Nierenärzte haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung der Inneren Medizin im Bereich Nephrologie abgeschlossen. Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und steht für die Lehre der Niere. Nieren-Fachärzte sind auf die Diagnose, Prävention und Behandlung von Nierenerkrankungen spezialisiert, dazu zählen zum Beispiel Niereninsuffizienz, akute Nierenschäden, Nierensteine, Infektionen und entzündliche Nierenerkrankungen. Nephrologen werden zudem regelmäßig von Dialysepatienten und Menschen mit Bluthochdruck besucht.
Was zeichnet die Arbeit als Nierenarzt aus?
Nephrologen haben sich auf die menschliche Niere spezialisiert, ein lebenswichtiges Organ, das für die Reinigung des Blutes, die Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushaltes, die Blutdruckkontrolle und die Hormonproduktion zuständig ist. Sie filtert täglich große Mengen an Blut, um Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen und den Körper gesund zu halten. Wenn sie ihren Job nicht mehr gut meistern kann, kommen Nephrologen ins Spiel. Sie behandeln eine breite Palette von Nierenerkrankungen und müssen sowohl akute als auch langfristige Therapien planen und umsetzen.
Da sie viele Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen versorgen, die beispielsweise regelmäßig zur Dialyse in der Praxis erscheinen, weil ihre Niere nicht mehr genügend Blut filtern kann, betreuen sie manche Patienten über einen langen Zeitraum hinweg. Zudem sind sie Team-Player, denn ihre Arbeit erfordert eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten wie Kardiologen, Internisten, Chirurgen und Radiologen. Außerdem sollten sie Geschick im Umgang mit Technik mitbringen, denn der Umgang mit Dialysegeräten, bildgebenden Verfahren und komplexen Diagnostikmethoden ist fester Bestandteil ihres Berufsalltags.
Worin liegen die Aufgaben eines Nierenarztes?
Für die Diagnose bedient sich der Nephrologe verschiedener Methoden, dazu gehören neben dem klassischen Anamnesebogen zum Beispiel auch:
- Blutuntersuchungen: Zur Beurteilung der Nierenfunktion bestimmt er zum Beispiel Kreatinin, Harnstoff, Elektrolyte und ermittelt das allgemeine Blutbild.
- Urinanalysen: Der Nephrologe untersucht den Urin des Patienten auf Proteine, (Proteinurie), Blut (Hämaturie), Glukose, Leukozyten, Bakterien und andere Substanzen, dazu gehören auch spezielle Tests wie das 24-Stunden-Urin-Sammelverfahren. Bereits kleine Veränderungen im Urin, wie das Vorhandensein von Protein (Proteinurie) oder Blut (Hämaturie), können auf beginnende Nierenschäden hinweisen, noch bevor die Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist.
- Nierenbiopsie: Der Nephrologe entnimmt eine kleine Gewebeprobe aus der Niere unter bildgebender Kontrolle, um die genaue Art der Erkrankung zu bestimmen.
- Bildgebende Verfahren: Bildgebende Verfahren liefern wichtige visuelle Informationen über die Struktur und mögliche Anomalien der Nieren, was für eine genaue Diagnose und eine gezielte Behandlung unerlässlich ist. Deshalb machen Nephrologen Untersuchungen wie Ultraschall (Sonographie) zur Beurteilung der Nierenstruktur, Größe, Lage und zum Nachweis von Zysten, Steinen oder Vergrößerungen. Für aufwendigere Verfahren wie nuklearmedizinische Untersuchungen (z. B. Szintigrafien zur Funktionseinschätzung) oder CT- oder MRT-Scans überweisen sie ihre Patienten an Radiologen oder Nuklearmediziner.
