Kinderärzte haben nach ihrem Medizinstudium die Facharztausbildung Kinder- und Jugendmedizin abgeschlossen. Sie versorgen und behandeln Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr. Ihr Fachgebiet ist die Pädiatrie. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern pais für Kind und iatros für Arzt zusammen und steht für die Kinderheilkunde.
Was zeichnet die Arbeit als Kinderarzt aus?
Kinderärzte versorgen Kinder und Jugendliche. Die Spezialisierung ist notwendig, da junge Menschen ganz andere körperliche und emotionale Bedürfnisse als Erwachsene haben, die spezielles Fachwissen und häufig eine engere ärztliche Betreuung erfordern. Ihr Körper ist noch in der Entwicklung und auch psychisch befinden sie sich in einer Phase der Selbstentdeckung und Persönlichkeitsfindung. Um diese Form der Unterstützung gewährleisten zu können, sind Empathie und Feingefühl von großer Bedeutung. Als Kinderarzt ist es wichtig, den jungen Patienten genau zu erklären, was in ihrem Körper passiert und wie eine medizinische Untersuchung oder Behandlung abläuft, um traumatische Erfahrungen zu vermeiden. Aber nicht nur für den Kontakt mit den Kindern ist ein solch feinfühliger Umgang wichtig, an der Seite eines Kindes oder Jugendlichen steht in den meisten Fällen ein besorgtes Elternteil, das eine mindestens genauso ausführliche Aufklärung braucht.
Wie der Beruf des Hausarztes oder Frauenarztes ist auch der Fachbereich der Kinder- und Jugendmedizin von einer langfristigen Patientenbindung geprägt. Man begleitet seine Patienten oft über Jahre hinweg und wird fester Bestandteil des Lebens vieler Familien.
Worin liegen die Aufgaben eines Kinderarztes?
Kinderärzte kennen sich mit den unterschiedlichen Entwicklungsphasen und den damit verbundenen Erkrankungen aus und können die jungen Patienten und ihre Eltern bei Fragen rund um die Themen Wachstum, Vorsorge, Ernährung und Impfschutz beraten. Während andere Ärzte oft auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert sind, liegt der Schwerpunkt bei Kinderärzten auf der ganzheitlichen Betreuung von jungen Menschen in verschiedenen Altersstufen.
Im Vergleich zu vielen anderen Ärzten, die häufig nur im Falle einer bereits bestehenden Krankheit aufgesucht werden, ist ein zentraler Bestandteil der Pädiatrie die Prävention. Neugeborene, die frisch aus der Klinik entlassen wurden, werden mit einem gelben Heft ausgestattet, in dem die Ergebnisse aller Vorsorgeuntersuchungen dokumentiert werden. Die meisten Untersuchungen werden zwischen dem Zeitpunkt der Geburt und dem sechsten Lebensjahr vorgenommen (U1 bis U9). Sie umfassen insgesamt zehn Termine, die zur Früherkennung möglicher Gesundheitsauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen dienen.
Die verschiedenen Vorsorgetermine umfassen zum Beispiel die Untersuchung von Herz, Lunge, Nabel und Hüfte in den ersten Lebenstagen (U2), die Kontrolle der motorischen Entwicklung sowie Seh- und Hörtests im Alter zwischen 3 bis 4 Monaten (U4) und die Überprüfung von Sprachentwicklung und Motorik zwischen 21 und 24 Monaten (U7). Zu allen Untersuchungen gehört die Bewertung der allgemeinen körperlichen Entwicklung und die Aktualisierung des Impfschutzes.
Die Prävention macht einen großen Teil der Arbeit eines Pädiaters aus. Zu seinem Fachgebiet gehören aber auch die Diagnose und Behandlung von Entwicklungsstörungen (z. B. Sprechstörungen oder Aufmerksamkeitsschwächen), Verletzungen und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
Als Kinderarzt behandelt man zum Beispiel Infektionskrankheiten, dazu gehören häufig Erkältungen, Grippe, Magen-Darm-Infekte und andere virale oder bakterielle Infektionen. Da ihr Immunsystem noch im Aufbau ist, sind Kinder besonders anfällig für Infektionen.
Darüber hinaus behandelt man Hauterkrankungen wie Ekzeme, Hautausschläge oder Windeldermatitis. Diese dermatologischen Erkrankungen treten oft bei kleinen Kindern auf und erfordern eine Behandlung durch einen Kinderarzt.
Auch Atemwegserkrankungen wie Husten, Bronchitis oder Asthma, von denen Kindern häufig betroffen sind (vor allem in der kalten Jahreszeit), fallen in den Aufgabenbereich eines Kinderarztes.
