Was macht ein...?

Was macht ein Rheumatologe?

Von Julia Tech11 Min. Lesezeit
Rheumatologe untersucht Handgelenke eines Patienten – Was macht ein Rheumatologe?

Rheumatologen sind Ärzte, die nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung in der Rheumatologie, einem Teilgebiet der Inneren Medizin, abgeschlossen haben. Sie sind spezialisiert auf die Diagnose, Behandlung und Prävention von Erkrankungen aus dem Rheuma-Spektrum. Rheuma ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, die die Gelenke, Muskeln, Knochen und das Bindegewebe betreffen, meist geht es um entzündliche oder degenerative (verschleißbedingte) Erkrankungen, die Schmerzen, Schwellungen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen verursachen. Die bekannteste Form ist die Rheumatoide Arthritis, eine Autoimmun-Erkrankung, bei der das Immunsystem die Gelenke angreift.

Was zeichnet die Arbeit als Rheumatologe aus?

Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie haben sich auf Erkrankungen aus dem Rheumatischen Formenkreis spezialisiert. Dieser umfasst etwa 400 verschiedene Erkrankungen, die den Bewegungsapparat, die Gelenke, die Muskeln, die Sehnen, die Knochen und das Bindegewebe betreffen.

Rheumatische Erkrankungen werden der Ursache nach in vier Hauptgruppen unterteilt: Entzündlich-rheumatische Erkrankungen, degenerative rheumatische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, die mit rheumatischen Beschwerden einhergehen und rheumatische Erkrankungen der Weichteile. 60 bis 70 Prozent aller Rheuma-Erkrankungen sind autoimmun – zum Beispiel Rheumatoide Arthritis, Lupus oder Sklerodermie. Für ihre Diagnostik und Behandlung braucht es langjährige Erfahrung und spezielles rheumatologisches Wissen. Die Therapiemaßnahmen werden individuell an die jeweiligen Gegebenheiten und die genaue Art der Erkrankung angepasst.

Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie begleiten viele ihrer Patienten häufig über einen längeren Zeitraum hinweg, da ein Großteil der rheumatischen Erkrankungen chronisch ist und eine kontinuierliche Behandlung erfordert. Der Patientenkreis ist bunt durchmischt, denn Menschen jeden Alters können von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein – vom Kind bis zum Senior.

Worin liegen die Aufgaben eines Rheumatologen?

Für die Diagnostik von rheumatischen Erkrankungen führen Rheumatologen gründliche Anamnesen und körperliche Untersuchungen durch. Sie nutzen auch bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, MRT und CT, sowie Blutuntersuchungen, um Entzündungen und andere Auffälligkeiten zu identifizieren.

Fachärzte für Rheumatologie entwickeln individuelle Therapiekonzepte, die medikamentöse Behandlung, physikalische Therapie, Ergotherapie, Sport, Ernährung und gegebenenfalls alternative Ansätze umfassen. Behandlungen von Rheumaerkrankungen zielen stets darauf ab, den Entzündungsprozess im Körper entweder ganzheitlich zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen, um Beschwerden zu lindern und gesundheitliche Schäden an Gelenken und Organen zu vermeiden. Der Rheumatologe versucht, die Gelenkfunktion wiederherzustellen und die Mobilität seines Patienten zu verbessern, dafür arbeitet er oft mit Orthopäden, Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten zusammen.

Im Folgenden eine Übersicht der häufigsten Erkrankungen, die Rheumatologen behandeln:

  • Rheumatoide Arthritis (RA): Diese chronisch-entzündliche Erkrankung betrifft vor allem die Gelenke, insbesondere Hände und Füße. Sie führt zu Schmerzen, Schwellungen und kann die Gelenke irreversibel schädigen, wenn sie unbehandelt bleibt. Ziel der Therapie ist es, Entzündungen zu kontrollieren und die Gelenkfunktion zu erhalten.
  • Lupus erythematodes: Lupus ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift, was vielfältige Symptome verursacht. Sie kann Haut, Gelenke, Nieren und andere Organe betreffen. Die Behandlung zielt auf die Kontrolle der Entzündungen und die Vermeidung von Organschäden ab.
  • Morbus Bechterew: Diese chronisch-entzündliche Erkrankung betrifft hauptsächlich die Wirbelsäule und das Becken, was zu Versteifung und Bewegungseinschränkungen führen kann. Sie beginnt oft im jungen Erwachsenenalter und verursacht Rückenschmerzen sowie Steifheit. Die Therapie umfasst Medikamente und Physiotherapie zur Erhaltung der Beweglichkeit.
  • Gicht: Gicht entsteht durch Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken, was plötzliche, sehr schmerzhafte Entzündungen verursacht. Häufig betroffen sind Zehen, Knöchel oder Knie. Die Behandlung besteht aus Medikamenten zur Senkung des Harnsäurespiegels und akuten Schmerzmitteln.
  • Fibromyalgie: Fibromyalgie ist eine Schmerzerkrankung ohne entzündliche oder autoimmune Ursachen, gekennzeichnet durch weitreichende Muskelschmerzen und Müdigkeit. Sie führt oft zu Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen. Die Behandlung konzentriert sich auf Schmerzmanagement, physikalische Therapie und Stressreduktion.