Nephrologen kümmern sich um eine Vielzahl von Erkrankungen rund um die Nieren und das Harnsystem, um deren Funktion zu erhalten oder wiederherzustellen, dazu gehören:
- Chronische Nierenerkrankung (CKD): Fortschreitender Verlust der Nierenfunktion über Monate oder Jahre – Ziel ist es, das Fortschreiten zu verlangsamen und Komplikationen zu vermeiden
- Akute Nierenschädigung (AKI): Plötzliche Verschlechterung der Nierenfunktion, z. B. durch Infektionen, Medikamente oder Verletzungen
- Nierensteine (Nephrolithiasis): Feste Ablagerungen aus Mineralien und Salzen, die Schmerzen und Blockaden verursachen können
- Nierentumore: Bösartige Tumore wie das Nierenzellkarzinom sowie gutartige Tumore
- Glomerulonephritiden: Entzündliche Erkrankungen der kleinen Blutgefäße in den Nieren, z. B. bei Autoimmunerkrankungen
- Polyzystische Nierenerkrankung: Erbkrankheit mit vielen Zysten in den Nieren, die die Funktion beeinträchtigen
- Bluthochdruck (Hypertonie): Da Bluthochdruck oft die Nieren schädigt oder durch sie verursacht wird, behandeln Nephrologen auch Bluthochdruck im Zusammenhang mit Nierenerkrankungen
- Nierentransplantation: Nephrologen koordinieren die Vorbereitung, Nachsorge und Behandlung bei Transplantationspatienten – die Niere ist das Organ, das am häufigsten transplantiert wird – von 1963 bis 2024 wurden deutschlandweit etwa 156.923 Organtransplantationen durchgeführt, darunter ungefähr 98.798 Nieren
Nephrologen arbeiten zudem in der Notaufnahme und greifen zum Beispiel bei akutem Nierenversagen, Niereninfektionen oder Elektrolytstörungen ein.
Wo arbeiten Nierenärzte?
Im Jahr 2023 zählte die Bundesärztekammer im Rahmen ihrer Ärztestatistik 428.474 berufstätige Ärzte, darunter 1.257 Fachärzte für Nephrologie. Sie arbeiten:
- Ambulant: Mehr als die Hälfte aller Nierenärzte ist ambulant tätig. Sie arbeiten zum Beispiel in spezialisierten Nephrologie-Praxen, medizinischen Versorgungszentren (MVZ), die mehrere Fachrichtungen unter einem Dach vereinen und führen in Dialysezentren regelmäßige Blutwäschen bei ihren Patienten durch.
- Stationär: 567 Nierenärzte waren 2023 stationär angestellt. Man findet sie in Unikliniken und größeren Krankenhäusern mit nephrologischer Abteilung, hier betreuen sie Patienten mit akuten Nierenschädigungen, schweren Erkrankungen oder Komplikationen im Zusammenhang mit Nierenleiden. Sie sind Teil des internistischen Teams und arbeiten eng mit anderen Fachärzten zusammen. Zudem versorgen sie Patienten in Fachkliniken für Niere und Dialyse, die sich auf Nierenerkrankungen und Dialysebehandlungen konzentrieren. Bei kritisch kranken Patienten mit akuten Nierenproblemen oder Multiorganversagen übernehmen Nephrologen auch die Betreuung im Intensivbereich. Einige Nephrologen sind in Transplantationszentren angestellt und sind bei Nierentransplantationen sowohl vor als auch nach der Operation für die Betreuung der Patienten zuständig.
Wie wird man Nierenarzt?
Um sich als Nierenarzt bezeichnen zu dürfen, muss man, nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, gemäß § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO), eine Facharztausbildung in der Inneren Medizin im Gebiet Nephrologie abschließen. Diese umfasst in Deutschland 6 Jahre, die exakten Regelungen variieren je nach Bundesland und müssen gegebenenfalls bei der zuständigen Landesärztekammer erfragt werden.