Darüber hinaus stehen Kinderärzte jungen Patienten auch im Falle von Verletzungen zur Seite und bei größeren Verletzungen oder Frakturen, mit denen die kleinen Abenteurer zuvor in kinderchirurgischer Behandlung waren, übernimmt der zuständige Kinderarzt die Nachsorge.
Wo arbeiten Kinderärzte?
Im Jahr 2024 zählte die Bundesärztekammer im Rahmen ihrer Ärztestatistik 428.474 berufstätige Ärzte, darunter 17.195 Fachärzte der Kinder- und Jugendmedizin, darunter 13.128 Mediziner mit der gleichnamigen Facharztbildung.
- Ambulant: Mehr als die Hälfte der Kinderärzte arbeitet im ambulanten Bereich. Etwas mehr als zwei Drittel unter ihnen hat sich in eigener Kinderarztpraxis niedergelassen. Manchmal arbeiten Kinderärzte auch zusammen mit anderen Fachärzten oder Kinderärzten in einer Gemeinschaftspraxis, um eine umfassende Versorgung anzubieten. In manchen Krankenhäusern gibt es ambulante Abteilungen, in denen Kinderärzte Patienten behandeln, die keine stationäre Aufnahme benötigen.
- Stationär: 4.803 Kinderärzte sind in Kliniken angestellt und arbeiten auf Abteilungen für Kinder- und Jugendmedizin oder in sozialpädiatrischen Zentren. Letztere sind kinderärztlich geleitete, aber interdisziplinär und multiprofessionell arbeitende Schwerpunkteinrichtungen, von denen es in Deutschland rund 150 gibt.
Wie wird man Kinderarzt?
Um sich als Kinderarzt bezeichnen zu dürfen, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, gemäß § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO), eine Facharztausbildung im Bereich Kinder- und Jugendmedizin abschließen. Diese umfasst in Deutschland 5 Jahre, die exakten Regelungen variieren je nach Bundesland.
Gemäß der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein umfasst die Facharztausbildung zum Kinderarzt 60 Monate Ausbildung im Bereich Kinder- und Jugendmedizin, davon müssen 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen abgeleistet werden. Zum Kompetenzerwerb können bis zu 12 Monate Weiterbildung in anderen Gebieten absolviert werden, dafür bieten sich je nach Interesse und eventuell geplantem Schwerpunt die Fachgebiete der Allgemeinmedizin, Neonatologie, Allergologie oder Psychosomatik und Psychiatrie an.
Die Facharztausbildung kann in Weiterbildungsstätten absolviert werden, die von der jeweiligen Ärztekammer befugt sind, dazu zählen neben Kliniken hauptsächlich Kinderarzt- und Gemeinschaftspraxen. Auf den Webseiten der Landesärztekammern findet man Suchportale, in die man Facharztbereich und Stadt eingeben kann, um sich zur Weiterbildung befugte Krankenhäuser und Praxen anzeigen zu lassen.
Welche Fortbildungen und Spezialisierungen gibt es?
Im Januar 2004 wurde im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt, dass sich Fachärzte stetig fortbilden müssen, um ihre Facharztanerkennung behalten zu dürfen. Innerhalb von 5 Jahren sind 250 CME-Punkte (CME = Continuing Medical Education) zu sammeln: Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen erhält man einen Punkt, mehrtägige Kongresse bringen drei Punkte. Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium mittels Fachliteratur angerechnet bekommen.
Nach Abschluss der 5-jährigen Facharztausbildung ist es möglich, sich auf bestimmte Gebiete zu spezialisieren. Man kann seinen Schwerpunkt zum Beispiel auf die Kinder‐ und Jugend‐Hämatologie und ‐Onkologie, die Kinder‐ und Jugend-Kardiologie, die Neonatologie oder die Neuropädiatrie legen. Alle drei Weiterbildungen nehmen jeweils 24 Monate in Anspruch.
In der Kinder‐ und Jugend‐Hämatologie und -Onkologie liegt der Fokus auf der Behandlung und Diagnose von gut- und bösartigen Erkrankungen des Blutes, des blutbildenden Systems und auf Tumoren bei Kindern und Jugendlichen.
Die Kinder‐ und Jugend-Kardiologie beschäftigt sich mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen junger Patienten.
Mit Schwerpunkt in der Neonatologie spezialisiert man sich auf die medizinische Versorgung von Neugeborenen, insbesondere Frühgeborenen und kranken Neugeborenen. Der Fachbereich umfasst die Diagnose, Behandlung und Betreuung von Erkrankungen in den ersten Lebenswochen bis hin zur Stabilisierung und Entwicklung des Säuglings.
