnach von großer Relevanz, um den steigenden Patientenzahlen helfen zu können.

Auch die Immuntherapie ist ein wachsender Bereich, der darauf abzielt, das Immunsystem zu aktivieren, um zum Beispiel Krebszellen zu bekämpfen. Neue Ansätze umfassen zum Beispiel genetische und funktionelle Immunzellmanipulationen, um die Wirksamkeit der Immunantwort gegen Krebs zu erhöhen. Dabei werden beispielsweise Immunzellen wie T-Zellen im Labor so modifiziert, dass sie gezielt Krebszellen erkennen und angreifen können. Zudem kommen innovative Therapien wie Checkpoint-Inhibitoren zum Einsatz, die die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers stärken. Diese Fortschritte bieten vielversprechende Möglichkeiten, um bisher schwer behandelbare Krebsarten effektiver zu bekämpfen.

Zudem ist die Entwicklung von neuen Impfstoffen gegen schwer zu bekämpfende Erreger wie HIV oder Malaria ein wichtiges Forschungsziel. Dabei werden Ansätze verfolgt, um die Immunantwort gezielt zu stärken und einen langfristigen Schutz bieten zu können. Forscher arbeiten beispielsweise an mRNA-Impfstoffen, die schnell an neue Varianten angepasst werden können, sowie an verbesserten Wirkstoffformulierungen, um die Wirksamkeit und Sicherheit zu erhöhen. Diese Entwicklungen sind entscheidend, um die globale Gesundheit zu verbessern und Krankheiten, die bisher schwer zu kontrollieren waren, wirksam zu bekämpfen.

Fazit – Lohnt sich der Weg zum Immunologen?

Der Weg kann sich lohnen. Die Weiterbildung nimmt nur 1 Jahr in Anspruch und qualifiziert für ein interdisziplinäres und zukunftsträchtiges Fachgebiet. Die Immunologie ist essenziell für die Diagnose und Behandlung zahlreicher Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen, Allergien, Immundefekten und die Entwicklung innovativer Therapien. Zudem bietet die Spezialisierung vielfältige Karrierechancen in Klinik, Forschung und Industrie. Wer Interesse an komplexen biologischen Prozessen, klinischer Arbeit und innovativen Therapien hat und Menschen mit Immunerkrankungen helfen möchte, findet im Bereich der Immunologie eine spannende und bedeutsame berufliche Perspektive.

FAQs

Was macht ein Immunologe?

Immunologen haben aufbauend auf ihrer Facharztausbildung eine Zusatz-Weiterbildung in der Immunologie absolviert. Sie sind spezialisiert auf das Abwehrsystem des Körpers und behandeln immunologische Erkrankungen wie Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Immundefekte. Immunologen versorgen zum Beispiel Patienten mit Multipler Sklerose, Heuschnupfen, Asthma, atopischer Dermatitis, Rheumatoider Arthritis, Lupus erythematodes, Diabetes Typ 1, Morbus Crohn oder Zöliakie.

Wie wird man Immunologe?

Um als Arzt die Zusatzbezeichnung Immunologie zu erlangen, muss man, aufbauend auf seine Facharztausbildung, die gleichnamige Zusatzweiterbildung absolvieren. Die Weiterbildung umfasst 12 Monate Immunologie an befugten Weiterbildungsstätten, von denen 6 Monate im immunologischen Labor abgeleistet werden müssen.

Wie viel verdient ein Immunologe?

Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt. Nach Abschluss der Ausbildung erhält man zu Beginn 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Im ambulanten Bereich wirken sich Zusatzbezeichnungen in jedem Fall positiv aus: Mit einer Zusatz-Weiterbildung kann man zusätzliche abrechnungsfähige Leistungen anbieten und spricht eine größere Patientengruppe an. Zudem öffnet die zusätzliche Qualifikation Türen zu Beschäftigungsfeldern in der Forschung und Industrie.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Immunologen?

Die Zusatzweiterbildung zum Immunologen nimmt in der Regel 1 Jahr in Anspruch.

Über die Autorin

Julia Tech

Julia Tech hat Mehrsprachige Kommunikation mit dem Schwerpunkt Translation an der TH Köln studiert und 6 Monate davon an der Université Aix-Marseille im Süden Frankreichs verbracht. Französisch ist ihre Herzenssprache, aber auch im Deutschen ist sie sehr sprachgewandt. Neben ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Tauchen.

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