Gemäß der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein umfasst die Facharztausbildung 72 Monate im Gebiet Innere Medizin unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon
- 36 Monate in Innere Medizin und Nephrologie
- 6 Monate in der Dialyse
- 24 Monate in der stationären Patientenversorgung
- 24 Monate in mindestens zwei anderen Facharztkompetenzen der Inneren Medizin
- 6 Monate in der Notfallaufnahme
- 6 Monate in der Intensivmedizin
Unabhängig von der Schwerpunktwahl absolviert jeder angehende Internist innerhalb seiner Facharztausbildung den sogenannten Common Trunk. Dieser bezeichnet die 36-monatige Basisausbildung, die grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für alle Fachrichtungen der Inneren Medizin relevant sind.
Die Facharztausbildung kann in Weiterbildungsstätten absolviert werden, die von der jeweiligen Ärztekammer befugt sind. Dazu zählen hauptsächlich MVZs, Nieren- und Dialysezentren sowie Unikliniken und andere Krankenhäuser.
Auf den Webseiten der Landesärztekammern findet man Suchportale, in die man Facharztbereich und Stadt eingeben kann, um sich zur Weiterbildung befugte Krankenhäuser und Praxen anzeigen zu lassen.
Welche Fortbildungen und Spezialisierungen gibt es?
Im Januar 2004 wurde im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt, dass sich Fachärzte stetig fortbilden müssen, um ihre Facharztanerkennung und Zusatzbezeichnungen behalten zu dürfen. Innerhalb von 5 Jahren sind 250 CME-Punkte (CME = Continuing Medical Education) zu sammeln: Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen erhält man beispielsweise einen Punkt, mehrtägige Kongresse bringen drei Punkte. Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium mittels Fachliteratur angerechnet bekommen.
Als Nephrologe bieten sich Spezialisierungen in den folgenden Bereichen an:
- Transplantationsmedizin (offizielle Zusatzweiterbildung der Bundesärztekammer): Nephrologen können sich auf die Betreuung von Patienten vor und nach Nierentransplantationen spezialisieren.
- Angiologie: Die Angiologie befasst sich mit Erkrankungen der Blutgefäße. Da Nierenerkrankungen oft mit Gefäßveränderungen einhergehen, ist eine Spezialisierung in diesem Bereich sinnvoll.
- Interventionelle Nephrologie: Dieses Gebiet beschäftigt sich mit der Durchführung minimal-invasiver Verfahren zur Diagnostik und Behandlung von Nierenerkrankungen. Dazu gehören beispielsweise das Anlegen und die Pflege einer Shuntanlage (operative Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene) für die Dialyse oder die interventionelle Behandlung von Nierenarterienstenosen.
- Dialyse und Nierenersatztherapie: Hier kann man sich auf die verschiedenen Dialyseverfahren (Hämodialyse, Peritonealdialyse), die Betreuung von Dialysepatienten und die Indikationsstellung zu Nierenersatzverfahren spezialisieren. Auch Kurse zur Erlangung spezieller Zertifikate wie Hygiene-Qualifikationen können wichtig sein, um die Infektionsrisiken bei Dialysepatienten zu minimieren.
- Ernährungsmedizin (offizielle Zusatzweiterbildung der Bundesärztekammer): Auch eine Fortbildung in Ernährungsmedizin erweitert die Behandlungsmöglichkeiten und kann helfen, Patienten mit Nierenerkrankungen noch umfangreicher zu beraten.
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie veranstaltet regelmäßige Kongresse und Tagungen, die man besuchen kann und organisiert im Rahmen ihrer Akademie Niere diverse Fort- und Weiterbildungskurse.
Online-Plattformen wie das Forum Medizin Fortbildung (FOFM) oder Medixum, die Fortbildungsplattform des Deutschen Ärzteverlags, bieten ebenfalls Fortbildungs- und Aufbaukurse im Bereich Innere Medizin und Nephrologie an.
Für das Selbststudium eignet sich die wissenschaftliche Fachzeitschrift Die Nephrologie.
Wie viel verdient ein Nierenarzt?