Wo arbeiten Rheumatologen?

Im Jahr 2023 zählte die Bundesärztekammer im Rahmen ihrer Ärztestatistik 428.474 berufstätige Ärzte, darunter 61.899 Internisten, von denen sich 452 für die Facharztausbildung mit dem Schwerpunkt Rheumatologie entschieden haben. Sie arbeiten:

  • Stationär: Der größte Teil der Rheumatologen arbeitet stationär. Man findet sie hauptsächlich in rheumatologischen Abteilungen und Zentren von Krankenhäusern und (Uni-)Kliniken. Dort betreuen sie Patienten, die aufgrund akuter Schübe, Komplikationen oder spezieller Therapien eine stationäre Behandlung benötigen. In einigen Fällen arbeiten Rheumatologen auch in spezialisierten Rehabilitationskliniken, um Patienten nach akuten Krankheitsphasen intensiv zu betreuen und bei der Wiederherstellung der Mobilität zu unterstützen.
  • Ambulant: Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie arbeiten zudem in ambulanten Gemeinschaftspraxen und rheumatologisch spezialisierten Facharztpraxen. Dort betreuen sie Patienten regelmäßig und langfristig, um die Behandlung chronischer rheumatischer Erkrankungen zu steuern.

Wie wird man Rheumatologe?

Um sich als Rheumatologe bezeichnen zu dürfen, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt, gemäß § 3 der Bundesärzteordnung (BÄO), eine Facharztausbildung im Bereich Innere Medizin und Rheumatologie abschließen. Diese umfasst in Deutschland 6 Jahre, die exakten Regelungen variieren je nach Bundesland und müssen gegebenenfalls bei der jeweiligen Landesärztekammer erfragt werden. Die fachärztliche Ausbildung kann in befugten Weiterbildungsstätten absolviert werden, dazu zählen hauptsächlich spezialisierte Fachpraxen, Unikliniken und größere Krankenhäuser. Auf den Webseiten der Landesärztekammern findet man Suchportale, in die man Facharztbereich und Stadt eingeben kann, um sich zur Weiterbildung befugte Krankenhäuser und Praxen anzeigen zu lassen.

Gemäß der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein umfasst die Facharztausbildung zum Rheumatologen 72 Monate im Gebiet Innere Medizin unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon:

  • 36 Monate in Innere Medizin und Rheumatologie
  • 24 Monate in der stationären Patientenversorgung
  • 24 Monate in mindestens zwei anderen Facharztkompetenzen der Inneren Medizin
  • 6 Monate in der Notfallaufnahme
  • 6 Monate in der Intensivmedizin

Unabhängig von der Schwerpunktwahl absolviert jeder angehende Internist innerhalb seiner Facharztausbildung den sogenannten Common Trunk. Dieser bezeichnet die 36-monatige Basisausbildung, die grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für alle Fachrichtungen der Inneren Medizin relevant sind.

Welche Fortbildungen und Spezialisierungen gibt es?

Im Januar 2004 wurde im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes festgelegt, dass sich Fachärzte stetig fortbilden müssen, um ihre Facharztanerkennung behalten zu dürfen. Innerhalb von 5 Jahren sind 250 CME-Punkte (CME = Continuing Medical Education) zu sammeln: Für den Besuch von Vorträgen und Diskussionen erhält man beispielsweise einen Punkt, mehrtägige Kongresse bringen drei Punkte. Zehn Punkte kann man pro Jahr ohne Nachweise für das Selbststudium mittels Fachliteratur angerechnet bekommen.

Um auf dem neusten Stand des Wissens zu bleiben, ist die regelmäßige Teilnahme an Konferenzen, Seminaren und anderen Fortbildungsveranstaltungen unerlässlich. Die Rheumatologische Fortbildungsakademie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und klinische Immunologie e.V. (DGRH) bietet aktuell 26 verschiedene Fort- und Weiterbildungsformate an. Beispielsweise kann man sich im Rahmen der Kurse Sonografie in der Rheumatologie oder mit der Kursreihe Klinische Immunologie weiterbilden. Zum Selbststudium eignet sich die wissenschaftliche Fachzeitschrift für Rheumatologie.