Das Fachgebiet der Neuropädiatrie widmet sich der Diagnose, Behandlung und Betreuung von neurologischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
Zudem organisiert die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) regelmäßig Fortbildungskurse, zum Beispiel zu den Themen Arzneimittel bei Kindern, Pädiatrische Ernährungsmedizin oder Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen.
Für das Selbststudium bietet sich die wissenschaftliche Fachzeitschrift Kinder- und Jugendmedizin an.
In vielen Facharztbereichen ist es möglich, sich auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen zu spezialisieren. Es gibt zum Beispiel den Facharzt für Kinder‐ und Jugendpsychiatrie und ‐Psychotherapie oder den Facharzt für Kinder- und Jugendchirurgie. Fachärzte für Radiologie können in Anschluss an ihre Ausbildung einen Schwerpunkt auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen setzen und die auf der Facharztausbildung aufbauende 2-jährige Weiterbildung in der Kinder- und Jugendradiologie absolvieren. Darüber hinaus ist die Spezialisierung auf junge Patienten über den Erwerb einer Zusatzbezeichnung möglich, diese Möglichkeit haben zum Beispiel Gastroenterologen, Pneumologen oder Rheumatologen.
Wie viel verdient man als Kinderarzt?
Das konkrete Gehalt eines Kinderarztes ist davon abhängig, wo er arbeitet und wie viel Erfahrung er vorweisen kann. Der Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) und der Tarifvertrag für Ärzte in Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL) ähneln sich in ihren Angaben, in Universitätskliniken fällt die monatliche Vergütung etwas höher aus. Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt.
Tarifverträge für Krankenhäuser machen keinen Unterschied in Bezug auf Facharztausbildungen oder Spezialisierungen, sodass die meisten stationär angestellten Fachärzte den gleichen Satz verdienen. Lediglich die hierarchische Ebene – Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt oder Oberarzt – sowie die Berufserfahrung haben Einfluss auf die Höhe des Einkommens. Ist man als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in einer Uniklinik angestellt, verdient man im ersten Jahr 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Zusätzlich zum vertraglich geregelten Gehalt ist es möglich, sein Einkommen mit Bereitschafts- und Rufdiensten sowie Feiertags- und Nachtschichten zu erhöhen.
Private Krankenhäuser wie die HELIOS Klinik zahlen zwar individuelle Löhne, diese orientieren sich jedoch stark an den gängigen Tarifverträgen
Im ambulanten Bereich unterscheiden sich die Einnahmen je nach Facharztbereich stark. Zudem unterliegen ambulante Praxen keinem Tarifvertrag und verfügen somit über einen gewissen Verhandlungsspielraum. Einige Praxisinhaber bieten angestellten Ärzten eine lukrative Umsatzbeteiligung an. Dafür ist der Gewinn einer privaten Praxis von Schwankungen geprägt und von diversen Faktoren wie Praxisstandort, Patientenanzahl, Vergütungsform der Behandlungen (gesetzlich oder privat versicherte Patienten), Anzahl der IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen) sowie der allgemeinen Effizienz der Praxis abhängig.
5.682 Kinderärzte waren 2024 in eigener Praxis niedergelassen. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts von 2023 liegt der durchschnittliche jährliche Reinertrag einer Praxis aus dem Bereich Kinder- und Jugendmedizin bei 277.000 Euro. Der Reinertrag ist die Differenz zwischen den Einnahmen und den Betriebsausgaben und stellt noch nicht das Nettoeinkommen des Praxisinhabers dar. Nach Abzug von Steuern, Versicherungen, Kammerbeiträgen, Beiträgen zum Versorgungswerk, privater Altersvorsorge sowie eventuellen Kreditraten für die Praxisübernahme bleiben dem Inhaber pro Monat schätzungsweise 7.000 Euro netto.
Welche Zukunftsperspektiven hat die Kinder- und Jugendmedizin?
Im deutschen Gesundheitssystem herrscht Fachkräftemangel. Das trifft vor allem den Fachbereich der Kinder- und Jugendmedizin. Die Situation wird sich in Zukunft weiter zuspitzen, da etwa 30 % aller Kinderärzte bereits das 60. Lebensjahr überschritten haben und in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen werden. Die geburtenstarken Jahrgänge hinterlassen eine Lücke, die angesichts des geringen Nachwuchses nicht geschlossen werden kann. Insbesondere ländliche Gebiete sind betroffen. Auf etwa 11,5 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 14 Jahren in Deutschland kamen im Jahr 2024 nur 13.182 Kinderärzte. An Stellenausschreibungen wird es demnach auch in Zukunft sicherlich nicht mangeln.