Das konkrete Gehalt eines Nephrologen ist davon abhängig, wo er arbeitet und wie viel Erfahrung er vorweisen kann. Der Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) und der Tarifvertrag für Ärzte in Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL) ähneln sich in ihren Angaben, in Universitätskliniken fällt die monatliche Vergütung etwas höher aus. Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt.
Tarifverträge für Krankenhäuser machen keinen Unterschied in Bezug auf Facharztausbildungen oder Spezialisierungen, sodass die meisten stationär angestellten Fachärzte den gleichen Satz verdienen. Lediglich die hierarchische Ebene – Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt oder Oberarzt – sowie die Berufserfahrung haben Einfluss auf die Höhe des Einkommens. Ist man als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie in einer Uniklinik angestellt, verdient man im ersten Jahr 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Zusätzlich zum vertraglich geregelten Gehalt ist es möglich, sein Einkommen mit Bereitschafts- und Rufdiensten sowie Feiertags- und Nachtschichten zu erhöhen.
Private Krankenhäuser wie die HELIOS Klinik zahlen zwar individuelle Löhne, diese orientieren sich jedoch stark an den gängigen Tarifverträgen
Im ambulanten Bereich unterscheiden sich die Einnahmen je nach Facharztbereich stark. Zudem unterliegen ambulante Praxen keinem Tarifvertrag und verfügen somit über einen gewissen Verhandlungsspielraum. Einige Praxisinhaber bieten angestellten Ärzten eine lukrative Umsatzbeteiligung an. Dafür ist der Gewinn einer privaten Praxis von Schwankungen geprägt und von diversen Faktoren wie Praxisstandort, Patientenanzahl, Vergütungsform der Behandlungen (gesetzlich oder privat versicherte Patienten), Anzahl der IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen) sowie der allgemeinen Effizienz der Praxis abhängig.
168 Nierenärzte waren 2023 in eigener Praxis niedergelassen. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts von 2023 liegt der durchschnittliche jährliche Reinertrag einer Praxis aus dem Bereich Innere Medizin bei 333.000 Euro. Der Reinertrag ist die Differenz zwischen den Einnahmen und den Betriebsausgaben und stellt noch nicht das Nettoeinkommen des Praxisinhabers dar. Nach Abzug von Steuern, Versicherungen, Kammerbeiträgen, Beiträgen zum Versorgungswerk, privater Altersvorsorge sowie eventuellen Kreditraten für die Praxisübernahme bleiben dem Inhaber pro Monat schätzungsweise 8.500 Euro netto.
Welche Zukunftsperspektiven hat die Nephrologie?
Die Zukunftsaussichten der Nephrologie sind vielversprechend und gleichzeitig ist das Fachgebiet, wie viele andere Facharztbereiche auch, großen Herausforderungen ausgesetzt. Die stärker alternde aber auch allgemein häufiger erkrankende Bevölkerung führt zu einem steigenden Bedarf an nephrologischen Fachärzten, die einem Mangel an Nachwuchsnephrologen gegenübersteht. Das führt zu stressigen Arbeitsbedingungen, Extra-Schichten und langen Wartezeiten für Patienten.
Eine positive Entwicklung zeigt sich im Bereich der künstlichen Nieren, die zunehmend miniaturisierter und effizienter werden. Sie nutzen innovative Membrantechnologien, biokompatible Materialien und fortschrittliche Filtermechanismen, um Abfallstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Blut zu entfernen – ähnlich wie natürliche Nieren. Tragbare Geräte ermöglichen es Patienten, ihre Behandlung flexibler in den Alltag zu integrieren, was die Mobilität erhöht und die Abhängigkeit von stationären Dialysezentren reduziert. Implantierbare Systeme zielen darauf ab, dauerhaft im Körper integriert zu werden, um eine kontinuierliche Nierenfunktion zu gewährleisten. Sie könnten in Zukunft sogar als Alternative zur Dialyse oder Transplantation dienen.