Als Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie kann man sich auf diverse Bereiche spezialisieren, zum Beispiel auf die Osteologie – zur Behandlung von Erkrankungen des Knochenstoffwechsels, wie z. B. Osteoporose – oder auf die Arthrosonographie: Viele Rheumatologen bilden sich im Bereich der Ultraschalluntersuchung des Bewegungsapparates weiter und erlernen in entsprechenden Kursen die anatomischen und physiologischen Grundlagen der Gelenksonographie sowie die verschiedenen Untersuchungstechniken und Pathologien.

Zudem listet die Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer einige Zusatzweiterbildungen, die für Rheumatologen in Frage kommen:

  • Zusatzweiterbildung Kinder- und Jugend-Rheumatologie: Spezialisierung auf die Behandlung von rheumatischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Zusatzweiterbildung Orthopädische Rheumatologie: Zur konservativen und operativen Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, die durch rheumatische Erkrankungen verursacht werden
  • Zusatzweiterbildung Spezielle Schmerztherapie: Zur Behandlung von chronischen Schmerzen, die mit rheumatischen Erkrankungen einhergehen
  • Zusatzweiterbildung Immunologie: Zur Erweiterung des Verständnisses in Bezug auf die Immunmechanismen, die bei rheumatischen Erkrankungen eine Rolle spielen
  • Zusatzweiterbildung Akupunktur: Zur Integration von Akupunkturverfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin in die rheumatologische Behandlung
  • Zusatzweiterbildung Naturverfahren: Zur Integration von Naturheilverfahren wie z. B. Pflanzenheilkunde, Bewegungs- oder Thermotherapie in die rheumatologische Behandlung
  • Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin: Erweiterung des Wissens in Bezug auf Ernährung und ihre Auswirkung auf Rheuma-Symptomatiken

Wie viel verdient ein Rheumatologe?

Das konkrete Gehalt eines Rheumatologen ist davon abhängig, wo er arbeitet und wie viel Erfahrung er vorweisen kann. Der Tarifvertrag für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte/VKA) und der Tarifvertrag für Ärzte in Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL) ähneln sich in ihren Angaben, in Universitätskliniken fällt die monatliche Vergütung etwas höher aus. Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt.

Tarifverträge für Krankenhäuser machen keinen Unterschied in Bezug auf Facharztausbildungen oder Spezialisierungen, sodass die meisten stationär angestellten Fachärzte den gleichen Satz verdienen. Lediglich die hierarchische Ebene – Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt oder Oberarzt – sowie die Berufserfahrung haben Einfluss auf die Höhe des Einkommens. Ist man als Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie in einer Uniklinik angestellt, verdient man im ersten Jahr 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. Mit Schichtarbeit kann man seinen monatlichen Verdienst zusätzlich anheben.

Im ambulanten Bereich unterscheiden sich die Einnahmen je nach Facharztbereich stark. Zudem unterliegen ambulante Praxen keinem Tarifvertrag und verfügen somit über einen gewissen Verhandlungsspielraum. Einige Praxisinhaber bieten angestellten Ärzten eine lukrative Umsatzbeteiligung an. Dafür ist der Gewinn einer privaten Praxis von Schwankungen geprägt und von diversen Faktoren wie Praxisstandort, Patientenanzahl, Vergütungsform der Behandlungen (gesetzlich oder privat versicherte Patienten), Anzahl der IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen) sowie der allgemeinen Effizienz der Praxis abhängig.

84 Rheumatologen waren 2023 in eigener Praxis niedergelassen. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts von 2023 liegt der durchschnittliche jährliche Reinertrag einer Praxis aus dem Gebiet der Inneren Medizin bei 333.000 Euro. Der Reinertrag ist die Differenz zwischen den Einnahmen und den Betriebsausgaben und stellt noch nicht das Nettoeinkommen des Praxisinhabers dar. Nach Abzug von Steuern, Versicherungen, Kammerbeiträgen, Beiträgen zum Versorgungswerk, privater Altersvorsorge sowie eventuellen Kreditraten für die Praxisübernahme bleiben dem Inhaber pro Monat schätzungsweise 8.500 Euro netto.

Welche Zukunftsperspektiven hat die Rheumatologie?

Die Zukunftsperspektiven der Rheumatologie sind vielversprechend.

Zum Beispiel im Bereich der Biologika: Dabei handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Medikamente, die bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden, um Entzündungen zu reduzieren. Sie greifen gezielt in den Entzündungsprozess ein und können so die Zerstörung von Gelenken verlangsamen oder verhindern.

Auch im Gebiet der bildgebenden Verfahren kommt es kontinuierlich zu technischen Fortschritten, die die Diagnostik und Behandlung rheumatischer Erkrankungen verbessern. Neue Technologien wie hochauflösende Ultraschallgeräte, verbesserte Kontrastmittel in der Magnetresonanztomographie (MRT) oder das 3D-Bone Edema Tracking ermöglichen präzisere Darstellungen von Gelenken, Weichteilen und Knochenstrukturen. Damit können Diagnosen früher und ausführlicher gestellt, der Therapieverlauf genauer kontrolliert und die Therapiemaßnahmen individueller gestaltet werden.