Positive Entwicklungen zeigen sich im Bereich der Technik: Allgemein werden Patienten und Ärzte bald noch umfangreicher von Möglichkeiten aus dem Bereich Digital Health unterstützt werden*.* Dazu gehören beispielsweise die Telemedizin (Plattformen wie Doctolib), die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) und KI-gestützte Diagnosesysteme. Besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz zeigen aktuelle Forschungsergebnisse großes Potenzial. Ein Beispiel ist das Projekt IBM Watson, das in Zusammenarbeit mit großen Gesundheitsinstitutionen wie der Mayo Clinic in Minnesota entwickelt wird: Dabei wurde ein System kreiert, das riesige Datenmengen (Big Data) interpretieren kann, um, komplexe Krankengeschichten übersichtlich darzustellen und medizinisches Wissen zu nutzen, damit Behandlungsentscheidungen genauer und einfacher getroffen werden können.
Vor allem im Bereich der seltenen genetisch bedingten Erkrankungen soll in Zukunft weiter geforscht werden, denn mehr als die Hälfte dieser Erkrankungen tritt im Kinderalter auf. Allein in Deutschland sind über 1 Million Kinder betroffen. Fortschritte in der Genforschung haben bereits dazu beigetragen, die individuellen genetischen Ursachen solcher Krankheiten besser erkennen zu können, was maßgeschneiderte Behandlungen ermöglicht, die genau auf das Kind abgestimmt sind.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Schaffung von Infrastrukturen, die eine koordinierte Forschung im Bereich Pharmakologie bei schwangeren Frauen, Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Denn die Wirkungen vieler Medikamente sind für den Einsatz an Kindern noch nicht geprüft. Aus diesem Grund werden sie häufig außerhalb des zugelassenen Anwendungsbereichs eingesetzt, man spricht dann von Off-label use. Die Forschung in diesem Bereich ist von großer Relevanz, um den Nachweis der Wirksamkeit und die Sicherheit von Arzneimitteln bei Kindern und Jugendlichen gewährleisten zu können.
Fazit – Lohnt sich der Weg zum Kinderarzt?
Der Weg kann sich lohnen. Angehende Ärzte, die die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen besonders wertschätzen und sie langfristig begleiten möchten, werden sich in diesem Beruf wohlfühlen. Die Arbeit kann sehr erfüllend sein, vor allem, wenn man zum Entstehen gesunder und glücklicher Familien beitragen kann. Bei schweren Schicksalen sollte man die Fähigkeit mitbringen, sich emotional abgrenzen zu können.
Ob Diagnostik, Behandlungen, Vorsorgeuntersuchungen oder Beratung besorgter Kinder und Eltern – der Arbeitsalltag ist vielfältig. Kein Kind gleicht dem anderen und bringt seine ganz eigene authentische und dynamische Persönlichkeit mit in die Praxis. Als Kinderarzt ermöglicht man vielen jungen Menschen die ersten Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem.
Die Marktsituation ist gut, Kinderärzte sind überall gefragt. Aufgrund des hohen Fachkräftemangels ist die Arbeit jedoch häufig mit langen Arbeitszeiten, unzufriedenen Eltern, quengeligen Kindern und Stress verbunden.
FAQs
Was macht ein Kinderarzt?
Kinderärzte haben nach ihrem Medizinstudium die Facharztausbildung in der Kinder- und Jugendmedizin abgeschlossen. Sie versorgen und behandeln Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr, ihr Fachgebiet ist die Pädiatrie (Kinderheilkunde). Sie führen regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durch und behandeln Entwicklungsstörungen (z. B. Sprechstörungen), Infektionskrankheiten wie Grippe, Atemwegserkrankungen wie Asthma oder dermatologische Krankheitsbilder wie Windeldermatitis.
Wie wird man Kinderarzt?
Um sich als Kinderarzt bezeichnen zu dürfen, muss man, nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, eine Facharztausbildung im Bereich Kinder- und Jugendmedizin abschließen. Die Ausbildung kann in Weiterbildungsstätten absolviert werden, die von der jeweiligen Ärztekammer befugt sind, dazu zählen neben Kliniken hauptsächlich Kinderarzt- und Gemeinschaftspraxen.
Wie viel verdient ein Kinderarzt?
Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt. Nach Abschluss der Ausbildung erhält man zu Beginn 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. In privater Kinderarzt-Praxis bleiben dem Inhaber am Ende des Monats schätzungsweise 7.500 Euro netto.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Kinderarzt?
Die Ausbildung zum Facharzt Kinder- und Jugendmedizin dauert in der Regel 5 Jahre.

Julia Tech
Julia Tech hat Mehrsprachige Kommunikation mit dem Schwerpunkt Translation an der TH Köln studiert und 6 Monate davon an der Université Aix-Marseille im Süden Frankreichs verbracht. Französisch ist ihre Herzenssprache, aber auch im Deutschen ist sie sehr sprachgewandt. Neben ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Tauchen.
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