Zudem werden Patienten und Ärzte in allen medizinischen Fachbereichen immer umfangreicher von Möglichkeiten aus dem Bereich Digital Health unterstützt, zum Beispiel durch die Telemedizin mit Plattformen wie Doctolib, die die Terminbuchung digitalisiert haben und ortsungebundene Sprechstunden via Online-Meeting ermöglichen. Mithilfe von technischen Gadgets wie Wearables oder Sensoren können Vitaldaten wie Herzfrequenz, Blutdruck oder Blutzucker gemessen und in Echtzeit an die behandelnden Ärzte übermittelt werden. Auch die Künstliche Intelligenz unterstützt Ärzte zunehmend, indem sie medizinische Bilder und Daten schnell und präzise auswertet. Sie hilft bei der Entwicklung personalisierter Behandlungspläne mittels der Analyse genetischer und klinischer Informationen und prognostiziert Krankheitsverläufe und Risiken, um frühzeitig Maßnahmen einzuleiten. Zudem automatisiert sie administrative Aufgaben, sodass Ärzte mehr Zeit für die Patientenbetreuung haben.
Fazit – Lohnt sich der Weg zum Nierenarzt?
Als Nephrologe arbeitet man in einem bedeutenden medizinischen Fachgebiet, das immer mehr Patienten betreut – und nicht nur ältere Menschen – die Anzahl der Menschen mit Nierenerkrankungen steigt im Allgemeinen kontinuierlich an. Dies liegt zu einem großen Teil an der Zunahme von Diabetes und Bluthochdruck, die das Risiko für Nierenerkrankungen erhöhen. Gründe für die zunehmend erkrankende Bevölkerung sind vor allem unser ungesunder Lebensstil, Bewegungsmangel, Übergewicht und Umweltgifte. Nephrologen werden dringend gebraucht. Ob Nierenentzündungen, Dialyse oder Nierensteine – der Alltag ist abwechslungsreich und die Nachfrage auch in Zukunft gegeben. Wenn man Interesse für das Fachgebiet mitbringt, gut mit Stress umgehen kann und lange Arbeitszeiten und Überstunden mit seinem Life-Style vereinen kann, kann die Facharztausbildung in der Nephrologie die richtige Entscheidung sein.
FAQs
Was macht ein Nierenarzt?
Nierenärzte haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung der Inneren Medizin im Bereich Nephrologie abgeschlossen. Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und steht für die Lehre der Niere. Nieren-Fachärzte sind auf die Diagnose, Prävention und Behandlung von Nierenerkrankungen spezialisiert, dazu zählen zum Beispiel Niereninsuffizienz, akute Nierenschäden, Nierensteine, Infektionen und entzündliche Nierenerkrankungen. Nephrologen werden zudem regelmäßig von Dialysepatienten und Menschen mit Bluthochdruck besucht.
Wie wird man Nierenarzt?
Um sich als Nierenarzt bezeichnen zu dürfen, muss man, nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, eine Facharztausbildung in der Inneren Medizin im Gebiet Nephrologie abschließen. Diese umfasst in Deutschland 6 Jahre, die exakten Regelungen variieren je nach Bundesland und müssen gegebenenfalls bei der zuständigen Landesärztekammer erfragt werden.
Wie viel verdient ein Nierenarzt?
Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt. Nach Abschluss der Ausbildung erhält man zu Beginn 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. In privater Nierenarzt-Praxis bleiben dem Inhaber am Ende des Monats schätzungsweise 8.500 Euro netto.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Nierenarzt?
Die Facharztausbildung im Gebiet Innere Medizin und Nephrologie nimmt in der Regel 6 Jahre in Anspruch.

Julia Tech
Julia Tech hat Mehrsprachige Kommunikation mit dem Schwerpunkt Translation an der TH Köln studiert und 6 Monate davon an der Université Aix-Marseille im Süden Frankreichs verbracht. Französisch ist ihre Herzenssprache, aber auch im Deutschen ist sie sehr sprachgewandt. Neben ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Tauchen.
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