Auch die Künstliche Intelligenz wird ein immer größerer Teil der Medizin. Es wird an Programmen gearbeitet, die große Datenmengen interpretieren, um komplexe Krankengeschichten übersichtlich darzustellen und medizinisches Wissen zu nutzen, damit Behandlungsentscheidungen genauer und einfacher getroffen werden können. KI wertet Patientendaten aus, um individuelle Therapieansätze zu entwickeln und Prognosen für den Krankheitsverlauf zu erstellen. Sie analysiert große Datenmengen, um neue Krankheitsmuster oder Risikofaktoren zu identifizieren und unterstützt bei der genetischen Analyse, um genetisch bedingte Erkrankungen besser zu verstehen. Im Bereich des Patientenmanagements kommen zudem telemedizinische Anwendungen wie Chatbots oder Apps zum Einsatz, die Symptome überwachen, Medikamente verwalten und Termine koordinieren.

Wie viele andere medizinische Fachbereiche steht auch die Rheumatologie vor großen Herausforderungen angesichts des allgemeinen Facharztmangels. Die alternde Bevölkerung wird den Bedarf nach rheumatologischen Leistungen noch mehr erhöhen, da bestimmte Erkrankungen im Alter häufiger auftreten – Etwa die Hälfte der über 65-Jährigen leidet an Arthritis oder Arthrose. Demnach ist es wichtig, genügend Nachwuchsmediziner zu begeistern.

Fazit – Lohnt sich der Weg zum Rheumatologen?

Der Weg kann sich lohnen. Die Rheumatologie beschäftigt sich mit vielfältigen Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Immunsystems, was den Beruf abwechslungsreich gestaltet. Die Nachfrage nach Rheumatologen ist stabil und wird angesichts der alternden Bevölkerung weiter ansteigen. Zudem hat man als Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie diverse Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Wer ein Interesse an internistischer Medizin und Immunologie mitbringt, gerne langfristige Patientenbeziehungen aufbaut und Menschen mit chronischen Schmerzen helfen möchte, der wird sich in diesem Beruf wohlfühlen. Man sollte sich trotzdem darüber bewusst sein, dass die Arbeitsbelastung je nach Arbeitsumfeld hoch sein kann und der Alltag häufig mit Stress und Überstunden verbunden ist.

FAQs

Was macht ein Rheumatologe?

Rheumatologen haben nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung in der Rheumatologie, einem Teilgebiet der Inneren Medizin, abgeschlossen. Sie sind spezialisiert auf die Diagnose, Behandlung und Prävention von Erkrankungen aus dem Rheuma-Spektrum, das verschiedene meist entzündliche Krankheitsbilder zusammenfasst, die Gelenke, Muskeln, Knochen sowie Bindegewebe betreffen und Schmerzen, Schwellungen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen verursachen. Dazu gehören zum Beispiel Rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes, Morbus Bechterew, Gicht oder Fibromyalgie.

Wie wird man Rheumatologe?

Um sich als Rheumatologe bezeichnen zu dürfen, muss man nach Bestehen aller drei Staatsexamen des Humanmedizinstudiums und nach Erhalt der Approbation als Arzt eine Facharztausbildung im Bereich Innere Medizin und Rheumatologie abschließen. Die Ausbildung kann in befugten Weiterbildungsstätten absolviert werden, dazu zählen hauptsächlich spezialisierte Fachpraxen, Unikliniken und größere Krankenhäuser.

Wie viel verdient ein Rheumatologe?

Im ersten Jahr der Facharztausbildung verdient man in einer Uniklinik ein Einstiegsgehalt von 5.626,91 Euro brutto monatlich, das mit jedem Jahr Erfahrung um eine Stufe steigt. Nach Abschluss der Ausbildung erhält man zu Beginn 7.426,63 Euro brutto monatlich, nach 9 Jahren Berufserfahrung beläuft sich das Gehalt auf 8.903,30 Euro. In privater internistischer Praxis bleiben dem Inhaber am Ende des Monats schätzungsweise 8.500 Euro netto.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Rheumatologen?

Die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie dauert in der Regel 6 Jahre.

Über die Autorin

Julia Tech

Julia Tech hat Mehrsprachige Kommunikation mit dem Schwerpunkt Translation an der TH Köln studiert und 6 Monate davon an der Université Aix-Marseille im Süden Frankreichs verbracht. Französisch ist ihre Herzenssprache, aber auch im Deutschen ist sie sehr sprachgewandt. Neben ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Tauchen.

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